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Valleix-Punkte

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Die nach dem Pariser Pädiater François Louis Isidore Valleix (1807–1855) benannten Valleix-Punkte im eigentlichen Sinne sind die Nervendruckpunkte im Verlaufe des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus): Lumbalpunkte IV und V, Iliosakral-, oberer und unterer Gluteal-, Popliteal-, Peroneal-, Malleolarpunkt. Analog zu der Untersuchung von Nervendehntests, wie dem Lasègue-Zeichen, ist ihre Druckschmerzhaftigkeit ist symptomatisch für Ischiasbeschwerden (Reizung des Ischiasnervs bzw. seiner Wurzeln, zum Beispiel Wurzelkompression durch Bandscheibenvorfall oder periphere Läsion nach Trauma).

Im klinischen Alltag werden auch weitere Nervendruckpunkte, die bei verminderter Reizschwelle schmerzhaft auf Druck reagieren (symptomatisch zum Beispiel für Neuralgie oder Neuritis), als Valleix-Punkte bezeichnet. Klassische Beispiele der neurologischen Diagnostik sind die Druckpunkte des Nervus trigeminus bzw. seiner drei Hauptstämme im Gesichtsbereich.

Literatur

  • Peter Reuter: Springer Klinisches Wörterbuch. 1. Auflage. Springer Medizin, Heidelberg 2007, ISBN 3-540-34601-5, S. 1926.
  • Valleix-Punkte. In: Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch), De Gruyter, Berlin Online (gebe einen Bezug in die Suchzeile ein, z. B. Valleix, "Ischias", "Bandscheibenvorfall", "Druckpunkte").
  • Lemma = Nervendruckpunkte oder Valleix-Punkte. In: Roche (Hrsg.): Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, 2003.
  • Richard M. A. Suchenwirth, Reinhard Dittel: Nervendehnzeichen. In: Neurologische Untersuchung. Neuromedizin, Bad Hersfeld 2015, ISBN 978-3-930926-11-4, S. 134–144.