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August Zirner

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August Zirner (2022)

August Zirner (* 7. Jänner 1956 in Urbana, Illinois) ist ein US-amerikanisch-österreichischer Schauspieler, der in über 120 Filmproduktionen mitgewirkt hat.

Leben und Werk

August Zirner kam 1956 als einziges Kind des Opernregisseurs Ludwig Zirner (1906–1971) und dessen Frau Laura Beata, geb. Wärndorfer (1915–1984), in den Vereinigten Staaten zur Welt. Seine Eltern waren österreichische Emigranten jüdischen Glaubens. Drei Großeltern Zirners kamen aus jüdischen Familien; sein Großvater väterlicherseits war der österreichisch-ungarische Komponist Franz Schmidt.

Zirners Urgroßvater Ludwig Zwieback führte unter dem Namen Ludwig Zwieback & Bruder während der k.u.k.-Monarchie eines der bedeutendsten Wiener Bekleidungsgeschäfte. Zwiebacks Tochter Ella (1878–1970), Zirners Großmutter, erbte 1930 den wesentlichen Teil des Unternehmens. Die Familie wurde 1938 vom Nazi-Regime enteignet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Schauspieler August Zirner (Memento vom 26. Februar 2014 im Internet Archive) bei profil.at, abgerufen am 2. Dezember 2014.</ref><ref>Wiener Nobelrestaurant "Drei Husaren" in Konkurs bei vienna.at, abgerufen am 2. Dezember 2014.</ref>

Als August Zirner 14 Jahre alt war, starb sein Vater. August Zirner lebt seit 1973 in Europa, in Wien besuchte er von 1973 bis 1976 das Max-Reinhardt-Seminar.<ref>August Zirner im Munzinger-Archiv, abgerufen am 17. März 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Nach dem Debüt am Volkstheater Wien folgten Engagements in Hannover, Wiesbaden und bei den Münchner Kammerspielen.

Er wirkte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit, zum Beispiel in Café Europa (1990) von Franz Xaver Bogner, Homo Faber (1990) von Volker Schlöndorff, Stadtgespräch (1995) von Rainer Kaufmann, Winterkind (1997) von Margarethe von Trotta, Die Apothekerin (1997) von Rainer Kaufmann sowie Die Fälscher von Stefan Ruzowitzky, der 2008 mit einem Oscar als bester fremdsprachiger Film prämiert wurde. Für den Film Wut erhielt er 2006 mit dem Ensemble den Grimme-Preis.

Zirner trat 2009 als Flötist mit dem Spardosen-Terzett im Bühnenprogramm Diagnose: Jazz auf. Ab Mai 2011 war Zirner in Blind Date nach dem Film von Theo van Gogh am Schauspielhaus Graz in einer Inszenierung von Bernadette Sonnenbichler zu sehen. Seit 2011 steht er auf der Bühne des Residenztheaters München, ab 2015 spielte er Nathan den Weisen im Münchener Volkstheater in einer Inszenierung von Christian Stückl. Gemeinsam mit Sven Faller führte er das Programm Transatlantische Geschichten auf.<ref>August Zirner – Sven Faller: "Transatlantische Geschichten". ORF, 25. Januar 2019, abgerufen am 3. Juni 2022.</ref>

August Zirner ist mit der Schauspielerin Katalin Zsigmondy verheiratet und lebt in Prien am Chiemsee. Zwei der vier Kinder des Ehepaares sind ebenfalls Schauspieler, Johannes Zirner und Leo Zirner, Tochter Ana Zirner ist Regisseurin.<ref>Regisseurin Ana Zirner - "Was man weiß, in Frage stellen". Abgerufen am 10. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Autor

Gemeinsam mit seiner Tochter Ana veröffentlichte er 2021 den autobiografischen Roman Ella und Laura. Von den Müttern unserer Väter.<ref>[1]</ref>

Auszeichnungen

Filmografie (Auswahl)

Kino

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Fernsehen

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Hörbücher (Auswahl)

  • 2007: Eric Clapton Mein Leben. Roof Music, ISBN 978-3-938781-69-2.
  • 2009: François Lelord Hector & Hector. Osterwoldaudio, ISBN 978-3-86952-161-9.
  • 2010: François Lelord: Hectors Reise. Osterwoldaudio, ISBN 978-3-86952-162-6.
  • 2010: François Lelord: Hector und das Wunder der Freundschaft. Osterwoldaudio. ISBN 978-3-86952-160-2.
  • 2010: Wally Lamb Die Stunde in der ich zu glauben begann. Osterwoldaudio. ISBN 978-3-86952-023-0.
  • 2010: François Lelord: Der Karpfenstreit. Hörbuch Hamburg, ISBN 978-3-89903-193-5.
  • 2011: François Lelord: Hector und die Geheimnisse der Liebe. Osterwoldaudio, ISBN 978-3-86952-163-3.
  • 2011: François Lelord: Das Geheimnis der Cellistin. Osterwoldaudio, ISBN 978-3-86952-084-1.
  • 2012: Kim Märkl Jazzträume in Cleveland. Eine musikalische Reise durch die Zauberwelt des Saxophons. Monarda Publishing, ISBN 978-3-939513-98-8.
  • 2013: François Lelord: Hector und die Entdeckung der Zeit. Osterwoldaudio, ISBN 978-3-86952-068-1.
  • 2013: François Lelord: Hector fängt ein neues Leben an. Osterwoldaudio, ISBN 978-3-86952-179-4.
  • 2015: Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz. Oetinger Media, ISBN 978-3-8373-0842-6.

Literatur

Weblinks

Commons: August Zirner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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