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Gods (Computerspiel)

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Gods ist ein actionlastiges Jump-’n’-Run-Computerspiel. Entwickelt wurde das Spiel von den Bitmap Brothers. Es erschien im März 1991 bei Renegade Software.

Spielverlauf

Der Spieler versucht, in der Rolle des Herkules Unsterblichkeit zu erlangen. Dabei muss er eine Vielzahl von Gegnern mit verschiedenen Waffen bekämpfen. Zusätzlich muss er kleinere Rätsel, z. B. durch das Umlegen von Schaltern, lösen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Charakter nur eine begrenzte Zahl an Gegenständen, nämlich genau vier, transportieren kann. So muss der Spieler meist ein Rätsel lösen, bevor er den Weg durch das Level fortsetzen kann. Dadurch erhält er Bonuspunkte. Mit ihnen kann man zwischen den Levels in einem Shop Waffen-Upgrades, neue Waffen, Heiltränke oder sogar Extra-Leben kaufen. Am Ende jedes der vier Levels wartet ein übergroßer Endgegner, der sogenannte Guardian.

Das Aufheben oder Kaufen einer Waffe erhöht deren Anzahl an Projektilen bis maximal 3. Handelt es sich jedoch um einen neuen Waffentyp, wird die aktuelle Waffe ersetzt und geht verloren. Ausgenommen hiervon sind Spezialwaffen, die zusätzlich getragen werden können.

Bedeutung

Das Spiel bekam von der Fachpresse sehr hohe Bewertungen von 90 % und mehr. Das deutsche Magazin Power Play gab hingegen nur eine Wertung von 74 %.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ein Herz für Götter: Gods.] Power Play, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Juli 2011: „74 %, GutVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Gods galt bereits kurz nach Erscheinen als Klassiker des Jump-’n’-Run-Genres. Die detailreiche Grafik und die Gegner mit einer rudimentären KI hoben es von der Masse der anderen Action-Spiele deutlich ab. Unter anderem gab es in dem Spiel Dieb-Gegner, die Gegenstände an für den Spieler nicht erreichbaren Stellen einsammelten. Darüber hinaus wurde das Spieldesign mit zahllosen Rätseln und Geheimgängen von der Presse gelobt.

Adaptierungen

Nach dem Erfolg der Amiga-Version wurde das Spiel auch für den PC, Atari ST, Mega Drive, Acorn Archimedes und das Super NES adaptiert.<ref>Michael Hengst: „Eine Herkulesaufgabe“. In: Retro Gamer, Publishing Office Langer, Ausgabe 02/2026, S. 112</ref>

2019 ist eine Neuauflage des Spiels unter dem Titel „Gods Remastered“ für Microsoft Windows, Xbox One, Xbox Series, PlayStation 4, Nintendo Switch, macOS und iOS erschienen.<ref>Michael Krosta: Gods Remastered: Neuauflage des Klassikers jetzt auch für PS4 und Switch erhältlich. In: 4Players. 29. März 2019, abgerufen am 30. August 2025.</ref> Lizenzbestimmungen verhinderten den Vertrieb und Verkauf der Neuauflage des Spiels über den 27. März 2022 hinaus. Seit diesem Datum ist Gods Remastered nicht mehr erhältlich.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig End of distribution.] In: Robot Riot Games. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Soundtrack

Gods war eines der ersten Computerspiele, für das Musik durch einen etablierten Musiker komponiert wurde, dem Briten John Foxx, der zuvor bei Ultravox war und während der Entstehung des Spiels das Techno-Projekt Nation 12 unterhielt. Er steuerte den Titeltrack Into the Wonderful der Amiga-Version bei, der heute ein Klassiker und Quelle zahlreicher Remixe ist. Unter anderem enthält die Spielemusik-Kompilation Immortal 3<ref>Immortal 3. In: Discogs. Abgerufen am 30. August 2025.</ref> einen Remix. Das Stück erschien außerdem auf dem Album Electrofear von Nation 12.

Obwohl John Foxx mit dem Projekt Bomb the Bass zusammenarbeitete, war entgegen mancher Aussagen deren Kopf Tim Simenon nicht an dem Stück beteiligt. Als Urheber werden nur John Foxx, Simon Rogers und Shem „Slacker“ McCauley angegeben. Gleichwohl war Bomb the Bass für die Titelmusik von Xenon 2 verantwortlich, ebenfalls ein Spiel der Bitmap Brothers.

Allerdings beschränkt sich die Amiga-Version auf die Titelmusik; während des Spielens gibt es nur Klangeffekte. Damit unterscheidet sie sich von der Version für das Super Nintendo, für die David Whittaker einen durchgängigen Soundtrack mit Hintergrund-Musik für jeden Level schrieb.

Auf dem PC gab es Hintergrundmusik für jedes Level, allerdings war dafür eine Roland LAPC-I Soundkarte notwendig, was damals aufgrund des hohen Preises dieser Soundkarten relativ selten war. Verfügte ein PC über keine oder eine andere Soundkarte, beschränkte sich das Spiel auf Klangeffekte ohne Hintergrundmusik.

Entwicklerteam

  • Grafik: Mark Coleman
  • Musik: Nation XII – John Foxx (Amiga) und David Whittaker (SNES)
  • Programmierer: Mike Montgomery & Steve Tall
  • Design: Eric Matthews & Steve Tall
  • Coverdesign: Simon Bisley

Wertungen

Wertungsspiegel
PublikationWertung
AmigaArchimedesAtari STDOSMega Drive
ASM9,8/12<ref name="ASM 05/1991">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>10/12<ref name="ASM 04/1992">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>9,8/12<ref name="ASM 07/1991 AtariST">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>9,8/12<ref name="ASM 02/1992">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>k. A.
Amiga Joker88 %<ref name="AJ">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>k. A.k. A.k. A.k. A.
Play Timek. A.90 %<ref name="PlayTime">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>k. A.k. A.k. A.
Power Play74 %<ref name="PP Amiga">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>k. A.74 %<ref name="PP Atari ST">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>74 %<ref name="PP">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>72 %<ref name="PowerPlay Sega Mega Drive">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Gods erhielt überwiegend gute Bewertungen. Die ASM vergab über mehrere getestete Systeme den „ASM-Hit“-Stern und auch die Amiga Joker vergab die Auszeichnung „Hit“. Die retro Gamer schrieb im Jahr 2026 habe das Spiel nur noch nostalgischen Wert, da es "deutlich zu schwer" sei.<ref>Michael Hengst: „Eine Herkulesaufgabe“. In: Retro Gamer, Publishing Office Langer, Ausgabe 02/2026, S. 112</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />