Duftende Platterbse
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| Duftende Platterbse | ||||||||||||
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| Datei:Lathyrus odoratus1.jpg
Duftende Platterbse (Lathyrus odoratus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lathyrus odoratus | ||||||||||||
| L. |
Die Duftende Platterbse (Lathyrus odoratus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Platterbsen (Lathyrus) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Als Zierpflanze wird sie „Duftwicke“, „Edelwicke“ oder „Gartenwicke“ genannt.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Duftende Platterbse ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 80 bis 160 Zentimetern erreicht. Der kletternde Stängel ist behaart und deutlich geflügelt.
Die Laubblätter sind wechselständig am Stängel angeordnet. Je gefiederter Blattspreite ist nur ein Paar Fiederblättchen vorhanden ist. An der Blattspreite befindet sich eine endständige Ranke. Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von 2 bis 6 Zentimetern sowie einer Breite von 7 bis 30 Millimetern eiförmig-elliptisch. Die Nebenblätter sind 1,5 bis 2,5 Zentimeter lang.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Der traubige Blütenstand enthält meist zwei bis sieben, selten nur eine Blüte.
Die stark duftende, zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist 10 bis 11 Millimeter lang. Die Kelchzähne sind fast so lang wie die Kelchröhre. Die Krone hat die typische Form der Schmetterlingsblüte, ist weiß, rosa-, purpurfarben, violett oder blau und 2 bis 3,5 Zentimeter lang.
Die behaarte Hülsenfrucht ist 5 bis 7 Zentimeter lang, 10 bis 12 Millimeter breit und enthält acht Samen. Reife Schoten springen bei Trockenheit auf und verschleudern die Samen meterweit.<ref name="Ogilvie2018" />
Chromosomensatz
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 7; es liegt Diploidie vor, also eine Chromosomenzahl von 2n = 14.<ref name="Oberdorfer2001" /><ref name="IPCN" />
Vorkommen
Die Duftende Platterbse kommt wild in Süd-Italien und Nordwest-Afrika auf Trockenhängen sowie in den spanischen Vorpyrenäen vor.
Gefährdung und Schutzmaßnahmen
Durch unkontrolliertes Sammeln und Handeln ist diese Art in ihrem Bestand rückläufig. Die IUCN stufte Lathyrus odoratus 2013 noch als NT = „near threatened“ = potenziell gefährdet ein. 2018 gilt sie bei der IUCN als CR = „Critically Endangered“ = vom Aussterben bedroht.<ref name="IUCN" /> Zum Schutz der Wildbestände wird diese Art für den Handel kultiviert.
Botanische Geschichte und Taxonomie
Die Duftende Platterbse wird erstmals bei Jan Commelin in seinem Hortus Medicus Amstelodamensis 1697/1701 und bei John Ray 1688/1704 aus Sizilien erwähnt. 1713 war sie bereits in mehreren Londoner Gärten vorhanden.<ref name="HegiGams1964" />
Die Erstveröffentlichung von Lathyrus odoratus erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2, Seite 732.
Nutzung
Die Duftende Platterbse wird verbreitet als Zierpflanze in Parks sowie Gärten und als Schnittblume genutzt. Sie ist seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Kultur. Es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlichem Wuchs, Zahl und Farbe der Blüten, die Blütenkrone ist purpur-, rosafarben, blau, weiß oder mehrfarbig.
Giftigkeit
Die Samen der Duftenden Platterbse enthalten ein Toxin, welches das Collagen vernetzende Enzym Lysyloxidase hemmt. Das hervorgerufene Krankheitsbild ist Lathyrismus.<ref name="Ferrier2017">Denise R. Ferrier: Biochemistry, Illustrated Review. Hrsg.: Lippincott. 7. Auflage. Wolters Kluwer, Philadelphia 2017, ISBN 978-1-4963-6354-1, S. 48.</ref>
Quellen
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
- Lathyrus odoratus bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN">
Lathyrus odoratus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
</ref> <ref name="Ogilvie2018"> Fiona Ogilvie: Sweet pea pods explode in warm environments. In: The Land. Fairfax Media, 17. März 2018, abgerufen am 28. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage, S. 619. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. </ref> <ref name="HegiGams1964"> Gustav Hegi, Helmut Gams: Familie Leguminosae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band IV, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1964, S. 1564–1565. </ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2025.1. Eingestellt von: J. Rowe, A. Shehadeh, N. Maxted, D. Donnini, F. Branca, 2010. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>
Weblinks
- Lathyrus odoratus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Lathyrus odoratus L., Duftende Platterbse. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Günther Blaich: Datenblatt mit Fotos.