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Sernf

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Sernf
Sernft
Datei:Sernf en Schwanden 190.jpg
Der Sernf in Schwanden direkt vor der Mündung

Der Sernf in Schwanden direkt vor der Mündung

Daten
Gewässerkennzahl CH: 345
Lage Glarner Alpen

SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Linth → Limmat → Aare → Rhein → Nordsee
Ursprung Zusammenfluss von Jetzbach und Wichlenbach oberhalb von Elm
46° 53′ 42″ N, 9° 7′ 54″ O
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Quellhöhe 1199 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Mündung bei Schwanden in die LinthKoordinaten: 46° 59′ 41″ N, 9° 4′ 44″ O; CH1903: 724758 / 206160
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Mündungshöhe 518 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied 681 m
Sohlgefälle 36 ‰
Länge 18,9 km<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 210,14 km²<ref name=bafu />
Abfluss an der Mündung<ref name="bafu">Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Teileinzugsgebiete 2 km². Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2017; abgerufen am 24. September 2017.</ref>
AEo: 210,14 km²
MQ
Mq
10,4 m³/s
49,5 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Wichlenbach, Niderenbach
Rechte Nebenflüsse Jetzbach, Untertalbach, Chrauchbach, Mühlebach
Gemeinden Glarus Süd
Sernf (Glarner Alpen)
Sernf (Glarner Alpen)
Glarner Alpen:
Quelle und Mündung des Sernfs

Der Sernf ist ein rund 19 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Linth im Schweizer Kanton Glarus.

Etymologie

Die Sernf wurde im 15. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt (1411 Serif, ca. 1450 sernff). Der wohl ursprüngliche vorgermanische Name dürfte *Sarniuos gelautet haben, was mit dem indogermanischen Verbaladjektiv *səro- «tobend, wütend» in Verbindung stehen könnte.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Quellbäche

Die Quellen des Sernf liegen am Gross Chärpf auf ca. 2700 m ü. M. und am Vorabgletscher beim Bündner und beim Glarner Vorab auf ca. 2900 m ü. M.

Wichlenbach

Der Wichlenbach ist der etwa 5,5 km lange linke Quellbach des Sernfs. Er ist länger, hat mit 15,20 km² ein grösseres Einzugsgebiet und ist mit einem Abfluss (MQ) von 850 l/s wasserreicher als der rechte Quellbach.

Jetzbach

Der Jetzbach ist der etwa 4,1 km lange rechte Quellbach des Sernfs. Er ist kürzer, hat mit 12,06 km² ein kleineres Einzugsgebiet und mit 680 l/s einen geringeren Abfluss (MQ) als der linke Quellbach.

Weiterer Verlauf

Nach der Vereinigung seiner Quellbäche fliesst der Sernf zunächst etwa 4 km in nordöstlicher Richtung durch ein enges Tal zu dem zur Gemeinde Glarus Süd gehörenden Dorf Elm. Er nimmt dort von rechts den Untertalbach auf und passiert das Dorf. Er läuft dann knapp 4 km in Richtung Norden und erreicht das ebenfalls zu Glarus Süd gehörende Dorf Matt, wo ihm auf seiner rechten Seite der Chrauchbach zufliesst. Der Sernf schlägt nun einen saften Bogen nach links und wird dann bei Engi wiederum auf der rechten Seite vom Mühlebach gespeist. Bei Sool fliesst ihm von links noch der Niederenbach zu.

Der Sernf mündet schliesslich in Schwanden auf einer Höhe von 518 m ü. M. von rechts in die aus dem Südsüdwesten heranziehende Linth.

Einzugsgebiet

Das 210,14 km² grosse Einzugsgebiet des Sernfs liegt in den Glarner Alpen und wird durch ihn über die Linth, die Limmat, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 29,3 % aus bestockter Fläche, zu 34,6 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 1,0 % aus Siedlungsflächen und zu 35,1 % aus unproduktiven Flächen.<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Sernf.</ref>

Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = left:30 bottom:20 top:10 right:20 DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 1778,9 m ü. M., die minimale liegt bei 521 m ü. M. und die maximale bei 3132 m ü. M.

Zuflüsse

Zuflüsse des Sernfs grösser 4 km²
Vorlage:CoordinatesPage
Name GKZ Lage Länge
in km
EZG
in km²
MQ
in m³/s
Mündung
Koordinaten
Mündungs­höhe
in m


Wichlenbach 2495 linker Quellbach 005,5000 0015,2000 0000,8500 westlich der Jetzalp (
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Jetzbach 2494 rechter Quellbach 004,1000 0012,0600 0000,6800 westlich der Jetzalp 1199,200000
Untertalbach 8884 rechts 007,5000 0030,6400 0001,7000 in Elm (
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Chrauchbach 352 rechts 011,8000 0029,8100 0001,4500 in Matt (
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Mühlebach 353 rechts 009,7000 0023,3800 0001,2000 bei Engi (
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Sernf <ref group="Z">Die Daten des Sernfs zum Vergleich</ref> 345 018,9000 0210,1400 0010,4000 bei Schwanden 518,000000

Anmerkungen zur Tabelle

<references responsive group="Z" />

Hydrologie

Bei der Mündung des Sernfs in die Linth beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 10,4 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nival alpin<ref> Abrufbar unter Gesamtes HyWa Heft 3, 2006..</ref>, und seine Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 18.

Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Sernfs in m³/s<ref>Mittlere Abflüsse und Abflussregimetyp für das Gewässernetz der Schweiz: Sernf.</ref>

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text: Mittlerer Jahresabfluss
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text: ▬ 
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Brücken

Datei:Steinbrücke über den Sernf, Engi GL 20230911-jag9889.jpg
Schützenswerte Doppelbogenbrücke bei Engi


Auf seinem Weg wird er von 24 Brücken überquert.

Kurioses

Der Sernf hat es in Internet-Diskussionsgruppen (z. B. im Usenet), die sich der deutschen Sprache widmen, sowie durch die Kolumne Zwiebelfisch als «fünftes deutsches Wort» mit der Endung -nf (neben fünf, Genf, Hanf, Senf) zu einer gewissen Bekanntheit gebracht und Eingang in verschiedene FAQs gefunden. Seit der 21. Auflage ist der Name des schweizerischen Flusses auch im Duden verzeichnet.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Sernf – Sammlung von Bildern
Wiktionary: Sernf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein