Zum Inhalt springen

Def Jam Recordings

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. September 2025 um 11:23 Uhr durch imported>L. aus W. (+kat).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Def Jam Recordings
Datei:Def Jam Recordings.svg
Mutterunternehmen Universal Music Group
Aktive Jahre seit 1984
Gründer Rick Rubin
Russell Simmons
Sitz New York City
Website http://www.defjam.com/
Labelcode LC 8427
Sublabel(s) Def Jam South East Asia
Def Jam Recordings Africa
0207 Def Jam
Genre(s) Hip-Hop, Contemporary R&B

Def Jam (von def, so viel wie „cool“<ref>Marc Spitz: Mick Jagger. Rebell und Rockstar. (Originaltitel: Jagger. Rebel, Rock Star, Rambler, Rogue, 2011) Aus dem Englischen von Sonja Kerkhoffs. Edel Germany, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8419-0122-4, S. 285–286.</ref>) ist ein von Rick Rubin und Russell Simmons gegründetes, US-amerikanisches Plattenlabel, das sich auf Hip-Hop-Künstler konzentriert. Von 2004 bis 2007 wurde es von US-Rapper Jay-Z geleitet. Das Label trug maßgeblich dazu bei, die Hip-Hop-Kultur auch im Mainstream zu verankern und war neben Motown die erfolgreichste Plattenfirma, die Afroamerikaner aufnahm.<ref>Blackpast.org „Def Jam“</ref>

Geschichte

Es wurde 1984 von Rick Rubin und Russell Simmons gegründet. Die ersten Geschäftsräume fanden sich in Rubins Wohnheimzimmer auf dem College. Die erste Veröffentlichung auf dem Label kam von einer damals nur lokalen Größe, dem Teenager LL Cool J mit I Need a Beat. Darauf folgten Beastie Boys mit Rock Hard. Der Erfolg beider Singles brachte dem Label einen Vertriebsdeal mit CBS Records, der Def Jam 600.000 USD einbrachte. Andere Künstler wie Run DMC und Public Enemy folgten.

Frei inspiriert von der Gründungsgeschichte ließ Simmons 1985 den Film Krush Groove drehen. Der Film, der fast keine Handlung hat, stellt vor allem Auftritte der damaligen Def-Jam-Künstler Beastie Boys, LL Cool J, The Fat Boys in den Mittelpunkt der Handlung. Gedreht für drei Millionen US-Dollar, spielte der Film über 20 Millionen Dollar ein.

1986 erschien auf Def Jam das Thrash-Metal-Album Reign in Blood von Slayer, auf dem sonst auf Hip-Hop ausgerichteten Label. Rubin verließ Def Jam 1989, zog von New York nach Los Angeles<ref>Marc Spitz: Mick Jagger. Rebell und Rockstar. (Originaltitel: Jagger. Rebel, Rock Star, Rambler, Rogue, 2011) Aus dem Englischen von Sonja Kerkhoffs. Edel Germany, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8419-0122-4, S. 285.</ref> und gründete Def American. Über die Jahre kaufte PolyGram 60 % der Firmenanteile von Def Jam.

1998 wurde es ein Teil von Universal Music Group. Der Konzern führte das Label mit Island Records zu Island Def Jam Music Group zusammen. Def Jam hatte zu dieser Zeit bereits Jahreseinnahmen von etwa 200 Millionen US-Dollar.

Als unabhängige Label gründete Def Jam Roc-A-Fella Records und Murder Inc. Records.

Von 2004 bis 2007 leitete der Rapper Jay-Z das Label. Sein Nachfolger, Shakir Stewart beging am 1. November 2008 Suizid. Dessen Nachfolger wurde L.A. Reid, welcher wiederum im Jahr 2012 von Steve Bartels abgelöst wurde. Von 2018 bis 2020 übernahm Eminems langjähriger Manager Paul Rosenberg diese Position ein.<ref>Paul Rosenberg named CEO of Def Jam Recordings. latimes.com, 3. August 2017, abgerufen am 8. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Danach folgte für zwei Jahre Jeffrey Harleston, der Vice President of Business & Legal Affairs der Universal Music Group, welcher interimsweise agierte. Schließlich wurde 2022 Tunji Balogun als CEO ernannt.<ref>Tunji Balogun Named Def Jam CEO. In: billboard.com. 8. Oktober 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. August 2021; abgerufen am 12. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Künstler bei Def Jam (Auswahl)

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Ehemalige Künstler

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Erweiterung der Def Jam Marke

Def Comedy Jam

Def Comedy Jam war eine von 1992 bis 1996 produzierte Stand-up-Comedy-Fernsehshow, welche beim US-amerikanischen Fernsehsender HBO ausgestrahlt wurde. Eine Jubiläumsausgabe „Def Comedy Jam 25“ erschien 2017 auf Netflix.<ref>Netflix ‘Def Jam Comedy’ 25th Anniversary Special to Include Dave Chappelle, Tracy Morgan. In: variety.com. 24. August 2017, abgerufen am 12. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Def Poetry Jam

Def Poetry Jam wurde von 2002 bis 2007 ebenfalls bei HBO ausgestrahlt. In dieser Show präsentierte Simmons junge Dichter aus der Poetry-Slam-Szene. Im November 2002 erschien eine Live-Bühnenproduktion am Broadway, womit es 2003 den Tony Award für „Bestes Theaterevent“ (Best Special Theatrical Event) gewann.<ref>The Winners. In: archive.nytimes.com. 9. Juni 2003, abgerufen am 12. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Videospiele

In Zusammenarbeit mit Electronic Arts entstanden die Videospiele Def Jam Vendetta (2003), Def Jam: Fight for NY (2004) und Def Jam: Icon (2007), die Hip-Hop-Kultur mit Wrestling- und Kampfspiel-Elementen kombinierten. Spieler konnten bekannte Rapper wie Method Man, Scarface, Snoop Dogg, Ludacris, Xzibit, Fat Joe und viele weitere auswählen und steuern. Zudem erschien Def Jam Rapstar (2010), ein Musikspiel mit Fokus auf Rap-Performances.

Literatur

  • Stacy Gueraseva: Def Jam, Inc.: Russell Simmons, Rick Rubin, and the Extraordinary Story of the World’s Most Influential Hip-Hop Label; One World/Random House
  • Alex Ogg: The Men Behind Def Jam: The Radical Rise Of Russell Simmons And Rick Rubin; 2002
  • Ronin Ro: Raising Hell; Amistad, New York 2005
  • Russel Simmons: Life and Def: Sex, Drugs, Money, + God; Three Rivers Press 2002

Weblinks

Einzelnachweise

<references />