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Currywurst

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Datei:2023-01-23 Currywurst in Berlin.jpg
Currywurst in Pappschale

Die Currywurst [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈkʰœ.ʀiˌvʊʁst] (<phonos file="GT Körriwuarst DE.ogg">Anhören</phonos>/?) ist ein Gericht aus Brat- oder anderer Brühwurst, die ganz oder geschnitten mit einer tomatenhaltigen Sauce und Currypulver oder mit einem Curry-Ketchup serviert wird. Das Gericht wird der deutschen Küche zugerechnet.

Bei den Würsten handelt es sich meist um feine vorgegarte Brühwürste mit oder ohne Darm. Aber auch die Verwendung herkömmlicher Bratwürste ist weit verbreitet. Serviert wird das seit Ende der 1940er Jahre bekannte Gericht vor allem in der Imbiss­gastronomie, der es entstammt. Die Currywurst ist ein klassischer Vertreter der Deutschen Küchen und in entsprechenden Restaurants unter den einfachen Gerichten zu finden. Auch in Betriebskantinen zählt sie in Deutschland zu den beliebten Angeboten<ref name="LP 2/2015" /><ref name="Apetito Menücharts 2014" /> und ist im Handel als Fertiggericht für Privathaushalte erhältlich. Eine weitere davon zu unterscheidende Art von Currywurst beinhaltet das Curry als Zusatz im Wurstbrät.

Datei:Currywurst & Pommes frites.jpg
Currywurst mit Pommes frites

In Deutschland wurden 2013 rund 800 Millionen Currywürste verzehrt.<ref>Presseinformation: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Daten und Fakten. Deutsches Currywurst Museum Berlin. (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive; PDF; 175 kB) In: currywurstmuseum.com, Oktober 2014.</ref> Currywurst, in Kombination mit Pommes frites, war im Jahr 2020 zum 28. Mal in Folge beliebtestes Kantinenessen in Deutschland,<ref>Kantinen-Ranking: Klassiker bleibt weiter Nummer eins. 22. Juli 2020, abgerufen am 22. Juli 2020.</ref> wurde aber 2021 durch Spaghetti Bolognese abgelöst.<ref>Nachfolger der Currywurst – In deutschen Kantinen gibt es eine neue Nummer 1.</ref>

Geschichte

Datei:Gedenktafel Kantstr 101 Herta Heuwer.JPG
Gedenktafel für Herta Heuwer in Berlin-Charlottenburg

Weit verbreiteter Auffassung gemäß ist die Currywurst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in West-Berlin entstanden. Die Gastronomin Herta Heuwer, die seit dem Sommer 1949 einen Imbissstand an der Kant- Ecke Kaiser-Friedrich-Straße im Bezirk Charlottenburg betrieb, nahm für sich in Anspruch, die typische Currywurstsauce am 4. September 1949 erstmals kreiert<ref name="mdr4sept" /> und zur gebratenen Wurst serviert zu haben. Damit habe sie die Currywurst erfunden.

