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Ryszard Szurkowski

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. März 2026 um 08:08 Uhr durch imported>Spürnase2013 (Radsportkarriere).
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Ryszard Szurkowski (2011)

Ryszard Jan Szurkowski [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈˈɾɨʂaɾt ˈjan ʂurˈkɔfski] (* 12. Januar 1946 in Świebodów, Niederschlesien; † 1. Februar 2021 in Radom, Masowien)<ref>Viermaliger Friedensfahrt-Sieger Ryszard Szurkowski ist tot. In: radsport-news.com, 1. Februar 2021, abgerufen am 3. Februar 2021.</ref> war ein polnischer Radrennfahrer und dreifacher Weltmeister.

Er galt als der polnische Eddie Merckx, konnte sich allerdings nur einmal (1974 beim Rennen Paris–Nizza, bei dem eine polnische Mannschaft mit einer Ausnahmegenehmigung zugelassen worden war)<ref>Udo Witte: Campionissimo, Monsieur Chrono, Kannibale & Co. Band 2: 1960–1975. Norderstedt 2015, S. 404.</ref> unmittelbar mit ihm messen, da er während des Kalten Krieges bei Profirennen im Westen nicht antreten durfte. Szurkowski dominierte in den 1970er Jahren das osteuropäische Pendant zur Tour de France, die Internationale Friedensfahrt. Nach seiner aktiven Zeit war er 1984 bis 1988 Trainer der Straßenradnationalmannschaft Polens. Seit einem Sturz beim Jedermannrennen Rund um Köln im Jahr 2018 saß er im Rollstuhl.

Radsportkarriere

Ryszard Szurkowski begann erst im Alter von 20 Jahren mit dem Radsport, als ihn sein älterer Bruder in seiner Heimatstadt in einem Radsportverein anmeldete und ihn quasi zum Training „schickte“.<ref>Die Ryszard Szurkowski Story. In: Sportrad. Nr. 1/1990. Motor Presse Stuttgart, Stuttgart 1990, S. 77–80.</ref>

Szurkowskis erster großer Erfolg war der Sieg bei den polnischen Querfeldeinmeisterschaften 1968 in Prudnik. Ein Jahr später startete er erstmals bei der Internationalen Friedensfahrt. Seine tollkühne und aggressive Fahrweise wurde mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung belohnt.

In den Jahren 1970, 1971, 1973 und 1975 entschied Szurkowski viermal die Internationale Friedensfahrt für sich. Insgesamt startete er sechsmal bei der Rundfahrt. Auf insgesamt 89 Etappen des Rennens trug er 52 Male das Trikot des Gesamtführenden. Nach seinem zweiten Sieg bei der Internationalen Friedensfahrt nahm er 1972 an den Olympischen Spielen in München teil und belegte mit der polnischen Nationalmannschaft den zweiten Platz im Mannschaftszeitfahren.

Dieses Ergebnis konnte Szurkowski auch vier Jahre später bei den Olympischen Spielen in Montreal im Mannschaftszeitfahren wiederholen. Dort hatte er schon 1974 den Vizemeistertitel der Amateure im Straßenradrennen geholt, nachdem er im Jahr zuvor in Barcelona bereits zweifacher Weltmeister im Einzelrennen sowie im Mannschaftszeitfahren geworden war.

Mit der Radnationalmannschaft wurde Szurkowski 1975 in Mettet erneut Weltmeister der Amateure im Mannschaftszeitfahren. In der Tour of Scotland gewann er zwei Etappen und wurde Gesamtzweiter. Im selben Jahr errang er seinen dritten polnischen Meistertitel nach 1969 und 1974; zwei weitere sollten 1978 und 1979 folgen. Obwohl er bei der Polen-Rundfahrt noch bis heute mit 15 Etappensiegen Rekordhalter ist, war es ihm nicht vergönnt, dieses Rennen als Gesamtsieger abzuschließen. Viermal gewann Szurkowski die Punktewertung (1971, 1973, 1974 und 1979) und zweimal die Bergwertung (1971 und 1974). 1972 gewann er die Tour of Scotland. 1975 siegte er im Eintagesrennen Archer Grand Prix. 1977 siegte er in der Niederösterreich-Rundfahrt, 1981 im Paarzeitfahren Flèche d’Or mit Tadeusz Mytnik als Partner. 1977 und 1980 siegte er im Eintagesrennen Puchar Ministra Obrony Narodowej.

Im Lauf seiner Karriere fuhr Szurkowski für vier polnische Sport- bzw. Radklubs: LZS Milicz, KS Czarni Radomsk, KS Dolmel Wrocław und KS Polonia Warszawa.

Diverses

Die polnische Sportzeitung „Przegląd Sportowy“ kürte Szurkowski zweimal zum „Sportler des Jahres“ (1970 und 1973). 1970 wurde er mit dem Fair-Play-Preis der UNESCO ausgezeichnet.<ref>unesdoc.unesco.org (PDF; 207 kB)</ref> Nachdem er 1980 seine professionelle Karriere im Alter von 34 Jahren beendet hatte, war er von 1984 bis 1988 polnischer Nationaltrainer sowie 1985 bis 1989 Abgeordneter des damals noch sozialistischen polnischen Parlaments.

Ab 2010 war Szurkowski für einige Jahre Präsident des polnischen Radsportverbandes (PZKol), nachdem sein Vorgänger Wojciech Walkiewicz wiederum Präsident des europäischen Radsportverbandes Union Européenne de Cyclisme (UEC) geworden war. Darüber hinaus betrieb Szurkowski in Warschau ein eigenes Radsportgeschäft.

Er war weiterhin als Radsportler aktiv und nahm regelmäßig an Jedermannrennen in ganz Europa teil. Im Alter von 72 Jahren stürzte er 2018 bei einem solchen Rennen, dem Velodom in Köln, nach einem Zusammenstoß mit zuvor ebenfalls verunfallten Teilnehmern schwer.<ref>Kolarstwo. Sparaliżowany Ryszard Szurkowski walczy o powrót do zdrowia. In: wyborcza.pl. (wyborcza.pl [abgerufen am 6. November 2018]).</ref> Szurkowski musste mehrfach operiert werden und saß gelähmt im Rollstuhl.<ref name="se-99333">Artur Hojny: Ryszard Szurkowski toczy ciężki bój o powrót do zdrowia. Są nowe informacje o postępach. In: sport.se.pl. 18. April 2020, abgerufen am 28. April 2020.</ref> Wegen der hohen Kosten für seine Rehabilitation wurde er durch Spenden unterstützt, unter anderem durch den Lions Club in Posen.<ref name="dziennik-485487">Pap: Ryszard Szurkowski zabrał głos. "Po kryzysie kolarstwo będzie biedniejsze". In: sport.dziennik.pl. 17. April 2020, abgerufen am 28. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Familie

Eine Zäsur im Leben Szurkowskis war der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001, bei dem sein Sohn Norbert ums Leben kam.

Palmarès

  • Vierfacher Gewinner der Friedensfahrt (1970, 1971, 1973, 1975)
  • Zweifacher olympischer Silbermedaillengewinner im Teamstraßenrennen (1972, 1976)
  • Dreifacher Weltmeister
    • einmal im Einzelrennen (1973)
    • zweimal im Teamrennen (1973, 1975)
  • Vizeweltmeister im Einzelrennen (1974)
  • Zweifacher „Sportler des Jahres“ Polens (1971, 1973)
  • UNESCO-„Fair Play“-Preis (1970)
  • Masowien-Rundfahrt (Dookoła Mazowsza) 1977, 1978
  • Fünffacher polnischer Meister im Straßenrennen (1969, 1974–1975, 1978–1979)
  • Polnischer Meister im Querfeldeinrennen 1968
  • Polnischer Meister im Bergfahren 1974

Weblinks

Commons: Ryszard Szurkowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1962 Vorlage:ITA-1946 Maino / Zandegù / Grassi / Tagliani | 1963 FrankreichFrankreich Motte / Bidault / Béchet / Chappe | 1964 Vorlage:ITA-1946 Andreoli / Dalla Bona / Guerra / Manza | 1965 Vorlage:ITA-1946 Guerra / Dalla Bona / Denti / Soldi | 1966 DanemarkDänemark Blaudzun / Hansen / Wisborg / Højlund | 1967–1969 SchwedenSchweden G. Pettersson / S. Pettersson / T. Pettersson / E. Pettersson („Fåglum-Brüder“) | 1970 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Jardy / Sokolow / Schuchow / Lichatschow | 1971 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Van Der Linden / Hermans / Verreydt / Van Cauter | 1973 Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Mytnik / Lis / Szozda / Szurkowski | 1974 SchwedenSchweden Filipsson / Johansson / Fagerlund / Nilsson | 1975 Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Szozda / Nowicki / Szurkowski / Mytnik | 1977 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Pikkuus / Tschaplygin / Kaminski / Tschukanow | 1978 NiederlandeNiederlande Oosterbosch / Houwelingen / Bierings / Est | 1979 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Drogan / Hartnick / Boden / Petermann | 1981 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Drogan / Boden / Kummer / Ludwig | 1982 NiederlandeNiederlande Van Bindsbergen / Ducrot / Solleveld / Schipper | 1983 SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Kaschirin / Nawolokin / Tschuschda / Sinowjew | 1985 SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sinowjew / Sumnikau / Klimow / Schdanow | 1986 NiederlandeNiederlande Harmeling / Talen / Cordes / de Vries | 1987 Vorlage:ITA-1946 Fortunato / Poli / Scirea / Vanzella | 1989 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Boden / Landsmann / Kummer / Schur | 1990 SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Halkin / Patenka / Sotow / Markownitschenko | 1991 Vorlage:ITA-1946 Anastasia / Colombo / Contri / Peron | 1993 Vorlage:ITA-1946 Contri / Salvato / Fina / Brasi | 1994 Vorlage:ITA-1946 Contri / Colombo / Salvato / Andriotto

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1948 August Prosenik | 1948 Aleksandar Zorić | 1949 Jan Veselý | 1950 Willy Emborg | 1951 Kaj Allan Olsen | 1952 Ian Steel | 1953 Christian Pedersen | 1954 Eluf Dalgaard | 1955, 1959 Täve Schur | 1956 Stanisław Królak | 1957 Nentscho Christow | 1958 Piet Damen | 1960 Erich Hagen | 1961 Juri Melichow | 1962 Gainan Saidchushin | 1963 Klaus Ampler | 1964 Jan Smolík | 1965 Gennadi Lebedew | 1966 Bernard Guyot | 1967 Marcel Maes | 1968 Axel Peschel | 1969 Jean-Pierre Danguillaume | 1970, 1971, 1973, 1975 Ryszard Szurkowski | 1972 Vlastimil Moravec | 1974 Stanisław Szozda | 1976 Hans-Joachim Hartnick | 1977 Aavo Pikkuus | 1978 Alexander Awerin | 1979, 1984 Sergei Suchorutschenkow | 1980 Juri Barinow | 1981 Schachid Sagretdinow | 1982, 1986 Olaf Ludwig | 1983 Falk Boden | 1985 Lech Piasecki | 1987, 1988, 1989, 1998 Uwe Ampler | 1990 Ján Svorada | 1991 Wiktor Rschaksynskyj | 1992, 1996, 1997, 1999, 2003 Steffen Wesemann | 1993 Jaroslav Bílek | 1994 Jens Voigt | 1995 Pavel Padrnos | 2000 Piotr Wadecki | 2001 Jakob Piil | 2002 Ondřej Sosenka | 2004 Michele Scarponi | 2006 Giampaolo Cheula

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1919 Franciszek Zawadzki | 1921 Józef Lange | 1922–1924 Wiktor Hoechsman | 1927 Jerzy Waliński | 1928–1931 Józef Stefański | 1932 Stanisław Kłosowicz | 1933 Michał Korsak-Zaleski | 1934 Wiktor Olecki | 1935, 1947 Bolesław Napierała | 1936 Stanisław Zieliński | 1937 Stanisław Wasilewski | 1938, 1951 Józef Kapiak | 1939 Targonski | 1940–1944 nicht ausgetragen | 1945 Zygmunt Wiśniewski | 1946 Jan Kluj | 1948 Lucjan Pietraszewski | 1949 Wacław Wrzesiński | 1950 Wacław Wójcik | 1952, 1955 Stanisław Królak | 1953 Władysław Klabiński | 1954 Tadeusz Drążkowski | 1956–1957 Andrzej Trochanowski | 1958 Bogusław Fornalczyk | 1959 Janusz Paradowski | 1960, 1962–1964 Jan Kudra | 1961 Roman Chtiej | 1965 Józef Staroń | 1966 Jan Magiera | 1967 Wojciech Matusiak | 1968 Kazimierz Jasiński | 1969, 1974–1975, 1978–1979 Ryszard Szurkowski | 1970 Zygmunt Hanusik | 1971 Edward Barcik | 1972 Tadeusz Kmiec | 1973 Stanisław Szozda | 1976, 1981 Jan Brzeźny | 1977 Tadeusz Zawada | 1980 Janusz Pożak | 1982 Lech Piasecki | 1983 Andrzej Jaskuła | 1984 Lechosław Michalak | 1985, 1988 Andrzej Mierzejewski | 1986 Sławomir Krawczyk | 1987 Zdzisław Wrona | 1989 Joachim Halupczok | 1990 Zenon Jaskuła | 1991, 1993 Marek Leśniewski | 1992 Czesław Rajch | 1994 Jacek Mickiewicz | 1995 Andrzej Sypytkowski | 1996 Dariusz Wojciechowski | 1997, 2000 Piotr Wadecki | 1998 Tomasz Brożyna | 1999 Cezary Zamana | 2001 Radosław Romanik | 2002 Grzegorz Gronkiewicz | 2003 Piotr Przydział | 2004 Marek Wesoły | 2005 Adam Wadecki | 2006 Mariusz Witecki | 2007, 2011, 2015 Tomasz Marczyński | 2008 Marcin Sapa | 2009 Krzysztof Jeżowski | 2010 Jacek Morajko | 2012 Michał Gołaś | 2013, 2018 Michał Kwiatkowski | 2014 Bartłomiej Matysiak | 2016, 2025 Rafał Majka | 2017 Adrian Kurek | 2019 Michał Paluta | 2020 Stanisław Aniołkowski | 2021 Maciej Paterski | 2022, 2024 Norbert Banaszek | 2023 Alan Banaszek

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