Zum Inhalt springen

Haig (Stockheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Mai 2025 um 23:16 Uhr durch imported>TaxonKatBot (Bot: Kategorie:Dorf im Landkreis Kronach umbenannt in Kategorie:Ort im Landkreis Kronach: laut Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Haig
Gemeinde Stockheim
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(476)&title=Haig 50° 17′ N, 11° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(476) 50° 16′ 54″ N, 11° 16′ 38″ O
 {{#coordinates:50,28179|11,27712|primary
dim=10000 globe= name=Haig region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 334–353 m ü. NHN
Fläche: 2,17 km²<ref name="OV 1961"/>
Einwohner: 476<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gemeinde Stockheim: offizielle Einwohnerzahlen der Gemeinde Stockheim (Memento vom 8. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2016</ref>
Bevölkerungsdichte: 219 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 96342
Vorwahlen: 09261, 09265
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Haig ist ein Gemeindeteil von Stockheim im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>

Geographie

Lage

Das Kirchdorf Haig liegt am Haiger Bach, einem rechten Nebenfluss der Haßlach. Im Süden grenzen bewaldete Anhöhen des Frankenwalds an, ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. Die Staatsstraße 2708 führt an Mostholz vorbei nach Kaltenbrunn (3,4 km südwestlich) bzw. zur Bundesstraße 89 bei Haßlach bei Kronach (1,1 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verbindet mit Burggrub (1,4 km nordwestlich) bzw. mit Gundelsdorf zur Bundesstraße 85 (1,9 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2023 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie.).</ref>

Naturdenkmal Haiger Moor

Haig ist bekannt wegen seines kleinen Schlosses und seiner Gastronomie. Hinter dem Sportplatz befindet sich das als Naturdenkmal geschützte Biotop Haiger Moor, ein verlandendes Übergangsmoor. Es ist die Heimat von Libellen, Moosbeeren, Hirse-Segge und anderen feuchtigkeitsliebenden Pflanzen und Tieren. Das Haiger Moor im Besitz des Bundes Naturschutz wird in regelmäßigen Abständen entbuscht, um den Moorcharakter zu erhalten. Der Bund Naturschutz hat das Moor als Ausgleichsmaßnahme für den Bau einer 380-kV-Leitung in der Nähe erhalten.<ref>https://www.landkreis-kronach.de/natur-kultur-tourismus/natur-und-landschaft/naturdenkmaeler/haiger-moor/</ref>

Geschichte

Haig wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte von Anbeginn zum Hochstift Bamberg. Der Grundstein des Haiger Schlosses wurde 1731 gelegt.<ref>Haig auf der Website stockheim-online.de</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Haig mit Neumühle eine Realgemeinde, bestehend aus 33 Anwesen (8 Fronsölden, 23 Tropfhäusern, 1 Tropfhaus mit Wirtschaft, 1 Mühle). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Haig. Neben den Anwesen gab es ein Schloss, ein Pächterhaus und ein Bräuhaus, alles herrschaftliche Gebäude.<ref>H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 476. Hier werden unter Einberechnung von bewohnten herrschaftlichen Gebäuden abweichend 35 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.</ref>

Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Haig dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Burggrub zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt entstand 1818 die Ruralgemeinde Haig, zu der Neumühle gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Mitwitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach, 1919 in Finanzamt Kronach umbenannt. 1849 wurde das Herrschaftsgericht aufgelöst und Haig dem Landgericht Kronach überwiesen. Ab 1862 gehörte Haig zum Bezirksamt Kronach, 1939 in Landkreis Kronach umbenannt. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach, 1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt.<ref name="D583">H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 583.</ref> Die Gemeinde hatte eine Fläche von 2,171 km².<ref name="OV 1961" />

Am 1. Januar 1975 wurde Haig im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Stockheim eingegliedert.<ref></ref>

Die größten Vereine sind der Sportverein FC Wacker Haig, der Trachtenverein Haig und die örtliche Freiwillige Feuerwehr.

Baudenkmäler

In der Bayerischen Denkmalliste sind drei Baudenkmäler aufgeführt:

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Die folgenden Häuser listete Tilmann Breuer in dem Buch Landkreis Kronach von 1964 mit ihren ursprünglichen Hausnummern als Kunstdenkmale auf. Sie werden in der Denkmalschutzliste nicht geführt, da sie entweder nicht aufgenommen, abgebrochen oder stark verändert wurden.

  • Haus Nr. 20: Eingeschossiges Kleinhaus mit Satteldach, der Sturz der Haustür ist mit „18 NO 16“ bezeichnet.<ref name="B57">T. Breuer: Landkreis Kronach, S. 57.</ref>
  • Haus Nr. 21: Eingeschossiges Kleinhaus mit zur Hälfte abgewalmtem Mansarddach; die Umfassungsmauern sind massiv mit Eckpilastern, der Sturz der Haustüre enthält die Bezeichnung „M K. B H. C. M. 1831“.<ref name="B57"/>
  • Haus Nr. 39: Eingeschossiges Kleinhaus mit Halbwalmdach und massiven Umfassungsmauern, der Scheitelstein der Haustür ist mit „1839“ bezeichnet, der Türflügel ist gefeldert und geteilt.<ref name="B57"/>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 144 304 301 314 352 383 425 399 401 351 359 353 380 411 431 388 411 372 454 580 578 534 472 502 452
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 wurden diese als „Wohngebäude“ bezeichnet.</ref> 35 48 49 49 48 58 74 87 121
Quelle <ref name="D583"/> <ref name="HGV1">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 148, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV1" /> <ref name="HGV1" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 887, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 138 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1059, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1005 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1055 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1089 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="HGV1" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 937 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 689 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 158 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 312 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und nach Mariä Geburt in Glosberg gepfarrt.<ref name="OV 1861"/> Die protestantische Minderheit ist nach St. Laurentius in Burggrub gepfarrt.<ref name="OV 1885"/>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein