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Neuropathischer Schmerz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Neuralgie)
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G54.6 Phantomschmerz
G58.0 Intercostalneuropathie
G95.85 Deafferentierungsschmerz bei Schädigungen des Rückenmarkes<ref>Kodierleitfaden Neurologie 2021. (PDF; 0,7 MB) Deutsche Gesellschaft für Neurologie.</ref>
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Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Neuropathischer Schmerz oder Nervenschmerz ist eine direkte Folge einer Schädigung (Läsion) von Nerven des somatosensorischen Systems. Er kann sowohl innerhalb von Gehirn und Rückenmark (Zentralnervensystem) als auch außerhalb davon (peripheres Nervensystem) auftreten. Im ersteren Fall wird er auch zentraler Schmerz genannt, im letzteren auch Neuralgie.<ref name="S2k">Deutsche Gesellschaft für Neurologie: S2k Leitlinie 2019, Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen. S. 86 und S. 13.</ref><ref>Peter Wessely: Neuropathische Schmerzen: Symptomatik, Diagnostik, Therapiemöglichkeiten. Springer Verlag, Wien 2001; unveränderte Neuauflage: 2013, ISBN 978-3-7091-6223-1, S. 80, 6 und 65 (Vorschau Google Books).</ref> Die Häufigkeit (Prävalenz) beträgt etwa 7 bis 10 Prozent.

Entstehung

Für viele neuropathische Schmerzen konnte gezeigt werden, dass durch Schädigung der Nerven ihre Spontanaktivität abweichende Muster entwickelte. Anhaltende derartige Veränderungen führten zu einem Ungleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden Impulsen, was im Ergebnis eine Empfindung von Schmerz auslöste.<ref>L. Colloca, T. Ludman u. a.: Neuropathic pain. In: Nature reviews. Disease primers, Februar 2017, Band 3, S. 17002; doi:10.1038/nrdp.2017.2, PMID 28205574, }} PMC 5371025 (freier Volltext{{#if:|, PDF}}) (Review).</ref>

Beispiele für betroffene Nerven bei peripheren neuropathischen Schmerzen

Ursachen zentraler neuropathischer Schmerzen

Behandlung

Verschiedene Arten von Medikamenten können Nervenaktivität so beeinflussen, dass es zu einer beträchtlichen Minderung neuropathischer Schmerzen kommt. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) empfiehlt in ihrer Leitlinie von 2019 folgende Mittel der ersten Wahl:

Realistische Therapieziele sind eine Schmerzreduktion um mehr als 50 %, besserer Nachtschlaf, Verbesserung von Alltagskompetenz und Arbeitsfähigkeit. Eventuell wird das Therapieziel erst nach Einsatz verschiedener Medikamente (Kombinationstherapie) erreicht. Die Wirkung sollte erst nach 2–4 Wochen und bei ausreichenden Medikamentendosen beurteilt werden.<ref name="Hufschmidt">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Im Jahre 2025 wurde eine Metaanalyse unter Einschluss von 313 Veröffentlichungen und fast 50.000 Teilnehmern veröffentlicht.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Ermittelt wurde für Trizyclika eine NNT von 4,6, für Gabapentin und Pregabalin von 8,9, Duloxetin von 7,4, Botulinustoxin A von 2,7 und Lidocainpflastern von 14,5. Auch hier ergab sich eine Empfehlung für Trizyklica, Gabapentin und Pregabalin, sowie Duloxetin als zuerst einzusetzende Medikamente. Eine schwache Empfehlung gab die Autorengruppe für Capsicain-Pflaster und -Creme, Lidocain-Pflaster, Botulinustoxin und Opioide (als Drittlinienbehandlung).

In einem Kommentar zu der Studie wurde darauf hingewiesen, dass viele Patienten mit neuropathischen Schmerzen im höheren Alter stehen und bei diesen die Trizyklica bei höheren Dosen ein höheres Nebenwirkungsrisiko bergen (u. a. Sturzgefahr).<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die empfohlenen Dosen sind allerdings meist mäßig und niedriger als bei anderen Indikationen.<ref name="Hufschmidt" />

Bei Duloxetin wird eine Dosierung von 60–120 mg empfohlen. Bei Opioiden und bei hohen Dosen auch bei Pregabalin gilt es eine mögliche Toleranzentwicklung zu beachten. Alpha-Liponsäure kann nicht zur Therapie neuropathischer Schmerzen jeglicher Ursache empfohlen werden, bei fehlenden Wirknachweisen. Ebenfalls kann zusätzlich ein psychotherapeutisches Verfahren angewandt werden, bei allerdings auch unzureichender Daternlage. Bei postherpetischer Neuralgie kann ein Lidocain-Pflaster auch als Erstlinientherapie erwogen werden.<ref name="S2k" />

Der Stand der Forschung zur Wirkung von Cannabinoiden bei neuropathischen Schmerzen wurde in der DGN-Leitlinie ausführlich beschrieben und führte zu folgender Empfehlung:

{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@- | {{#if:trim|Cannabinoide können zur Therapie neuropathischer Schmerzen jeglicher Ursache nicht empfohlen werden, da ihr Effekt eher gering ausgeprägt ist und die Nebenwirkungsrate hoch ist. Nur in Einzelfällen kann bei Versagen anderer Schmerztherapien der Einsatz von Cannabinoiden als Off-label-Therapie im Rahmen eines multimodalen Schmerztherapiekonzepts erwogen werden.}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: de | de | „{{#if:trim|Cannabinoide können zur Therapie neuropathischer Schmerzen jeglicher Ursache nicht empfohlen werden, da ihr Effekt eher gering ausgeprägt ist und die Nebenwirkungsrate hoch ist. Nur in Einzelfällen kann bei Versagen anderer Schmerztherapien der Einsatz von Cannabinoiden als Off-label-Therapie im Rahmen eines multimodalen Schmerztherapiekonzepts erwogen werden.}}“ | {{#invoke:Text|quoteUnquoted| Cannabinoide können zur Therapie neuropathischer Schmerzen jeglicher Ursache nicht empfohlen werden, da ihr Effekt eher gering ausgeprägt ist und die Nebenwirkungsrate hoch ist. Nur in Einzelfällen kann bei Versagen anderer Schmerztherapien der Einsatz von Cannabinoiden als Off-label-Therapie im Rahmen eines multimodalen Schmerztherapiekonzepts erwogen werden. | {{{lang}}} }} }} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | - | | {{{vor}}} }}{{#if:trim|Cannabinoide können zur Therapie neuropathischer Schmerzen jeglicher Ursache nicht empfohlen werden, da ihr Effekt eher gering ausgeprägt ist und die Nebenwirkungsrate hoch ist. Nur in Einzelfällen kann bei Versagen anderer Schmerztherapien der Einsatz von Cannabinoiden als Off-label-Therapie im Rahmen eines multimodalen Schmerztherapiekonzepts erwogen werden.}}{{ #ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | - | | {{{nach}}} }} }} }}{{ #if: || <ref>Deutsche Gesellschaft für Neurologie: S2k Leitlinie 2019, Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen.</ref> }}

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Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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