Herta Heuwer versah ihr Berliner Geschäft später mit Anschriften wie: „1. Currywurst-Braterei der Welt“ und „Eine von uns erdachte Berliner Spezialität“ und ließ sich 1959 die Wort-Bild-Marke „Chillup“ für ihre Sauce eintragen – eine Zusammenziehung von Chili und Ketchup, verzeichnet am 21. Januar 1959 auf Anmeldung vom 21. Februar 1958 unter der Nummer 721319 als Warenzeichen für „Spezial-Sosse“[sic!] in der Zeichenrolle des Deutschen Patentamts<ref>Warenzeichenblatt. Nr. 4, 28. Februar 1959, Teil II, (eingetragene Zeichen), S. 327, (dpma.de); <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Die Schutzdauer betrug 20 Jahre ab dem Tag der Anmeldung, endete also am 21. Februar 1978.</ref> – Heuwer bezeichnete das unzutreffend als „Patent“. Das Unternehmen Kraft (→ Mondelēz) soll sich nach Darstellung Heuwers erfolglos bei ihr um das Rezept und das Markenrecht bemüht haben. Heuwer bestand zeitlebens darauf, weder Ketchup noch eine fertige Würzmischung verwendet, sondern die Sauce mit Tomatenmark angerührt und mit einzelnen Gewürzen sorgfältig abgeschmeckt zu haben. Im hohen Alter hatte sie zahlreiche Fernsehauftritte und ließ sich als „Erfinderin der Currywurst“ feiern. Das 2009 in Berlin eröffnete und bis Dezember 2018 bestehende Deutsche Currywurst Museum folgte dieser Sichtweise.<ref name="Rüdiger 1995" /><ref name="Foede 2012" /> Am 29. Juni 2003 wurde am ehemaligen Standort ihres Imbisses (Kantstraße 101) eine Gedenktafel von der damaligen Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen zu Ehren Herta Heuwers enthüllt.<ref>Fotos: Gedenktafel für Herta Heuwer. In: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, 2010, aufgerufen am 2. Mai 2019.
  Torsten Berg: Herta – Einzig wahre Curry-Queen. In: Berliner Kurier, 30. Juni 2003.</ref>

Heuwer kann die Entwicklung der Currywurst jedoch nicht ganz für sich allein beanspruchen. Zum einen erscheinen gewisse Details ihrer Darstellung nicht plausibel. Sie wollte sich genau erinnern, dass es am 4. September 1949, als sie ihre Sauce zum ersten Mal anrührte, ausgiebig regnete, wogegen es nach den Wetteraufzeichnungen ein trockener Tag gewesen sein soll.<ref name="Foede 2012" /> Zum anderen ist vor allem die Rolle des Schlachters Max Brückner aus Johanngeorgenstadt im Erzgebirge zu berücksichtigen. Dieser war nach Kriegsende nach West-Berlin gekommen, hatte mit einigen Mitarbeitern aus der Heimat einen Betrieb in Berlin-Spandau gegründet und verfügte über ein selbstentwickeltes Verfahren zur Herstellung von Wurst ohne Darm, die als Spandauer ohne Pelle zu Bekanntheit gelangte. Er tat sich Anfang der 1950er Jahre mit dem ebenfalls aus dem Erzgebirge stammenden Frank Friedrich zusammen. Das von ihnen aufgebaute Unternehmen Maximilian besteht noch.<ref name="Rüdiger 1995" /><ref name="Maximilian 2012" /> Auf älteren Versionen der Website befanden sich ausführliche Darstellungen der Unternehmensgeschichte und der Zusammenarbeit mit Herta Heuwer. Demnach führten Heuwers „erste Saucenkreationen“ 1949 noch zu keinem großen Erfolg. Erst zusammen mit Frank Friedrich habe sie das endgültige Rezept entwickelt, das sie von da an in ihrem Imbiss verkauft habe. Allerdings wird in dieser Darstellung betont, dass die Currywurst als Gericht Heuwers Erfindung war, denn die Idee zur Saucenzugabe sei ihre gewesen.

„Hat Herta Heuwer die Currywurst erfunden? Da bestehen heute keine Zweifel mehr, dass dem so war. Die Verbindung darmlose ‚Spandauer ohne Pelle‘ und ihr Gedanke diese mit einer eigenen Würzsauce, einem Ketchup zu verbinden ist eindeutig ihre Idee. Für den geschmacklichen Erfolg hingegen ist in Abstimmung mit Herta Heuwer Frank Friedrich, der heutige Senior und damalige Juniorpartner des Firmengründers Max Brückner verantwortlich, der die finale geschmackliche Abstimmung der Wurst und der Sauce verantwortete.“<ref name="Maximilian 2012" />

Im August 2024 erschien das Buch Alles Currywurst – oder was? Die ganze Wahrheit über das Kultobjekt. Die Autoren vertreten die These, dass bereits 1936 in Duisburg-Marxloh ein gewisser Peter (Johann) Hildebrand, Betreiber der Peter Pomm’s Pusztetten-Stube, eine Art Vorläufer der Currywurst zubereitete – nämlich Tomatensauce mit Currypulver über der Wurst.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Essener Autoren lüften Currywurst-Geheimnis: Der Ruhrpott darf feiern.] In: WDR. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. September 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Als Indiz nennen sie unter anderem eine Bestätigung der damals existierenden Hamburger Gewürzmühle, Hildebrand damals beliefert zu haben<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Essener Autoren … Duisburg als Ursprung.] In: WDR. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. September 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und Hinweise darauf, dass Hildebrand im Duisburger Stadtgebiet Imbissbuden betrieben hätte. Die Autoren argumentieren weiter, dass Hildebrand als gebürtiger Niederländer in der NS-Zeit Einschränkungen bei der kommerziellen Vermarktung hatte, weshalb die Currywurst erst nach Kriegsende größere Verbreitung gewann.

Diese These wurde in Medien und lokalen Berichten aufgegriffen: So kündigte die Stadt Duisburg für 2025 eine Ehrentafel an und den 22. September als alternativen „Tag der Currywurst“ an – als Gegentermin zur Berliner Tradition am 4. September.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Duisburg verleiht Ehrentafel zum neuen „Tag der Currywurst“.] In: Deutschlandfunk Kultur. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. September 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Supermarkt: Currywurst-Ursprung laut Studie Duisburg und nicht Berlin.] In: Watson. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. September 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Currywurst-Streit: Wurde sie 1936 in Duisburg erfunden?] In: Antenne NRW. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. September 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Varianten

Currywurst wird regional unterschiedlich zubereitet. Teilweise wird die Soße erwärmt, teilweise mit Currypulver gewürzt. Die Konsistenz reicht von pastös bis dünnflüssig, in manchen Gegenden oder einzelnen Imbissbuden ist sie schlichter Ketchup.

Berliner Currywurst

Bei der Berliner Currywurst als Element der Berliner Küche gibt es zwei grundlegende Varianten: mit oder ohne Darm. Die Würste ohne Darm sind walzenförmig und von weißlicher Farbe, vergleichbar den bayrischen Wollwürsten. Anforderungen zur Beschaffenheit der Berliner Currywurst wurden bereits 1951 zwischen den Berliner Behörden und der Fleischerinnung abgesprochen; daraus ergab sich eine sogenannte Berliner Verkehrsauffassung, die später von der zuständigen Landesbehörde festgeschrieben und am 20. August 1967 in der Allgemeinen Fleischer-Zeitung veröffentlicht wurde. Dieser Auffassung zufolge, die Jahrzehnte später in Berlin anerkannt war, muss als Wurst eine feine, nicht gepökelte und nicht geräucherte Bratwurst mittlerer Qualität mit einem maximalen Fremdwasserzusatz von fünf Prozent verwendet werden. Einfache Qualitäten oder andere Würste dürfen daher nicht als Currywurst angeboten werden, sondern beispielsweise als Bratwurst mit Curry oder Dampfwurst mit Curry.<ref name="Jahresbericht LLBB 2012" />

Beide Varianten werden zuerst im Ganzen gebraten, wobei sie meist in einer Fettwanne etwa zur Hälfte mit heißem Fett bedeckt sind. Bei der Abgabe wird die Wurst von Hand in mundgerechte Stücke geschnitten – einige traditionelle Imbissstände wie Krasselt’s Imbiß in Berlin-Steglitz servieren Currywurst nur mit einem schrägen Schnitt. Dabei sind beide Wursthälften mit einem Holzpieker versehen. Abschließend wird die Wurst mit der Sauce übergossen und reichlich mit Currypulver bestreut (oder umgekehrt). Auf Wunsch werden noch Cayennepfeffer (Bestellung: „scharf“ oder „extra scharf“) oder zerstoßene getrocknete Chilischoten (Bestellung: „mit Körnern“) hinzugefügt. Die Zugabe von Worcestersauce oder „scharfen Zwiebeln“ (gehackten rohen Zwiebeln mit Chili) kann gewünscht sein. Ein spezielles Ketchup auf Basis von Tomatenmark und Gewürzen wird häufig von den Standmitarbeitern selbst hergestellt und oft warm über die Wurststücke gegeben.

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Konnopke’s Imbiß in der Schönhauser Allee in Berlin-Prenzlauer Berg

In den 1960er Jahren wurde die Currywurst in Ost-Berlin bekannt – unter anderem durch Konnopke’s Imbiß. Angeboten wurde zu DDR-Zeiten nur Currywurst ohne Darm; Bratwürste wurden schon vorher ohne Darm hergestellt. Serviert wurde die Wurst ungeschnitten am Stück mit Currypulver und kaltem dünnflüssigen Ketchup (oder kalter dickflüssiger Tomatensauce). Für den Verzehr mit den Fingern wurde ein Wurstende ohne Sauce belassen.

Die typische Beilage ist ein kleines weiches Brötchen, mit dem sich die Sauce besonders gut tunken lässt, eine Schrippe oder eine Scheibe ungetoastetes Toastbrot. Andere typische Beilagen sind Pommes frites, oftmals mit Mayonnaise, oder Bratkartoffeln.

Am 6. März 2020 wurde die Berliner Currywurst ohne Darm vom Deutschen Patent- und Markenamt als Geografische Herkunftsangabe 31 2017 001 169.4 eingetragen.<ref>Auskunft zur Marke Berliner Currywurst ohne Darm im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA).</ref> Damit darf diese Art der Berliner Currywurst nur in Berlin hergestellt werden. Das Prüfverfahren dauerte dreizehn Jahre,<ref>Ulrike Kiefert: Richard Mischau hat darauf 13 Jahre gewartet. Kultwurst ohne Pelle jetzt mit Patent. In: Spandauer Volksblatt, 3. April 2020.</ref> da viele andere Produzenten auch von außerhalb produzieren wollten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geografische Herkunftsangabe. Patentamt schützt „Berliner Currywurst ohne Darm“. (Memento vom 25. Februar 2021 im Internet Archive) In: rbb24.de, 24. März 2020.</ref>

Currywurst im Ruhrgebiet

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Taxiteller (mit Currywurst und Portion Gyrosfleisch)

Im Gegensatz zur Berliner Currywurst wird im Ruhrgebiet meistens Bratwurst statt Brühwurst serviert. Beliebte Beilagen zur Currywurst sind Pommes frites oder Brötchen. Currywurst mit Pommes frites, Ketchup und Mayonnaise (auch genannt Pommes rot-weiß oder aufgrund der beiden Farben Pommes Schranke) ist im Ruhrgebiet umgangssprachlich auch unter den Namen Manta­platte oder Schimanski-Teller bekannt.<ref>Pierre Jaquet: Die Currywurst und das Ruhrgebiet – eine symbiotische Beziehung. Abgerufen am 10. Januar 2023.</ref>

Taxiteller

Zusätzlich zur Pommes frites wird besonders im Ruhrgebiet manchmal auch noch Gyrosfleisch serviert. Das Gericht wird dann als Taxiteller bezeichnet. Der Ursprung dieses Namens soll der Legende nach auf einen Taxifahrer zurückgehen, der kurz vor Ladenschluss eines Imbisses eine Portion Gyros mit Pommes, Zaziki und Mayonnaise bestellte. Da jedoch nicht mehr genügend Fleisch für eine ganze Portion auf dem Spieß verblieben war, legte der Inhaber eine Bratwurst mit Currysauce dazu auf den Teller.<ref>Taxi-Teller: Ursprung, Zutaten und Zubereitung des Ruhrgebiets-Klassikers. 17. September 2025, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>

Volkswagen-Currywurst

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Volkswagen-Currybockwurst und Curryketchup


