Trumsdorf
Trumsdorf Markt Thurnau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(87)&title=Trumsdorf 49° 57′ N, 11° 23′ O
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| Höhe: | 441 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 87 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 95349 | |||||
| Vorwahl: | 09228 | |||||
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Trumsdorf (oberfränkisch: Drumes-doaf<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „drumesdoʳf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Trumsdorf liegt in der Gemarkung Alladorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. Dezember 2024.</ref>
Geographie
Das Pfarrdorf liegt im Tal der Lochau am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz mit den Anhöhen Busbacher Berg (569 m ü. NHN, 1,4 km östlich), Krähenberg (559 m ü. NHN, 1,5 km nordwestlich), Zolperleite (544 m ü. NHN, 0,8 km südwestlich) und Burgstall (543 m ü. NHN, 1,4 km westlich). Die Kreisstraße BT 44/KU 7 führt nach Schönfeld zur Bundesstraße 22 (2,3 km südwestlich) bzw. nach Alladorf (1,3 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Trumsdorf ist ein altes Pfarrdorf, zu dessen Pfarrei die Orte Alladorf, Tannfeld und Lochau gehören. Bereits im 9. Jahrhundert hatte Trumsdorf den Zehnten (Geldwert) an Würzburg zu zahlen. Eine Nachbildung des Erzengels Michael, veranlasst durch Pfarrer Schmidt, bereichert wieder die alte gotische Kirche.
1121/22 wurde der Ort als „Drunesdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Udalrich Walpoto schenkte dem Kloster Michelsberg mehrere Güter, darunter auch Güter des besagten Ortes. 1317 wurde der Ort „Trunsdorf“ genannt, 1388 erstmals in der heutigen Form „Trumsdorf“. Das Bestimmungswort ist der Personenname Druon. Mit dem Personennamen wurde wahrscheinlich der Gründer der Siedlung angegeben.<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 168f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Trumsdorf 21 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Vogteiamt Wonsees aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Sanspareil. Grundherren waren
- das Fürstentum Bayreuth (14 Anwesen; Kastenamt Sanspareil: 1 Höflein, 1 Halbhöflein, 2 Sölden, 1 Haus; Kanzleilehen: 1 Mühle, 1 Halbhöflein, 1 Sölde; Klosteramt Kulmbach: 1 Gut; Pfarrei Trumsdorf: 2 Viertelhöfe, 1 Gut, 1 Söldengut, 1 Tropfhaus),
- das Rittergut Sachsendorf (2 Halbhöfe, 1 Söldengut),
- das Rittergut Truppach (1 Halbhof),
- das Seniorat v. Guttenberg-Guttenberg (1 Tropfhaus),
- das bambergische Amt Hollfeld (Pfarrei Schönfeld: 1 Hof, 1 Söldengut).
Außerdem gab es noch 1 Kirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schulhaus und 1 Gemeindehirtenhaus.<ref name="B644">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 644f.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Sanspareil. Mit dem Gemeindeedikt wurde Trumsdorf 1811 dem Steuerdistrikt Alladorf und 1818 der Ruralgemeinde Alladorf zugewiesen.<ref name="B747">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 747f.</ref> Am 1. Juli 1975 wurde Trumsdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.<ref>Thurnau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. Dezember 2024.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 12: Bauernhof
- Haus Nr. 16, 17, 29: Türgewände
- Haus Nr. 19, 22, 24: Wohnstallhäuser
- Haus Nr. 29: St. Michael, evangelisch-lutherische Pfarrkirche
- Pfarrhaus: 1575 errichtet; unter Markgraf Friedrich Christian 1763–69 erneuert. Zweigeschossiger gestreckter Bau von drei zu fünf Achsen; Westfront aus Sandsteinquadern, mit verschiefertem Giebel; Obergeschoss mit Fachwerk unter Putz, südlich Holzgalerie. Südportal mit profilierter Rahmung, am Schlussstein Monogramm „FC“ und Fürstenhut.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach, S. 101. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Friedhof
- Scheune
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Trumsdorf) gepfarrt.<ref name="B644"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665543 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Kaspar Bundschuh: Trümmersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 592 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Stadt und Landkreis Kulmbach
- Vorlage:Guttenberg Land- und Stadtkreis Kulmbach
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Thomas Münch: Der Markt Thurnau mit seinen Ortsteilen. Geiger, Horb am Neckar 1993, ISBN 3-89264-785-2
- Vorlage:Schimpf Busbach
Weblinks
- Gemeindeteile > Trumsdorf. In: thurnau.de. Abgerufen am 19. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Trumsdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Trumsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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