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Mel Ferrer

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Datei:Mel Ferrer in 1966.jpg
Mel Ferrer (1966)

Melchior „Mel“ Gastón Ferrer (* 25. August 1917 in Elberon, New Jersey; † 2. Juni 2008 bei Santa Barbara, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Autor, Filmproduzent und Showmanager.

Leben und Karriere

Mel Ferrer ist der Sohn eines kubanischen Arztes<ref>Mel Ferrer, TV actor, Producer and Film director. In: thecubanhistory.com, abgerufen am 21. Juli 2020.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biography of Mel Ferrer (1917–2008). (Memento vom 21. Juli 2020 im Internet Archive) In: TheBiography, abgerufen am 21. Juli 2020.</ref> und einer New Yorkerin. Ferrer nahm zunächst ein Medizinstudium in Princeton auf, wandte sich dann jedoch der Schauspielerei zu und debütierte als Tänzer am Broadway. Diese Karriere musste er aber bereits Anfang der 1940er Jahre beenden, da er an Kinderlähmung erkrankte. Er begann eine Tätigkeit beim Radio als Sprecher und Regisseur, was ihn schließlich als Spielfilmregisseur und Regieassistenten (unter anderem von John Ford) nach Hollywood brachte.

Im Jahr 1949 gab Ferrer sein Spielfilmdebüt als Schauspieler in der Produktion Wenn Eltern schweigen. In den 1950er Jahren avancierte er durch tragende Rollen in einigen Hollywood-Produktionen (unter anderem als Gegenspieler von Stewart Granger in Scaramouche, der galante Marquis, an der Seite von Marlene Dietrich in Engel der Gejagten, als König Artus neben Robert Taylor in Die Ritter der Tafelrunde und neben Leslie Caron in der Musical-Verfilmung Lili) zu einem populären Filmstar. Bis in die 1960er Jahre blieb Ferrer im Hollywood-Kino eine feste Größe und spielte in aufwendigen Produktionen wie Der Untergang des Römischen Reiches (als einer der Mörder Mark Aurels) und verkörperte beispielsweise den Maler El Greco in der gleichnamigen Künstlerbiografie. Danach arbeitete Ferrer vorwiegend in Europa, so auch unter der Regie Rainer Werner Fassbinders in Lili Marleen. Daneben trat er als Gast in zahlreichen Fernsehserien auf und spielte in der Winzer-Familiensaga Falcon Crest drei Jahre lang den Vertrauten und späteren Ehemann von Jane Wyman.

Darüber hinaus arbeitete Ferrer als Zeitungsredakteur und Jugendbuchautor.

Privatleben

Datei:Audrey Hepburn en Mel Ferrer (1954).jpg
Mel Ferrer und Audrey Hepburn (1954)

Der fünffache Vater war insgesamt fünfmal verheiratet. Seine Ehefrauen waren:

  1. Frances Gunby Pilchard, eine Schauspielerin, die später als Bildhauerin arbeitete,<ref>Catharsis. In: Time Magazine, 10. Februar 1941.</ref> und Tochter von Sewell Norris Pilchard Jr., einem Physiker und seiner Frau Loise, geborene Collier Gunby. Sie heirateten erstmals 1937 und ließen sich 1939 scheiden.
  2. Barbara C. Tripp. Sie heirateten 1940 und wurden später geschieden. Sie hatten zwei Kinder: eine Tochter, Mela Ferrer (geboren 1943) und einen Sohn, Christopher Ferrer (geboren 1944).
  3. Frances Ferrer, geborene Pilchard. Auch diese Ehe, die 1944 geschlossen wurde, endete mit Scheidung. Sie hatten zwei Kinder: Pepa Philippa Ferrer (geboren 1941) und Mark Young Ferrer (geboren 1944).<ref>Helen Colton: Reluctant Star: Mel Ferrer, Noted for His Performance In ‘Lost Boundaries,’ Hates Acting. In: The New York Times, 4. September 1949.</ref>
  4. Audrey Hepburn: 1954 heiratete Mel Ferrer in vierter Ehe die Schauspielerin Audrey Hepburn, mit der er mehrmals gemeinsam vor der Kamera stand (unter anderem in der Tolstoi-Verfilmung Krieg und Frieden und in Zusammen in Paris) und deren Filme er auch als Regisseur (Tropenglut) und Produzent (Warte, bis es dunkel ist) betreute. Aus der Ehe ging der Sohn Sean Hepburn Ferrer (geboren 1960) hervor. Die Ehe wurde 1968 geschieden.
  5. Elizabeth Soukhotine, die er 1971 heiratete.

Vor seiner Hochzeit mit Soukhotine unterhielt Ferrer eine Liebesbeziehung mit Tessa Kennedy, einer 29 Jahre alten Innenarchitektin.<ref>Barry Paris: Audrey Hepburn. ISBN 0-425-18212-6, S. 247–248.</ref><ref>Nigel Cawthorne: Sex Lives of the Hollywood Goddesses Part 2. ISBN 1-85375-514-1, S. 271.</ref>

Mel Ferrer starb am 2. Juni 2008 im Alter von 90 Jahren auf seiner Farm nahe Santa Barbara in Kalifornien<ref>Bob Thomas: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Actor Mel Ferrer dies at 90. (Memento vom 22. Oktober 2014 im Internet Archive) In: USA Today, 3. Juni 2008.</ref> an den Folgen einer Darmerkrankung und Lungenentzündung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf srf.ch, 4. Juni 2008.</ref> Er hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (6268 Hollywood Boulevard).

Filmografie (Auswahl)

Als Darsteller

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Als Regisseur

  • 1945: The Girl of the Limberlost
  • 1950: Die schwarze Lawine (The Secret Fury)
  • 1950: Vendetta
  • 1951: Das Syndikat; auch: Gangster (The Racket) (ungenannt)
  • 1952: Maco (ungenannt)
  • 1959: Tropenglut (Green Mansions)
  • 1965: Cabriola

Als Produzent

  • 1965: Cabriola
  • 1966: El Greco
  • 1967: Warte, bis es dunkel ist (Wait Until Dark)
  • 1971: Der Unheimliche Besucher
  • 1972: Am Tor zur Freiheit liegt der Totenschein (Embassy)
  • 1972: Das Pariser Appartment (A Time for Loving)
  • 1974: W – Der Tod hat nur einen Buchstaben (W)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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