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Geisdorf

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Geisdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(23)&title=Geisdorf 49° 54′ N, 11° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(23) 49° 54′ 18″ N, 11° 6′ 40″ O
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Höhe: ca. 491 m ü. NHN
Einwohner: 23 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Postleitzahl: 91332
Vorwahl: 09505
Datei:Geisdorf im Markt Heiligenstadt OFr.png
Karte
Lage von Geisdorf im Markt Heiligenstadt in Oberfranken
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Datei:Damwild Geisdorf Heiligenstadt in Oberfranken.jpg
Damwild-Gehege bei Geisdorf

Geisdorf (bambergisch: Gaasdorf) ist ein Gemeindeteil des Marktes Heiligenstadt i.OFr. im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref><ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Geisdorf liegt in der Gemarkung Herzogenreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref>

Geografie

Der Weiler in der Fränkischen Schweiz steht auf einer Terrasse des Fränkischen Jura auf 491 m ü. NHN. Der Gemeindesitz Heiligenstadt etwa 612 km südöstlich entfernt. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Herzogenreuth zur Staatsstraße 2187 (1,4 km westlich), nach Laibarös zur Staatsstraße 2281 (2,1 km nördlich) und zur St 2187 bei Oberleinleiter (2 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Ortsname

Noch im Jahr 1692 verwendeten die Kastner der Pflege Giech die überlieferte Bezeichnung „Gauchsdorf“. In den Jahren 1640/41 schrieb man in einem Zinsregister der Kirche von Herzogenreuth schon „Gayßdorff“. Im Volksmund lautet die Bezeichnung „Gaasdorf“.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1307, als Bischof Wulfing von Bamberg für den Küster Konrad der Bamberger Pfarrei St. Gangolf eine Vikarie stiftete. Diese bestand aus dem Zehnt von vier Gütern in „Gauchsdorf“, wie der Ort damals genannt wurde. Geisdorf gehörte von Anbeginn zur Realgemeinde Herzogenreuth; deswegen wird vermutet, dass der Ort von dort als Aussiedlung gegründet wurde, wahrscheinlich schon um das Jahr 1200.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Geisdorf aus 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren das Amt Scheßlitz (2 Viertelhöfe, 2 Viertelhöfe mit 2 halben Häusern, 1 Höflein, 2 Halbhöflein, 1 Tropfhäuslein) und das Kloster Michelsberg (1 Häuslein).<ref name="W124">W. Weiß: Bamberg, S. 124.</ref>

Im Jahre 1802 kam Geisdorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Geisdorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Herzogenreuth und der 1818 entstandenen die Ruralgemeinde Herzogenreuth zugewiesen.<ref name="W247">W. Weiß: Bamberg, S. 247.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde Geisdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Heiligenstadt eingegliedert.<ref>Heiligenstadt i.OFr. > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref>

Baudenkmäler

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ehemaliges Baudenkmal
  • Teil einer Doppelhofanlage

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 25 27 30 22 16 25 40 21 16 23
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 6 5 5 4 5 5 6
Quelle <ref name="W247"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 832, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 948 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 992 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1013 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 876 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 645 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 289 (Digitalisat).</ref>

Historische Beschreibungen

Topographische Beschreibung (1752)

In Biedermanns Topographischer Beschreibung aus dem Jahr 1752 wird Geisdorf folgendermaßen geschildert:

„Gaißdorf, ein Ort mit zwei Haushaltungen unter dem Amt Scheßlitz zwischen Tiefenbelz und Leiberöß, gehören ins Amt und pfarren zur katholischen Kirche nach Tiefenbelz.“<ref>Zitiert nach D. Zöberlein: Gemeindechronik Markt Heiligenstadt i. OFr.</ref>

Kastner der Pflege Giech (1728)

Der Kastner der Pflege Giech, schilderte Geisdorf in seinem Bericht im Jahr 1728 folgendermaßen:

„Geisdorf liegt ¼ Stunde von Herzogenreuth, ist mit aller Jurisdiction, gleich Herzogenreuth, dem Hochstift zugetan und pfarrt auf Tiefenpölz. Die Gemein ist der Herzogenreuther Gemein incorporiert. Gedachtes Dorf ist über Mannsgedenken öd gelegen, vor 12 Jahren aber .. wiederum aufgebauet und von vier . Untertanen bewohnt, Der Zehnt dieses Dorfs und Flurmarkung, welcher zu gemeinen Jahren 30 bis 40 Sümmer Getreid erträgt, gehört dem Stift St. Gangolf nach Bamberg. Die Gemein hat nichts, weder zu Dorf noch zu Feld.“<ref>D. Zöberlein: Gemeindechronik Markt Heiligenstadt i. OFr.</ref>

Religion

Geisdorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Martin (Tiefenpölz) gepfarrt.<ref name="W124"/><ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Geisdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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