Zum Inhalt springen

Bacharacher Werth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Februar 2022 um 11:48 Uhr durch imported>Aka (zu großen Zeilenabstand entfernt, Leerzeichen vor Beleg entfernt, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Bacharacher Werth

Datei:2013 Rheintal 018 Bacharacher Werth.JPG
Bacharacher Werth
Gewässer Rhein
Geographische Lage 50° 3′ 58″ N, 7° 46′ 20″ OKoordinaten: 50° 3′ 58″ N, 7° 46′ 20″ O
 {{#coordinates:50,065975|7,7723305555556|primary
dim=800 globe= name=Bacharacher Werth region=DE-RP type=isle
  }}
Bacharacher Werth (Rheinland-Pfalz)
Bacharacher Werth (Rheinland-Pfalz)
Länge 800 m
Breite 150 m
Fläche 8,4 ha
Einwohner unbewohnt

Das Bacharacher Werth (auch: Heyles’en Werth oder Heilissenwerth) ist eine heute unbewohnte Rheininsel, wenige hundert Meter nördlich von Bacharach im Tal des Mittelrheins gelegen.

Geographie

Die Insel ist circa 800 Meter lang und bis zu 150 Meter breit und flach. Sie ist im Kern aus Hunsrückschiefer aufgebaut<ref>Wilhelm Meyer, Johannes Stets: Das Rheintal zwischen Bingen und Bonn. (=Sammlung geologischer Führer, Band 89) Borntraeger, Berlin 1996, ISBN 3-443-15069-1, S. 242.</ref> und an den Ufern mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Ihr nördliches Drittel nimmt ein Auwald ein. Der übrige, größere Teil der Insel ist mit Weinstöcken bepflanzt. Vom linken Rheinufer ist das Bacharacher Werth durch den Flussarm der Hahnen getrennt. In ihm liegen mehrere Untiefen des Rheins, beispielsweise die Diebsteine. Nördlich der Insel liegt das wilde Gefähr, eine frühere Stromschnelle. Beim Ausbau des Rheins wurde ein vom Nordende des Bacharacher Werths ausgehendes Parallelwerk gebaut.

Geschichte

Als erster nachweislicher Besitzer des Bacharacher Werths wurde 1593 Hans Heylesen in einer Urkunde von Pfalzgraf Friedrich IV. bestätigt. Seit 1797 befindet sich die Insel als exklusive Weinlage im Besitz des Weingutes Friedrich Bastian.<ref>Mittelrhein-Weinführer</ref> Die Hugenotten-Familie war 1635 in das Viertälergebiet um Bacharach eingewandert. Mehr als 150 Jahre bis 1970 war die Insel zwar landwirtschaftlich, aber nicht für den Weinbau genutzt.

Auf dem Merianstich von 1645 und einer Postkarte von 1910 aus der Bildersammlung des Bacharacher Geschichtsvereins ist ein Wohngebäude zu sehen, das wie eine herrschaftliche Villa erscheint.<ref>Postkarte von 1910</ref> Die Familie Bastian bewohnte die Insel bis 1937. Danach wurde die Villa aufgegeben und verfiel.<ref>Beschreibung von 2008</ref> Im Sommer 1975 dienten das noch betretbare Gebäude sowie ein Teil des Auwalds als Drehort für eine Schlüsselszene des Spielfilms „Im Lauf der Zeit“ des Filmemachers Wim Wenders.<ref>In: Im Lauf der Zeit – Audiokommentar von Wim Wenders, Arthaus / Zweitausendeins Edition, 1/1976; Aufnahmen von 1975 (Standbilder): Panorama, Villa, Rheinkilometer 544</ref> Heute steht von den ehemaligen Gebäuden nur noch ein Schuppen.

Einzelnachweise

<references />

Siehe auch

Weblinks

Commons: Bacharacher Werth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang Mäuseturminsel | Lorcher Werth | Bacharacher Werth | Kauber Werth | Falkenau | Tauber Werth | Ehrenthaler Werth | Oberwerth | Niederwerth | Graswerth | Urmitzer Werth | Weißenthumer Werth | Namedyer Werth | Hammersteiner Werth | Nonnenwerth | Grafenwerth Vorlage:Klappleiste/Ende