Kossebau
Kossebau Gemeinde Altmärkische Höhe
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(194)&title=Kossebau 52° 49′ N, 11° 34′ O
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| Höhe: | 27 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 13,44 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 194 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39606 | |||||
| Vorwahl: | 039391 | |||||
Lage von Kossebau in Sachsen-Anhalt
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Kossebau ist ein Ortsteil der Gemeinde Altmärkische Höhe im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.
Geographie
Kossebau, ein Straßendorf mit Kirche, liegt in der nördlichen Altmark am Kossebauer Graben und am Upstallgraben Kossebau zwischen den Kleinstädten Arendsee (Altmark) und Osterburg (Altmark) am Rande der Altmärkischen Höhe, einem niedrigen Höhenzug, der die Einzugsgebiete der Flüsse Jeetze und Biese/Aland voneinander trennt.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref><ref name="HOB-12" />
Nachbarorte sind Boock und Kleinau im Südwesten, Heiligenfelde im Westen, Rathsleben im Nordwesten, Gagel im Norden, Lückstedt im Nordosten, Wohlenberg im Osten, Einwinkel im Süden.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Jahre 1281 wird Dominus Denecke, sacerdos in Coczebu, also der Pfarrer Denecke, als Zeuge in einer Urkunde aufgeführt.<ref name="Riedel-14" />
Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Kossebuͤ aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Den von Jagow gehörten 21 Hufen Land, der Schulze hatte 3 Hufen. Weitere Nennungen sind 1600 Kotzebow, 1608 Kotzebuw und 1687 Kotzebaw.<ref name="HOB-12" />
Ursprünglich war auch die Schreibweise Cossebau zulässig, seit 1902 nur noch Kossebau, denn am 18. August 1902 legte der Regierungspräsident in Magdeburg „die Schreibweise mit dem Buchstaben K im Anlaut von Landespolizeiwegen als die amtliche fest“.<ref>Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 433, Nr. 1760.</ref>
Herkunft des Ortsnamens
Vermutlich ist der Ortsname auf einen deutschen Personennamen Kozzo oder Kosse zurückzuführen. Die Silbe „bu“ steht für Bau, Wohnung.<ref name="Wissen-3" /> Das Adelsgeschlecht derer von Kotzebue stammt von hier.
Eingemeindungen
Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Bretsch auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.<ref name="HOB-12" />
Die Gemeinde Kossebau kam am 25. Juli 1952 in den Kreis Osterburg. Am 1. Januar 1969 wurde die Gemeinde Rathsleben aus dem Kreis Osterburg nach Kossebau eingemeindet. Am 1. Juli 1994 wurde die Gemeinde Kossebau dem Landkreis Stendal zugeordnet.<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Bis zum 31. Dezember 2009 war Kossebau eine selbständige Gemeinde mit dem zugehörigen Ortsteil Rathsleben.
Durch einen Gebietsänderungsvertrag haben die Gemeinderäte der Gemeinden Boock, Bretsch, Gagel, Heiligenfelde, Kossebau, Losse und Lückstedt beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Altmärkische Höhe vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SDL-Gebiet" />
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Kossebau gehörte früher zur Pfarrei Kossebau.<ref name="Almanach1903" /> Die Kirchengemeinde gehört heute zum Pfarrbereich Kossebau des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Kossebau stammen aus dem Jahre 1658.<ref name="Machholz" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Bürgermeister
Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Kossebau war Gert Reckling.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Kossebau, eine Feldsteinkirche, stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. 1893 wurden die Fenster des Schiffes verbreitert und eine Orgel der Firma Voigt aus Stendal eingebaut. Als Schutzpatron der Kirche wurde in einem Lehnsbrief der von Jagow Johannes der Täufer genannt.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
- In Kossebau steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, eine aufgerichtete Granitplatte auf einem Sockel.<ref name="Denkmalprojekt" />
- Die Dorfstraße in Kossebau ist eine Allee aus etwa 130 Linden und Kastanien, die teilweise über 100 Jahre alt sind.<ref name="Wissen-3" /> Sie wurden schon zu DDR-Zeiten unter Naturschutz gestellt.<ref name="Wissen-3_KB" />
- Die Straße und viele Häuser sind in einem Dorferneuerungsprogramm am Ende des 20. Jahrhunderts mit privater Initiative und öffentlicher Förderung in ursprünglicher Schönheit hergerichtet worden.<ref name="Wissen-3_KB" />
Vereine
Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kossebau e. V.
Verkehrsanbindung
Von Kossebau bestehen Straßenverbindungen in die umliegenden Städte Salzwedel, Seehausen, Arendsee und Osterburg.
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Strecken und Fahrpläne. In: stendalbus.de. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Kossebau auf seehausen-altmark.de
- Kossebau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB-SDL-Gebiet">Landkreis Stendal: Öffentliche Bekanntmachung Gebietsänderungsvertrag. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 17, 12. August 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 207–210 (landkreis-stendal.de [PDF; 7,0 MB; abgerufen am 19. April 2020]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 30. Mai 2021.</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Kossebau. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. Januar 2021, abgerufen am 1. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-2011-2012">Andreas Puls: Orte verlieren 122 Einwohner in 12 Monaten. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 21. Februar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 19. Juni 2019]).</ref>
<ref name="EW-2021">Ralf Franke: Seehausen hat mehr Zuzügler. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 14. Januar 2022, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Seehausen lässt weiter Federn. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 26. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="KEK-2025">Landkreis Stendal – Der Landrat: Kreisentwicklungskonzept Landkreis Stendal 2025. 30. Oktober 2015, abgerufen am 3. August 2019.</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 398 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />archiviert auf archive.org ( vom 27. April 2019 im Internet Archive)).</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Kossebau. In: ekmd.de. Abgerufen am 12. März 2024.</ref>
<ref name="Riedel-14">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Wissen-3">Helmut Kurt Block und Kulturförderverein Östliche Altmark (Hrsg.): Gemeinde Kossebau mit dem Ortsteil Rathsleben (= Das Wissen der Region. Band 3). 1. Auflage. Edition Kulturförderverein Östliche Altmark, Kremkau 2008, DNB 994253249, S. 200.</ref>
<ref name="Wissen-3_KB">Gerd Reckling, H. Kahmann-Frey: Ein „erneuertes“ Dorf – Kossebau. Hrsg.: Helmut Kurt Block und Kulturförderverein Östliche Altmark (= Das Wissen der Region. Band 3). 1. Auflage. Edition Kulturförderverein Östliche Altmark, Kremkau 2008, DNB 994253249, S. 200–205.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Boock | Bretsch | Dewitz | Drüsedau | Einwinkel | Gagel | Heiligenfelde | Kossebau | Losse | Lückstedt | Priemern | Rathsleben | Stapel | Wohlenberg Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein