Leesau
Leesau Markt Thurnau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(57)&title=Leesau 50° 0′ N, 11° 21′ O
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| Höhe: | 492 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 57 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 95349 | |||||
| Vorwahl: | 09228 | |||||
Leesau (oberfränkisch: Liesa<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „līsa“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Leesau liegt in der Gemarkung Menchau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. Dezember 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt auf einem Hochplateau mit kleineren Erhebungen (Strich (499 m ü. NHN, 0,8 km westlich), Weißenberg (513 m ü. NHN, 0,9 km nördlich), Buchberg (523 m ü. NHN, 1,2 km südöstlich) und Melm (508 m ü. NHN, 0,8 km südwestlich)) am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Der Ort ist überwiegend von Acker- und Grünland umgeben. Im Norden verläuft die Bundesautobahn 70. Dort befindet sich eine Photovoltaikanlage. Westlich und östlich von Leesau gibt es je einen Baum, die beide als Naturdenkmäler ausgezeichnet sind. Die Kreisstraße KU 8 führt nach Großenhül (2,4 km südlich) bzw. nach Menchau (2 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1356 als „Lesein“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1421 wurde der Ort „Lessen“ genannt, 1526 „Lesaw“. Dem Ortsnamen liegt das Substantiv leština (slaw. für Haselnussgebüsch) zugrunde.<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 94 f.</ref> Doch auch eine Herleitung vom ebenfalls slawischen Lěšane ist denkbar, dieses Wort bezeichnet die 'Leute, die im oder am Wald wohnen'.<ref> Eichler, Ernst u. a.: Beiträge zur slavisch-deutschen Sprachkontaktforschung; Bd. 2: Siedlungsnamen im oberfränkischen Stadt- und Landkreis Bayreuth, Heidelberg 2006 (Slavica. Monographien, Hand-, Lehr- und Wörterbücher, Bd. 4). S. 143 Ortsnamenartikel "Lesau, Breiten-", S. 142–144.</ref> Später kam es zur Angleichung an Ortsnamen benachbarter Siedlungen, die auf -au enden.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Leesau aus elf Anwesen. Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Giech’sche Amt Thurnau aus. Grundherren waren das Amt Thurnau (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 4 Sölden, 1 Häuslein, 1 Tropfhaus) und die Pfarrei Thurnau (1 Söldengut), wobei das Amt Thurnau hier die Steuer- und Vogteigerechtigkeit innehatte.<ref name="B613">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 613.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Thurnau. Mit dem Gemeindeedikt wurde Leesau 1811 dem Steuerdistrikt Hutschdorf und 1812 der Ruralgemeinde Hutschdorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Leesau in die neu gebildete Ruralgemeinde Menchau umgemeindet.<ref name="B766">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 766.</ref> Am 1. Januar 1973 wurde Leesau im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.<ref>Thurnau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. Dezember 2024.</ref>
In Leesau hat die Bamberger Malzfabrik Michael Weyermann ein Lager.<ref>Malzfabrik baut Lager aus, Frankenpost, 3. Februar 2012</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Leesau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Berndorf gepfarrt.<ref name="B613"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665543 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Kaspar Bundschuh: Leesau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 309 (Digitalisat).
- Vorlage:Guttenberg Land- und Stadtkreis Kulmbach
- Thomas Münch: Der Markt Thurnau mit seinen Ortsteilen. Geiger, Horb am Neckar 1993, ISBN 3-89264-785-2
Weblinks
- Gemeindeteile > Leesau. In: thurnau.de. Abgerufen am 19. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Leesau in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Leesau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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