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Peilstein (Wienerwald)

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Peilstein
Peilstein, Blick von der B11 (Südsüdost)
Peilstein, Blick von der B11 (Südsüdost)
Höhe 716 m ü. A.
Lage Niederösterreich, Österreich
Gebirge Wienerwald
Dominanz 4,2 km → Hocheck
Schartenhöhe 181 m ↓ Schwarzensee
Koordinaten 48° 0′ 54″ N, 16° 3′ 7″ OKoordinaten: 48° 0′ 54″ N, 16° 3′ 7″ O
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Gestein Reiflinger Kalk, Gutensteiner Kalk
Alter des Gesteins Ladinium

Der steilwandige Kalkberg Peilstein, früher auch Wexenberg genannt,<ref>Francisco-Josephinische Landesaufnahme (1869–1887)</ref> im südlichen Wienerwald ist 716 m ü. A. hoch, liegt im Gemeindegebiet von Altenmarkt und Weissenbach östlich von Nöstach und ist wegen seiner nach Westen steil abfallenden hohen Felsabstürze als Klettergarten beliebt. Am Gipfel steht das 1923 (zunächst privat) erbaute Peilsteinhaus des Österreichischen Alpenvereins, am Wanderweg nach Schwarzensee die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Peilsteinhütte der Naturfreunde.

Der schroffe Fels verdankt sein Aussehen den Resten des Urozeans Paratethys am Ende des Eozän vor etwa 35 Mio. Jahren. Es wurden und werden z. T. große fossile Ammoniten, Muscheln und Schnecken gefunden.

In keltischer Periode wurde der Berg vermutlich als Druidenaltar geheiligt. Vom Haus Nr. 48 in Nöstach, dem uralten bäuerlichen Gut Fux-hof aus, kann der weithin sichtbare Kletterfelsen wie Kimme und Korn durch zwei Hügelgräber, die als Visurhügel verwendet wurden, angepeilt werden, wodurch sich der Name etymologisch erklärt. Dorfhistoriker vermuten die Verwendung zur Datumsbestimmung bzw. als Kalender zur Bestimmung von Aussaat und Erntezeit.<ref>Alfred Bartak: Heimatbuch Hafnerberg Nöstach. Dorfgemeinschaft Hafnerberg-Nöstach, 2006.</ref><ref>Alfred Bartak: Wegweiser zu Mystischen Plätzen in Hafnerberg-Nöstach. Dorfgemeinschaft Hafnerberg-Nöstach.</ref><ref>Steinkreis am Pankraziberg (Spillberg) in Niederösterreich. In: kraftort.org, abgerufen am 11. Mai 2021.</ref>

1895 wurde die Peilstein-Warte auf dem Gipfel errichtet. Sie musste jedoch aufgrund von Kriegsschäden 1947 abgebaut werden.

Siehe auch

Literatur

  • Der Peilstein (718 M.). In: Der Gebirgsfreund. Zeitschrift des Niederösterreichischen Gebirgsvereins, Jahrgang 1895, Nr. 11/1895 (VI. Jahrgang), S. 121 ff. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gbf
  • Fritz Peterka: Wien – Wienerwald. 50 ausgewählte Tageswanderungen in Wien und Umgebung. Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen. (7. Auflage). Bergverlag Rother, München 2012, ISBN 978-3-7633-4188-7.

Einzelnachweise

<references />

Anmerkungen

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Weblinks

Commons: Peilstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien