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Palma

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Palma
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Wappen Karte von Spanien
90x140px|alt=|Wappen von Palma
Palma (Spanien)
Palma (Spanien)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Land: SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien
Autonome Gemeinschaft: Balearische InselnDatei:Flag of the Balearic Islands.svg Balearische Inseln
Insel: Mallorca
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Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 39° 34′ N, 2° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 39° 34′ N, 2° 39′ O
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Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „strong“ Einw./km²
Postleitzahl(en): 07000–07099
Gemeindenummer (INE): 07040 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Nächster Flughafen: Flughafen Palma (8 km vom Stadtzentrum)
Verwaltung
Amtssprache: Katalanisch, Spanisch
Bürgermeister: Jaime Martínez Llabrés
Adresse der Gemeindeverwaltung: Plaça de Cort, 1
07001 Palma
Website: www.palma.cat

Palma, auch Ciutat (de Mallorca), vormals Palma de Mallorca,<ref>siehe Ortsname</ref> ist eine Gemeinde (municipio) und der Hauptort der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca. Die Stadt ist Sitz der Regierung der autonomen Gemeinschaft der Balearen, Bischofssitz und Sitz einer Universität.

Palma ist das Versorgungszentrum der Balearen, wo sich der größte Hafen, der größte Flughafen und die meisten Infrastruktureinrichtungen befinden. Darüber hinaus ist die Stadt stark touristisch frequentiert.

Geografie

Palma erstreckt sich entlang der Bucht von Palma an der Küste des Mittelmeeres im Westen der Insel. Die Agglomeration der Stadt ist etwa 30 Kilometer lang und erstreckt sich entlang der Küste von Magaluf im Westen bis nach S’Arenal im Osten. Hier leben mit etwa 500.000 Einwohnern mehr als die Hälfte der Einwohner Mallorcas.

Nordwestlich der Stadt liegt die Serra de Tramuntana und nordöstlich einige kleinere Hügelketten, die Palma von der zentralen Ebene Mallorcas trennen. Nach Osten erstreckt sich an der Küste der Sandstrand Platja de Palma über etwa zehn Kilometer nach S’Arenal. Westlich liegt die Bucht Cala Major.

Das Zentrum der Stadt bildet die historische Altstadt innerhalb der 1902 abgebrochenen Stadtbefestigung, deren Verlauf heute von der städtischen Ringstraße nachgezogen wird. Es folgt ein etwa ein bis zwei Kilometer breiter Gürtel dichter städtischer Bebauung, der unter anderem den im Südwesten gelegenen Hafen umfasst und vom Autobahnring umschlossen wird. Außerhalb des Autobahnrings (Ma-20) liegen die Vororte und Gewerbegebiete, die teils eingemeindet sind und teils eigene Gemeinden wie beispielsweise Marratxí bilden.

Zusätzlich gehört die südlich von Mallorca gelegene Insel Cabrera administrativ zur Gemeinde Palma.

Stadtgliederung

Datei:Rathaus Palma de Mallorca abends.jpg
Das Rathaus von Palma
Datei:Palma 02.JPG
Gartenanlage im Zentrum Palmas

Neben der Kernstadt Palma liegen innerhalb der Gemeinde noch etwa 30 andere Ortschaften unterschiedlicher Größe. Zur Stadt gehören folgende Orte und Ortsteile:

