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Losenrade

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Losenrade
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(50)&title=Losenrade 52° 58′ N, 11° 46′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(50) 52° 58′ 1″ N, 11° 45′ 55″ O
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  }}
Höhe: 21 m ü. NHN
Fläche: 6,88 km²
Einwohner: 50 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 7 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39615
Vorwahl: 039397
Lage von Losenrade in Sachsen-Anhalt
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Losenrade ist ein Ortsteil der Hansestadt Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="HS" />

Geographie

Das altmärkische Straßendorf<ref name="HOB-12" /> Losenrade liegt an der Elbe im äußersten Norden des Landkreises bzw. des Bundeslandes Sachsen-Anhalt im Biosphärenreservat Mittelelbe. Auf der gegenüberliegenden, nördlichen Elbseite liegt die brandenburgische Stadt Wittenberge.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Eickerhöfe im Nordwesten, Steinfelde im Südosten, Hohe Geest im Süden und Geestgottberg im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Losenrade entstand in der Zeit der Kolonisation durch den Markgrafen der Altmark Albrecht der Bär und wurde erstmals 1259 als losenrodte im Zusammenhang mit einer Stiftung des Edlen Johann Gans an das Kloster Stepenitz – Marienfließ erwähnt.<ref name="HP" /><ref name="Wissen-3-Losenrade" /><ref name="Riedel-1a" /> Der Historiker Peter P. Rohrlach gibt als erste Erwähnung in losenrodhe im Jahre 1275 an.<ref name="Riedel-1b" /><ref name="Riedel-1a" /> 1305 wird von Otto Gans von Putlitz die helffte des Dorffes genandt Losenrode an Johann von Karstedt verliehen.<ref name="Riedel-1c" />

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Losenrode im Territorium Prignitz aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1608 Noch Losenrahde und 1687 Losenrade.<ref name="HOB-12" /> 1804 lebten im Dorf und Gut Losenrade 3 Ganzbauern, 2 Halbbauern, 6 Ganz- und 4 Halbkossäten, 1 Büdner und 9 Einlieger. Es gab einen Krug.<ref name="Bratring-1" />

Bereits 1842 gab es im Dorf einen Reihenschullehrer.<ref name="Hermes-Weigelt" /> Später entstand eine Schule, die 1961 neben der Grundschule für die Jahrgänge 1. bis 4. Klasse auch eine Oberstufe für die 5. bis 8. Klasse hatte. Die Schule wurde schon vor Jahrzehnten geschlossen.<ref name="Wissen-3-Schule" />

Zur Gemeinde gehörten früher auch der Wohnplatz Geestermühle

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   |name=Geestermühle
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  }} (östlich davon stand eine Windmühle)<ref name="MTB-1542" /> und im Ortsteil Eickerhöfe der Wohnplatz Elbbrücke mit Gaststätte und Ausflugslokal "Zur Elbbrücke" direkt an der Straße über die Elbe gelegen.<ref name="Wissen-3-Elbbrücke" />

Herkunft des Ortsnamens

Der Name wird abgeleitet aus dem slawischen (wendischen) Wort „los, loassa“ für „Wald“ und der deutschen Endung „rode“.<ref name="Wissen-3-Losenrade" />

Eingemeindungen

Bis 1807 gehörte das Dorf zum Seehausenschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Seehausen auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.<ref name="HOB-12" />

Im Jahre 1881 wurde die Landgemeinde Steinfelde eingemeindet.<ref name="HOB-12" /> Am 17. Oktober 1928 wurde der Gutsbezirk Eickerhöfe mit der Landgemeinde Losenrade vereinigt, wobei die Enklave des Gutsbezirks mit der Landgemeinde Geestgottberg vereinigt wurde.<ref name="AB-RB-Magdeburg" />

Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Losenrade in den Kreis Seehausen umgegliedert. Nach dessen Auflösung kam sie am 2. Juli 1965 in den Kreis Osterburg. Am 1. Juli 1994 wurde sie dem Landkreis Stendal zugeordnet.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Bis zum 31. Dezember 2009 war Losenrade eine selbständige Gemeinde mit den zugehörigen Ortsteilen Eickerhöfe und Steinfelde und gehörte der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Seehausen (Altmark) an.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Beuster (am 8. Juni 2009), Geestgottberg (am 9. Juni 2009), Losenrade (am 22. Juni 2009) und der Hansestadt Seehausen (Altmark) (am 29. Juni 2009), ihre Gemeinden aufzulösen und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Hansestadt Seehausen (Altmark) zu vereinigen. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SDL" /> Seitdem sind Eickerhöfe, Losenrade und Steinfelde Ortsteile von Seehausen (Altmark).<ref name="OT-LSA-2013" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 114
1775 132
1789 153
1798 131
1801 132
1818 148
1840 140
1864 495
Jahr Einwohner
1871 224
1885 242
1895 251
1900 [00]320<ref name="Zahn-1928" />
1905 320
1910 [00]287<ref name="Zahn-1928" />
1925 369
1939 345
Jahr Einwohner
1946 411
1964 300
1971 299
1981 239
1993 216
2006 163
2008 [00]157<ref name="EW-LSA" />
2011 [00]056<ref name="EW-2011-2012" />
Jahr Einwohner
2012 [00]55<ref name="EW-2011-2012" />
2014 [00]54<ref name="KEK-2025" />
2020 [00]49<ref name="EW-2021" />
2021 [00]50<ref name="EW-2021" />
2022 [0]50<ref name="EW-2023" />
2023 [0]50<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelischen Christen aus Losenrade gehörten früher zur Kirchengemeinde Groß Beuster und damit zur Pfarrei Groß Beuster in der Altmark.<ref name="Almanach1903" /> Sie werden heute betreut vom Pfarrbereich Beuster des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In der Nachbargemeinde Geestgottberg besteht Anschluss an die Bundesstraße 189 und die Magdeburg-Wittenbergesche Eisenbahn.

Literatur

Weblinks

Commons: Losenrade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="AB-SDL">Gebietsänderungsvertrag Hansestadt Seehausen. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 183 ff. (landkreis-stendal.de [PDF; abgerufen am 25. Juni 2020]).</ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 232.</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 317 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D00339~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="EW-LSA">Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). ZDB-ID 2921504-3 (destatis.de). (Jahr anklicken)</ref>

<ref name="EW-2011-2012">Andreas Puls: Orte verlieren 122 Einwohner in 12 Monaten. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 21. Februar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 19. Juni 2019]).</ref>

<ref name="EW-2021">Ralf Franke: Seehausen hat mehr Zuzügler. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 14. Januar 2022, DNB 1047269554, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Seehausen lässt weiter Federn. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 26. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 17.</ref>

<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="HP">Losenrade auf seehausen-altmark.de. Abgerufen am 1. Dezember 2019.</ref>

<ref name="HS">Hauptsatzung der Hansestadt Seehausen (Altmark). 17. September 2019, § 1 Name, Bezeichnung, S. 2 (seehausen-altmark.de [PDF; 3,9 MB; abgerufen am 9. November 2019]).</ref>

<ref name="KEK-2025">Landkreis Stendal – Der Landrat: Kreisentwicklungskonzept Landkreis Stendal 2025. 30. Oktober 2015, S. 296, abgerufen am 3. August 2019.</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 55 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de (Memento vom 7. Dezember 2019 im Internet Archive)).</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="MTB-1542">Messtischblatt 1542: Wittenberge. Reichsamt für Landesaufnahme, 1937, abgerufen am 7. Dezember 2019.</ref>

<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 117 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Beuster. In: ekmd.de. Abgerufen am 24. März 2024.</ref>

<ref name="Riedel-1a">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Riedel-1b">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Riedel-1c">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Wissen-3-Losenrade">Helmut Kurt Block und Kulturförderverein Östliche Altmark (Hrsg.): Gemeinde Losenrade (= Das Wissen der Region. Band 3). 1. Auflage. Edition Kulturförderverein Östliche Altmark, Kremkau 2008, DNB 994253249, S. 229.</ref>

<ref name="Wissen-3-Schule">Ralph Meißner, Klaus-Peter Meißner: Wir sind die Losenrader… Hrsg.: Helmut Kurt Block und Kulturförderverein Östliche Altmark (= Das Wissen der Region. Band 3). 1. Auflage. Edition Kulturförderverein Östliche Altmark, Kremkau 2008, DNB 994253249, S. 234–236.</ref>

<ref name="Wissen-3-Elbbrücke">Anke Meißner: Losenrade und Elbbrücke. Hrsg.: Helmut Kurt Block und Kulturförderverein Östliche Altmark (= Das Wissen der Region. Band 3). 1. Auflage. Edition Kulturförderverein Östliche Altmark, Kremkau 2008, DNB 994253249, S. 234–236.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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