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Slowenien

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Slowenien ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), amtlich Republik Slowenien, slowenisch Republika Slovenija) ist ein Staat in Mitteleuropa mit rund zwei Millionen Einwohnern, der im Westen an Italien und das Mittelmeer, im Norden an Österreich, im Osten an Ungarn und im Süden an Kroatien grenzt. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes ist das zentral gelegene Ljubljana (deutsch Laibach). Weitere wichtige Städte sind Maribor, Celje, Kranj, Koper und Velenje. Im Jahr 2004 trat Slowenien der EU und der NATO bei, 2007 auch der Eurozone. Das Land ist eine demokratisch verfasste parlamentarische Republik.

Das Gebiet des heutigen Sloweniens wurde Anfang des 6. Jahrhunderts von den Slawen besiedelt, die das Fürstentum Karantanien gründeten. Im Jahr 788 eroberten die Franken das Gebiet und die Bistümer Aquileia und Salzburg missionierten es. Im 11. Jahrhundert wurde das Land in das Heilige Römische Reich eingegliedert und 1364 zum Herzogtum Krain erhoben. In den folgenden Jahrhunderten geriet das Territorium an die Habsburgermonarchie. Nach der Auflösung Österreich-Ungarns 1918 ging das vormalige Kronland im neu gegründeten Königreich Jugoslawien auf. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges existierte Slowenien als Teilrepublik im sozialistischen Jugoslawien. Nach der Unabhängigkeitserklärung am 25. Juni 1991 und dem 10-Tage-Krieg wurde Slowenien ein eigenständiger Nationalstaat und am 22. Mai 1992 eigenständiges Mitglied der UNO.

Slowenien ist das wohlhabendste Land des ehemaligen Jugoslawien. Nach Bewertung der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2020 ist es in seiner wirtschaftlichen Transformation und politischen Entwicklung überdurchschnittlich erfolgreich.<ref>Bertelsmann Transformation Index 2020 – Country Report – Slovenia. (PDF) Bertelsmann Stiftung, abgerufen am 13. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen zählt Slowenien zu den Ländern mit sehr hoher menschlicher Entwicklung.<ref name="HDI" />

Geographie

Die elf Stadtgemeinden Sloweniens

Grenzen

Die längste internationale Grenze Sloweniens ist die Grenze zwischen Kroatien und Slowenien (670 km). Sie verläuft im Süden und Osten und zu großen Teilen in Flüssen (Kupa, Sotla, Čabranka) und oft in unwegsamen Gebirgsregionen. Die Grenze zu Österreich (330 km) im Norden verläuft größtenteils im Gebirge (z. B. Karawanken). Im Osten ist die Grenze zu Ungarn (102 km). Im Westen grenzt Slowenien an Italien (218 km).<ref>(Staats-) Grenzen. In: laenderdaten.de. Abgerufen am 2. August 2023.</ref><ref>Republik Slowenien. In: lexas.de. Abgerufen am 2. August 2023.</ref> Oberhalb von Triest verläuft die Grenze zunächst parallel zur Adriaküste auf den Bergen. Weiter südlich grenzt das Land auf ca. 47 km an die Adria. Das Land ist daher Mittelmeeranrainerstaat.

Die Grenze zu Kroatien war bereits seit der Gründung des zweiten Jugoslawien die administrative Trennlinie zwischen den beiden Teilrepubliken und wurde 1991 mit der Unabhängigkeitserklärung der beiden Länder zur internationalen Grenze. Um den exakten Grenzverlauf, der im gemeinsamen Staat noch unbedeutend war, gab es Streitigkeiten. Teil des Streits ist die Auseinandersetzung über den genauen Grenzverlauf in der Bucht von Piran. An den Schiedsspruch von 2017 eines von beiden Staaten vereinbarten internationalen Schiedsgerichtsverfahrens sieht sich Kroatien nicht gebunden.<ref name="Uni-Bonn">Arbitration between Croatia and Slovenia. In: GPIL – German Practice in International Law. Universität Bonn, abgerufen am 18. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Si Grenze">Arbitration. Republic of Slovenia – Government Communication Office, 8. August 2024, abgerufen am 18. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="HR-Grenze">Termination of the Arbitration Process between Croatia and Slovenia: Causes and Consequences. Republic of Coratia – Ministry of Foreign and European Affairs, abgerufen am 18. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

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Geologie und Landschaftsgliederung

Trotz seiner geringen Ausdehnung verfügt der Staat über sehr verschiedene Landschaftsformen. Ca. 62 % der Staatsfläche sind mit Wald bedeckt.<ref>Vergleiche hierzu Liste der Länder nach Waldfläche und
Franc Perko, Aleksander Golob: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Wälder Sloweniens. (Memento vom 10. April 2013 im Internet Archive). In: waldwissen.net. 5. Dezember 2006, abgerufen am 2. August 2023.</ref>

Datei:Triglav.jpg
Triglav in den Julischen Alpen

Im Nordwesten verlaufen die Hochgebirgszüge der Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen, die geologisch zu den südlichen Kalkalpen gehören. Im Nationalpark Triglav liegt mit dem namensgebenden Gipfel des Triglav (2864 Meter) die höchste Erhebung des Landes, die symbolisch auf dem Landeswappen dargestellt ist.

Der Nordosten des Landes ist von Mittelgebirgen und Hügelland geprägt: Bachergebirge (slowenisch Pohorje, bis 1500 Meter hohe Ausläufer der Zentralalpen), Matzelgebirge (Haloze, bis 880 Meter) und Windische Bühel (Slovenske gorice, 350 Meter), die nordöstlich der Mur in die Ebene und Hügel des Übermur-Gebietes (slowenisch Prekmurje) übergehen, während im Mündungsgebiet Drau-Mur die 50 mal 20 Kilometer große sogenannte Murinsel (Međimurje) bereits großteils auf kroatischem Staatsgebiet liegt. Beide Flachlandschaften gehen jenseits der ungarischen Grenze in die Pannonische Tiefebene über. Die Landesmitte und den Süden (Teil der Halbinsel Istrien) nehmen ausgedehnte, typische Karst-Flächen ein.

Im äußersten Südwesten des Landes liegt die 46,6 Kilometer lange Adria-Küste (Slowenische Riviera), die auch geographisch den tiefstgelegenen Punkt (0 m Meereshöhe) des Landes markiert.

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Flüsse

Die bedeutendsten Flüsse Sloweniens sind von West nach Ost die Soča (italienischer Unterlauf: Isonzo), die Save (slowenisch Sava), die Drau (slowenisch Drava) und die Mur (slowenisch Mura). Soča und Save entspringen in den Julischen Alpen, Drau und Mur kommen aus Österreich. Außerdem bildet nach Südosten hin die in Kroatien entspringende Kolpa auf etwa 100 km die Grenze zu Kroatien. Alle genannten Flüsse sind im Wesentlichen nicht schiffbar, wurden aber zumindest streckenweise in der Vergangenheit von Flößern genutzt (Bsp.: Drau bei Maribor).

Die Soča entwässert zur Adria. Save und Drau sind Nebenflüsse der Donau (Mündungen in Serbien bzw. Kroatien). Die Mur ist ein Nebenfluss der Drau (Mündung an der Grenze zwischen Ungarn und Kroatien). Die Kolpa mündet im kroatischen Sisak in die Save.

Klima

Die Klimaregion Sloweniens bildet (nach österreichischer Einteilung) den Kernbereich des illyrischen Übergangsklimas zwischen Alpen und Dinariden, Mittelmeer und Pannonien. Im Südwesten des Landes herrscht schon deutlich mediterranes Klima mit warmen Sommern und milden, feuchten Wintern (Weinbauregion), der Winter und das Frühjahr bringen aber an der Küste häufig kalte Fallwinde, die gefürchtete Bora, mit Schnee in Höhenlagen. Im Landesinneren ist das Klima kontinentaler geprägt, der Nordwesten von typischem Südalpenklima (Südföhn, Winterregen, mit vergleichsweise wenig Schnee). Der Osten ist schon deutlich pannonisch, mit heißen Sommern und kalten Wintern.

Natur und Naturschutz

Datei:Triglav National Park (7892861178).jpg
Die Soča gilt als der schönste Fluss Sloweniens

Slowenien ist einer der EU-Staaten mit der größten Biodiversität: Jede fünfzigste weltweit bekannte Festlandtier- und -pflanzenart kommt hier vor.<ref name="DESNIK">S. DEŠNIK: Management der Naturparke in Slowenien. 2008, Vortragsunterlagen.</ref> Das Land unternimmt nach eigener Darstellung große Anstrengungen zur Erhaltung dieser Fauna-, Flora- und Habitatvielfalt. Das Umweltministerium stellt heraus, dass eine intakte Natur einen Wert für den Tourismus darstelle, weshalb das touristische Angebot auf Menschen ausgerichtet sei, die Ruhe suchen, die die Landschaft genießen möchten und Interesse an der Tier- und Pflanzenwelt haben.<ref name="NATURPARKS">Slowenisches Ministerium für Umwelt und Raumordnung (2010): Naturparks in Slowenien.</ref> Das Land hat rund 13 % seines Staatsgebietes unter Schutz gestellt (Deutschland: 3,6 % [2021]).<ref>Häufig gestellte Fragen an das BfN. In: BfN. Bundesamt für Naturschutz, abgerufen am 2. August 2023.</ref><ref name=":0">National- & Landschaftsparks in Slowenien. In: kroati.de. Abgerufen am 2. August 2023.</ref>

Slowenien wies 1981 mit dem nach dem höchsten Berg des Landes benannten Triglav-Nationalpark (WDPA 2517)<ref>Triglavski Narodni Park. Abgerufen am 2. August 2023.</ref> sein erstes und einziges Großschutzgebiet aus. Der Park umfasst mit einer Fläche von 83.982 Hektar 4,1 % der Landesfläche. Er ist zugleich Natura-2000-Vogelschutz- und -FFH-Gebiet, als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt (seit 2003) und hat seit 2004 das Europadiplom des Europarates.<ref name="NATURPARKS" /><ref name=":0" />

Des Weiteren gibt es 3 Regionalparks, 52 Naturschutzgebiete, 44 geschützte Landschaftsparks, 1217 Naturdenkmäler, 26 Natura-2000-Vogelschutzgebiete und 260 Natura-2000-FFH-Gebiete.<ref name="SKOBERNE">P. Skoberne: Waldumweltmanagement in Slowenien – Erfolgreiche Umsetzung. Slowenisches Ministerium für Umwelt und Raumplanung, Vortragsunterlagen, 2011.</ref><ref name="EU-KOMMISSION">Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt (2014): Natura 2000-Newsletter Nr. 35. Januar 2014.</ref>

Durch die Ausweitung der Natura-2000-Gebiete hat Slowenien 35,52 Prozent der Staatsfläche unter Schutz gestellt. Zum Vergleich: In der gesamten Europäischen Union wurden durchschnittlich 18,16 Prozent als Natura-2000-Gebiete ausgewiesen, in Deutschland sind es 15,47 Prozent der Staatsfläche und in Österreich 14,96 Prozent (Stand: Dezember 2013).<ref name="EU-KOMMISSION" /> In den slowenischen Natura-2000-Gebieten werden 312 Tier- und Pflanzenarten (davon 109 Vogelarten) und 60 Lebensraumtypen geschützt.<ref name="SKOBERNE" />

Slowenien hat einen erheblichen Anteil am Grünen Band Europas und liegt im Blauen Herzen Europas.<ref name="GREEN_BELT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bureau of Ecological Studies (2007): Karte 7 zum Grünen Band Europas (Memento vom 28. Juni 2014 im Internet Archive). (PDF).</ref><ref name="BLUE_HEART">U. Schwarz: Balkan Rivers – The Blue Heart of Europe, Hydromorphological Status and Dam Projects. (PDF; 6,4 MB). Report, 2012.</ref>

