Zum Inhalt springen

Gamensee (bei Tiefensee)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. März 2022 um 10:11 Uhr durch imported>Dreizung (Naturräumliche Lage: ext. Link gefixt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Gamensee
Datei:Gamensee2.jpg
GKZ DE: 58279521
Geographische Lage Brandenburg, Landkreis Barnim und Landkreis Märkisch-Oderland
Zuflüsse keine
Abfluss keiner
Ufernaher Ort Tiefensee
Daten
Koordinaten 52° 40′ 16″ N, 13° 50′ 59″ OKoordinaten: 52° 40′ 16″ N, 13° 50′ 59″ O
 {{#coordinates:52,671111111111|13,849722222222|primary
dim=1800 globe= name=Gamensee region=DE-BB type=waterbody
  }}
Gamensee (bei Tiefensee) (Brandenburg)
Gamensee (bei Tiefensee) (Brandenburg)
Höhe über Meeresspiegel 76 m ü. NN
Fläche 23,24 ha<ref name="seen25">Seenverzeichnis seen25 (Version 4.2, 7. November 2016), Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref>
Länge 1,8 km<ref name="Google Earth">geschätzt nach Google Earth</ref>
Breite 120 m<ref name="Google Earth" />
Umfang 4,14 km<ref name="seen25" />

Besonderheiten

eiszeitlicher Rinnensee

Datei:Gamengrund Süd.png
Gamensee im südlichen Teil des Gamengrundes nördlich von Strausberg

Der Gamensee (oder Großer Gamensee) liegt bei Tiefensee im Land Brandenburg.

Naturräumliche Lage

Der See liegt in der eiszeitlichen Rinne des Gamengrundes, der als Geotop das Hochplateau des Barnim durchschneidet, in dem großen zusammenhängenden Waldgebiet nördlich von Strausberg bei Berlin, das sich von Hirschfelde im Südwesten bis Sternebeck im Nordosten erstreckt. Das Westufer des Sees gehört wie Tiefensee seit 2003 zur Gemarkung der Stadt Werneuchen, das Ostufer teilen sich die Gemeinden Höhenland im Norden und Prötzel im Süden.

Der Wasserspiegel liegt durchschnittlich 76 m ü. NHN, ist aber korrespondierend mit dem regionalen Grundwasserstand deutlichen Schwankungen von 1,5 bis 2,5 m ausgesetzt.<ref name="MP Gamengrundseen">Managementplan für das Gebiet „Gamengrundseen“ (PDF; 2,3 MB). Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Landesinterne Melde Nr. 733, EU-Nr. 3349-324, Juni 2013.</ref> Der See gehört zu einem oberflächlich abflusslosen Gebiet, speist aber zusammen mit den beiden nördlichen Nachbarseen, Mittelsee und Langer Haussee, durch unterirdische natürliche Abflüsse das im südlichsten Teil des Gamengrundes entspringende Fredersdorfer Mühlenfließ.

Der etwa zwei Kilometer lange Gamensee ist der größte und zugleich tiefste Rinnensee des Gamengrundes. Er wird von einem ein bis drei Meter breiten, fast geschlossenen Röhrichtsaum umgeben, der abschnittsweise von verschiedenen Arten dominiert wird. Im nördlichen Teil kommen vorwiegend Schilf und Ästiger Igelkolben vor, im südlichen die Sumpf-Segge. Am Ufer findet man einen Saum aus Erlen, am Nordostufer Haselsträucher. Die Tiefe des Sees nimmt nach Süden hin zu. Im flacheren Nordteil gibt es inselartigen Bestände der Krebsschere. Außerdem sind kleinere Bestände des Schwimmenden Laichkrauts und des Ährigen Tausendblattes vorhanden. In ufernahen Bereichen kommen vereinzelt Bestände der Gelben Teichrose vor.<ref name="MP Gamengrundseen" /> Der Gamensee wurde als stark eutroph eingestuft.<ref name="MP Gamengrundseen" />

Tourismus und Freizeitgestaltung

Der Gamensee ist sowohl als Badesee als auch als Angelgewässer nutzbar. An seinem nördlichen Ende befindet sich ein Campingplatz. Geangelt werden Aal, Flussbarsch, Brachse, Hecht, Karpfen, Rotauge, Schleie und Zander.<ref>Steckbrief Gamensee auf www.anglermap.de, abgerufen am 8. August 2020.</ref> Der See wird darüber hinaus von einem Fischereibetrieb in Prötzel bewirtschaftet.<ref name="MP Gamengrundseen" />

Etymologie

Im Schmettauschen Kartenwerk (1767–1787) ist er als „Jamsee“ eingetragen, während der heutzutage weniger bekannte (zweite) Gamensee, ganz im Norden des Gamengrundes, damals schon „Gahmensee“ hieß. Der Name wird vom altpolabischen „jam’n-“ (von „jama“; deutsch: „Wildgrube, Höhle, Vertiefung“) abgeleitet.<ref>Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch: Etymologie der Gewässernamen und der zugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen. de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033859-1, S. 163 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Gamensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien