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Dagmar Hase

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Dagmar Hase Vorlage:SportPicto
Datei:Bundesarchiv Bild 183-1990-0525-028, Dresden, Schwimm-Meisterschaft.jpg
Dagmar Hase (ganz vorne)
bei den DDR-Meisterschaften in Dresden (1990)
Persönliche Informationen
Name: Dagmar Hase
Nation: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik (bis 1990)
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Schwimmstil(e): Freistil, Rücken
Geburtstag: 22. Dezember 1969 (56 Jahre)
Geburtsort: Quedlinburg
Größe: 1,83 m
Gewicht: 62 kg
Medaillen
 Olympische Spiele
Teilnehmer für DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Gold 1992 Barcelona 400 m Freistil
Silber 1992 Barcelona 200 m Rücken
Silber 1992 Barcelona 4 × 100 m Lagen
Bronze 1996 Atlanta 200 m Freistil
Silber 1996 Atlanta 400 m Freistil
Silber 1996 Atlanta 800 m Freistil
Silber 1996 Atlanta 4 × 200 m Freistil
 Weltmeisterschaften
Teilnehmer für DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Silber 1991 Perth 200 m Rücken
Gold 1991 Perth 4 × 200 m Freistil
Silber 1994 Rom 4 × 200 m Freistil
Bronze 1998 Perth 400 m Freistil
Silber 1998 Perth 200 m Rücken
Gold 1998 Perth 4 × 200 m Freistil
 Kurzbahnweltmeisterschaften
Teilnehmer für DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Silber 1995 Rio de Janeiro 200 m Rücken
Silber 1995 Rio de Janeiro 4 × 200 m Freistil
 Europameisterschaften
Teilnehmer für die Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR
Gold 1989 Bonn 200 m Rücken
Teilnehmer für DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Bronze 1991 Athen 100 m Rücken
Bronze 1991 Athen 200 m Rücken
Silber 1991 Athen 4 × 100 m Freistil
Silber 1991 Athen 4 × 200 m Freistil
Silber 1991 Athen 4 × 100 m Lagen
Gold 1993 Sheffield 400 m Freistil
Gold 1993 Sheffield 4 × 200 m Freistil
Silber 1995 Wien 200 m Rücken
Gold 1995 Wien 4 × 200 m Freistil
Gold 1997 Sevilla 400 m Freistil
Gold 1997 Sevilla 4 × 200 m Freistil
 Goodwill Games
Teilnehmer für die Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR
Silber 1986 Moskau 200 m Freistil
Bronze 1990 Seattle 100 m Rücken
Bronze 1990 Seattle 200 m Rücken

Dagmar Hase (* 22. Dezember 1969 in Quedlinburg) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin und Olympiasiegerin.

Werdegang

Datei:Gedenktafel Breiter Weg (Magdeburg) Dagmar Hase.jpg
Sports Walk of Fame in Magdeburg

Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona schlug Dagmar Hase über 400 Meter Freistil die Titelverteidigerin und Top-Favoritin Janet Evans aus den USA.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta belegte Hase über die gleiche Strecke den zweiten Rang. Zwei weitere Silbermedaillen gewann Hase über 800 Meter Freistil und mit der 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel. Zudem gewann sie über 200 Meter Freistil eine Bronzemedaille. Sie wurde trainiert von Bernd Henneberg.

Die gemessen an ihren olympischen Medaillen weitaus erfolgreichere, aber in ihrer Bekanntheit hinter Schwimmerinnen wie Franziska van Almsick oder Sandra Völker zurückstehende Hase erregte erst durch ein Fernsehinterview im Anschluss an ihren Olympiasieg in Barcelona größeres Aufsehen, in welchem sie die unfaire Behandlung ihrer Schwimmkollegin und Freundin Astrid Strauß durch deutsche Sportfunktionäre anprangerte.

1994 sorgte Dagmar Hase erneut für Schlagzeilen, als sie bei den Schwimmweltmeisterschaften in Rom ihren Startplatz über die 200-Meter-Freistil-Strecke an ihre Team-Kameradin Franziska van Almsick abtrat. Die Berlinerin, als deutsche Goldmedaillenhoffnung über diese Strecke gestartet, hatte mit der neuntbesten Zeit, einen Platz hinter Hase, das Finale verpasst. So konnte van Almsick aber doch noch starten und gewann die Goldmedaille mit neuer Weltrekordzeit. Hase wurde hingegen zur tragischen Figur, als sie über die 400 Meter Freistil ebenfalls einen neunten Platz belegte. Die auf dem achten Platz qualifizierte Teamkollegin Jana Henke verzichtete nicht zugunsten der Olympiasiegerin Hase, nahm ihr Startrecht selbst wahr und wurde Sechste. Anfänglich wurde berichtet, dass Hase als Anerkennung für ihre selbstlose Haltung vom Sponsor des Deutschen Schwimm-Verbandes eine Urlaubsreise geschenkt bekommen hatte.<ref name="berliner-868200">Klaus Schielke: Dagmar Hase, Schwimmerin räumte Startplatz. In: berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 7. September 1994, abgerufen am 6. September 2019.</ref><ref name="berliner-868534">Klaus Schielke: Die Tragik der Dagmar Hase. In: berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 8. September 1994, abgerufen am 6. September 2019.</ref><ref name="berliner-868846">Urlaubsreise für Dagmar Hase. In: berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 9. September 1994, abgerufen am 6. September 2019.</ref> 25 Jahre später bestritt sie dies und gab an, lediglich einen Blumenstrauß erhalten zu haben.<ref name="morgenpo-171994">Van Almsicks WM-Gold 1994: Ein Drama in vier Akten. In: morgenpost.de. Berliner Morgenpost, 6. September 2019, abgerufen am 6. September 2019.</ref>

DDR-Doping

Ebenso wie bei vielen anderen ehemaligen DDR-Spitzenschwimmerinnen, beispielsweise Kristin Otto, Heike Friedrich, Sylvia Gerasch oder Daniela Hunger, wurde auch bei Dagmar Hase im Zusammenhang mit dem 1998 stattfindenden Dopingprozess gegen die ehemaligen DDR-Trainer Dieter Lindemann und Volker Frischke mit dem Vorwurf des systematischen Dopings zwischen 1982 und 1988, der Vorwurf der Einnahme illegaler leistungssteigernder Substanzen und der damit unrechtmäßig erreichten Erfolge laut.<ref name="berliner-423948">Andreas Molitor: Am kommenden Montag wird die ehemalige Schwimmweltmeisterin Sylvia Gerasch im Berliner Doping-Prozeß aussagen: Eine schwierige Zeugin. In: berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 25. April 1998, abgerufen am 6. September 2019.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Protokoll eines Telefongesprächs (Memento vom 3. August 2017 im Internet Archive) mit der DDR-Schwimmerin Karen König über die systematische Verabreichung von Tabletten an Schwimmerinnen (darunter Dagmar Hase). Abgerufen am 2. April 2024.</ref>

Ganz konkret wurde nach der Wiedervereinigung bekannt, dass neben Kristin Otto, Heike Friedrich und Daniela Hunger auch Hase bei den Schwimmeuropameisterschaften 1989 in Bonn illegale leistungssteigernde Substanzen genommen hat. Der Testosterongehalt der Frauen entsprach dem eines normalen Mannes und lag damit weit über dem normalen weiblichen Wert.<ref>„Die Doping-Lüge: Kristin Otto und andere überführt“ in der Berliner Zeitung</ref> Dagmar Hase wies diese Vorwürfe zurück.<ref> Werner Franke: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kollektiver Zwang zum Schweigen (Memento vom 4. März 2010 im Internet Archive), In: Berliner Zeitung</ref>

Rücktritt

Dagmar Hase trat 1998 vom aktiven Schwimmsport zurück. Nach ihrem Karriereende wurde sie Nachwuchstrainerin beim SC Magdeburg, für den sie früher startete. Im September 2021 wechselte sie als Nachwuchstrainerin zur SSG Leipzig.<ref>Schwimm-Legende Hase will kleine Talente groß rausbringen. Mitteldeutscher Rundfunk, 29. September 2021, abgerufen am 30. September 2021.</ref>

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

Commons: Dagmar Hase – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Weltmeisterinnen in der 4 × 200 m Freistil-StaffelVorlage:Klappleiste/Anfang 1970: Andrea Gyarmati | 1974: Ulrike Richter | 1977: Birgit Treiber | 1981: Cornelia Polit | 1983: Cornelia Sirch | 1985: Cornelia Sirch | 1987: Cornelia Sirch | 1989: Dagmar Hase | 1991: Krisztina Egerszegi | 1993: Krisztina Egerszegi | 1995: Krisztina Egerszegi | 1997: Cathleen Rund | 1999: Roxana Mărăcineanu | 2000: Nina Schiwanewskaja | 2002: Stanislawa Komarowa | 2004: Stanislawa Komarowa | 2006: Esther Baron | 2008: Laure Manaudou | 2010: Elizabeth Simmonds | 2012: Alexianne Castel | 2014: Duane Da Rocha | 2016: Katinka Hosszú | 2018: Margherita Panziera | 2020: Margherita Panziera | 2022: Margherita Panziera | 2024: Camila Rebelo Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1927: Marie Braun | 1931: Marie Braun | 1934: Hendrika Mastenbroek | 1938: Ragnhild Hveger | 1947: Karen Harup | 1950: Greta Andersen | 1954: Ágota Sebő | 1958: Jans Koster | 1962: Adrie Lasterie | 1966: Claude Mandonnaud | 1970: Elke Sehmisch | 1974: Angela Franke | 1977: Petra Thümer | 1981: Ines Diers | 1983: Astrid Strauß | 1985: Astrid Strauß | 1987: Heike Friedrich | 1989: Anke Möhring | 1991: Irene Dalby | 1993: Dagmar Hase | 1995: Franziska van Almsick | 1997: Dagmar Hase | 1999: Camelia Potec | 2000: Jana Klotschkowa | 2002: Jana Klotschkowa | 2004: Laure Manaudou | 2006: Laure Manaudou | 2008: Federica Pellegrini | 2010: Rebecca Adlington | 2012: Coralie Balmy | 2014: Jazmin Carlin | 2016: Boglárka Kapás | 2018: Simona Quadarella | 2020: Simona Quadarella | 2022: Isabel Gose | 2024: Ajna Késely Vorlage:Klappleiste/Ende