Wolfersdorf (Stockheim)
Wolfersdorf Gemeinde Stockheim
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(180)&title=Wolfersdorf 50° 18′ N, 11° 17′ O
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| Höhe: | 339–347 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,79 km²<ref name="OV 1961" /> | |||||
| Einwohner: | 180 (2016)<ref name="Stockheim"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />offizielle Einwohnerzahlen der Gemeinde Stockheim ( vom 8. März 2016 im Internet Archive) Gemeinde Stockheim; abgerufen am 8. März 2016</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 65 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 96342 | |||||
| Vorwahl: | 09265 | |||||
Wolfersdorf ist ein Gemeindeteil von Stockheim im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>
Geographie
Das Dorf liegt am rechten Ufer der Haßlach, dem Hauptort Stockheim gegenüber. Unmittelbar östlich davon gibt es einen Hohlweg, der als Geotop ausgezeichnet ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neukenroth zur Bundesstraße 85 (1,7 km nördlich) bzw. nach Reitsch (1 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Stockheim zur B 85 (0,6 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2023 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen der Luftlinie.).</ref>
Geschichte
Wolfersdorf wurde 1279 erstmals urkundlich erwähnt und war damals im Besitz des Klosters Langheim. Im 14. Jahrhundert kam es zusammen mit dem Stift Teuschnitz zum Bistum Bamberg.<ref>Wolfersdorf auf der Website stockheim-online.de</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wolfersdorf 15 Anwesen (4 Güter, 4 halbe Güter, 1 Zweidrittelgut, 1 Drittelgut, 4 Söldengüter, 1 Mahl- und Schneidmühle) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogteiamt Kronach inne. Die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen oblag dem Kastenamt Kronach. Neben den Anwesen gab es ein Schloss, ein Pächterhaus und ein Bräuhaus, alle herrschaftliche Gebäude.<ref name="D520">H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis. S. 520f.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt wurde Wolfersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Stockheim zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt entstand 1818 die Ruralgemeinde Wolfersdorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach (1919 in Finanzamt Kronach umbenannt). Ab 1862 gehörte Wolfersdorf zum Bezirksamt Kronach (1939 in Landkreis Kronach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach (1879 in das Amtsgericht Kronach umbenannt).<ref name="D608">H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis. S. 608.</ref> Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 2,787 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Januar 1972 wurde Wolfersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Stockheim eingegliedert.<ref></ref>
Baudenkmäler
In der Bayerischen Denkmalliste sind fünf Baudenkmäler aufgeführt:
- Zwei Wohnstallhäuser
- Drei Bildstöcke
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Die folgenden Häuser listete Tilmann Breuer in dem Buch Landkreis Kronach von 1964 auf Seite 285 mit ihren ursprünglichen Hausnummern auch als Kunstdenkmale auf. Sie sind in der Denkmalschutzliste nicht aufgeführt, da sie entweder nicht aufgenommen, abgebrochen oder stark verändert wurden.
- Haus Nr. 4: Eingeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach, 17./18. Jahrhundert, teilweise verschieferter Blockbau, teilweise massiv erneuert.
- Haus Nr. 17: Erneuertes, zweigeschossiges Gebäude, der Türsturz ist mit „JZM 18/25 AMM“ bezeichnet.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 76 | 112 | 126 | 146 | 154 | 139 | 157 | 157 | 151 | 145 | 143 | 138 | 141 | 178 | 185 | 153 | 155 | 134 | 137 | 186 | 183 | 186 | 178 | 169 | 165 | 180 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 14 | 17 | 17 | 17 | 16 | 17 | 20 | 29 | 43 | |||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="D608"/> | <ref name="HGV1">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 149, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV1" /> | <ref name="HGV1" /> | <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 892, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 139 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1066, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1010 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1061 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1096 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 946 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 696 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 160 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 312 (Digitalisat).</ref> || <ref name="Stockheim"/> |
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Katharina in Neukenroth gepfarrt.<ref name="D520" /> Die protestantische Minderheit ist nach St. Laurentius in Burggrub gepfarrt.<ref name="OV 1950" />
Literatur
- Vorlage:Breuer Landkreis Kronach
- Johann Kaspar Bundschuh: Wolfersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 281 (Digitalisat).
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Weblinks
- Wolfersdorf. In: stockheim-online.de. Abgerufen am 10. Oktober 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Wolfersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references responsive />
Burggrub | Büttnerszeche | Haig | Haßlach | Mostholz | Neukenroth | Reitsch | Rittersmühle | Stockheim | Wolfersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Hagermühle
Wüstungen: Kreuzgrube | Maxschacht | Neumühle | Schirmersmühle | Traindorf
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- Geographie (Stockheim, Oberfranken)
- Ort im Landkreis Kronach
- Ersterwähnung 1279
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach)
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1971