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Petra Felke

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Petra Felke Vorlage:SportPicto

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1984-0520-017, Petra Felke.jpg
Petra Felke, 1984

Voller Name Petra Felke-Meier
Nation Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 30. Juli 1959 (66 Jahre)
Geburtsort Saalfeld/Saale
Größe 172 cm
Karriere
Disziplin Speerwurf
Bestleistung 80,00 m
Status zurückgetreten
Karriereende 1992
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Goodwill Games 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Universiade 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Wettkämpfe der Freundschaft 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioreneuropameisterschaft 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Seoul 1988 74,68 m
 Weltmeisterschaften
Silber Rom 1987 71,76 m
Silber Tokio 1991 68,68 m
 Europameisterschaften
Silber Stuttgart 1986 72,52 m
Bronze Split 1990 66,56 m
 Goodwill Games
Gold Seattle 1986 70,78 m
 Universiade
Gold Bukarest 1981 65,20 m
 Wettkämpfe der Freundschaft
Gold Prag 1984 73,30 m
 U20-Europameisterschaften
Silber Donezk 1977 57,68 m

Petra Felke (nach Heirat Meier; nach Heirat mit Lars Felke-Lungershausen wieder Felke; * 30. Juli 1959 in Saalfeld/Saale) ist eine ehemalige deutsche Speerwerferin und Olympiasiegerin.

Sportkarriere

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1988-0909-015, Petra Felke.jpg
Petra Felke nach ihrem 80-Meter-Weltrekord (1988)

Die Speerwerferin Petra Felke trainierte zusammen mit Ruth Fuchs beim SC Motor Jena. Als sich die sportliche Karriere von Fuchs dem Ende neigte, gehörte Felke zusammen mit Ute Richter und Antje Kempe zu denjenigen Werferinnen, die für die DDR den Anschluss an die Weltklasse wiederherstellten. Ihre erste Platzierung bei den DDR-Leichtathletik-Meisterschaften schaffte sie 1978 mit einem dritten Platz, ebenso 1981. 1982 und 1983 waren es jeweils zweite Plätze und von 1984 bis 1989 war es sechsmal die Goldmedaille in Folge. Am 4. Juni 1985 stellte sie in Schwerin mit 75,26 m einen Weltrekord auf, den sie noch am gleichen Tag auf 75,40 m verbesserte.

Ihr erster großer Erfolg im internationalen Bereich war die mit 72,52 m errungene Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Stuttgart hinter der Britin Fatima Whitbread. Ebenfalls Silber gab es für sie im Jahr darauf bei den Weltmeisterschaften in Rom, wo sie sich mit 71,76 m erneut nur Whitbread geschlagen geben musste. Im selben Jahr gelang ihr am 29. Juli in Leipzig mit 78,90 m ein weiterer Weltrekord.

Ihr Speerwurf am 9. September 1988 in Potsdam über 80,00 m war ein Rekord für die Ewigkeit, denn diese Marke wurde bis zur Einführung des neuen Speers 1999 von keiner anderen Frau erreicht. Seitdem ist für Speere eine neue Bauart vorgeschrieben, bei der der Massenschwerpunkt weiter vor den Mittelpunkt des Speeres gelegt wurde, so dass sie deutlich kürzer fliegen.

Kurz danach gewann sie bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul mit 74,68 m die Goldmedaille vor Fatima Whitbread (Silber) und der ebenfalls beim SC Motor Jena trainierenden Deutschen Beate Koch. 1990 gewann sie bei den Europameisterschaften in Split Bronze und 1991, nun für das vereinte Deutschland startend, Silber bei den Weltmeisterschaften in Tokio, wo ihre Weite von 68,68 m nur von der Chinesin Xu Demei übertroffen wurde. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde sie schließlich Siebte.

Petra Felke startete für Lokomotive Saalfeld, SC Motor Jena und TuS Jena. Sie ist 1,72 m groß und wog zu Wettkampfzeiten 64 kg. In den nach der deutschen Wiedervereinigung öffentlich gewordenen Unterlagen zum Staatsdoping in der DDR fand sich bei den gedopten Sportlerinnen auch der Name von Felke.<ref>Brigitte Berendonk: Doping. Von der Forschung zum Betrug. Reinbek 1992, ISBN 3-499-18677-2, S. 181</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.
  • Olaf W. Reimann: Felke, Petra. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
  • Karl-Heinz Keldungs: Petra Felke. In: ders.: Die deutsche Leichtathletik in 100 Porträts von Hanns Braun bis Malaika Mihambo. Arete Verlag Christian Becker, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-081-2, S. 39.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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1932: Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Babe Didrikson Zaharias | 1936: Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Tilly Fleischer | 1948: OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Herma Bauma | 1952: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Dana Zátopková | 1956: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Inese Jaunzeme | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Elvīra Ozoliņa | 1964: Rumänien 1952Datei:Flag of Romania (1952–1965).svg Mihaela Peneș | 1968: UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Angéla Németh | 1972: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Ruth Fuchs | 1976: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Ruth Fuchs | 1980: KubaDatei:Flag of Cuba.svg María Caridad Colón | 1984: Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Tessa Sanderson | 1988: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Petra Felke | 1992: DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Silke Renk | 1996: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Heli Rantanen | 2000: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Trine Hattestad | 2004: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Osleidys Menéndez | 2008: TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Barbora Špotáková | 2012: TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Barbora Špotáková | 2016: KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Sara Kolak | 2020: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Liu Shiying | 2024: JapanDatei:Flag of Japan.svg Haruka Kitaguchi

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik

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