Beuster
Beuster Hansestadt Seehausen (Altmark)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(204)&title=Beuster 52° 56′ N, 11° 47′ O
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| Höhe: | 20 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 27,05 km² | |||||
| Einwohner: | 204 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 8 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39615 | |||||
| Vorwahl: | 039397 | |||||
Lage von Beuster in Sachsen-Anhalt
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| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Beuster ist ein Ortsteil der Hansestadt Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="HS" />
Geographie
Lage
Beuster, ein Haufendorf mit zwei Kirchen, liegt an einem Altarm der Elbe im Norden der Wische in der Altmark und im äußersten Norden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Die Elbe bildet die Grenze zu Brandenburg.<ref name="HP" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Ortsteilgliederung
Wohnplätze des Ortsteils Beuster sind:<ref name="OT-LSA-2013" />
- Auf dem Sande, zwei Kilometer südöstlich des Dorfes
- Eichfeld, ein Kilometer südlich des Dorfes, ein früheres Freigut<ref name="Zahn-1928" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
- Grashof, im Süden von Beuster
- Groß Beuster der nordwestliche Teil des Dorfes Beuster, unterwärts der Elbe gelegen, früher auch Unterbeuster<ref name="Beckmann-2" />
- Klein Beuster, der südöstliche Teil des Dorfes Beuster an der Alten Elbe gelegen, früher auch Oberbeuster<ref name="Beckmann-2" />
- Uhlenkrug, 3½ Kilometer östlich des Dorfes an der Elbe<ref name="HOB-12" />
Die Elbdeichwässerung, ein kleiner Graben, bildet die Grenze zwischen Groß und Klein Beuster.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Früher wurde das Gewässer auch „Tauber Aland“ genannt,<ref name="KDR-240" /> der direkt vor Klein Beuster in die Elbe gemündet haben soll.
Geschichte
Verwaltungsgeschichte
Am 30. September 1928 entstand die Landgemeinde Beuster durch die Zusammenlegung der Landgemeinden Klein Beuster und Groß Beuster mit dem Gutsbezirk Esack.<ref name="AB-RB-Magdeburg-1928" />
Am 1. April 1940 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Beuster, Scharpenlohe, Werder, Ostorf (ohne die Höfe Falcke, Herper und Neubauer im südlichen Teil von Ostorf) und von der Gemeinde Klein Holzhausen nur die Ortsteile<ref name="Gebiet">Im Amtsblatt heißt es „Gebiet“</ref> Oberkamps und Unterkamps bis einschließlich der Wässerung mit den Rühstedter Wiesen sowie der Ortsteile<ref name="Gebiet" /> Groß Wegenitz und Klein Wegenitz zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Beuster.<ref name="AB-RB-Magdeburg-1939" />
Bis zum 31. Dezember 2009 war Beuster eine selbständige Gemeinde mit den zugehörigen Ortsteilen Beuster (mit Groß Beuster, Klein Beuster und Grashof), Esack, Oberkamps, Ostorf, Scharpenlohe (mit Uhlenkrug), Unterkamps (mit Auf dem Sande), Wegenitz und Werder.<ref>Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2006</ref><ref name="Orte-DDR-1986" />
Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Beuster (am 8. Juni 2009), Geestgottberg (am 9. Juni 2009), Losenrade (am 22. Juni 2009) und der Hansestadt Seehausen (Altmark) (am 29. Juni 2009), dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Hansestadt Seehausen (Altmark) vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SDL" />
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Beuster, am 27. Juli 1995 aus den Kirchengemeinden Groß Beuster und Klein Beuster gebildet,<ref name="Benecke-2009" /> gehört seit dem 1. Juni 2007 zum Kirchengemeindeverband Beuster-Aland.<ref name="AB-EKM" /> Sie wird betreut vom Pfarrbereich Beuster des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Politik
Bürgermeister
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Beuster war Sabine Hiller.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die St.-Nikolaus-Kirche in Groß Beuster, errichtet etwa in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, war die Kirche des Kollegiatstifts Beuster. Sie ist eine romanische dreischiffige querschifflose Basilika und gehört zu den ältesten Backsteinbauten nördlich der Alpen. Die Vierung des Hohen Chores wird nach Osten mit einer halbrunden Apsis abgeschlossen. Dendrochronologische Untersuchungen zeigten, dass das Bauholz für den Chor im Jahre 1172 und das für das Langhaus 1184 geschlagen wurde.<ref name="BRB-KB-Beuster" />
- Die Evangelische Dorfkirche St. Marien in Klein Beuster ist ein barocker Fachwerkbau von 1740–46 mit einem Westturm aus Backstein und einer Orgel.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Pfarrhaus Groß Beuster
- Im Blaulichtmuseum Beuster sind viele historische Fahrzeuge, vor allem Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsfahrzeuge, ausgestellt.<ref>Blaulichtmuseum Beuster. Abgerufen am 5. Oktober 2019.</ref>
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Vereine
Im Vereinsregister des Amtsgerichts Stendal sind aufgeführt:<ref name="VR">Vereinsregister des Amtsgerichts Stendal auf handelsregister.de. Abgerufen am 5. Oktober 2019.</ref>
- Förderverein St.-Nikolaus-Kirche Beuster e. V.
- Reit- und Fahrverein Beuster e. V.
- Unabhängiger Angelclub Beuster und Umgebung e. V.
- Verein Motorboot-Club Beuster e. V.
Verkehrsanbindung
Von Beuster führen Straßenverbindungen nach Seehausen (Altmark) und Geestgottberg, wo jeweils Anschluss an die Bundesstraße 189 und die Bahnstrecke Magdeburg–Wittenberge besteht.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Marchal, Wilhelm Fascher: Beuster – ein Altmarkdorf an der Alten Elbe. Chronik aus nachgelassenen Aufzeichnungen. Hrsg.: Peter Marchal. Gemeinde Beuster, Beuster 2007, DNB 984510834.
Weblinks
- Beuster im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
- Beuster auf den Seiten der Verbandsgemeinde Seehausen
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB-EKM">Urkunde über den Zusammenschluss der Evangelischen Kirchengemeinden Beuster, Pollitz, Wahrenberg und Wanzer zum Evangelischen Kirchengemeindeverband Beuster-Aland, Evangelischer Kirchenkreis Stendal. In: Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (Hrsg.): Amtsblatt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. 3. Jahrgang, Nr. 12, 2011, ZDB-ID 2637011-6, S. 243.</ref>
<ref name="AB-RB-Magdeburg-1928">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 213.</ref>
<ref name="AB-RB-Magdeburg-1939">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1939, ZDB-ID 3766-7, S. 86.</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="AB-SDL">Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 183 ff. (landkreis-stendal.de [PDF; abgerufen am 25. Juni 2020]).</ref>
<ref name="Beckmann-2">Johann Christoph Becmann, Bernhard Ludwig Beckmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg. Band 2. Berlin 1753, 5. Teil, 1. Buch, V. Kapitel, Spalte 48–49 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Benecke-2009">Veronika Benecke: Die Kirchengemeinde Beuster. In: Förderverein der St.-Nikolaus-Kirche Beuster (Hrsg.): Die Stiftskirche St.-Nikolaus zu Beuster an der Straße der Romanik. 2009.</ref>
<ref name="BRB-KB-Beuster">Michael Scholz, Tilo Schöfbeck: Beuster. In: Heinz-Dieter Heimann, Klaus Neitmann, Winfried Schich und Weitere (Hrsg.): Brandenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte und Kommenden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Band I und II (= Klaus Neitmann im Auftrag Brandenburgische Historische Kommission und in Verbindung Brandenburgisches Landeshauptarchiv [Hrsg.]: Brandenburgische Historische Studien. Band 14). Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-937233-26-0, S. 202–211.</ref>
<ref name="EW-LSA">Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). ZDB-ID 2921504-3 (destatis.de). (Jahr anklicken)</ref>
<ref name="EW-2011-2012">Andreas Puls: Orte verlieren 122 Einwohner in 12 Monaten. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 21. Februar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 19. Juni 2019]).</ref>
<ref name="EW-2021">Ralf Franke: Seehausen hat mehr Zuzügler. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 14. Januar 2022, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Seehausen lässt weiter Federn. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 26. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HP">Beuster auf seehausen-altmark.de. Abgerufen am 5. Oktober 2019.</ref>
<ref name="HS">Hauptsatzung der Hansestadt Seehausen (Altmark). 17. September 2019, § 1 Name, Bezeichnung, S. 2 (seehausen-altmark.de [PDF; 3,9 MB; abgerufen am 9. November 2019]).</ref>
<ref name="KEK-2025">Landkreis Stendal – Der Landrat: Kreisentwicklungskonzept Landkreis Stendal 2025. 30. Oktober 2015, S. 296, abgerufen am 3. August 2019.</ref>
<ref name="KDR-240">Karte des Deutschen Reiches Blatt 240: Wittenberge. Reichsamt für Landesaufnahme, 1906, abgerufen am 8. Mai 2021.</ref>
<ref name="Orte-DDR-1986">Karla Balkow, Werner Christ: Ortslexikon der Deutschen Demokratischen Republik. Staatsverlag der DDR, 1986, ISBN 3-7685-2185-0, S. 36, 81, 228, 232, 316, 327, 331.</ref>
<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 117 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Beuster. In: ekmd.de. Abgerufen am 24. März 2024.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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