  • Can Pastilla (5133 / 5175 Einwohner)
  • Es Coll de’n Rabassa (10.208 / 10.273 Einwohner)
  • Es Pil·lari (859 / 1218 Einwohner)
  • Es Secar de la Real (2998 / 5011 Einwohner)
    • Can Moreno (keine Einwohner)
    • Son Serra Perera (742 Einwohner)
  • Establiments Vell (1266 / 2852 Einwohner)
    • Establiments Nou (158 Einwohner)
    • Son Espanyol (621 Einwohner)
  • Gènova (3412 / 3689 Einwohner)
  • Palma (298.776 / 299.078 Einwohner)
  • Platja de Palma ( – / 11.040 Einwohner)
    • Las Maravillas (4179 Einwohner)
    • S’Arenal (6257 Einwohner)
    • Ses Cadenes (342 Einwohner)
  • Sa Casa Blanca (130 / 1214 Einwohner)
    • El Pinaret (94 Einwohner)
  • Sa Creu Vermella ( – / 8383 Einwohner)
    • El Turo (255 Einwohner)
    • L’Hostalot (464 Einwohner)
    • Son Ferriol (6169 Einwohner)
    • Son Riera (371 Einwohner)
  • Sa Indioteria (3387 / 4946 Einwohner)
    • Poligon Industrial de Son Castel (66 Einwohner)
  • Sant Agustí (14.530 / 14.554 Einwohner)
  • Sant Jordi (2147 / 2466 Einwohner)
    • Son Gual (200 Einwohner)
  • S’Aranjassa (463 / 909 Einwohner)
  • Sa Vileta – Son Rapinya (17.341 / 22.902 Einwohner)
    • Poligon Industrial de Can Valero (33 Einwohner)
    • Son Roca – Son Ximelis (4532 Einwohner)
    • Son Vida (435 Einwohner)
  • Son Cladera (6841 Einwohner)
  • Son Sant Joan (129 / 129 Einwohner)
  • Son Sardina (1591 / 2731 Einwohner)
    • La Garriga (383 Einwohner)
    • Son Besso (210 Einwohner)

Die Einwohnerzahlen in Klammern stammen vom 1. Januar 2008. Die erste Zahl gibt dabei die Einwohner der geschlossenen Ortschaften an, die zweite Zahl die Einwohner der Orte einschließlich der hinzuzurechnenden „verstreut“ lebenden Bevölkerung außerhalb der eigentlichen Siedlungen. (Quelle: INE)

Die kommunale Gliederung umfasst fünf Distrikte,<ref>Districtes. Ajuntament de Palma, abgerufen am 10. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> unabhängig davon sieben barriadas, sowie auf der untersten Ebene 89 Einheiten (85 barris und vier sonstige Zonen).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gegenüberstellung Sectors und Districte. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dades de població per barris (Memento vom 1. November 2013 im Internet Archive)[1] (PDF; 2,2 MB)<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bevölkerungsstatistik (Memento vom 1. November 2013 im Internet Archive) (PDF; 37 kB)</ref>

Klima

Palma, Hafen (3 m)
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
42
 
15
8
 
 
37
 
16
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39
 
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22
 
30
23
 
 
52
 
27
20
 
 
69
 
24
17
 
 
59
 
19
12
 
 
48
 
17
10
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Quelle: Valores climatológicos normales: Palma, Puerto, 1981–2010. (AEMet); Wassertemperatur
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Palma, Hafen (3 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 18,3
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Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Wassertemperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 18,4
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 71,1

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts schwanken die Jahresmitteltemperaturen zwischen 16 °C und 19 °C.<ref>GISS Surface Temperature Analysis, Station Data: Palma de Mallorca. National Aeronautics and Space Administration, Goddard Institute for Space Studies; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>GISS Surface Temperature Analysis (v4), Station Data: Palma. National Aeronautics and Space Administration, Goddard Institute for Space Studies; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Demografie

Einwohnerzahl

Palma ist mit {{#property:P1082}} Einwohnern (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) nach der Bevölkerungszahl die größte, mit 208,7 km² nach Llucmajor und Manacor von der Fläche her, die drittgrößte Gemeinde Mallorcas.

Das Wachstum der Einwohnerzahl Palmas verlief seit der Mitte des 19. Jahrhunderts stetig und ohne große Sprünge. Bereits nach dem Spanischen Bürgerkrieg hatte die Einwohnerzahl die Marke von 100.000 Einwohnern überschritten. Nach Einsetzen des Massentourismus kam es zu einem erheblichen Anstieg. So verdoppelte sich die Einwohnerzahl zwischen 1960 und 1981 nahezu (1960–1970: 38,4 %; 1970–1981: 33,5 % Wachstum). Auch der Anstieg von 2001 bis 2025 lag mit 30,3 % sehr hoch.<ref>Alteraciones de los municipios en los Censos de Población desde 1842 - Palma. In: https://ine.es/. Instituto Nacional de Estadistica (INE), 2025, abgerufen am 21. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das starke Wachstum seit 2001 ist vor allem auf die Zuwanderung lateinamerikanischer Bevölkerung zurückzuführen. Lebten zur Jahrtausendwende noch ungefähr 10.000 Lateinamerikaner auf den Balearen, so waren es 2025 bereits über 140.000<ref>Bevölkerung auf den Balearen wächst rasant. In: https://www.inselradio.com. 8. April 2025, abgerufen am 21. April 2026.</ref>. In Palma entfällt davon (Stand 2025) der größte Teil auf Kolumbianer (19.281 Einwohner) und Argentinier (15.998 Einwohner), gefolgt von Ecuadorianern (7.991 Einwohner).<ref>Población por sexo, nacionalidad (española/extranjera) y país de nacimiento (Capitales de provincia y principales ciudades). In: https://www.ine.es. Instituto Nacional de Estadistica (INE), 2026, abgerufen am 21. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als Folge der anhaltenden Zuwanderung ausländischer Bevölkerung ist der Anteil der Einheimischen zurückgegangen. 2025 betrug der Ausländeranteil 20,7 %.

Die Einwohner von Palma heißen katalanisch palmesà/palmesana (bzw. lokal ciutadà/ciutadana) und spanisch palmesano/palmesana.

Entwicklung der Einwohnerzahl:<ref>Instituto Nacional de Estadística: Alterations to the municipalities in the Population Censuses since 1842.</ref>

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Zwischen 1910 und 1920 steigt die Einwohnerzahl durch die Eingemeindung von Establiments.

Nationalitäten

Herkunft gemäß Staats-
bürgerschaft
(2008)<ref>Instituto Nacional de Estadística: Population by sex, municipalities and nationality</ref>
gemäß
Geburtsland
(2008)<ref>Instituto Nacional de Estadística: Population by sex, municipalities and place of birth</ref>
EuropaDatei:Flag of Europe.svg EU-Bürger 87,6 % 84,4 %
SpanienSpanien Spanier 80,5 % 77,8 %
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Bulgaren 1,3 % 1,3 %
ItalienItalien Italiener 1,3 % 0,4 %
DeutschlandDeutschland Deutsche 1,2 % 1,2 %
RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänen 0,8 % 0,8 %
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Briten 0,6 % 0,6 %
FrankreichFrankreich Franzosen 0,4 % 0,7 %
PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 0,4 % 0,4 %
sonstige Europäer 0,5 % 0,7 %
Nord- und Südamerikaner 8,4 % 11,3 %
EcuadorDatei:Flag of Ecuador.svg Ecuadorianer 1,7 % 1,8 %
ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinier 1,4 % 2,8 %
BolivienDatei:Flag of Bolivia.svg Bolivianer 1,4 % 1,4 %
KolumbienDatei:Flag of Colombia.svg Kolumbianer 1,3 % 1,5 %
Afrikaner 2,5 % 2,6 %
MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Marokkaner 0,9 % 1,0 %
NigeriaDatei:Flag of Nigeria.svg Nigerianer 0,6 % 0,5 %
Asiaten 1,0 % 1,1 %
China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Chinesen 0,5 % 0,5 %

Der Ausländeranteil liegt bei 19,5 % (2008, nur Hauptwohnsitz) und ist stark steigend. Allein zwischen 2000 und 2008 hat sich die Ausländerzahl versechsfacht. Der Anteil der im Ausland geborenen Personen liegt bei 22,2 %, die meisten davon stammen aus Lateinamerika (11,3 %).

Entwicklung des Ausländeranteils:

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Geschichte

Datei:Demografía Palma (España).PNG
Einwohnerentwicklung seit 1900

Im Jahr 123 v. Chr. eroberte Quintus Caecilius Metellus mit seiner Flotte die seit 5000 v. Chr. (Talayot-Kultur) besiedelte Insel Mallorca. Als eine seiner ersten Amtshandlungen gründete der römische Konsul die Stadt Palma (damals unter dem Namen Palmaria Palmensis).

Nach dem Untergang des Weströmischen Reichs im 4. Jahrhundert setzte der Niedergang der Stadt ein, der erst mit der Eroberung durch die Araber 903 gestoppt wurde. Sie bauten in Palma eine arabisch-islamische Kultur auf und wurden 1229 durch die christlichen Aragonier von der Insel vertrieben. Anschließend wurde das Königreich Mallorca gegründet (1276), das aber 1343 nach dem Aussterben der Herrscherlinie wieder zurück an das Haus Aragon fiel. Die Aragonier bauten die Stadt aus, unter anderem durch die Errichtung der Kathedrale La Seu und der Stadtbefestigung, sodass sie zu ihrer Blütezeit im 16. Jahrhundert etwa 40.000 Einwohner zählte. Gemeinsam mit Aragon kam Mallorca später zu Spanien, zu dem es bis heute gehört.

Ein erneuter Aufschwung setzte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein, als viele Bauwerke im Stil des Modernisme entstanden. Im Spanischen Bürgerkrieg wurde die Stadt mehrmals aus der Luft angegriffen. Nachdem der erste Fliegerangriff bereits am 23. Juli 1936 stattgefunden hatte, wurde am 7. Oktober 1937 bei einem weiteren Luftangriff von 16 Flugzeugen unter anderem das Kloster San Jeroni getroffen.<ref>https://ocio.diariodemallorca.es/planes/paseos/pla-95-palma-durante-guerra-civil.html</ref> Beim schwersten Luftangriff auf die Stadt am 7. Dezember 1937 wurden sieben Menschen getötet und 40 verletzt, vor allem an der Puerta San Antonio und in der Calle Ferreria entstanden erhebliche Schäden.<ref>Las imágenes de la Guerra Civil en Mallorca, en su lugar original. In: Wordpress-Site von Manuel Aguilera Povedano. 22. April 2020, abgerufen am 17. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den 1960er Jahren begann der Massentourismus auf Mallorca, der der Stadt seitdem eine gute Wirtschaftsgrundlage bietet. Viele Einwohner fordern aber schon länger eine Begrenzung der Besucherzahlen.<ref>zeit.de, abgerufen am 25. Mai 2024.</ref>

Ortsname

Anfang Oktober 2008 wurde der Zusatz „de Mallorca“ im Namen der Stadt und der Gemeinde Palma aus dem spanischen Kommunalregister gelöscht. Damit wurde ein aus dem Jahre 1998 datierender Antrag umgesetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Josep Capó: Palma ya no es ´de Mallorca´. Diario de Mallorca vom 8. Oktober 2008 (Memento vom 9. Oktober 2009 im Internet Archive)</ref> Dies wurde von der Stadtregierung am 16. November 2011 zunächst wieder rückgängig gemacht. Seit dem 28. Januar 2016 lautet der Name erneut Palma.<ref>Cort aprova recuperar el nom de Palma per a la ciutat. Ara Balears vom 28. Januar 2016</ref>

Kultur

Sehenswürdigkeiten

Datei:2016 Palma de Mallorca.jpg
Seesicht bei Nacht
Datei:Kathedrale von Palma III.jpg
Kathedrale La Seu

Hauptsehenswürdigkeit ist die gotische Kathedrale La Seu im Süden der Altstadt, unweit der Küste. Darüber hinaus befinden sich in der Altstadt 31 weitere, größtenteils gotische Kirchen wie beispielsweise die Basilika Sant Francesc und die Kirche Santa Eulàlia. Neben der Kathedrale liegt der Palast, der dem König von Spanien als Residenz bei Besuchen auf den Balearen dient.

Datei:PuebloEspañol-Mallorca-rafax.JPG
Eine Gasse im Pueblo Español
Datei:Mallorca Platja de Palma Winter.jpg
Platja de Palma
Datei:PalmaDeMallorca1.jpg
Plaça Major in Palma
Datei:PalmaDeMallorca2.jpg
Plaça de Cort in Palma
Datei:Colisseu balear coliseo balear.jpg
Colisseu Balear in Palma
Datei:PalmaDeMallorcaStierkampfarena1966.jpg
Stierkampf in Palma (1966)
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Banys Arabs in Palma auf Mallorca

Die Altstadt stellt eine stilistische Mischung aus spanisch-katalanischen und arabischen Einflüssen dar. Bekannt ist sie für ihre zahlreichen engen Gassen, die teilweise nur über Treppen miteinander verbunden sind. Dadurch ist die Altstadt größtenteils autofrei, sieht man von einigen Durchgangsstraßen ab. Ihr Mittelpunkt ist der Plaça Major. Am Plaça de Cort am Rathaus ist ein mehrhundertjähriger, besonders geschützter Olivenbaum zu finden. Die Arabischen Bäder (Banys Arabs) gehören zu den wenigen baulichen Resten aus arabischer Zeit. Südwestlich und außerhalb der Altstadt über dem Hafen erhebt sich die mittelalterliche Burganlage Castell de Bellver.

Llotja de Palma liegt unweit vom Hafen und der Kathedrale. Es ist ein Meisterwerk örtlicher gotischer Architektur und war der ehemalige Sitz der Seehandelsbörse. Erbaut wurde es vom Architekten Guillem Sagrera aus Felanitx, der auch am Bau der gotischen Kathedrale La Seu beteiligt war.

Im Vorort Cala Major wirkte und starb der katalanische Maler Joan Miró. Im Haus seines Ateliers, wo neben dem Atelier auch ausgewählte Werke besichtigt werden können, ist heute der Sitz der Stiftung Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca untergebracht. In Palma gibt es daneben auch ein Museum für zeitgenössische Kunst, das Es Baluard.

Die Gemeinde Palma verfügt über 15 überwachte Badestrände, die als Balneario No. 1 bis 15 bezeichnet wurden. Die Strände befinden sich östlich des Stadtkerns im Ortsteil Platja de Palma auf dem Gebiet der Ortschaft S’Arenal. In der Nachbarschaft befinden sich viele Hotelanlagen, Restaurants, Bars und Diskotheken. Besonders in Deutschland ist der als Ballermann 6 bezeichnete Balneario No 6 bekannt.

Erlebenswert ist auch eine Fahrt mit der historischen Eisenbahn von Palma ins 27 km entfernte Port de Sóller. Die Linie, die von Ferrocarril de Sóller S.A. betrieben wird, wurde am 16. April 1912 eingeweiht.<ref>Geschichte. In: trendesoller.com. Abgerufen am 25. Februar 2026.</ref> Die Strecke besteht aus zwei Abschnitten: dem hölzernen Zug, der Palma mit Sóller verbindet und einer ebenfalls hölzernen Straßenbahn von Sóller nach Port de Sóller.

Im Zentrum der Stadt befindet sich das historische jüdische Viertel von Palma: „Call Maior“. Einzelne Elemente des Viertels sind bis heute erhalten<ref>iDisc Information Technologies, Fundación Turismo Palma de Mallorca 365: Route durch das jüdische Viertel in Palma. Abgerufen am 30. Juli 2024.</ref>.

Sport

In Palma finden alljährlich zwei große Marathon-Veranstaltungen statt. Im März startet jeweils der Ciutat-Marathon (Halbmarathon) und in jedem Oktober findet der große Mallorca-Marathon<ref>7. Internationaler TUI Marathon „Ciutat de Palma“. www.infomallorca.net, abgerufen am 19. Dezember 2010.</ref> statt. Bekannte Sportvereine aus der Stadt sind der Volleyballverein Portol Drac Palma Mallorca, der Basketballverein Palma Air Europa, der Futsalverein Futsal Palma und der Fußballclub RCD Mallorca, dessen Heimstadion das Iberostar Estadi ist. Zudem finden in Palma wöchentlich Trabrennen auf der Trabrennbahn Son Pardo statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Palma ist eine Dienstleistungsstadt. Dominierende Wirtschaftszweige sind Tourismus, Handel (Vermarktung der lokalen Agrarprodukte), Verwaltung und Verkehr (Hafen und Flughafen). Seit den 1970er Jahren dürfen sich auf dem Gebiet der Gemeinde Palma keine Industriebetriebe mehr ansiedeln, weshalb diese in die Gemeinden des nordöstlichen Hinterlandes abwanderten.

Energieversorgung

Verkehr

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Metro-Station Universitat Illes Balears

Palma ist der Verkehrsknotenpunkt der Balearen. Straßen verbinden die Stadt mit allen Orten Mallorcas. Autobahnen führen nach Peguera im Westen (Ma-1), Alcúdia im Nordosten (Ma-13), Llucmajor im Südosten (Ma-19) und als Stadtautobahn um Palma (Ma-20). Eine Schnellstraße besteht nach Manacor im Osten (Ma-15).

Der öffentliche Verkehr auf der Insel besteht aus einem Busnetz und einigen Eisenbahnstrecken, die derzeit wieder erweitert werden. In der Stadt besteht ein dichtes Stadtbusnetz sowie die 2007 eröffnete Metro de Palma. Ab 1891 gab es in Palma eine Straßenbahn, die von der Sociedad Mallorquina de Tranvías betrieben wurde. Ab 1916 wurde sie elektrisch betrieben, die Linien jedoch 1959 wegen Unrentabilität stillgelegt. Rund 50 Jahre später plante man eine neue Straßenbahnstrecke: Die Tram Badia („Bucht-Straßenbahn“) sollte das Zentrum der Stadt am Plaça d’Espanya über Portitxol und Coll d’en Rabassa mit dem Flughafen verbinden. Für das Projekt wurden 207 Millionen Euro veranschlagt. Der Bau der 10,8 km langen Strecke sollte ursprünglich Ende 2011 beginnen.<ref>Mallorca setzt auf die Schiene. In: Mallorca Magazin Ausgabe 460/2009, S. 4/5</ref> Die Realisierung des Projekts zieht sich jedoch hin.<ref>100 Jahre Straßenbahn in Palma: Fortschritt im Eiltempo. Mallorca-Zeitung, 1. Juli 2016</ref>

Mit dem europäischen Festland ist Palma über Fährverbindungen in die Städte der spanischen Mittelmeerküste und den Flughafen Palma, von dem fast alle Flughäfen Europas angeflogen werden, verbunden. 2025 hatte der nach Madrid und Barcelona drittgrößte Flughafen Spaniens 33,8 Mio. Passagiere.<ref>Tráfico de pasajeros, operaciones y carga en la red de Aena. In: aena.es. Abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Hafen von Palma gehört zu den bedeutendsten im Mittelmeer und bietet eine hervorragende Infrastruktur mit mehreren Terminals.

Medien

In Palma erscheinen mehrere spanische Printmedien, darunter die Tageszeitungen Ultima Hora (größte Auflage), El Mundo Balear, Diario de Mallorca, sowie eine Tageszeitung in katalanischer Sprache: dBalears – Diari de Balears. Ebenfalls täglich erscheint die englische Tageszeitung Majorca Daily Bulletin. Die zwei deutschsprachigen Wochenzeitungen Mallorca Magazin und Mallorca Zeitung versorgen Residenten, Urlauber und Reisende mit aktuellen und wichtigen Informationen. Auch der deutschsprachige Sender Mallorca 95,8 Das Inselradio hat seinen Sitz in Palma. Mehr als 15 spanische und katalanische Radiosender bieten in Palma, auf der Insel Mallorca und den Balearen ein umfangreiches Programm.

Ansässige Institutionen

Neben der Inselregierung der Balearen ist Palma Sitz des Bischofs von Mallorca und der Universität der Balearen. In Palma befindet sich auch eine deutsche Schule.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben

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Keramikwand Mirós (1983) in Palma, nahe der Kathedrale

Weblinks

Commons: Palma de Mallorca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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