Rottlersreuth
Rottlersreuth Markt Thurnau
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(146)&title=Rottlersreuth 50° 3′ N, 11° 26′ O
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| Höhe: | 371 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 146 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Postleitzahl: | 95349 | |||||
| Vorwahl: | 09228 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Rottlersreuth (oberfränkisch: Oadlesraid<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ordlesraid“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Rottlersreuth liegt in der Gemarkung Hutschdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. Dezember 2024.</ref>
Geographie
Rottlersreuth ist ein Dorf mit bäuerlichem Charakter. Es liegt etwa sechs Kilometer nordöstlich von Thurnau. Vom Eichberg (377 m ü. NHN), auf dessen Plateau das Dorf liegt, hat man einen Ausblick hinab ins Rotmaintal. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Partenfeld zur Kreisstraße KU 5 (0,9 km nördlich) bzw. nach Hutschdorf (1,5 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1333 als „Reut“ erstmals urkundlich erwähnt. 1428 wurde der Ort „Radlachsrewt“ genannt, 1466 „Ratlesrewt“ und 1641 „Rottlaßreuth“. Der Ortsname bedeutet zur Rodung des Ratlach. Mit dem Personennamen Ratlach wurde wahrscheinlich der Gründer der Siedlung angegeben.<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 143.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Rottlersreuth aus 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Kulmbach. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (3 Söldengütlein), das Klosteramt Kulmbach (2 Höfe, 1 Söldengut, 1 Söldengütlein) und die Superintendentur Kulmbach (1 Hof).<ref name="B634">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 634.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Rottlersreuth 1811 dem Steuerdistrikt Hutschdorf und 1812 der Ruralgemeinde Hutschdorf zugewiesen.<ref name="B755">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 755f.</ref> Am 1. Januar 1972 wurde Rottlersreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.<ref>Thurnau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. Dezember 2024.</ref>
Das ehemalige Kühlhaus inmitten des Dorfes wurde 2010 als „Weiherstübla“, ein Treffpunkt für Jung und Alt, umgebaut. Der Dorfweiher, ebenfalls im Dorfzentrum, wird im Sommer als Badeweiher und im Winter zum Schlittschuhlaufen benutzt.
Baudenkmal
Der alte Dorfbrunnen mit einem Ziehrad aus dem vorigen Jahrhundert ist einmalig im Landkreis Kulmbach. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1809 | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 58 | 56 | 67 | 70 | 78 | 72 | 72 | 101 | 63 | 54 | 146 |
| Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 11 | 12 | 12 | 11 | 12 | 10 | 34 | ||||
| Quelle | <ref>R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.</ref> | <ref name="B755" /> | <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 900, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1074, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1022 (Digitalisat).</ref> | <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1069 (Digitalisat).</ref> | <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1104 (Digitalisat).
</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 949 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 698 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 162 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 316 (Digitalisat). Angaben zur Zahl der Einwohner und Gebäude höchstwahrscheinlich falsch, da heute (Stand: August 2020) Rottlersreuth nur 19 Wohngebäude hat.</ref> |
Religion
Rottlersreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.<ref name="B634" /><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665543 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Kaspar Bundschuh: Rotlasreuth, Rothlesreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 674 (Digitalisat).
- Vorlage:Guttenberg Land- und Stadtkreis Kulmbach
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Thomas Münch: Der Markt Thurnau mit seinen Ortsteilen. Geiger, Horb am Neckar 1993, ISBN 3-89264-785-2
Weblinks
- Gemeindeteile > Rottlersreuth. In: thurnau.de. Abgerufen am 19. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Rottlersreuth in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Rottlersreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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