Über die Werksgrenzen hinaus ist die Currywurst der Volkswagen-Kantinen in Wolfsburg bekannt. Die Currybockwurst wird seit 1973 zum Verzehr angeboten.<ref name="meister"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Meister der VW-Currywurst. (Memento vom 15. Februar 2015 im Internet Archive; PDF; 647 kB) In: Metallzeitung, 2009, Nr. 2, (PDF; 631 kB).</ref> 2014 stellte die VW-Fleischerei 6,3 Millionen Stück her.<ref name="waz" /> Die Wurst hat rund 20 Prozent Fettanteil und enthält weder Phosphate noch Milcheiweiß.<ref>Martin Cyris: WM-Stadt Wolfsburg: Volkswurst ab Werk. In: Spiegel Online. 9. Juli 2011, abgerufen am 30. Mai 2017.</ref> Bei dieser Wurst ist das Brät selbst mit Curry gewürzt. Dieses wird mit Pfeffer dem Fleisch schon vor dem Räuchern und Garbrühen beigemischt.<ref name="meister" /> Auch in Supermärkten in Teilen Niedersachsens sind VW-Currywurst und VW-Gewürzketchup erhältlich.<ref name="waz"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />VW-Rekord: 7,8 Millionen Würste. (Memento vom 24. Februar 2016 im Internet Archive) In: WAZ Online, 16. Januar 2015.</ref>

Fertiggericht

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Currywurst als erwärmtes Fertiggericht in geöffneter Kunststoffverpackung

Currywurst ist auch als zubereitungsfertige Kühlkost im Handel erhältlich. Das erste Produkt dieser Art wurde vom Unternehmen Meica unter der Marke CurryKing im Sommer 2002 auf den Markt gebracht. Es erwies sich als sehr erfolgreich und trug schon nach kurzer Zeit signifikant zur Umsatzsteigerung im Marktsegment der gekühlten Snacks bei. Bereits 2003 waren dementsprechend vergleichbare Erzeugnisse von zahlreichen Mitbewerbern erhältlich.<ref>Auskunft zur Marke CurryKing im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)</ref><ref name="LZ 22/2003" /><ref name="LZ 41/2003" /> Die Currywurst liegt dabei zumeist in einer Kunststoffschale, die in der Form einer Imbiss-Pappschale nachempfunden ist und der eine Holzgabel beiliegt. Die Packung wird in der Mikrowelle oder im Wasserbad erhitzt. Vor dem Verzehr wird das Gericht mit dem beigefügten Currypulver bestreut.

Ebenfalls erhältlich sind konservierte Currywurstzubereitungen in Dosen, in Schraubgläsern und Plastikverpackungen.

Literatur und Musik

Im Jahr 1993 veröffentlichte Uwe Timm die Novelle Die Entdeckung der Currywurst, in der die Erfindung des Gerichts nach Hamburg ins Jahr 1947 verlegt wird. Die Figur Lena Brücker betreibt in der Geschichte einen Imbiss am Großneumarkt in der Neustadt, wo sie die erste Currywurst serviert. Timm beschreibt Lena Brücker als fiktive Stellvertreterin „dieser wunderbaren Frauen, von denen es viele gab. Die haben den Großteil des Wiederaufbaus gestemmt, die waren sehr präsent damals.“ Trotz der Fiktionalität der Geschichte erinnere er sich aber daran, ganz real bereits 1947 am Imbissstand einer Frau auf dem Großneumarkt eine Currywurst gegessen zu haben. Konkretere Anhaltspunkte als die Kindheitserinnerung des 1940 geborenen Autors sind aber nicht bekannt. Die Geschichte erfuhr 1998 eine Bühnenfassung von Johannes Kaetzler und Gerhard Seidel. 2008 wurde sie mit Barbara Sukowa verfilmt.

Als bekannt wurde, dass in Berlin die Gedenktafel für Herta Heuwer angebracht werden sollte, ereiferten sich einige Hamburger darüber unter medialer Begleitung, unter anderem durch die Hamburger Morgenpost, die in einer offenbar als Scherz zu verstehenden Artikelserie die Berliner Ehrung als Anmaßung kritisierte. Dies resultierte darin, dass der Innensenator Ronald Schill eine Gedenktafel an einem Haus am Großneumarkt (Nr. 10, Ecke Wexstraße) enthüllte.<ref>Artikel in der Hamburger Morgenpost:

Im Jahr 1982 veröffentlichte Herbert Grönemeyer den Song Currywurst <ref>Das Lied erschien 1982 auf dem Grönemeyer-Album Total egal. Es wurde als Single ausgekoppelt, erreichte nicht die deutschen Musikcharts. Der Text stammt von Diether Krebs und Horst-Herbert Krause, die Musik von Jürgen Triebel. Inspiriert wurden die Künstler nach eigener Aussage durch regelmäßige Besuche der Bochumer Imbissbude Bratwursthaus.</ref> mit einem Text von Horst-Herbert Krause<ref>Die offizielle Schweizer Hitparade, abgerufen am 24. September 2012.</ref> und Diether Krebs. Das in Ruhrdeutsch vorgetragene Lied wurde zu einem Klassiker des Bochumer Musikers.

Sonstiges

Datei:Currywurstreklame.jpg
Currywurst-Reklame in einer deutschen Großstadt

Ereignisse

Literatur

  • Tim Koch, Gregor Lauenburger: Alles Currywurst – oder was?: Die ganze Wahrheit über das Kultobjekt. Klartext Verlag, Essen 2024, ISBN 978-3-8375-2658-5 (Sachbuch).
  • Petra Boden: Die Berliner Currywurst. Edition q im be.bra Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8148-0180-3 (Sachbuch).
  • Petra Foede: Wie Bismarck auf den Hering kam:Kulinarische Legenden. Kein&Aber, Zürich 2009, ISBN 978-3-0369-5268-0 (Sachbuch).
  • Marc Reisner: Currywurst – Alles, was man wissen muss. BoD, Norderstedt 2009, ISBN 3-8370-9871-0.
  • Gerd Rüdiger, Lars Reimann (Fotograf): Currywurst. Ein anderer Führer durch Berlin. be.bra, Berlin 1995, ISBN 3-930863-03-0.
  • Werner Siegert: Der kleine, aber absolut unentbehrliche Currywurst-Knigge. Mit Cartoons von Michael Möllers. Herbert Utz, München 2005, ISBN 3-8316-1179-3.
  • Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1993 (Erstausgabe), ISBN 3-462-02461-2, als TB: dtv, München 2008, ISBN 978-3-423-08394-2.

Weblinks

Commons: Currywurst – Sammlung von Bildern und Audiodateien
Wiktionary: Currywurst – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Jahresbericht LLBB 2012"> Jahresbericht des Landeslabors Berlin-Brandenburg 2012. (PDF; 5,6 MB; 112 S.) In: Landeslabor Berlin-Brandenburg. September 2013, S. 27, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Februar 2015; abgerufen am 2. Mai 2019.</ref> <ref name="Rüdiger 1995"> Gerd Rüdiger: Currywurst. Ein anderer Führer durch Berlin. be.bra, Berlin 1995, ISBN 3-930863-03-0.</ref> <ref name="Foede 2012"> Petra Foede: Wie der Earl das Sandwich entdeckte. Kindle eBook, 2012.</ref> <ref name="Maximilian 2012"> Archivierte Texte von der Internetseite der Maximilian Fleischwaren GmbH von 2012:

<ref name="LZ 22/2003"> Silke Biester: Impulse durch Currywurst. In: Lebensmittel Zeitung. Nr. 22, 30. Mai 2003, ISSN 0947-7527, S. 50 (Artikel-Anfang).</ref> <ref name="LZ 41/2003"> Silke Biester: Es geht um die Currywurst. In: Lebensmittel Zeitung. Nr. 41, 10. Oktober 2003, ISSN 0947-7527, S. 72.</ref> <ref name="LP 2/2015"> Christina Steinheuer: King of Pott und Berliner Chillup. In: Lebensmittel Praxis, Nr. 2, S. 52, 30. Januar 2015.</ref> <ref name="Apetito Menücharts 2014"> apetito Menü-Charts 2014. (PDF; 1,2 MB) In: apetito AG. 20. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. März 2016; abgerufen am 2. Mai 2019.</ref> </references>

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