Kotzebue (Adelsgeschlecht)
Kotzebue ist der Name eines deutsch-baltischen und russischen Adelsgeschlechts, das aus Kossebau bei Arendsee in der Altmark stammt.
Geschichte
Die Familie tritt erstmals im Jahr 1420 mit Henning Kossebu zu Stendal<ref>Codex diplomaticus Brandenburgensis. B III, S. 331.</ref> und Arnd Cassebu (1420–1454), Ratsherr der Neustadt Salzwedel, urkundlich auf.<ref>Codex diplomaticus Brandenburgensis. A XIV, S. 233–322.</ref> Die sichere Stammreihe beginnt erst mit Jakob Kotzebue (1527–1597), Ratskämmerer in Magdeburg.
Das Geschlecht blühte vor allem im Baltikum, wo August Kotzebue 1785 in den erblichen russischen Adelsstand erhoben wurde. Seine Ermordung im Jahr 1819 hatte die Karlsbader Beschlüsse zur Folge. August von Kotzebues Nachfahren wurden 1874 in den Grafenstand erhoben und am 17. Januar 1906 in den Adelsmatrikel in Bayern einverleibt (für den Kunstmaler Wilhelm von Kotzebue).
Nach dem Seefahrer Otto von Kotzebue sind der Kotzebue-Sund, der Ort Kotzebue sowie die Otto-von-Kotzebue-Insel benannt.
Paul von Kotzebue war Kommandant des Alexanderpalastes in Zarskoe Selo vom 4. bis zum 31. März 1917,<ref>RNA Presidents, auf russiannobility.org</ref> zu diesem Zeitpunkt war die Zarenfamilie dort interniert (siehe Ermordung der Zarenfamilie). Da er diese würdig behandelte und weiterhin treu ergeben war, wurde er bei der Übergangsregierung denunziert, abgesetzt und später selbst verhaftet. Er verbrachte den Rest seines Lebens im Exil in Westeuropa und Amerika und war mit Allene Tew, geschiedene Prinzessin Reuß zu Köstritz verheiratet.<ref name="1936Wedding">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: The New York Times, 5. März 1936. Abgerufen am 14. November 2019 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="Hatch1962">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Wappen
Das Stammwappen zeigt in Silber drei (2:1) blaue Rosen. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein Kapuziner im Habit zu sehen, in der Rechten eine dreisträhnige Geißel schwingend, die Linke auf das Herz gelegt.
Personen
Literatur
- Julius von Oeynhausen: Die Familie von Kotzebue in Vierteljahresschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie, Berlin.
- Paul Nitzschke: August von Kotzebue und Friedrich Nietzsche, in Archiv für Stamm- und Wappenkunde 1911.
- Ahnenreihe Kotzebue. In: Ahnenreihen aus allen deutschen Gauen 1926.
- Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band VI, Band 91 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1987, ISSN 0435-2408
- Redaktion: Kotzebue, von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 12. Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil B, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 425 (Stammreihe); Fortsetzungen: 1919, S. 451; 1921, S. 444; 1929, S. 337.
- Genealogisches Handbuch der estländischen Ritterschaft, Band 3, Görlitz [1930], S. 147–154.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />