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Cotoname

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Cotoname

Gesprochen in

Vereinigte Staaten, Mexiko
Sprecher ausgestorben
Linguistische
Klassifikation

isolierte Sprache

  • Cotoname
Datei:Cotoname lang.png
Verbreitungsgebiet von Cotoname

Cotoname (auch Carrizo de Camargo) ist eine ausgestorbene indigene Sprache in Nordamerika, die im Rio Grande Valley in Südtexas und Nordostmexiko gesprochen wurde.<ref>Marianne Mithun: Language Isolates of North America. In: Lyle Campbell, Alex Smith, Thomas Dougherty (Hrsg.): Language Isolates. Routledge, New York 2017, S. 194.</ref>

Dokumentation

Heute sind nur noch etwa 150 Wörter aus dem Cotoname bekannt. Jean-Louis Berlandier sammelte um 1829 104 Wörter in dieser Sprache. Weitere Cotoname-Wörter wurden 1886 von Albert S. Gatschet bei Sprechern des Comecrudo gesammelt.<ref>Ives Goddard: The Languages of South Texas and the Lower Rio Grande. In: The Languages of Native America. University of Texas Press, 2014, ISBN 978-0-292-76851-2, S. 355–389, doi:10.7560/746244-008/html.</ref>

Einige Beispielwörter aus dem Cotoname sind:<ref>John R. Swanton: Linguistic material from the tribes of Southern Texas and Northeastern Mexico. United States Government Printing Office, Washington 1940, S. 118–120.</ref>

  • a´x 'Wasser'
  • bai´ 'schwarz, Nacht'
  • da´-än 'Salz'
  • gama´ro 'Hase'
  • ko´x 'Bauch'
  • 'Sonne, Tag'
  • pa´ma 'schreien'
  • pa´we 'sitzen'
  • ya´x 'süß'

Sprachverwandtschaft

Cotoname wird manchmal mit anderen ehemals in Texas gesprochenen indigenen Sprachen in Verbindung gebracht. Schon Powell schlug vor, dass Cotoname mit Coahuiltekisch und Comecrudo verwandt ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fasste Swanton Cotoname als Teil einer größeren Sprachfamilie (Coahuiltekisch), die ihm zufolge u. a. auch Karankawa, Atakapa und Tonkawa umfasste. Edward Sapir verband Swantons Coahuiltekisch inklusive Cotoname mit den Hoka-Sprachen.<ref>Ives Goddard: The Languages of South Texas and the Lower Rio Grande. In: The Languages of Native America. University of Texas Press, 2014, ISBN 978-0-292-76851-2, S. 355–389, doi:10.7560/746244-008/html.</ref> Neuere Arbeiten von Ives Goddard, Lyle Campbell und Marianne Mithun gehen dagegen davon aus, dass Cotoname eine isolierte Sprache ist bzw. angesichts der schlechten Dokumentation der Sprache keine ausreichende Evidenz für eine Verwandtschaft zu anderen Sprachen vorliegt.<ref>Ives Goddard: The Languages of South Texas and the Lower Rio Grande. In: The Languages of Native America. University of Texas Press, 2014, ISBN 978-0-292-76851-2, S. 355–389, doi:10.7560/746244-008/html.</ref><ref>Lyle Campbell: Coahuiltecan: A Closer Look. In: Anthropological Linguistics. Band 38, Nr. 4, 1996, ISSN 0003-5483, S. 620–634.</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />