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SBB Re 6/6

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SBB Re 6/6 – Re 620
Re 620 in SBB-Cargo-Farbgebung
Re 620 in SBB-Cargo-Farbgebung
Re 620 in SBB-Cargo-Farbgebung
Nummerierung: 11601–11689
Re 620 001–089
Anzahl: 89
Hersteller: SLM, BBC, SAAS
Baujahr(e): 1972, 1975–1980
Ausmusterung: ab 2021
Achsfolge: Bo’Bo’Bo’
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 19'310 mm
Breite: 2'950 mm
Höhe: 3'932 mm
Drehgestellachsstand: 2'800 mm
Gesamtachsstand: 14'300 mm
Laufraddurchmesser: 1'260 mm
Dienstmasse: 120 t
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Stundenleistung: 7850 kW
Dauerleistung: 7237 kW
Anfahrzugkraft: 395 kN
Stundenzugkraft: 267 kN
Dauerzugkraft: 235 kN
Stromsystem: 15 kV, 16,7 Hz ~
Stromübertragung: Oberleitung
Fahrstufenschalter: NO32 von BBC mit Rundwähler,
4 Lastschaltern und Luftstellmotor
Fahrmotoren: 6
Antrieb: elektrisch
Kupplungstyp: Schraubenkupplung
Besonderheiten: 2 der 4 Prototypen mit geteiltem Lokkasten

Die Re 6/6, nach neuem Bezeichnungsschema Re 620, sind sechsachsige, elektrische Lokomotiven der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die als Ersatz für die Ae 6/6 im schweren Dienst am Gotthard angeschafft wurden.

Konstruktion und Technik

Aus den Anforderungen an die Baureihe ergab sich für die Traktion die Notwendigkeit von sechs Triebachsen. Um dennoch gute Kurvenlaufeigenschaften mit niedrigem Verschleiss zu erreichen, wurden im Gegensatz zur Ae 6/6 drei zweiachsige Drehgestelle eingebaut, wobei sich das mittlere stark seitlich bewegen kann. Für einen besseren Kurveneinlauf der nachlaufenden zwei Drehgestelle wurden zusätzlich zwischen den drei Drehgestellen elastische Querkupplungen angeordnet. Dabei basiert die Querkupplung auf dem Prinzip, welches ursprünglich für die Ge 6/6II der Rhätischen Bahn (RhB) entwickelt wurde<ref name="rhbGe66II">Michael Nold: 60 Jahre Lokomotiven Ge 6/6 II der Rhätischen Bahn – Teil 1. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 2, 2019, ISSN 1022-7113, S. 106–109.</ref>. Zwei der vier Prototypen erhielten wie die Ge 6/6II der RhB einen geteilten Lokkasten, wobei sich das Gelenk analog zur RhB Ge 6/6II nur vertikal bewegen kann, um sich Gefälleänderungen anzupassen.<ref name="rhbGe66II" />

Die bei den anderen zwei Prototypen gewählte weichere Sekundärabfederung des mittleren Drehgestells bewährte sich im Versuchsbetrieb, so dass bei der Serienproduktion der einteilige Kasten zur Ausführung kam. Die zwei Prototypen mit geteiltem Kasten werden weiterhin im Regelbetrieb eingesetzt.

Das Design ist der Form der Re 4/4II angelehnt, ebenso die Bedienung und die herkömmliche Trafotechnik, welche bei der Re 6/6 zuletzt eingesetzt wurde. Bei der Re 6/6 sind allerdings zwei Transformatoren (Leistungstransformator und Regeltransformator) vorhanden, die sich im Lokomotivkasten zwischen den Drehgestellen befinden.

Die zwar ähnliche Frontpartie weist gegenüber der Re 4/4II/III ein höheres Dach auf. Deswegen spricht man bei der Re 6/6 auch davon, dass sie eine «hohe Stirn» hat, die sie von weitem auch von vorne von der Re 4/4II/III unterscheidet.<ref>Franz Eberhard: Re 6/6 – Krönender Abschluss einer Lokomotiv-Generation. In: Sammelband Loki Spezial. Nr. 20. Fachpresse, Goldach 2001, ISBN 3-85738-067-5, S. 5 ff.</ref>

Wie bei den Re 4/4II/III ist es geplant, alle Lokomotiven mit einer Führerstandsklimaanlage auszurüsten. Ab Ende 2005 werden die ersten Maschinen umgebaut. Diese wird aber im Gegensatz zu den Re 4/4II/III nur auf einer Kastenseite an einer Türe ohne Lüftungsschlitze erkennbar sein. Die restlichen Änderungen, wie Ersatz der Senkfenster usw., sind nur aus der Nähe sichtbar.

Betrieb

Die Re 6/6 – ursprünglich den Gotthardlokomotiven zugeordnet – verfügen über Vielfachsteuerung zusammen mit Re 4/4II, Re 4/4III, Re 4/4IV und RBe 4/4. Im Personenverkehr zogen sie schwere Reisezüge über den Gotthard (als Alternative zu einer Doppeltraktion zweier Re 4/4II). Im Güterverkehr werden sie landesweit für schwere Güterzüge eingesetzt, auf der Gotthardstrecke sehr oft in Vielfachsteuerung mit einer Re 4/4II oder Re 4/4III. Ein solches Tandem, oft auch kurz als «Re 10/10» bezeichnet (aufgrund der 10 angetriebenen Achsen), ist in der Lage, die erhöhte Zughakenlast (Anhängemasse) von 1400 Tonnen über die 26 Promille Steigung der Gotthardstrecke zu befördern. Die zugelassene Zughakenlast beträgt bei 26 Promille eigentlich nur 1300 Tonnen und war lange Zeit auch für die beiden Transitachsen Gotthard und Lötschberg gültig, was die abweichenden Angaben in der Literatur erklärt. Für schwerere Züge (bis 1700 Tonnen sind betrieblich möglich, lange Zeit war dieser Wert nur 1600 Tonnen) muss eine Schublokomotive eingesetzt werden, um die Zughaken nicht zu überlasten, wobei eine Schiebelokomotive maximal 300 Tonnen schieben darf (Zulässige Zughakenlast + 300 Tonnen = gesamte Anhängemasse).

Unfallbedingt wurde 1990 Lokomotive 11638 ausrangiert und abgebrochen. Für die Umzeichnung ins UIC-konforme Nummernraster wurden 1992 nur noch die verbliebenen Lokomotiven berücksichtigt, wodurch die 11638 keine UIC-Nummer mehr erhielt. Die effektiven Umzeichnungen mit UIC-Nummern wurden allerdings nie konsequent in Angriff genommen. Im Laufe des Jahres 2005 wurde das UIC-Nummernschema überarbeitet, wobei die 620 001 (anstatt 000) als kleinste Betriebsnummer festgelegt wurde und der Einfachheit halber auch die nicht mehr existente 11638 nachträglich die Nummer 620 038 erhielt. Anfang 2006 trugen knapp ein halbes Dutzend Maschinen die neue Bezeichnung.

Bei der Divisionalisierung der SBB per 1. September 1999 gingen die ersten dreizehn Loks 11601–13 zum Personenverkehr, wurden aber per 1. Januar 2003 gegen Re 460 getauscht. Somit gehören heute alle verbliebenen 88 Maschinen SBB Cargo. Aufgrund der Umteilung der Re 460 in die Division Personenverkehr dominieren heute, neben den neu beschafften Re 482, wieder die Re 6/6 im Güterverkehr auf der Gotthardstrecke.

Nachdem zwei Lokomotiven versuchsweise eine Funkfernsteuerung für den Schiebedienst mit Loks der Reihe Re 460 am Zugschluss am Gotthard erhielten, wurden ab 2000 etwa 30 Lokomotiven damit ausgerüstet. Um sie administrativ kenntlich zu machen, erhielten diese die Bezeichnung Ref 6/6. Schon 2003 wurden die Fernsteuerungen wieder demontiert, da mit der Abgabe aller Re 460 zum Personenverkehr keine fernsteuerbaren Loks mehr vorhanden waren.

Die Lokomotiven waren bis etwa 2002 den Depots Erstfeld, Bellinzona und Lausanne zugeteilt, ab dann entfiel die feste Zuordnung zu einem Depot. Fristarbeiten erfolgen an den Servicestandorten in Basel und im Rangierbahnhof Limmattal. Für Revisionsarbeiten ist das Industriewerk Bellinzona zuständig.

Abschnitte der Gotthardstrecke sowie der Lötschberg-Basistunnel sind seit 2007 mit Zugsicherung nach ETCS-Level-2-Standard und GSM-R-Funk ausgerüstet. Deshalb wurden 60 Loks durch Stadler Rail entsprechend umgerüstet. Die übrigen Loks erhielten EuroZUB und GSM-R-Funk.

Im August 2018 wurden die Prototypen 11603 und 11604 von der SBB an das auf Überführungs- und Versuchsfahrten spezialisierte Unternehmen RailAdventure verkauft.<ref>Railadventure kauft von SBB zwei Re 6/6-Lokomotiven. In: Bahnonline.ch. 6. September 2018, abgerufen am 7. September 2018.</ref> Die ursprünglich auf den Namen Wädenswil getaufte 11603 wurde dabei in Suisse Svizzera umbenannt.<ref>Drehscheibe Online Foren :: 08/02 – Alpenlandforum :: Re 6/6 11603 Rail Adventure auf ihrer ersten Fahrt. Abgerufen am 7. September 2018.</ref> Anfang 2024 wurde die 11604 von Railadventure an die Oensingen – Balsthal Bahn verkauft. Was mit ihr dort geschieht, ist noch unbekannt. Sie wurde im Januar 2024 von Bellinzona nach Balsthal überführt.

Im Herbst 2019 wurde bekannt, dass die Prototypen 11601 und 11602 an eine Privatperson im Umfeld des Vereins Swisstrain verkauft wurden. Es ist geplant, dass die 11601 revidiert und wieder fahrtüchtig gemacht werden soll, die 11602 wird als Ersatzteilspender genutzt. Am 20. Oktober 2019 wurde die 11601 deshalb von Bellinzona nach Sissach überführt.<ref>Daniel Schärer: Weitere Re 6/6-Prototypen verkauft. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 12. Minirex, 2019, ISSN 1022-7113, S. 610.</ref>

Der schwedische Lokomotivvermieter Nordic Re-Finance hat Interesse am Kauf von gebrauchten Re 620 gezeigt. Um die Machbarkeit zu testen, wurde die Re 620 052 Anfang April 2024 von der Re 482 016 nach Rostock zur Verschiffung nach Trelleborg überführt. Die Lokomotive soll dort mit dem schwedischen Zugsicherungssystem ATC ausgestattet und getestet werden. Falls eine Zulassung zustande kommt, würde Re-Finance einen Vertrag mit SBB Cargo abschliessen, der die Übernahme mehrerer Lokomotiven beinhaltet.<ref>Re 620 052 von SBB Cargo nach Schweden. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 5. Minirex, 2024, ISSN 1022-7113, S. 225.</ref>

Loktaufen

Nummer Wappen Taufname   Nummer Wappen Taufname   Nummer Wappen Taufname
11601 Datei:Pic Wolhusen.png Wolhusen 11631 Datei:Dulliken-blason.png Dulliken 11661 Datei:CHE Gampel COA.svg Datei:Stegwappen.png Gampel-Steg
11602 Datei:CHE Morges COA.svg Morges 11632 Datei:Daeniken-blason.png Däniken 11662 Datei:CHE Péry COA.svg Reuchenette-Péry
11603 Datei:Waedenswil-blazon.svg Wädenswil 11633 Datei:CHE Muri COA.svg Muri AG 11663 Datei:CHE Eglisau COA.svg Eglisau
11604 Datei:CHE Faido COA.svg Faido 11634 Datei:CHE Aarburg COA.svg Datei:CHE Oftringen COA.svg Aarburg-Oftringen 11664 Datei:CHE Köniz COA.svg Köniz
11605 Datei:Uster-blazon.svg Uster 11635 Datei:Muttenz.png Muttenz 11665 Datei:GW-GL-Niederurnen.gif Datei:Schänis-blazon.svg Ziegelbrücke
11606 Datei:Wappen Turgi AG.svg Turgi 11636 Datei:CHE Vernier COA.svg Datei:CHE Meyrin COA.svg Vernier-Meyrin 11666 Datei:Stein am Rhein-coat of arms.svg Stein am Rhein
11607 Datei:CHE Wattwil COA.svg Wattwil 11637 Datei:CHE Sonceboz-Sombeval COA.svg Sonceboz-Sombeval 11667 Datei:Bodio-coat of arms.svg Bodio
11608 Datei:Wetzikon-blazon.svg Wetzikon 11638 Datei:CHE Ollon VD COA.svg St-Triphon 11668 Datei:CHE Stein COA.svg Datei:DEU Bad Säckingen COA.svg Stein-Säckingen
11609 Datei:CHE Uzwil COA.svg Uzwil 11639 Datei:CHE Murten FR COA.svg Murten 11669 Datei:Hägendorf-blazon.svg Hägendorf
11610 Datei:Wappen Spreitenbach AG.svg Spreitenbach 11640 Datei:CHE Münchenstein COA.svg Münchenstein 11670 Datei:CHE Affoltern am Albis COA.svg Affoltern am Albis
11611 Datei:Rueti-blazon.svg Rüti ZH 11641 Datei:CHE Moutier COA.svg Moutier 11671 Datei:CHE Othmarsingen COA.svg Othmarsingen
11612 Datei:Wappen Regensberg.svg Regensdorf 11642 Datei:Monthey - Wappen.svg Monthey 11672 Datei:CHE Balerna COA.svg Balerna
11613 Datei:Rapperswil CoA.svg Rapperswil 11643 Datei:CHE Laufen BL official COA.svg Laufen 11673 Datei:CHE Cham ZG COA.svg Cham <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1
11614 Datei:CHE Meilen COA.svg Meilen 11644 Datei:Blason ville suisse Cornaux (Neuchatel).svg Cornaux 11674 Datei:Wappen Murgenthal AG.svg Murgenthal
11615 Datei:CHE Kloten COA.svg Kloten 11645 Datei:Colombier-NE-coat of arms.svg Colombier 11675 Datei:Coat of arms of Gelterkinden.svg Gelterkinden
11616 Datei:CHE Illnau-Effretikon COA.svg Datei:CHE Effretikon COA.svg Illnau-Effretikon 11646 Datei:CHE Bussigny COA.svg Bussigny 11676 Datei:Zurzach Wappen.svg Zurzach
11617 Datei:Wappen Heerbrugg.PNG Heerbrugg 11647 Datei:CHE Bex COA.svg Bex 11677 Datei:Neuhausen am Rheinfall-coat of arms.svg Neuhausen am Rheinfall
11618 Datei:CHE Dübendorf COA.svg Dübendorf 11648 Datei:CHE Aigle COA.svg Aigle 11678 Datei:CHE Bassersdorf COA.svg Bassersdorf
11619 Datei:Arbon-blazon.svg Arbon 11649 Datei:CHE Aarberg BE COA.svg Aarberg 11679 Datei:Cadenazzo-coat of arms.svg Cadenazzo
11620 Datei:Wangen bO-blason.png Wangen bei Olten 11650 Datei:CHE Schönenwerd COA.svg Schönenwerd 11680 Datei:Wappen Möhlin AG.svg Möhlin
11621 Datei:Torricella-Taverne-coat of arms.svg Taverne-Torricella 11651 Datei:CHE Dornach SO COA.svg Datei:Coat of arms of Arlesheim.svg Dornach-Arlesheim 11681 Datei:Wappen Immensee.PNG Immensee
11622 Datei:Wappen Suhr AG.svg Suhr 11652 Datei:Kerzers-coat of arms.svg Kerzers 11682 Datei:CHE Freienbach SZ COA.svg Pfäffikon SZ
11623 Datei:CHE Rupperswil COA.svg Rupperswil 11653 Datei:CHE Gümligen COA.svg Gümligen 11683 Datei:Wappen Silenen.svg Amsteg-Silenen
11624 Datei:Wappen Rothrist AG.svg Rothrist 11654 Datei:CHE Villeneuve COA.svg Villeneuve 11684 Datei:CHE Uznach COA.svg Uznach
11625 Datei:Oensingen-blason.png Oensingen 11655 Datei:CHE Cossonay COA.svg Cossonay 11685 Datei:Sulgen-blazon.svg Sulgen
11626 Datei:CHE Zollikofen COA.svg Zollikofen 11656 Datei:Travers-coat of arms.svg Travers 11686 Datei:CHE Hochdorf COA.svg Hochdorf
11627 Datei:Luterbach-blason.png Luterbach-Attisholz 11657 Datei:Coat of Arms Estavayer-le-Lac.png Estavayer-le-Lac 11687 Datei:Bischofszell-blazon.svg Bischofszell
11628 Datei:CHE Konolfingen COA.svg Konolfingen 11658 Datei:CHE Auvernier COA.svg Auvernier 11688 Datei:Linthal-coat of arms.png Linthal
11629 Datei:CHE Interlaken COA.svg Interlaken 11659 Datei:CHE Chavornay COA.svg Chavornay 11689 Datei:Gerra(Gambarogno)-coat of arms.svg Gerra-Gambarogno
11630 Datei:CHE Herzogenbuchsee COA.svg Herzogenbuchsee 11660 Datei:CHE Tavannes COA.svg Tavannes

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1 
Wappen befindet sich neu auf der Re 4/4II 11278

Unfälle und Ausrangierungen

  • Am 18. Juli 1982 kollidierte in Othmarsingen der Güterzug 41094 aus Italien mit dem mit der Re 6/6 11674 bespannten Nachtschnellzug 295 von Dortmund über Basel nach Chiasso und weiter nach Rimini, vorwiegend mit Reisenden aus Deutschland und Italien. Beim Unfall starben drei deutsche und drei italienische Reisende, darunter ein Kind. Weitere über 100 wurden verletzt, 29 davon schwer. Die Re 6/6 wurde wieder Instand gestellt und erhielt dabei als erste einen roten Anstrich.
  • Am 16. Februar 1990 kollidierte der von der Lokomotive 11638 gezogene Nachtschnellzug 222 Mailand–Paris bei der Fahrt durch den Bahnhof von Saxon mit dem auf dem Gleis 3 stehenden Baudienstfahrzeug XTm 91571 der SBB. Beim Aufprall entgleisten mehrere Fahrzeuge, dabei kamen die Re 6/6 und der erste Wagen des Schnellzuges auf der Seite liegend zum Stillstand. Bei dem Unfall kamen drei Menschen ums Leben, 12 weitere wurden verletzt.<ref>SER 4/1990 Seite 85</ref> Die verunfallte Lokomotive wurde danach als erste ihrer Serie ausrangiert.
  • Am 8. August 2011 kollidierte im Bahnhof von Döttingen die Re 6/6 11666 mit einem NPZ-Pendelzug. Die Lokomotive wurde erheblich beschädigt, entgleiste im Gegensatz zum Steuerwagen des NPZ aber nicht. Bei dem Unfall wurden acht Personen verletzt.<ref>Acht Personen bei Bahnkollision in Döttingen verletzt. In: NZZ Online. 11. August 2011, abgerufen am 11. August 2011.</ref>
  • Am 23. Oktober 2014, um 07.03 Uhr, kam es bei einer Rangierbewegung im Bahnhof St. Maurice zu einem Zusammenstoß zwischen den beiden Re 6/6-Lokomotiven 11620 und 11640 von SBB Cargo. Es entstand erheblicher Sachschaden an den Fahrzeugen.<ref>Anprall zwischen SBB Cargo Re 6/6 11620 und 11640 im Bahnhof St. Maurice. In: Bahnonline.ch. 8. Januar 2015, abgerufen am 19. Oktober 2018.</ref> Wie sich später herausstellte, war der Schaden an der 11620 so gross, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte. Sie wurde am 10. Februar 2017 dem Abbruch zugeführt.<ref>SBB Triebfahrzeuge. In: Eisenbahn-Amateur. Nr. 3. SVEA, 2017, ISSN 0013-2764, S. 105.</ref> Die 11640 ist seit April 2016 wieder in Betrieb.
  • Am 13. Mai 2015, um kurz nach Mitternacht, stießen zwei Güterzüge im Bahnhof Erstfeld seitlich zusammen. Ein Güterzug von SBB Cargo International, geführt mit den Re 6/6 11673 „Cham“ und Re 4/4 II 11333 fuhr um 00.03 Uhr bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Erstfeld Richtung Süden einem Güterzug von BLS Cargo in die Flanke. Die beiden BLS-Cargo-Lokomotiven Re 485 008 und Re 486 509 blieben unbeschädigt. Die beiden Züge waren in dieselbe Richtung unterwegs.<ref>Gotthardstrecke nach seitlicher Kollision zweier Güterzüge in Erstfeld wieder offen. In: Bahnonline.ch. 13. Mai 2015, abgerufen am 19. Oktober 2018.</ref> Der Unfallhergang und die Ursache wurde von der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUST) untersucht. Die 11673 wurde am 15. Juli 2016 dem Abbruch zugeführt.<ref>Letzte Reise der SBB Cargo Re 6/6 11673 „Cham“. In: Bahnonline.ch. 18. Juli 2016, abgerufen am 6. Mai 2018.</ref>
  • Am 18. Februar 2021 wurde mit der Re 620 042 (11642) die erste Serienlok altershalber dem Abbruch zugeführt. Zuvor war sie über eine längere Zeit als Ersatzteilspender im IW Bellinzona abgestellt.
  • Am 22. April 2024 wurde die Re 620 040 (11640) ausrangiert und zur Firma Thommen zum Abbruch zugeführt.<ref name="EA62024">Stephan Frei, Christian Ammann: Neues in Kürze. In: Eisenbahn Amateur. Nr. 6. SVEA, 2024, ISSN 0013-2764, S. 260.</ref>
  • Anfang Juni 2024 wurden die Re 620 046 (11646) und 048 (11648) ausrangiert und zur Firma Thommen in Kaiseraugst zum Abbruch zugeführt.<ref name="EA72024">Stephan Frei, Christian Ammann: Neues in Kürze. In: Eisenbahn Amateur. Nr. 7. SVEA, 2024, ISSN 0013-2764, S. 307.</ref>
  • Im August 2024 wurden die Re 620 041 (11641) und 055 (11655) ausrangiert und zur Firma Thommen in Kaiseraugst zum Abbruch zugeführt.<ref name="EA102024">Stephan Frei, Christian Ammann: Neues in Kürze. In: Eisenbahn Amateur. Nr. 10. SVEA, 2024, ISSN 0013-2764, S. 451.</ref>
  • Am 8. November 2024 wurde die Re 620 051 (11651) ausrangiert und zur Firma Vismara in Lugano zum Abbruch zugeführt.<ref>FFS Re 620 051-3 'Dornach – Arlesheim'. In: sguggiari.ch. 8. November 2024, abgerufen am 9. November 2024.</ref>
  • Am 14. Dezember 2024 wurden die Re 620 044 (11644), 045 (11645), 057 (11657) und 059 (11659) ausrangiert und zur Firma Thommen in Kaiseraugst zum Abbruch zugeführt.<ref name="EA022025">Stephan Frei, Christian Ammann: Neues in Kürze. In: Eisenbahn Amateur. Nr. 2. SVEA, 2025, ISSN 0013-2764, S. 70.</ref>
  • Im März 2025 wurde die Re 620 049 (11649) ausrangiert und zur Firma Thommen in Kaiseraugst zum Abbruch zugeführt.<ref name=":1">Re 6/6 rottamate. In: sguggiari.ch. 5. April 2025, abgerufen am 6. April 2025.</ref>
  • Am 4. April 2025 wurde die Re 620 036 (11636) ausrangiert und zur Firma Vismara in Lugano zum Abbruch zugeführt.<ref name=":1" />
  • Im April 2025 wurden die Lokomotiven 620 043, 052, 054 und 056 als ausrangiert gemeldet.<ref name="EA062025">Stephan Frei, Christian Ammann: Neues in Kürze. In: Eisenbahn Amateur. Nr. 6. SVEA, 2025, ISSN 0013-2764, S. 255.</ref>
  • Im November 2025 wurde die Re 620 061 (11661) ausrangiert und in Emmen zum Abbruch zugeführt.<ref name=":0">Re 6/6 rottamate. In: sguggiari.ch. 4. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.</ref>
  • Am 6. März 2026 wurden die Lokomotiven Re 620 043 (11643), 054 (11654) und 084 (11684) zur Firma Thommen in Kaiseraugst zum Abbruch zugeführt.

Bilder

Siehe auch

Literatur

  • Thomas Estler: Die Stärkste: SBB Re 6/6 – Sechsachsige Güterzuglok Re 620. Edition LAN, Bäretswil 2012, ISBN 978-3-906691-64-0 (144 S.).
  • Franz Eberhard: Re 6/6 – krönender Abschluss einer Lokomotiv-Generation (= Loki Spezial. Nr. 20). Fachpresse, Goldach 2001, ISBN 3-85738-067-5 (130 S.).
  • Walter Trüb, Fritz Aebli: Von der «Limmat» zur Re 6/6 (= SJW–Heft. Nr. 1200). Schweizerisches Jugendschriftenwerk, Zürich 1972 (24 S.).
  • Karl Meyer: Die Prototyplokomotiven der Serie Re 6/6 der Schweizerischen Bundesbahnen (= Schweizerische Bauzeitung. Nr. 48). Verlags-AG der akademischen technischen Vereine, Zürich 1972, S. 1227–1253 (ETH e-periodica [PDF; 17,6 MB]).
  • Theo Stolz: Triebfahrzeuge der Schweiz. Minirex, Luzern 2007, ISBN 3-907014-31-6, S. 283.
  • Mechanischer Teil der Hochleistungslokomotive Typ Re 6i 6 der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik, Winterthur Juli 1974, S. 16 ([1] [PDF]).

Weblinks

Commons: SBB Re 620 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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