In den 1990er Jahren gab es in Slowenien mehr als 50 überregional im Umwelt- und Naturschutzbereich tätige Nichtregierungsorganisationen (NGO).<ref name="KRAUS">H. H. Kraus: Die Umweltpolitik in Slowenien, Europäisches Parlament, Generaldirektion Wissenschaft, Themenpapier Nr. 6, 1998.</ref>

Städte

Im Jahr 2023 lebten 56 Prozent der Einwohner Sloweniens in Städten.<ref name="BevStadt">Urban population (% of total population). Weltbank, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die größten Städte des Landes sind:<ref>Prebivalstvo po starosti, občine, Slovenija, polletno. In: SiStat. Republic Slovenia – Statistical Office, abgerufen am 1. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ljubljana
Ljubljana
Maribor
Maribor
Kranj
Kranj

Stadt Einwohner 2 Hj. 2024

Koper
Koper
Celje
Celje
Novo mesto
Novo mesto

01 Ljubljana (deutsch: Laibach) 298.000
02 Maribor (Marburg an der Drau) 113.000
03 Kranj (Krainburg) 57.000
04 Koper (italienisch Capodistria) 54.000
05 Celje (Cilli) 50.000
06 Novo mesto (Neustadtl/Rudolfswerth) 39.000
07 Domžale (Domschale) 38.000
08 Velenje (Wöllan) 34.000
09 Nova Gorica (Neu-Görz) 32.000
10 Kamnik (Stein in Krain) 30.000

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Bevölkerung

Demografie

Datei:Bevölkerungspyramide Slowenien 2016.png
Bevölkerungspyramide Slowenien

Slowenien hatte 2023 2,1 Millionen Einwohner.<ref>Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das jährliche Bevölkerungswachstum betrug + 0,4 %. Trotz eines Sterbeüberschusses (Geburtenziffer: 8,3 pro 1000 Einwohner<ref>Birth rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> vs. Sterbeziffer: 10,6 pro 1000 Einwohner<ref>Death rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) wuchs die Bevölkerung durch Migration. Die Anzahl der Geburten pro Frau lag 2022 statistisch bei 1,6, die der Europäischen Union betrug 1,5.<ref name="Gebrat">Fertility rate, total (births per woman). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Lebenserwartung der Einwohner Sloweniens ab der Geburt lag 2022 bei 81,3 Jahren<ref name="LebErw">Life expectancy at birth, total (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Der Median des Alters der Bevölkerung lag im Jahr 2021 bei 43,2 Jahren.<ref>World Population Prospects 2022 – Population Dynamics -Download Files. Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen, 2021, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2023 waren 15,0 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre,<ref>Population ages 0-14 (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> während der Anteil der über 64-Jährigen 21,4 Prozent der Bevölkerung betrug.<ref>Population ages 65 and above (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bevölkerungsentwicklung<ref>World Population Prospects – Population Division – United Nations. Abgerufen am 28. Juli 2017.</ref>
Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
1950 1.473.000 1990 2.006.000
1960 1.587.000 2000 1.988.000
1970 1.670.000 2010 2.045.000
1980 1.836.000 2020<ref name="data.worldbank.org">Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2022, abgerufen am 31. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2.102.000

Bevölkerungsstruktur

Die Einwohner Sloweniens waren nach der Volkszählung 2002 zu 83,06 % Slowenen; weiterhin lebten damals in Slowenien 1,98 % Serben und 1,81 % Kroaten, 1,1 % Bosniaken. Viele von ihnen waren bereits zu Zeiten Jugoslawiens als Binnenmigranten nach Slowenien gekommen. Bei 8,9 % der Bevölkerung war keine ethnische Zuordnung möglich, da keine Angaben gemacht wurden.

Am 1. Januar 2021 waren 13,8 % der Einwohner Sloweniens im Ausland geboren, wobei 46 % von ihnen die slowenische Staatsbürgerschaft besaßen.<ref>"One in seven residents of Slovenia is an immigrant". "Statistical Office of the Republic of Slovenia", abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>

Nationale Minderheiten in Slowenien

Als Minderheiten sind zwei kleine autochthone Gruppen von Italienern im westlichen Primorska (0,11 %) sowie Magyaren in der östlichen Region Prekmurje (0,32 %) anerkannt. Die autonomen Minderheiten der Italiener und Ungarn haben ein garantiertes Volksgruppenmandat im slowenischen Parlament. In Fragen, welche ausschließlich die jeweiligen Rechte der Minderheit betreffen, besitzen diese Volksgruppenabgeordneten ein absolutes Vetorecht.

Nicht als ethnische Minderheit anerkannt ist die mittlerweile sehr kleine deutschsprachige Restgruppe in der Gottschee und in der Untersteiermark. Bei der Volkszählung von 2002 deklarierten sich 499 Personen (0,03 %) als Deutsche sowie 181 (0,01 %) als Österreicher; Deutsch als Muttersprache gaben allerdings 1628 Personen (0,1 %) an.<ref>„Work and Employment of Migrants in Slovenia“, gesichtet am 16. Dezember 2015.</ref><ref name="Volkszählung 2002">Statistikbüro der Republik Slowenien: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volkszählung 2002 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stat.si, PDF.</ref><ref>Migration Report 2017. (PDF) UN, abgerufen am 30. September 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sprachen

Amtssprache<ref>Euromosaik-Studie – Regional- und Minderheitensprachen. Studie der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Union, im Rahmen des Erasmus-Programms.</ref> ist Slowenisch (Slovenščina) nach Artikel 11 der Verfassung der Republik Slowenien (Ustava Republike Slovenije) von 1991; daneben sind „ethnisch gemischte Gebiete“ „autochthoner“ Minderheiten definiert, in denen Italienisch und Ungarisch (Art. 64) besonderen Schutz genießen. Romani ist keine geschützte Minderheitensprache: Art. 65 der Verfassung fordert für die Volksgruppe der Roma zwar einen spezifischen Schutz, dessen gesetzliche Umsetzung steht aber aus. Derzeit stellen 19 Gemeinden Sloweniens einen Roma-Beauftragten an den Gemeinderat. Die Sprachen der anderen Minderheiten – darunter das früher wichtige Deutsche oder das in der Weißkrain traditionell verbreitete Kroatische und Serbische – genießen keinen Schutz.<ref>Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Europarat-Empfehlungen zur deutschen und kroatischen Sprache in Slowenien (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/agdm.fuen.org).</ref> Das einst in der Region Gottschee (Kočevje) verbreitete Gottscheerische, eine bairische Mundart, ist vom Aussterben bedroht.<ref name="norwaysi">@1@2Vorlage:Toter Link/www.norway.siGranish – a Minority Language Spoken in Slovenia (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Deutsch und Italienisch sind neben Englisch schon früh unterrichtete Fremdsprachen, so dass zahlreiche Slowenen eine oder mehrere Fremdsprachen beherrschen. Durch den EU-Beitritt des Landes wurde auch Slowenisch Amtssprache der EU.

Religion

Datei:Radovljica Brezje Bazilika Sv Vida 28082012 011.jpg
Die bedeutendste Kirche in Slowenien ist die Wallfahrtskirche Marije Pomagaj in Brezje.

Insgesamt sind in Slowenien 50 religiöse Vereinigungen registriert, von denen jedoch 46 nur etwa fünf Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die römisch-katholische Kirche ist mit ca. 60 bis 80 Prozent der Bürger (57,8 Prozent nach der letzten Volkszählung 2002, 71,6 Prozent 1991) die größte Religionsgemeinschaft, wenn man die Taufe als das formale Kriterium heranzieht. Nach Daten, die das „Forschungszentrum für öffentliche Meinung und Massenkommunikation“ der Fakultät der Sozialwissenschaften der Universität Ljubljana erhob, betrachten sich ca. 70 Prozent der slowenischen Bürger als dem römisch-katholischen Glauben „zugehörig“. Allerdings gelten die Katholiken als heterogene Gruppe; viele von ihnen sind weit davon entfernt, strenggläubig oder praktizierend zu sein.

Neben der römisch-katholischen Kirche gibt es andere „traditionelle“ religiöse Gemeinschaften: muslimische Gemeinden (etwa 2,5 Prozent der slowenischen Bevölkerung, mehrheitlich aus Bosnien und dem Kosovo stammend), die Serbische und die Mazedonisch-Orthodoxe Kirche (ca. 2,3 Prozent), die Slowenische Evangelische (lutherische) Kirche (ein Prozent) und eine sehr kleine jüdische Gemeinde mit weniger als hundert Mitgliedern. Die restlichen registrierten Gemeinschaften können als neue religiöse Bewegungen betrachtet werden, unter denen es auch solche gibt, die regelmäßig in den Regierungsberichten größerer europäischer Länder als destruktive Kulte oder Sekten klassifiziert werden. Außerdem gibt es zahlreiche neue religiöse Bewegungen, die nicht amtlich registriert wurden, aber als legale Körperschaft oder als Interessengruppen ohne formale Organisation agieren.<ref>https://www.owep.de/artikel/999-religioeser-pluralismus-in-slowenien</ref>

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Europäischen Kommission im Rahmen des Eurobarometers ergab 2020, dass für 28 Prozent der Menschen in Slowenien Religion wichtig ist, für 22 Prozent ist sie weder wichtig noch unwichtig und für 50 Prozent ist sie unwichtig.<ref></ref>

Bildung

Das slowenische Schulsystem besteht aus Primär- und Sekundarstufe. Dort unterrichtete 2016 jeder Lehrer 13,8 bzw. 9,7 Schüler.<ref name="Länderprofil">Slowenien – Statistisches Länderprofil. (PDF) destatis, 19. Januar 2024, abgerufen am 7. Juli 2024.</ref> Es existieren die staatlichen Universitäten Ljubljana, Maribor, Primorska sowie zahlreiche private Hochschulen, Bildungs- und Forschungsinstitute.<ref>Higher Education System in Slovenia. List of Accredited Slovenian Higher Education Institutions with Contact Information. In: Republic of Slovenia. Ministry for Education, Science and Sport. Abgerufen am 13. November 2018.</ref> Im Jahr 2020 gab der Staat 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung aus, was über dem Durchschnitt der EU-Länder lag.<ref>Internationales – Basistabelle Öffentliche Gesamtausgaben für Bildung. destatis, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>

Gesundheit

Die Gesundheitsausgaben des Landes betrugen im Jahr 2022 8,9 % des Bruttoinlandsprodukts.<ref name="AusgGes">Current health expenditure (% of GDP). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 5. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2020 praktizierten in Slowenien 32,8 Ärztinnen und Ärzte je 10.000 Einwohner.<ref>Global Health Workforce statistics database. In: The Global Health Observatory. Weltgesundheitsorganisation, 2023, abgerufen am 5. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Sterblichkeit bei unter 5-jährigen betrug 2022 2,3 pro 1000 Lebendgeburten.<ref>Mortality rate, under-5 (per 1,000 live births). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 5. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Lebenserwartung der Einwohner Sloweniens ab der Geburt lag 2022 bei 81,3 Jahren<ref name="LebErw" /> (Frauen: 84,1<ref>Life expectancy at birth, female (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Männer: 78,6<ref>Life expectancy at birth, male (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>). Die Lebenserwartung stieg von 75,4 Jahren im Jahr 2000 bis 2022 um 8 %.<ref name="LebErw" />

Geschichte

Mittelalter bis Anfang 20. Jahrhundert

Datei:Kaernten herzogeinsetzung.jpg
Einsetzung des Herzogs in Karantanien
Datei:Carniola Arms.svg
Wappen des Herzogtums Krain (1364–1918)

Man nimmt an, dass die slawischen Vorfahren der Slowenen im 6. Jahrhundert ins Gebiet des heutigen Slowenien zogen und sich dort niederließen. Im 7. Jahrhundert entstand das slawische Fürstentum Karantanien. Im Verlauf der nächsten zwei Jahrhunderte kam Karantanien zunächst unter bairische, dann unter fränkische Vorherrschaft. Der Sieg des Königs und späteren Kaisers Otto I. in der Schlacht auf dem Lechfeld (bei Augsburg) in der Mitte des 10. Jahrhunderts ermöglichte dem Heiligen Römischen Reich die Expansion nach Osten. Die zuvor in das Gebiet des heutigen Sloweniens, Österreichs, Süddeutschlands und Italiens ausgreifenden Ungarn zogen sich weitgehend in die Pannonische Tiefebene zurück und bauten hier unter den Arpaden das Königreich Ungarn auf. Durch die ungarische Ansiedlung sowie die Expansion der bayerisch-deutschsprachigen Bevölkerung entlang von Alpen und Donau nach Osten wurden die Siedlungsgebiete der westlichen und der südlichen Slawen voneinander getrennt. Unabhängig von der sprachlich-kulturellen Expansion bestimmter Bevölkerungsgruppen breiteten sich attraktive und dominante Herrschaftsstrukturen aus. So wurde Karantanien vom Herzogtum Baiern annektiert und damit in das Ostfränkische Reich eingegliedert. Seit 976 bildete es das Herzogtum Kärnten des Heiligen Römischen Reiches.

Die Markgrafschaft Krain kam über die steirischen Herzöge, Babenberger (Friedrich II.) und Ottokar von Böhmen zu den (österreichischen) Habsburgern. Im Zuge des Aufstiegs der Habsburger Mitte des 13. Jahrhunderts kamen große Gebiete des heutigen Sloweniens unter ihre Herrschaft. Eine Ausnahme bildete die Grafschaft der Sanegg in Cilli, die sich durch geschickte Heiratspolitik bis zum Aussterben der Dynastie 1456 gegen die habsburgische Hegemonie behaupten konnte. Danach stand das spätere slowenische Territorium bis zum Ende des Ersten Weltkriegs – mit einer kurzen Unterbrechung während der Napoleonischen Kriege – unter habsburgischer Herrschaft.

Wie in Österreich konnten Frauen, die Steuern zahlten, bei Kommunalwahlen ab 1849 unter denselben Bedingungen wie Männer wählen. Sie konnten jedoch ihre Stimme nicht persönlich abgeben, sondern mussten einem nahen männlichen Verwandten eine Vollmacht dafür geben, dass dieser für sie abstimmte.<ref>Roxana Cheschebec: The Achievement of Female Suffrage in Romania. In: Blanca Rodríguez-Ruiz, Ruth Rubio-Marín: The Struggle for Female Suffrage in Europe. Voting to Become Citizens. Koninklijke Brill NV, Leiden/Boston 2012, ISBN 978-90-04-22425-4, S. 357–372, S. 339.</ref> Das allgemeine Wahlrecht für Männer wurde 1907 auf nationaler Ebene eingeführt.<ref name="Ruiz46">Blanca Rodríguez-Ruiz, Ruth Rubio-Marín: Introduction: Transition to Modernity, the Conquest of Female Suffrage and Women’s Citizenship. In: Blanca Rodríguez-Ruiz, Ruth Rubio-Marín: The Struggle for Female Suffrage in Europe. Voting to Become Citizens. Koninklijke Brill NV, Leiden/Boston 2012, ISBN 978-90-04-22425-4, S. 1–46, S. 46.</ref>

Nach dem Ersten Weltkrieg

Datei:KongressfallofAH.jpg
Ausrufung des Staates der Slowenen, Kroaten und Serben 1918 in Ljubljana

Das schon im 19. Jahrhundert zunehmend aufflammende Nationalbewusstsein und die Auflösung Österreich-Ungarns gegen Ende des Ersten Weltkriegs führte am 6. Oktober 1918 zunächst zur Bildung eines Nationalrats der Slowenen, Kroaten und Serben. Als italienische Truppen in die slowenische Küstenregion vordrangen und im Norden um Kärnten kämpften (Kärntner Abwehrkampf), bat der Nationalrat das Königreich Serbien um militärische Hilfe. Aus dieser Kooperation entstand am 1. Dezember 1918 das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS-Staat).

Der Vertrag von Saint-Germain 1919 sprach dem SHS-Staat die Untersteiermark mit der Hauptstadt Marburg (slowenisch Maribor) sowie mehrheitlich slowenischsprachige Teile des Kärntner Unterlandes, das Gebiet um Unterdrauburg (slowenisch Dravograd), das Mießtal und Seeland (Jezersko) zu. Bei einem für den SHS-Staat positiven Ausgang einer Volksabstimmung in einem bereits militärisch besetzten gemischtsprachigen Gebiet Kärntens (Zone A) hätte auch in einem Zone B genannten Gebiet, das auch die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt einschloss, über den Verbleib bei Österreich abgestimmt werden sollen. Durch den Vertrag von Trianon 1920 mit Ungarn ging das Übermurgebiet im Norden (slowenisch Prekmurje) an das SHS-Königreich. Im Grenzvertrag von Rapallo (November 1920) erhielt andererseits Italien die besetzte slowenische Küstenregion.

Im Jahr 1929 – neun Monate nach einem Staatsstreich von König Alexander Karađorđević – nannte sich das Land in Königreich Jugoslawien um. Dadurch verstärkte sich die schon vorher zunehmende Dominanz der Serben im Königreich; zudem litten die Slowenen unter dem Verlust ihrer Küstenregion. Zunehmend innenpolitisch zerrüttet, bewahrte das Königreich die Neutralität.

Zweiter Weltkrieg

Datei:Bundesarchiv Bild 121-0721, Marburg-Drau, Adolf Hitler.jpg
Adolf Hitler 1941 in Maribor

Am 25. März 1941 wurde der bis dahin im SHS-Staat die Regierungsgeschäfte führende Prinz Paul (seit 1934 war der minderjährige Peter II. Staatsoberhaupt, Prinz Paul war sein Onkel) von den Achsenmächten zum Mitpaktieren gezwungen. Die Militärführung putschte aber bereits zwei Tage später und setzte den 17-jährigen König Peter II. als Machthaber ein. Die Achsenmächte betrachteten diese Vorgänge an ihrer südöstlichen Flanke als Gefahrenquelle und besetzten im Balkanfeldzug im April 1941 das gesamte Jugoslawien. Slowenien wurde danach unter Italien, Ungarn und Deutschland aufgeteilt.

Bereits wenige Tage nach der Besetzung Sloweniens wurde als Teil des aufziehenden Partisanenkriegs in Jugoslawien die kommunistisch geführte Widerstandsorganisation die Befreiungsfront (Osvobodilna Fronta) gegründet, die den Nationalen Befreiungskampf Sloweniens führte. Zahlreiche Partisanenverbände formierten sich unter den königstreuen und nach Beginn des Deutschen Krieges gegen die Sowjetunion auch unter den kommunistischen Oppositionellen (unter der Führung Titos).

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden etwa 80.000 Slowenen aus den von Deutschland besetzten Gebieten hauptsächlich nach Deutschland, aber auch nach Rumänien und Bulgarien deportiert, um dort Zwangsarbeit zu verrichten.<ref>Erich Huppertz: Die Rechnung der Opfer, in: taz, die Tageszeitung. 18. September 2008.</ref> Daneben wurden während des Krieges Kinder slowenischer Partisanen, welche als Vergeltungsmaßnahme unter Zwang von ihren Familien getrennt wurden, vor allem nach Franken verschickt.<ref>Brez staršev, večino so Nemci pobili, in brez doma („ohne Eltern, die meisten wurden von den Deutschen getötet, und ohne Zuhause“), Zeitung Dolenjski list, Novo mesto, Slowenien, 24. Januar 2008.</ref>

Am Ende des Zweiten Weltkriegs floh nahezu die gesamte deutschsprachige Minderheit oder wurde vertrieben, interniert oder ermordet. Slowenische und kroatische Verbände, die auf Seiten der Achsenmächte gestanden hatten und die noch nach dem 8./9. Mai 1945 die Kampfhandlungen gegen die jugoslawische Volksbefreiungsarmee fortsetzten,<ref>Tomislav Pintarić: Die rechtliche Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Kroatien. In: Friedrich-Christian Schroeder, Herbert Küpper (Hrsg.): Die rechtliche Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Osteuropa. Peter Lang GmbH Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-631-59611-1, S. 99–126, hier S. 113.</ref> flohen nach Kärnten und begaben sich in den Schutz der englischen Besatzungstruppen. Diese lieferten allerdings die slowenischen und kroatischen Kriegsgefangenen und Zivilisten an die Tito-Partisanen aus, die sie auf Todesmärschen und in dem Massaker von Bleiburg in Kärnten, im Gebiet um Marburg und in den Schluchten des Hornwaldes ermordeten.

Sozialistische Republik

Datei:Flag of Slovenia (1945–1991).svg
Flagge der Sozialistischen Republik Slowenien (1945–1991)

Nach dem Krieg wurde am 29. November 1945 die Demokratische Föderative Volksrepublik Jugoslawien gegründet, ab 1963 nannte sie sich Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ). Slowenien war als Sozialistische Republik Slowenien eine Teilrepublik der SFRJ. Am 10. August 1945 erhielten Frauen in der Sozialistischen Republik Slowenien das Wahlrecht.<ref name="Martin346">Mart Martin: The Almanac of Women and Minorities in World Politics. Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 346.</ref> Diese wurde Teil Jugoslawiens, das in der Verfassung vom 31. Januar 1946 das Frauenwahlrecht garantierte.<ref name="ipu-613527">New Parline: the IPU’s Open Data Platform (beta). In: data.ipu.org. 31. Januar 1946, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Januar 2019; abgerufen am 6. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/data.ipu.org</ref> Die volle rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Geschlechter und damit das aktive und passive Frauenwahlrecht wurden in der Verfassung von 1946 erstmals garantiert.<ref name="Calic216">Marie-Janine Calic: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. C. H. Beck München, 2. Auflage, 2014, S. 216.</ref>

Das seit 1947 theoretisch unter UNO-Verwaltung stehende Freie Territorium Triest mit einem Großteil von Istrien wurde 1954 im Londoner Memorandum provisorisch zwischen Italien und Jugoslawien aufgeteilt, doch erst am 10. November 1975 wurde diese provisorische Aufteilung im Vertrag von Osimo besiegelt. Im Zuge dieser Aufteilung gelangte Slowenien in den Besitz von Koper (Capodistria) und Portorož (Portorose) mit knapp 50 Kilometer Adriaküste, doch ist die Grenzziehung zwischen den ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken Kroatien und Slowenien in diesem Gebiet noch immer nicht völlig präzise geregelt.

Unabhängigkeit

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Slowenische Einheiten bekämpfen jugoslawische Panzer 1991 am Grenzübergang bei Rožna Dolina

Die wachsende Unzufriedenheit mit der Belgrader Führung während der 1980er Jahre mündete in die Unabhängigkeitserklärung Sloweniens am 25. Juni 1991. Nach der slowenischen Territorialverteidigung beendete der Truppenabzug der Jugoslawischen Volksarmee (JNA) den 10-Tage-Krieg, was die Verabschiedung einer demokratischen Verfassung nach europäischem Vorbild am 23. Dezember 1991 und die Gründung einer eigenen Republik ermöglichte. Schon binnen Monatsfrist wurde der neue Staat von allen (damals zwölf) Mitgliedern der EG anerkannt. Das Frauenwahlrecht wurde bestätigt.

Datei:Državni zbor.JPG
Slowenische und EU-Flagge in der Nationalversammlung

Die ethnisch relativ homogene Bevölkerung und die wenigen Kriegshandlungen mit geringen Zerstörungen ermöglichten eine schnelle Stabilisierung und demokratische Entwicklung des Staates. Dies wurde mit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU im November 1998 honoriert. Die Verhandlungen konnten erfolgreich abgeschlossen werden und die slowenische Bevölkerung stimmte in einer Volksabstimmung am 23. März 2003 mit deutlichen Mehrheiten dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union (89,6 Prozent) und zur NATO (66,1 Prozent) zu. Am 1. Mai 2004 trat Slowenien – zusammen mit neun anderen Ländern – der Europäischen Union bei („Osterweiterung“). Zu diesem Tag ratifizierte die slowenische Regierung das Schengener Abkommen, was am 21. Dezember 2007 zum Wegfall der Grenzkontrollen an den Grenzen zu Österreich, Ungarn und Italien führte. Seit 1. Januar 2007 ist der Euro gültige Währung in Slowenien, der Tolar wurde abgelöst.

Die Republik Slowenien erlebte 2013 die größten Demonstrationen in ihrer Geschichte. Die Sparmaßnahmen der Regierung wurden von den Gewerkschaften angeprangert, aber auch von vielen Bürgern, die sich über die Korruption der politischen Klasse empörten. In den Demonstrationszügen kritisierten viele die Europäische Union und viele Demonstranten schwenkten Flaggen des ehemaligen Bundesstaates Jugoslawien.<ref name="monde-diplomatique.de">https://monde-diplomatique.de/artikel/!508829</ref>

2014 setzte die slowenische Regierung unter dem Druck der Demonstrationen verschiedene Reformen um, um die Transparenz und Rechenschaftspflicht zu erhöhen. Dazu gehörten die Einführung eines Lobbyistenregisters, die Stärkung der Unabhängigkeit der Antikorruptionsbehörde und die Verabschiedung eines Gesetzes zur Regulierung der Parteienfinanzierung.<ref>Die Maßnahmen der Slowenische Regierung nach den Protesten 2013. Abgerufen am 14. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ab Herbst 2015 war Slowenien im Zuge der Flüchtlingskrise in Europa 2015/2016 Durchgangsort für eine halbe Million Flüchtlinge und Migranten; die meisten auf ihrem Weg nach Deutschland und Nordeuropa. Die Regierung unter Miro Cerar verabschiedete im Zuge dessen verschärfte Asylgesetze, errichtete einen Grenzzaun an der Grenze zu Kroatien und limitierte die Asylantragszahlen auf 50 Personen pro Monat.<ref>Slowenien macht Grenze zu Kroatien dicht, abgerufen am 30. August 2016.</ref><ref>Serbien und Slowenien schließen ihre Grenzen, abgerufen am 30. August 2016.</ref><ref>Slowenien verschärft Asylgesetze, abgerufen am 30. August 2016.</ref>

Seit 2016

Auch noch Anfang 2016 sah sich Slowenien mit einer großen Menge an geflüchteter Menschen konfrontiert. Angesichts des starken Zuzugs von Schutzsuchenden über die Balkanroute entsandte die Regierung in Ljubljana Soldaten, um die Grenze zu Kroatien zu sichern. Die Armee wurde eingesetzt, um die Kontrolle über die Grenzen zu verstärken und die Bewegungen der Geflüchteten zu überwachen.<ref>Armee sichert Slowenien-Grenze in Flüchtlingskrise. 23. Februar 2016, abgerufen am 14. Juli 2024.</ref> 2017 verschärfte Slowenien das Asylrecht deutlich. So wurde die Prüfung von Asylanträgen beschleunigt und die Möglichkeiten für Abschiebungen ausgeweitet. Zudem wurde der Familiennachzug stark eingeschränkt.<ref>Slowenien verschärft sein Asylrecht deutlich. 27. Januar 2017, abgerufen am 14. Juli 2024.</ref>

Im Jahr 2018 war ein Rechtsruck in Slowenien zu erkennen. Die Slowenische Demokratische Partei (SDS) von Ex-Ministerpräsident Janez Janša gewann die Parlamentswahlen und wurde zur stärksten Kraft. Die Partei schlug einen rechtspopulistischen Kurs ein. Dies führte im Laufe des Jahres zu einer langwierigen und schwierigen Regierungsbildung.<ref>Rechtsruck in Slowenien. 6. Juni 2018, abgerufen am 14. Juli 2024.</ref>

2020, noch während des Ausbruchs der Corona-Pandemie, wurde die neue Regierung unter Führung des rechtskonservativen Oppositionsführers Janez Janša offiziell gebildet. Seine Slowenische Demokratische Partei (SDS) konnte eine Mehrheit im Parlament zusammenstellen, indem sie Koalitionspartner aus der bisherigen Mitte-Links-Regierung gewann.<ref>Slowenien: Neue Regierung in Slowenien steht. 2. März 2020, abgerufen am 14. Juli 2024.</ref> Die Corona-Pandemie traf Slowenien 2020 zunächst glimpflich, doch im Herbst stiegen die Infektionszahlen deutlich an. Am 14. Oktober meldete das Land 745 Neuinfektionen, die Gesamtzahl lag bei 10.683 Fällen mit 176 Toten. Daraufhin rief die Regierung den Pandemie-Notstand aus und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre sowie Fernunterricht für Schüler ab der 6. Klasse.

Zuvor hatte Slowenien im März den epidemischen Notstand ausgerufen und weitreichende Beschränkungen erlassen, bevor es sich im Mai für pandemiefrei erklärte. Wirtschaftlich reagierte das Land mit einem Konjunktur-Notprogramm, das Gehaltsentschädigungen, Stundungen von Abgaben und finanzielle Hilfen vorsah.<ref>Coronavirus Disease (COVID-19) Situation Reports. Abgerufen am 14. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Frühjahr 2021 erholte sich die slowenische Wirtschaft zunächst gut von der COVID-19-Pandemie, erlitt jedoch Rückschläge durch die Energiesituation und die geopolitischen Spannungen infolge des Russischen Überfalls auf die Ukraine seit 2022.<ref>Republic of Slovenia: Staff Concluding Statement of the 2024 Article IV Mission. Abgerufen am 26. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im August 2023 wurde das Land von schweren Überschwemmungen getroffen, die fast 5 % des BIP an direkten Schäden verursachten. Die Regierung reagierte mit Notfallgesetzen zur Unterstützung der Betroffenen und begann mit Wiederaufbauarbeiten.<ref>Republic of Slovenia: Staff Concluding Statement of the 2024 Article IV Mission. Abgerufen am 26. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

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Das Jahr 2024 begann mit intensiven Verhandlungen zwischen der Regierung und den öffentlichen Sektoren zur Reform des Lohnsystems, insbesondere zur Verringerung von Gehaltsunterschieden.<ref>Slovenia political briefing: Expectations for 2024: Political, Economic, and Social Outlook.. – China-CEE Institute. 8. Februar 2024, abgerufen am 26. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zusätzlich hat sich das Land auf umfangreiche Infrastrukturprojekte konzentriert, darunter den Beginn des Baus neuer Zug- und Busbahnhöfe in Ljubljana.

Im April 2024 erkannte Slowenien den palästinensischen Staat offiziell an. Das Parlament in Ljubljana billigte einstimmig ein entsprechendes Dekret der Regierung.

Ähnlichkeiten der Landesnamen von Slowenien und Slowakei

Die heutige Selbstbezeichnung der südslawischen Slowenen leitet sich wie auch die der westslawischen Slowaken von der Urbezeichnung aller Slawen, den Sloveni, ab. So bezeichnen die Slowenen ihr Land als Slovenija, während die Slowakei bei den Slowaken Slovensko heißt. Die slowenische Sprache wird auf Slowenisch als slovenščina, die slowakische Sprache auf Slowakisch als slovenčina bezeichnet. Das Wort für Slowenin (auf Slowenisch) und Slowakin (auf Slowakisch) ist in beiden Sprachen gleich: Slovenka. Der einzige größere Unterschied besteht heute in der männlichen Form: Während sich bei den Slowenen die männliche Originalform Slovenec bis heute erhalten hat, kam es bei den Slowaken im 15. Jahrhundert (unter tschechischem und polnischem Einfluss) zu einer Umbildung, bei der die ursprüngliche männliche Bezeichnung Sloven durch die heutige Bezeichnung Slovák ersetzt wurde.<ref>Miroslav Kmeť: Dejiny slovensko-maďarských vzťahov v didakticko-dejepisnej reflexii [Geschichte der slowakisch-ungarischen Beziehungen in der didaktisch-historischen Reflexion], In: László Kiss, Imrich Nagy (Hrsg.): Sporné otázky spoločných dejín [Streitbare Fragen der gemeinsamen Geschichte] Eger 2009, S. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />38 (Memento vom 1. Juni 2010 im Internet Archive) (PDF; 2,5 MB).</ref>

Politik und Militär

Datei:Presidential Palace. Ljubljana.jpg
Präsidentenpalast in Ljubljana
Datei:Flags by National Assembly Building of the Republic of Slovenia 01.JPG
Flaggen vor dem Parlament in Ljubljana

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Politisches System

Die Verfassung, die am 23. Dezember 1991 vom Parlament verabschiedet wurde und wenig später in Kraft trat, bezeichnet Slowenien als eine parlamentarische Republik. In ihr werden Menschen- und Bürgerrechte garantiert und das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit festgelegt. Das Staatsoberhaupt, der Staatspräsident, wird alle fünf Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt und seine Amtszeit ist auf zwei Perioden beschränkt. Neben seinen repräsentativen Funktionen kann er in bestimmten Fällen das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen. Ferner ist er Oberbefehlshaber der slowenischen Streitkräfte.<ref>Politisches System und aktuelle Politik in Slowenien. Landeszentrale für politische Bildung – Baden-Württemberg, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>

Die Regierung hat Exekutiv- und Verwaltungsbefugnisse. Der Regierungschef, der Ministerpräsident, und die Minister werden vom Parlament gewählt.<ref>Slowenien – EU-Mitgliedsländerprofil | Europäische Union. Abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>

Das slowenische Parlament besteht aus zwei Kammern, der Nationalversammlung (Državni zbor) und dem Nationalrat (Državni svet). Von beiden Kammern hat die Nationalversammlung den überwiegenden Teil der legislativen Befugnisse. Von ihren 90 Abgeordneten, die nach dem Verhältniswahlrecht gewählt werden, repräsentieren zwei Abgeordnete die nationalen Minderheiten der Ungarn und Italiener.<ref>Slowenien: Politisches Porträt. Auswärtiges Amt, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>

In Fragen, welche ausschließlich die jeweiligen Rechte der Minderheit betreffen, besitzen diese Volksgruppenabgeordneten ein absolutes Vetorecht. In den Nationalrat werden 40 Abgeordnete aus sozialen, wirtschaftlichen und regionalen Interessengruppen entsandt. Die Parlamentswahlen finden alle vier Jahre statt.

Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Slowenien am 29. März 2004 Mitglied der NATO. Seit 1. Mai 2004 ist es Mitglied der Europäischen Union. Seit dem 21. Juli 2010 ist Slowenien Mitglied der OECD.<ref>Slovenia’s accession to the OECD. OECD, 21. Juli 2010, abgerufen am 22. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Noch immer ist der genaue Grenzverlauf zwischen Slowenien und Kroatien nicht geklärt. An den Schiedsspruch von 2017 eines von beiden Staaten vereinbarten internationalen Schiedsgerichtsverfahrens sieht sich Kroatien nicht gebunden.<ref name="Uni-Bonn" /><ref name="Si Grenze" /><ref name="HR-Grenze" />

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Politische Indizes

Von Nichtregierungsorganisationen herausgegebene politische Indizes
Name des Index Indexwert Weltweiter Rang Interpretationshilfe Jahr
Fragile States Index 27,3 von 120 163 von 179 Stabilität des Landes: nachhaltig
0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend
Rang: 1 = fragilstes Land / 179 = stabilstes Land
2023<ref>Fragile States Index: Global Data. Fund for Peace, 2023, abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Demokratieindex 7,75 von 10 31 von 167 Unvollständige Demokratie
0 = autoritäres Regime / 10 = vollständige Demokratie
2023<ref>The Economist Intelligence Unit’s Democracy Index. The Economist Intelligence Unit, 2023, abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Freedom in the World Index 96 von 100 Freiheitsstatus: frei
0 = unfrei / 100 = frei
2024<ref>Countries and Territories. Freedom House, 2024, abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rangliste der Pressefreiheit 74,1 von 100 33 von 180 Zufriedenstellende Lage für die Pressefreiheit
100 = gute Lage / 0 = sehr ernste Lage
2025<ref name="RangPres">Rangliste der Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen, 2025, abgerufen am 19. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) 60 von 100 36 von 181 0 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber 2024<ref>CPI 2024: Tabellarische Rangliste. Transparency International Deutschland e. V., 2025, abgerufen am 19. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Militär

Datei:Garde Slovène.jpg
Slowenische Garde

Die Slowenischen Streitkräfte verfügen über Land-, Luft- und Seeeinheiten, die aber nicht als selbständige Teilstreitkräfte organisiert sind.
Es gibt ca. 7.500 aktive slowenische Soldaten. Im Jahr 2023 gab das Land 1,3 % seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus.<ref name="MilitAusg">Slovenia's defence spending rising, to hit 2% of GDP in 2030. Slovenian Press Agency (STA), abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gliederung

Verwaltungsgliederung

Slowenien ist in 212 Gemeinden (slowenisch Občine, Sg. Občina), darunter zwölf Stadtgemeinden (Mestne občine, Sg. Mestna občina), gegliedert. Zwischen der Gemeindeebene und dem Gesamtstaat ist keine weitere administrative Ebene vorhanden.

<imagemap> Bild:Slovenia, administrative divisions - de - colored.svg|center|400px


default Liste der Gemeinden in Slowenien poly 2 629 54 640 66 650 87 648 108 627 116 608 120 602 144 624 170 647 178 658 173 674 171 677 184 679 197 683 212 682 224 667 226 657 215 649 206 634 196 615 172 606 155 596 145 589 130 589 122 582 120 560 126 536 133 521 140 506 135 503 113 510 96 513 94 504 90 491 95 479 102 468 98 456 126 445 137 430 142 410 137 410 119 407 103 405 93 393 80 397 71 402 66 402 62 387 63 376 54 360 60 350 75 340 79 325 105 314 118 304 128 292 148 290 162 293 163 259 139 255 130 255 106 248 1 239 Italien poly 2 629 42 647 63 649 83 650 106 631 118 621 132 625 144 636 160 650 169 659 169 662 158 674 157 686 166 690 156 696 137 696 115 700 109 717 98 719 88 720 93 755 106 799 117 855 2 855 Mittelmeer poly 6 237 16 247 38 245 51 234 109 247 149 255 172 262 212 263 246 259 256 273 274 272 295 282 312 295 330 293 352 295 380 292 400 288 407 298 420 302 425 298 440 315 441 322 445 315 445 303 450 293 470 293 473 285 484 267 494 260 517 260 525 239 538 218 559 208 578 207 597 199 615 198 717 197 730 208 737 218 769 203 752 196 752 185 769 181 792 174 805 174 825 181 835 171 861 169 886 178 894 187 907 195 907 183 903 169 897 151 898 117 916 112 922 100 935 100 975 67 990 59 990 35 1026 41 1062 44 1061 39 1046 29 1050 24 1069 16 1055 11 1050 1 1 0 Österreich poly 943 102 963 85 974 66 984 59 997 35 1027 44 1064 46 1065 39 1049 29 1049 24 1068 23 1070 15 1058 5 1056 0 1156 2 1157 324 1150 323 1120 311 1120 292 1105 286 1081 275 1073 236 1052 227 1029 209 1033 203 1040 201 1040 179 1024 179 1020 168 1011 162 1010 145 1010 137 1017 130 1017 117 991 100 971 100 962 110 946 108 Ungarn poly 126 854 126 823 123 778 104 756 96 730 96 723 103 724 135 733 156 749 178 741 193 739 200 750 224 756 237 747 253 747 264 738 265 727 266 719 281 732 308 733 330 735 334 726 351 735 367 736 384 727 401 718 415 710 424 692 430 675 443 662 450 650 454 654 451 664 482 695 476 708 484 715 491 711 514 720 520 742 533 747 556 731 556 714 573 726 594 731 607 739 621 758 640 763 652 754 661 743 669 744 703 746 710 733 712 721 696 710 694 693 686 680 697 668 713 666 721 657 715 640 707 632 703 624 692 629 685 635 681 629 675 629 679 620 691 612 716 606 723 599 756 598 755 584 779 580 787 583 805 582 815 568 807 554 812 538 813 530 815 499 822 470 789 447 788 428 805 413 803 400 830 401 830 408 842 404 846 395 846 383 867 378 886 368 905 367 906 359 919 361 919 351 929 349 938 342 933 322 956 315 969 328 982 330 1002 327 1005 317 1005 307 997 296 994 276 1001 265 1011 270 1020 251 1038 265 1053 272 1068 276 1117 295 1132 318 1156 324 1156 854 476 854 441 826 429 803 361 785 331 855 Kroatien poly 337 854 346 826 357 794 371 792 431 816 439 827 440 842 453 854 Mittelmeer


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NUTS-2-Regionen

Nach der EU-weiten Systematik der NUTS-Gliederung ist Slowenien auf NUTS-2-Ebene in zwei Kohäsionsregionen (Kohezijske regije) eingeteilt, die aber keine administrative Bedeutung besitzen:

  • Vzhodna Slovenija (Ostslowenien)
  • Zahodna Slovenija (Westslowenien)

Diese Regionen wurden nach Gesichtspunkten der Regionalentwicklung eingeteilt. Während Westslowenien die wirtschaftsstarken Gebiete um Ljubljana, Kranj und Koper umfasst, liegen in Ostslowenien die schwächer entwickelten Landesteile.

Statistische Regionen

Slowenien ist außerdem in zwölf Statistikregionen eingeteilt, die ebenfalls keine administrative Bedeutung besitzen.

Statistische Regionen

  1. Gorenjska regija
  2. Goriška regija
  3. Jugovzhodna Slovenija regija
  4. Koroška regija
  5. Primorsko-notranjska regija (bis 2014: Notranjsko-kraška regija)
  6. Obalno-kraška regija
  7. Osrednjeslovenska regija
  8. Podravska regija
  9. Pomurska regija
  10. Savinjska regija
  11. Posavska regija (bis 2014: Spodnjeposavska regija)
  12. Zasavska regija

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poly 122 571 122 552 137 530 142 520 143 504 124 504 111 514 89 497 95 473 124 455 150 419 148 409 126 402 105 392 82 388 68 398 59 379 60 359 80 335 121 315 127 294 175 291 203 312 192 328 167 339 178 373 205 387 260 384 252 411 279 416 276 426 255 458 298 500 285 530 292 548 275 565 265 588 223 576 211 562 160 546 Goriška poly 165 260 159 297 180 292 202 303 205 322 191 330 171 340 171 365 192 379 221 381 256 378 256 399 254 414 274 409 278 426 264 462 291 493 314 466 323 447 358 444 365 430 392 411 394 398 439 378 432 334 448 324 418 301 392 290 370 297 319 298 294 278 268 275 256 280 242 266 Gorenjska poly 133 589 126 570 150 570 156 549 195 560 218 571 234 583 246 599 270 599 280 619 278 641 282 707 287 731 270 718 258 713 253 722 259 736 258 741 230 745 220 755 201 751 193 737 173 738 156 746 136 734 126 726 118 711 130 703 175 700 170 682 196 682 213 680 230 662 219 654 207 634 180 606 164 601 Obalno-kraška poly 268 562 264 598 280 611 276 626 278 647 283 669 285 719 297 733 322 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609 478 630 479 641 490 653 481 645 476 647 459 666 463 668 473 700 465 731 468 748 474 761 483 770 494 779 496 787 487 814 475 816 484 817 477 813 467 785 447 783 427 790 412 796 403 815 397 829 401 831 403 843 398 845 383 834 382 796 382 782 368 763 373 754 342 716 336 712 305 703 292 678 290 672 303 658 321 645 329 625 322 617 309 597 303 581 297 561 298 539 302 518 301 502 301 482 292 451 300 Savinjska poly 647 252 646 277 665 277 686 275 693 288 703 296 711 299 716 324 721 339 750 345 760 353 768 372 789 369 813 380 829 383 849 378 881 368 906 358 930 346 929 328 921 302 913 271 896 234 880 224 880 212 857 194 838 179 817 183 790 179 772 188 755 196 759 216 743 220 731 220 718 203 708 201 690 208 687 228 676 231 Podravska poly 841 176 842 187 862 198 881 216 880 232 894 237 908 265 915 293 919 318 943 323 948 319 966 324 988 327 1002 323 991 280 1000 269 1016 265 1019 252 1049 262 1069 271 1071 271 1067 245 1052 230 1035 209 1029 201 1032 196 1034 182 1020 171 1007 152 1006 130 1012 108 978 97 961 101 944 108 934 109 918 112 906 118 898 126 898 157 898 166 909 181 909 187 909 195 896 188 882 184 866 172 Pomurska poly 2 629 54 640 66 650 87 648 108 627 116 608 120 602 144 624 170 647 178 658 173 674 171 677 184 679 197 683 212 682 224 667 226 657 215 649 206 634 196 615 172 606 155 596 145 589 130 589 122 582 120 560 126 536 133 521 140 506 135 503 113 510 96 513 94 504 90 491 95 479 102 468 98 456 126 445 137 430 142 410 137 410 119 407 103 405 93 393 80 397 71 402 66 402 62 387 63 376 54 360 60 350 75 340 79 325 105 314 118 304 128 292 148 290 162 293 163 259 139 255 130 255 106 248 1 239 Italien poly 2 629 42 647 63 649 83 650 106 631 118 621 132 625 144 636 160 650 169 659 169 662 158 674 157 686 166 690 156 696 137 696 115 700 109 717 98 719 88 720 93 755 106 799 117 855 2 855 Mittelmeer poly 6 237 16 247 38 245 51 234 109 247 149 255 172 262 212 263 246 259 256 273 274 272 295 282 312 295 330 293 352 295 380 292 400 288 407 298 420 302 425 298 440 315 441 322 445 315 445 303 450 293 470 293 473 285 484 267 494 260 517 260 525 239 538 218 559 208 578 207 597 199 615 198 717 197 730 208 737 218 769 203 752 196 752 185 769 181 792 174 805 174 825 181 835 171 861 169 886 178 894 187 907 195 907 183 903 169 897 151 898 117 916 112 922 100 935 100 975 67 990 59 990 35 1026 41 1062 44 1061 39 1046 29 1050 24 1069 16 1055 11 1050 1 1 0 Österreich poly 943 102 963 85 974 66 984 59 997 35 1027 44 1064 46 1065 39 1049 29 1049 24 1068 23 1070 15 1058 5 1056 0 1156 2 1157 324 1150 323 1120 311 1120 292 1105 286 1081 275 1073 236 1052 227 1029 209 1033 203 1040 201 1040 179 1024 179 1020 168 1011 162 1010 145 1010 137 1017 130 1017 117 991 100 971 100 962 110 946 108 Ungarn poly 126 854 126 823 123 778 104 756 96 730 96 723 103 724 135 733 156 749 178 741 193 739 200 750 224 756 237 747 253 747 264 738 265 727 266 719 281 732 308 733 330 735 334 726 351 735 367 736 384 727 401 718 415 710 424 692 430 675 443 662 450 650 454 654 451 664 482 695 476 708 484 715 491 711 514 720 520 742 533 747 556 731 556 714 573 726 594 731 607 739 621 758 640 763 652 754 661 743 669 744 703 746 710 733 712 721 696 710 694 693 686 680 697 668 713 666 721 657 715 640 707 632 703 624 692 629 685 635 681 629 675 629 679 620 691 612 716 606 723 599 756 598 755 584 779 580 787 583 805 582 815 568 807 554 812 538 813 530 815 499 822 470 789 447 788 428 805 413 803 400 830 401 830 408 842 404 846 395 846 383 867 378 886 368 905 367 906 359 919 361 919 351 929 349 938 342 933 322 956 315 969 328 982 330 1002 327 1005 317 1005 307 997 296 994 276 1001 265 1011 270 1020 251 1038 265 1053 272 1068 276 1117 295 1132 318 1156 324 1156 854 476 854 441 826 429 803 361 785 331 855 Kroatien poly 337 854 346 826 357 794 371 792 431 816 439 827 440 842 453 854 Mittelmeer



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Landschaften

Zudem gibt es eine Gliederung in fünf historische Landschaften, die der Verwaltungsgliederung Österreich-Ungarns entsprechen und als Gebietsbezeichnungen nicht nur üblich sind, sondern Teil der regionalen Identität sind. Insbesondere in der slowenischen Steiermark existiert eine starke Identifikation mit einem slowenischen Steirertum in Abgrenzung zur Hauptstadt Ljubljana.

Historische Landschaften Sloweniens

  1. Primorska (slowenisches Küstenland)
    Slovenska Istra (Slowenisch-Istrien)
  2. Kranjska (Teil des früheren Kronlandes Krain)
    2a Gorenjska (Oberkrain)
    2b Notranjska Innerkrain
    2c Dolenjska (Unterkrain) und Bela krajina (Weißkrain)
  3. Koroška (Teil des früheren Kronlandes Kärnten (Slowenisch-Kärnten))
  4. (Spodnja) Štajerska (Teil des früheren Kronlandes Steiermark (Untersteiermark))
  5. Prekmurje (Übermurgebiet)

Wirtschaft

Überblick

Datei:Euro accession Eurozone as single entity.svg
Slowenien ist Teil des Europäischen Binnenmarkts. Zusammen mit 20 weiteren EU-Mitgliedstaaten (blau) bildet Slowenien eine Währungsunion, die Eurozone.

Zwar ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Sloweniens absolut gesehen klein, doch hat das Land mit 48.757 USD das höchste kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf Südosteuropas. Das marktwirtschaftlich organisierte Land ist Teil des EU-Binnenmarktes, des Schengenraumes und ist Mitglied der OECD, der Welthandelsorganisation (WTO) sowie des Internationalen Währungsfonds. Seine Währung ist der Euro. Zum Bruttoinhaltsprodukt des Landes tragen der Dienstleistungssektor mit 58 %, der Produktionssektor mit 28,1 % und die Landwirtschaft mit 1,8 % bei. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern nimmt der Industriesektor (ohne Baugewerbe) mit 25,3 % am BIP eine sehr bedeutende wirtschaftliche Stellung ein.<ref>Gliederung des Bruttoinlandsprodukts und Einkommens nach A*10 Wirtschaftsbereichen. eurostat, abgerufen am 20. Juli 2024.</ref> Die einzelnen slowenischen Regionen haben eine stark unterschiedliche Wirtschaftsleistung. So ist das BIP pro Kopf in der Region um die Hauptstadt Ljubljana dreimal so hoch wie in der Region Zasavska.<ref name="EU-Kom-Slov"></ref>

Das Energievertriebs-Unternehmen Petrol Group war 2019 mit 4,3 Milliarden EUR das umsatzstärkste Unternehmen, der Pharmakonzern Krka war mit 163 Mio. EUR Gewinn das profitabelste Unternehmen und der Einzelhändler Mercator hatte die meisten Mitarbeiter.<ref>TOP 300: The largest Slovenian companies 201. SPIRIT Slovenia Business Development Agency, abgerufen am 20. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Slowenien hatte 2023 eine Erwerbstätigenquote von 77,5 % (EU-Durchschnitt: 75,4 %) und eine Arbeitslosenquote von 3,9 % (EU-Durchschnitt 6,0 %).<ref>Europa – Arbeitsmarkt – Wichtige Arbeitsmarktindikatoren. dstatis, abgerufen am 20. Juli 2024.</ref> Der Arbeitskräftemangel wird als große Herausforderung für die Wirtschaft des Landes gesehen.<ref name="EU-Kom-Slov" /> Das Durchschnittsgehalt liegt mit rund 2.300 EUR in der unteren Hälfte der europäischen Länder.<ref>Earnings. Republic of Slovenia – Statistical Office, abgerufen am 20. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Vergleich zu allen EU-Staaten hat Slowenien eine der geringsten Einkommensungleichheiten. Der Anteil der Menschen mit Armutsrisiko ist in kaum einem EU-Staat geringer.<ref name="EU-Kom-Slov" />

Die Ausgaben des slowenischen Staates betrugen 2022 47 % und die Neuverschuldung 3,1 % des BIP.<ref>Slowenien – Statistisches Länderprofil. (PDF) dstatis, 19. Januar 2024, abgerufen am 20. Juli 2024.</ref> Die Staatsverschuldung Sloweniens war 2023 69 % des BIP und liegt damit unterhalb der Verschuldung der Eurozone als Ganzes.<ref>Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen – Schuldenstandquoten der EU-Mitgliedstaaten Bruttoschulden (konsolidiert) in % des Bruttoinlandsproduktes. destatis, 22. April 2024, abgerufen am 20. Juli 2024.</ref>

Die hohe Bedeutung des Außenhandels für Slowenien spiegelt sich in einer Exportquote von 84 % des BIP (2023) wider, die eine der höchsten der EU ist. Genauso bedeutend sind die Importe von 73 % des BIP. Im Jahr 2023 betrug das Verhältnis der Exporte zu den Importen 1,09, was annähernd dem EU-Schnitt entsprach.<ref name="GlobDash">Globalisation dashboard – Overview. eurostat, abgerufen am 11. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im World Competitiveness Ranking des IMD – International Institute for Management Development verschlechterte sich Slowenien innerhalb von 5 Jahren vom 35. auf den 46. Rang im Jahr 2024.<ref>Competitiveness Ranking – Slovenia. IMD – International Institute for Management Development, abgerufen am 20. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei 60 % der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung hatte Slowenien 2023 einen höheren Zielerreichungsgrad erreicht als der Durchschnitt der EU-Staaten.<ref name="EU-Kom-Slov" />

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und anderer Kennzahlen<ref name="BIP IMF"/>
Jahr 2010 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
BIP in Mrd. USD
(Kaufkraftparität)
60,6 67,1 69,8 74,8 80,1 88,5 87,8 97,6 107,3 113,9 118,8
BIP pro Kopf in USD
(Kaufkraftparität)
29.623 32.546 33.831 36.189 38.751 42.526 41.898 46.263 50.919 53.808 55.914
BIP-Wachstum
(real)
1,1 % 2,4 % 3,0 % 5,2 % 4,4 % 3,5 % −4,1 % 8,4 % 2,7 % 2,4 % 1,7 %
Inflation
(in Prozent)
1,8 % −0,5 % −0,1 % 1,4 % 1,7 % 1,6 % −0,1 % 1,9 % 8,8 % 7,4 % 2,0 %
Staatsverschuldung
(in Prozent des BIP)
39 % 83 % 79 % 75 % 71 % 66 % 80 % 75 % 73 % 68 % 67 %

Außenhandel

Export nach Import aus
Top 5 Handelspartner Sloweniens (2023)<ref name="GTAI" />
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz 27,2 % SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz 16,9 %
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 13,5 % China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China 15,7 %
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 8,6 % DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 10,7 %
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien 7,8 % ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 9,1 %
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 5,7 % OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 5,6 %

Die hohe Bedeutung des Außenhandels für Slowenien spiegelt sich in einer Exportquote von 84 % des BIP (2023) wider, die eine der höchsten der EU ist. Mit einer Importquote von 73 % liegt Slowenien ebenfalls in der Spitzengruppe der EU-Länder. Das Verhältnis der Exporte zu den Importen betrug 2023 mit 1,09 annähernd dem EU-Durchschnitt.<ref name="GlobDash" /> Über 90 % der slowenischen Exporte wurden 2023 in Euro abgewickelt.<ref name="GlobDash" />

Beim Außenhandel dominierten 2023 vor allem chemische Erzeugnisse, die 39,5 % der Exporte und 38,7 % der Importe ausmachten. Mit deutlichem Abstand folgen Maschinen (9,1 % der Exporte / 6,8 % der Importe) und Kfz-Teile (8,4 % der Exporte / 8,0 % der Importe).<ref name="GTAI">Wirtschaftsdaten kompakt – Slowenien. (PDF) Germany Trade & Invest (GTAI), Mai 2024, abgerufen am 11. August 2024.</ref>

Die Arbeitsproduktivität der exportorientierten Industrie liegt über dem EU-Durchschnitt.<ref name="EU-Kom-Slov 12-52"></ref> Dagegen haben die vorwiegend im heimischen Markt tätigen Unternehmen eine wesentlich niedrigere Produktivität. Im Jahr 2021 waren 22,6 % der Arbeitnehmer bei ausländisch kontrollierten Unternehmen beschäftigt, der EU-Durchschnitt liegt hingegen bei 14,6 %.<ref name="GlobDash" />

Die Investitionen ausländischer Investoren in Slowenien waren 2022 mit 35 % unter dem EU-Durchschnitt von 48,5 %.<ref name="GlobDash" />

Landwirtschaft

Die Unabhängigkeit Sloweniens brachte der Landwirtschaft des Landes eine Phase der „Marktbereinigung“. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nahm rapide ab: eine Entwicklung, die sich erst Anfang der 2000er Jahre verlangsamte. Im Jahre 2005 betrug die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche 648.113 ha und die Gesamtzahl der Betriebe 77.000, wovon 85 % weniger als zehn Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche vorzuweisen hatten. Der Gesamtwert der landwirtschaftlichen Produktionsleistung betrug im Jahr 2005 959 Millionen Euro, was damals etwas weniger als 2 % des BIP des Landes entsprach. Anlass zur Sorge aus Sicht der slowenischen Regierung bereitet die Altersstruktur der Landwirte: Nur 18,8 % von ihnen sind jünger als 45 Jahre, 56,9 % dagegen älter als 55 Jahre.

Datei:Krstenica.jpg
Hirtenhütte im Weideland bei Bohinj

Ein wichtiger Zweig der slowenischen Landwirtschaft ist die Viehzucht. Sie trägt zu mehr als 50 Prozent zur Produktionsleistung bei (2005: 511 Mio. Euro). Entsprechend groß ist der Anteil des Wiesen- und Weidelandes und der Futteranbauflächen mit jeweils 60 Prozent und 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Sloweniens. Trotz leichten Rückgangs seit Mitte der 1990er Jahre macht der Viehbestand an Rindern und Schweinen den größten Teil der Viehzucht aus (452.517 Rinder bzw. 547.432 Schweine im Jahr 2005). Die Zahl von Ziegen und Schafen (zusammen) sowie Pferden hat sich seit 1997 zwar in etwa verdoppelt, bleibt aber mit 154.832 und 19.249 Stück deutlich dahinter.

