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Dibromdifluormethan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Dibromdifluormethan
Allgemeines
Name Dibromdifluormethan
Andere Namen
  • Difluordibrommethan
  • H 1202
  • R-12B2
Summenformel CBr2F2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 200-885-5
ECHA-InfoCard 100.000.805
PubChem 6382
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 209,82 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

2,3063 g·cm−3 (15 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

−110 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

24,5 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

920 mbar (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser<ref name="GESTIS" />
  • löslich in Methanol und Ether<ref name="Terry Hills">Terry Hills: Organic Chemistry. Lotus Press, 2004, ISBN 81-89093-51-7, S. 60 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Brechungsindex

1,398 (20 °C)<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335​‐​420
P: 261​‐​264​‐​271​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​502<ref name="GESTIS" />
MAK

Schweiz: 100 ml·m−3 bzw. 860 mg·m−3<ref>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 75-61-6 bzw. Dibromdifluormethan)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Treibhauspotential

280 (bezogen auf 100 Jahre)<ref>G. Myhre, D. Shindell et al.: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Working Group I contribution to the IPCC Fifth Assessment Report. Hrsg.: Intergovernmental Panel on Climate Change. 2013, Chapter 8: Anthropogenic and Natural Radiative Forcing, S. 24–39; Table 8.SM.16 (ipcc.ch [PDF]).</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Dibromdifluormethan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Halogenkohlenwasserstoffe.

Gewinnung und Darstellung

Dibromdifluormethan kann durch Dampfphasen-Bromierung von Difluormethan gewonnen werden.<ref name="HSDB">Eintrag zu Dibromodifluoromethane in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Es entsteht auch bei der Fluorierung von Tetrabrommethan.<ref name="Alan Roy Katritzky, Otto Meth-Cohn, Thomas Lonsdale Gilchrist, Charles Wayne Rees">Alan Roy Katritzky, Otto Meth-Cohn, Thomas Lonsdale Gilchrist, Charles Wayne Rees: Comprehensive Organic Functional Group Transformations: Carbon with Three Or ... Elsevier, 1995, ISBN 0-08-042704-9, S. 226 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Dibromdifluormethan kann in 83 % Ausbeute als einziges Produkt durch Fluorierung von Tetrabrommethan mit Iodpentafluorid, als Hauptprodukt (relative Ausbeute 76 %) durch Fluorierung mit Brom(III)-fluorid und als Nebenprodukt (relative Ausbeute 16 %) durch Fluorierung von Tetraiodmethan mit Iodpentafluorid hergestellt werden. Die Fluorierung von Tetrabrommethan mit Titan(IV)-fluorid bildet Dibromdifluormethan in geringer Ausbeute als Gemisch mit Bromtrifluormethan. Darüber hinaus wird Dibromdifluormethan in hoher Ausbeute (81 %) durch Erhitzen von Silberbromdifluoracetat mit Brom gebildet.<ref name="Alan R. Katritzky, Thomas L. Gilchrist, Otto Meth-Cohn, Charles Wayne Rees">Alan R. Katritzky, Thomas L. Gilchrist, Otto Meth-Cohn, Charles Wayne Rees: Comprehensive Organic Functional Group Transformations. Elsevier, 1995, ISBN 978-0-08-042704-1, S. 226 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<chem>CBr4 + IF5 -> CBr2F2 + CBr3F + CBrF3 + CF4</chem>
<chem>CBrF2CO2Ag + Br2 -> CBr2F2 + CO2 + AgBr</chem>

Eigenschaften

Dibromdifluormethan ist ein sehr leicht flüchtige, farblose Flüssigkeit, die praktisch unlöslich in Wasser ist. Sie zersetzt sich bei Erhitzung und hat ein Ozonabbaupotenzial von 1,25.<ref name="GESTIS" />

Verwendung

Dibromdifluormethan wird als Löschmittel (zum Beispiel in Militärflugzeugen<ref name="unep.fr" />) und als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Farbstoffen, Pharmazeutika und quartären Ammoniumverbindungen verwendet.<ref name="HSDB" /> Die Verbindung wird zurzeit nicht vom Montreal-Protokoll erfasst,<ref name="unep.fr">unep.fr: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNEP DTIE OzonAction Branch: Information resources (Memento vom 29. Mai 2015 im Internet Archive), abgerufen am 28. Mai 2015.</ref> aber in dessen Rahmen werden in zunehmendem Maße die Quellen der in der Umwelt<ref>Potential Ozone Depleting Substances Uses and Alternatives in the Nordic Countries. Nordic Council of Ministers, 2005, ISBN 978-92-893-1252-3, S. 41 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> nachgewiesenen Verbindung untersucht.<ref>Handbook For The Montreal Protocol On Substances That Deplete The Ozone Layer. UNEP/Earthprint, 2006, ISBN 978-92-807-2770-8, S. 479 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise

<references />