Datei:Goriska Brda PA64.jpg
Weingärten im Gebiet von Goriška Brda

Die Lebensmittel- und die Getränkeindustrie Sloweniens mussten in den letzten 20 Jahren gleich zwei große Krisen verkraften: Zum einen das Wegbrechen der Absatzmärkte im ehemaligen Jugoslawien seit Anfang der 1990er Jahre und ab 2004 die starke Konkurrenz der europäischen Großkonzerne nach dem EU-Beitritt des Landes. Vorteilhaft war der EU-Beitritt für die benachteiligten landwirtschaftlichen Gebiete (im Sinne der Richtlinie 75/268/EWG des Rates vom 28. April 1975 über die Landwirtschaft in Berggebieten und in bestimmten benachteiligten Gebieten).<ref>Richtlinie 75/268/EWG (PDF)Vorlage:Abrufdatum</ref> Für diese schwer zugänglichen und häufig wenig Ertrag bringenden Gebiete, von denen Slowenien 440.349 ha besitzt, sieht die EU Förderungsmaßnahmen vor, um die Aufgabe der Landwirtschaft in diesen Landstrichen zu verhindern. Ein bedeutendes ökonomisches Wachstumspotenzial wird der Forstwirtschaft bescheinigt. 59,8 Prozent der Fläche Sloweniens sind mit Wald bedeckt, was im europäischen Vergleich nur von Schweden und Finnland übertroffen wird. In den überwiegend als Mischwald gewachsenen Forsten dominieren Fichte (32 Prozent) und Buche (31 Prozent). Trotz der großen Ausdehnung der slowenischen Wälder trägt die Forstwirtschaft zu nur 0,2 Prozent zum BIP des Landes bei. Einer stärkeren wirtschaftlichen Nutzung steht die Tatsache entgegen, dass die Wälder im Hinblick auf ihre Besitzverhältnisse sehr stark fragmentiert sind. 72 Prozent der Gesamtfläche sind in Privatbesitz von ca. 489.000 Eigentümern, was eine durchschnittliche Größe von weniger als drei Hektar pro Eigentümer ergibt. Diese Zerstückelung erschwert die optimale forstwirtschaftliche Nutzung der slowenischen Wälder.

Einen relativ hohen Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche nimmt der Weinbau ein. Etwa 40.000 private und professionelle Winzer pflegen den Weinbau oft schon in der fünften oder sechsten Generation. Verbessertes Know-how und die Auslese der Trauben führten zu einem Qualitätsgewinn in der breiten Masse der angebotenen Weine. Die Mengen aus habsburgischer und vorkommunistischer Zeit wurden wieder erreicht.

Industrie

Datei:Renault Twingo E-Tech IMG 5910.jpg
Der Renault Twingo wird in Novo Mesto produziert.

In der Industrie sind rund 40 Prozent der arbeitenden Bevölkerung tätig. Die Automobilindustrie hat mit über 20 Prozent den größten Anteil am Export Sloweniens. Neben dieser sind die Elektro- und Elektronikindustrie (zirka 10 Prozent), Metallverarbeitung und Maschinenbau (10 Prozent) sowie die chemische und pharmazeutische Industrie (9 %) von größter Bedeutung. Ein wachsender Industriezweig ist durch die Automobilindustrie (und Automobilzulieferindustrie im weitesten Sinne) unter anderem aufgrund des Renault-Werkes gegeben. Das Gewerbe trägt insgesamt 27 Prozent zum BIP bei. In Slowenien ist Pipistrel, ein Flugzeughersteller für Ultraleichtflugzeuge, ansässig.

Dienstleistungen

Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991 konnte Slowenien seinen Dienstleistungssektor beträchtlich ausbauen. Dieser stellt mittlerweile 53 Prozent der Arbeitsplätze im Land. Slowenien besitzt bereits ein für Mitteleuropa gut ausgebautes Verkehrssystem. Neben den kulturellen und wirtschaftlichen Zentren in Ljubljana, Hauptstadt mit eigenem internationalen Flughafen, sowie Maribor besteht vor allem in den Julischen Alpen, in den Höhlen von Postojna und an der Küste des Adriatischen Meeres Tourismus mit entsprechender Infrastruktur. Hohes internationales Ansehen genießt das Gestüt Lipica mit seiner renommierten Lipizzaner-Zucht. Seit einigen Jahren gewinnt zudem der Gesundheitstourismus im Nordosten des Landes der Thermen an Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2017 kamen mehr als 1,9 Millionen Touristen nach Slowenien.<ref>Slovenia Sees Tourism Boom, Thanks in Part to Melania Trump. In: Bloomberg.com. 31. Juli 2017 (bloomberg.com [abgerufen am 27. August 2017]).</ref>

Datei:Lake Bled from the Mountain.jpg
See von Bled
Datei:Postojna (22206343750).jpg
Höhlen von Postojna
Datei:Panoramics of Piran 2015.jpg
Blick über die Altstadt von Piran

Mit dem Seehafen Koper ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) besitzt Slowenien Übersee-Handelsverbindungen in alle Welt und ist Durchgangsland für Waren nach Mitteleuropa.

Finanzwirtschaft

Das Land führt eine Wertpapierbörse mit der Bezeichnung Ljubljanska borza (Laibacher Börse). Mit der Banka Slovenije besitzt das Land auch eine eigene Zentralbank, die im Europäischen System der Zentralbanken eingebunden ist.<ref>About us | Banka Slovenije. Abgerufen am 14. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Staatshaushalt

Die Staatsquote Sloweniens lag 2023 mit 47,9 % leicht unter dem Durchschnitt der EU-Länder von 48,9 %.<ref>Staatsquoten im internationalen Vergleich. In: BMF-Monatsbericht Februar 2024. Bundesministerium der Finanzen, 22. Februar 2024, abgerufen am 18. August 2024.</ref> Bei Ausgaben von 15,4 Mrd. EUR betrug 2023 das Haushaltsdefizit 2,3 Mrd. EUR.<ref>Fiscal policy – State budget. Ministry of Finance – Replupic of Slovenia – gov.si, 31. Juli 2024, abgerufen am 18. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Staatsverschuldung betrug 2023 69,2 % des BIP und liegt damit unter dem konsolidierten Wert für die EURO-Zone von 88,6 %.<ref>Schuldenstandquoten der EU-Mitgliedstaaten Bruttoschulden (konsolidiert) in % des Bruttoinlandsproduktes. In: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Inlandsprodukt. deStatis, 22. April 2024, abgerufen am 18. August 2024.</ref> Mit Kredit-Ratings von AA+, A3 und A (high) liegt Slowenien im unteren Mittelfeld der EU-Staaten.<ref>Credit Rating – Countries – List. In: Trading Economics. Abgerufen am 18. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Gewerkschaften

Infrastruktur

Feuerwehr

In der Feuerwehr in Slowenien waren im Jahr 2019 landesweit 950 Berufs- und 167.454 freiwillige Feuerwehrleute organisiert, die in 1.341 Feuerwachen und Feuerwehrhäusern, in denen 2.505 Löschfahrzeuge und 43 Drehleitern bzw. Teleskopmasten bereitstehen, tätig sind.<ref name="CTIF-WFS01">Nikolai Brushlinsky, Marty Ahrens, Sergei Sokolov, Peter Wagner: Welt-Feuer-Statistik Ausgabe Nr. 26-2021. (PDF) Tabelle 1.13: Personal und Ausstattung der Feuerwehren der Staaten 2010–2019. Weltfeuerwehrverband CTIF, 2021, abgerufen am 18. Februar 2022.</ref> Der Frauenanteil beträgt 33 Prozent.<ref name="CTIF-WFS02">Nikolai Brushlinsky, Marty Ahrens, Sergei Sokolov, Peter Wagner: Welt-Feuer-Statistik Ausgabe Nr. 26-2021. (PDF) Tabelle 1.14: Personal der Feuerwehren der Staaten nach Gender 2010–2019. Weltfeuerwehrverband CTIF, 2021, abgerufen am 18. Februar 2022.</ref> In den Jugendfeuerwehren sind 42.656 Kinder und Jugendliche organisiert.<ref name="CTIF-WFS03">Nikolai Brushlinsky, Marty Ahrens, Sergei Sokolov, Peter Wagner: Welt-Feuer-Statistik Ausgabe Nr. 26-2021. (PDF) Tabelle 1.15: Anzahl der Jugendlichen in den Feuerwehren der Staaten 2010–2019. Weltfeuerwehrverband CTIF, 2021, abgerufen am 18. Februar 2022.</ref> Die slowenischen Feuerwehren wurden im selben Jahr zu 153.758 Einsätzen alarmiert, dabei waren 4.427 Brände zu löschen. Hierbei wurden 13 Tote von den Feuerwehren bei Bränden geborgen und 209 Verletzte gerettet.<ref name="CTIF-WFS04">Nikolai Brushlinsky, Marty Ahrens, Sergei Sokolov, Peter Wagner: Welt-Feuer-Statistik Ausgabe Nr. 26-2021. (PDF) Tabelle 1.2: Verdichtete Kennzahlen der Brandsituation in den Staaten für das Jahr 2019. Weltfeuerwehrverband CTIF, 2021, abgerufen am 18. Februar 2022.</ref> Der nationale Feuerwehrverband Gasilska Zveza Slovenije repräsentiert die slowenische Feuerwehr im Weltfeuerwehrverband CTIF.<ref name="FS07">Slovenia. Members. Comité technique international de prévention et d’extinction du feu (CTIF), abgerufen am 13. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Straßenverkehr

Datei:General map of slovenia.svg
Infrastruktur Sloweniens

Die Straße war mit 5.473,6 Tonnen-Kilometern im 1. Quartal 2024 (das 4,7-fache des Schienentransports) der mit Abstand wichtigste Verkehrsweg in Slowenien.<ref>Transport – Latest Data. Statistical Office of the Republic of Slovenia, abgerufen am 12. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das gesamte asphaltierte Straßennetz umfasste 2022 etwa 38.125 km.<ref name="GTAI" /> Slowenien besitzt eine gute Infrastruktur mit einem modernen Autobahnnetz, dessen Hauptknotenpunkte die Hauptstadt Ljubljana und Maribor sind. Gut eingebunden sind auch die Tourismus- und Skigebiete in den Julischen Alpen und an der kurzen Adriaküste. Die zwei längsten Autobahnen Sloweniens sind die A1, die in nordost-südwestlicher Richtung von Maribor nach Ljubljana und weiter nach Koper führt, sowie die A2, die in nordwest-südöstlicher Richtung vom Karawankentunnel ebenfalls über Ljubljana zur kroatischen Grenze gegen Zagreb führt.

Die Autobahnen und Schnellstraßen Sloweniens sind mautpflichtig. Für PKW und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen ist eine zeitabhängige Maut zu bezahlen, die über ein Vignettensystem abgerechnet wird. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen eine von der gefahrenen Wegstrecke abhängige Maut zahlen.<ref name="Slovenian Tourist Board Straße">Nach Slowenien mit dem Wagen. In: I feel Slovenia. Slovenian Tourist Board, abgerufen am 12. August 2024.</ref>

Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt 130 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf Regionalstraßen 90 km/h und in Ortschaften 50 km/h.<ref name="Slovenian Tourist Board Straße" />

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Flug- und Seehäfen

Der größte internationale Flughafen heißt Letališče Jožeta Pučnika Ljubljana und liegt bei Brnik in der Nähe der Hauptstadt Ljubljana. Daneben gibt es die zwei kleineren Flughäfen Maribor und Portorož.

Datei:Koper (161) (3957525441).jpg
Hafen Koper

Mit dem Hafen Koper (italienisch Capodistria) besitzt Slowenien Übersee-Handelsverbindungen in alle Welt und ist Durchgangsland für Waren nach Mitteleuropa.

Eisenbahn

Datei:Railway map of Slovenia.png
Eisenbahnnetz Sloweniens

Die slowenischen Staatsbahnen Slovenske železnice betreiben ein ausgedehntes Streckennetz mit einer Länge von 1207 km<ref name="GTAI" /> – wovon 504 km mit 3000 Volt Gleichstrom elektrifiziert sind –, das viele slowenische Städte miteinander verbindet, darunter die wichtige Bahnstrecke zum Seehafen Koper. Entlang der Save verlaufen die beiden wichtigsten Bahnverbindungen von Villach in Österreich über Ljubljana nach Zagreb in Kroatien und von Wien über Graz, Maribor, Ljubljana nach Rijeka/Koper/Triest (Bahnstrecke Spielfeld-Straß–Triest). Eine weitere wichtige Bahnstrecke durch Slowenien verbindet Italien und Ungarn. Rund 10 Jahre nach dem Zerfall des Ostblocks wurde die zuvor stillgelegte Bahnstrecke Zalalövő–Murska Sobota als direkte Verbindung nach Ungarn wiederhergestellt.

Landschaftlich besonders reizvoll ist die Strecke der Wocheinerbahn. Sie war früher eine bedeutende Verbindung zwischen Wien und Triest (das bis 1918 zu Österreich-Ungarn gehörte) und dient vorwiegend dem lokalen Verkehr.

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Kultur

Medien

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Radiotelevizija Slovenija hat seinen Sitz in Ljubljana sowie Regionalstudios in Maribor und Koper. Dort werden auch Inhalte für die ungarischsprachige und italienischsprachige Minderheit in Slowenien produziert. RTV produziert drei landesweite Fernseh- und drei landesweite Radioprogramme.

Die Slovenska tiskovna agencija (STA) ist die staatliche Nachrichtenagentur Sloweniens. Laut SZ wird die Agentur unter der Regierung Janša „ausgeblutet“. Die 100 % staatliche Agentur erhält seit Beginn des Jahres 2021 kein Geld mehr. Janša forderte öffentlich strafrechtliche Ermittlungen gegen den Direktor und seine Absetzung.<ref name=":1" /><ref name=":2" />

Als privater Medienanbieter versucht die Partei SDS das rechtsextreme<ref>James Palmer: Slovenia PM Frantically Tries to Justify Congratulatory Trump Call. In: Foreign Policy. Abgerufen am 23. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Medienkonglomerat Nova 24 TV zu etablieren. Das Mediennetzwerk und etliche Regionalblätter stehen unter dem Einfluss des Ministerpräsidenten Janša und dessen Partei.<ref name=":1">Cathrin Kahlweit: EU-Land Slowenien und die Pressefreiheit: Drohungen von ganz oben. Abgerufen am 22. Juni 2021.</ref> Nova 24 TV wird finanziell von Geschäftsleuten aus dem Umfeld des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán (Fidesz) gesichert.<ref>Janša odslej s tedensko pogovorno oddajo na zasebni televiziji, k ogledu vabijo tudi preko uradnih vladnih profilov. 18. Mai 2020, abgerufen am 23. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die wichtigste Zeitung Sloweniens ist Delo (Die Arbeit). Sie erscheint seit 1959 und ist eine von insgesamt acht Tageszeitungen Sloweniens. Delo hatte 2014 eine Auflage von rund 78.500 Exemplaren.<ref name=":3">IfM – Slowenien. Abgerufen am 22. Juni 2021.</ref>

Im Jahr 2023 nutzten 90,4 Prozent der Einwohner Sloweniens das Internet.<ref>Individuals using the Internet (% of population). Weltbank, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Von besonderer Bedeutung für das kulturelle Selbstverständnis ist der Buchmarkt, der als einer – auf die Einwohnerschaft gerechnet – der weltweit am höchsten entwickelten gilt.<ref>Daniel Beskos: Der slowenische Buchmarkt. In: Mairisch.de. Marisch Verlag Hamburg, 13. September 2023, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref><ref>Steffen Hillebrecht: Der slowenische Buchmarkt. In: Open-access-Repositorium der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg. Lehrstuhl für Buchwissenschaften der Philosophischen Fakultät an der FAU, 2. März 2015, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref><ref>Katja Böhne u. a.: Hintergrundinformationen zum slowenischen Buchmarkt. In: Frankfurter Buchmesse - Online-Auftritt. Frankfurter Buchmesse GmbH, 20. Februar 2018, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref><ref>Helena Putsch, Lydia Krauke: ''My sLOVEnia'', In: Leipziger Lerche (Studiengangszeitschrift des Studiengangs Buchhandel und Verlagswirtschaft an der HTWK Leipzig), Nr. 34/Herbst 2011, S. 8, abgerufen am 15. Mai 2025 unter www.yumpu.com/de/document/read/2015624/leipziger-lerche-34.</ref> U. a. sind der Dichter France Preseren auf der 1-Euro-Münze und der Priester und Autor des ersten slowenischsprachigen Buches Primos Trubar auf der 2-Euro-Münze abgebildet. Im Jahre 2023 wurde Slowenien Gastland der Frankfurter Buchmesse.<ref>Milan Ilic, Johanna Metz: Slowenien hofft auf neuen Schub für kleinen Buchmarkt. In: Das Parlament (online). Deutscher Bundestag, 14. Oktober 2023, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref><ref>O. V.: Ehrengast Sloweninen auf der Frankfurter Buchmesse 2023 präsentierte sich heute mit seiner literarischen Landschaft. In: BuchMarkt - Das Ideenmagazin für den Buchhandel (Online). Buchmarkt-Verlag GmbH, 20. Oktober 2022, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref>

Pressefreiheit

RSF beklagt häufige Verleumdungsklagen und Beschimpfungen wichtiger Politiker gegen Medien. Speziell seit der rechtskonservative Janez Janša im Frühjahr 2020 erneut Ministerpräsident wurde, habe sich das Klima gegen kritischen Journalismus verschärft. Kritische Journalisten würden in sozialen Netzwerken und regierungsnahen Medien massiv angegriffen.<ref>Vor Sloweniens EU-Ratspräsidentschaft – Janez Janšas Sonderweg nach rechts. Abgerufen am 23. Juni 2021.</ref> Laut RSF versucht Janša auch aktiv Einfluss auf die slowenischen Medien zu nehmen: Jansa kürze die Mittel und nehme Einfluss auf die Besetzung von Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Medien. Auch übte seine Regierung Druck auf die staatliche slowenische Nachrichtenagentur Slovenska tiskovna agencija (STA) aus, deren Berichterstattung Janša als „nationale Schande“ bezeichnete. Regierungsnahe private Medien wie Nova 24 TV werden laut RSF von seiner Regierung gefördert. Laut SZ baut der Ministerpräsident ein „konservatives Imperium“ rund um den Sender auf.<ref name=":1" /> An ihnen sind häufig Geschäftsleute aus dem Umfeld des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán beteiligt; Orbán und Janša seien laut Beobachtern durch die gleiche politische Agenda verbunden.<ref name=":2">Reporter ohne Grenzen e. V: Slowenien. Abgerufen am 22. Juni 2021.</ref><ref>Der Spiegel: Janez Janša aus Slowenien: Deutsche Politikerinnen warnen vor Mini-Orbán. Abgerufen am 22. Juni 2021.</ref><ref>Volker Pabst: Der Slowene Janez Jansa ist ein Verbündeter Viktor Orbans. In: nzz.ch. 4. März 2020, abgerufen am 29. Januar 2024.</ref>

Slowenische Architekten

Schriftsteller

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Künstler/Künstlergruppen

Musiker/Musikgruppen

Sport

Datei:Tina Maze with Olympic silver medal 2010.jpg
Tina Maze bei den Olympischen Winterspielen 2010 (Siegerehrung Super-G)

Neben Fußball spielt Basketball bei den Mannschaftssportarten eine herausragende Rolle in Slowenien. Der wohl bekannteste slowenische Basketballprofi ist Luka Dončić, der seit 2025 bei den Los Angeles Lakers in der US-amerikanischen Basketball-Liga NBA unter Vertrag steht.

Zudem erlebt der Handball seit der Handball-Europameisterschaft der Männer 2004 im eigenen Land und dem dabei erreichten Vizeeuropameistertitel einen neuen Aufschwung. Im Vereinshandball machen die slowenischen Mannschaften auf europäischer Ebene durch beachtenswerte Ergebnisse auf sich aufmerksam. In der Saison 2003/04 konnte der Serienmeister RK Celje sogar mit dem Gewinn der EHF Champions League den wichtigsten europäischen Vereinstitel nach Slowenien holen. RK Krim gelang dieses Kunststück im Frauenwettbewerb bereits 2001 und 2003.

Special Olympics Slowenien wurde 1993 gegründet und nahm mehrmals an Special Olympics Weltspielen teil.

Feiertage

Datum Deutsche Bezeichnung Slowenische Bezeichnung Anmerkungen
01. Januar Neujahr Novo leto Feiertag
02. Januar Feiertag bis 2012 und seit 2017<ref></ref>
08. Februar Prešeren-Tag, slowenischer Kulturfeiertag Prešernov dan, slovenski kulturni praznik Todestag des Nationaldichters France Prešeren
März, April Ostersonntag, Ostermontag; Ostern Velikonočna nedelja in ponedeljek; Velika noč religiöse Feiertage
27. April Tag des Widerstandes im Zweiten Weltkrieg Dan upora proti okupatorju staatlicher Feiertag
01. und 2. Mai Tag der Arbeit Praznik dela staatliche Feiertage
Mai, Juni Pfingstsonntag; Pfingsten Binkoštna nedelja; Binkošti religiöser Feiertag
25. Juni Tag der Staatlichkeit Dan državnosti Verkündung der staatlichen Souveränität 1991
15. August Mariä Himmelfahrt Marijino vnebovzetje religiöser Feiertag
31. Oktober Reformationstag Dan reformacije Die Slowenen verdanken der Reformation ihre Schriftsprache und sogar die erste Erwähnung des Begriffes „Slowenen“.
01. November Tag des Gedenkens an die Verstorbenen Dan spomina na mrtve staatlicher Feiertag
25. Dezember Christtag Božič religiöser Feiertag
26. Dezember Tag der Unabhängigkeit und Einigkeit Dan samostojnosti in enotnosti Verkündung des Ergebnisses des Unabhängigkeitsreferendums im Parlament 1990

Siehe auch

Portal: Slowenien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Slowenien

Literatur

  • Lore Marr-Bieger: Slowenien. 7. Auflage. Michael Müller Verlag, Erlangen 2023, ISBN 978-3-96685-162-6.
  • Ales Steger: Gebrauchsanweisung für Slowenien. 2. Auflage. Piper, München 2022, ISBN 978-3-492-27750-1.
  • Renovabis e. V. (Hrsg.): Slowenien. Vielfalt auf kleinem Raum. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2017, ISBN 978-3-7917-7160-1.
  • Peter Štih, Vasko Simoniti, Peter Vodopivec: Slowenische Geschichte. Gesellschaft – Politik – Kultur. Leykam, Graz 2008, ISBN 978-3-7011-0101-6.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Mitgliedstaaten der
Vereinten Nationen
und Vatikanstadt:

Albanien | Andorra | Belarus | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Griechenland | Irland | Island | Italien<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Kasachstan<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Moldau | Monaco | Montenegro | Niederlande<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Nordmazedonien | Norwegen<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Österreich | Polen | Portugal<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Rumänien | Russland<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Tschechien | Türkei<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | Ukraine | Ungarn | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2

Abhängige Gebiete:

Färöer | Gibraltar | Guernsey | Isle of Man | Jersey

Umstrittene Gebiete:

Kosovo | Transnistrien

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1 
Liegt größtenteils in Asien.
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2 
Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas.
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Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Teilnehmerstaaten:

Albanien | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Belarus | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Heiliger Stuhl | Irland | Island | Italien | Kanada | Kasachstan | Kirgisistan | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Moldau | Monaco | Mongolei | Montenegro | Niederlande | Nordmazedonien | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tadschikistan | Tschechien | Türkei | Turkmenistan | Ukraine | Ungarn | Usbekistan | Vereinigtes Königreich | Vereinigte Staaten | Zypern

Partnerstaaten:

Afghanistan | Australien | Ägypten | Algerien | Israel | Japan | Jordanien | Marokko | Tunesien | Südkorea | Thailand

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste NATO-Mitgliedstaaten

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