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Sandra Becker

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Sandra Becker, 2023

Sandra Becker (* 1967 in Freiburg im Breisgau) ist eine in Berlin lebende deutsche Videokünstlerin, die auch unter dem Künstlernamen sandrabecker01<ref>Jessica Zeller: Gleichmaß ist schöner. In: taz.de. 26. September 2006, abgerufen am 4. Juni 2020.</ref> ausstellt.<ref>Homepage sandrabecker01. In: sandrabecker01.de. Sandra Becker, abgerufen am 2. Juni 2020.</ref>

Leben und Wirken

Sandra Becker ist die Tochter des Diplomaten Volkmar Becker und der Richterin Gisela Maria Becker. In Königswinter besuchte sie zunächst die Grundschule und nach einer Zeit in der Türkei, wo ihr Vater an der deutschen Botschaft in Ankara tätig war, das Gymnasium am Petersberg. 1979 zog sie mit ihrer Familie nach Südamerika und besuchte in Lima das Colegio Alexander von Humboldt. 1982 wechselte sie auf das Heinrich-Hertz-Gymnasium in Bad Godesberg und legte dort 1986 ihr Abitur ab. Bei ihren Auslandsaufenthalten lernte sie Türkisch und Spanisch.<ref name=":0">schnittstelle: zur Biografie von Sandra Becker. Abgerufen am 1. Juni 2020.</ref>

1987 arbeitete Becker in New York als Assistant Lighting Designer von Giles Hogya am Jean Cocteau Repertory Theatre an der Bowery Street. Zwischen 1987 und 1989 folgten Studien an der Universität Hamburg und der Universität Stuttgart in Philosophie und Architektur sowie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Auf Einladung des Central St. Martins College London ging sie 1989 nach London und schloss ihr Studium dort 1991 als Theatre Designer (Three Dimensional Design) an der Fakultät Fine Arts mit dem Bachelor of Arts (hons) ab.<ref name=":0" />

Anschließend ging sie zurück nach Deutschland und arbeitete als Designerin am Staatstheater Mainz. 1992 setzte sie ihr Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Valie Export in Visueller Kommunikation fort. 1993 folgte eine Einladung der Russischen Kunstakademie nach Sankt Petersburg. Im selben Jahr verfasste sie ihre Diplomarbeit, in der sie sich mit dem Thema „Ankunft und Abfahrt“ auseinandersetzte. Es folgte ein Meisterschülerstudium in Experimenteller Filmgestaltung bei Heinz Emigholz, welches sie 1995 mit dem 16-mm-Film „Warteraum“ abschloss. Sie erhielt das Nachwuchsförderungsstipendium des Berliner Kultursenats und das DAAD-Stipendium nach New York.<ref name=":0" /> 2003 war sie im Leitungsteam der Bühnenwerkstatt am Bauhaus Dessau.<ref>BauNetz: Stadtkörper - Abschlusspräsentation der 5. Bühnenwerkstatt in Dessau. 7. August 2003, abgerufen am 26. März 2022.</ref>

Danach arbeitete Becker als Dozentin und war von 2007 bis 2009 Gastprofessorin für künstlerische Transformationsprozesse an der Universität der Künste Berlin.<ref>Sandra Becker. In: kulturwerk. bbk berlin, abgerufen am 26. März 2022.</ref> Dort war sie Teil eines Teams von elf Professorinnen, die in gemeinsamer Arbeit das künstlerische Projekt „Stille Post“ auf die Hochschullehre übertrugen. Es wird bis heute in der Didaktik gelehrt.<ref>Gundel Mattenklott: Vom Kinderspiel zur Praxis künstlerischen Unterrichts. In: zaeb.net. Zeitschrift ästhetische Bildung, abgerufen am 1. Juni 2020.</ref> Sie war von 2013 bis 2020 Co-Leiterin der Medienwerkstatt im Kulturwerk des BBK Berlin.<ref>Team. In: medienwerkstatt-berlin.jimdo.com. Medienwerkstatt Berlin, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2020; abgerufen am 1. Juni 2020.</ref>

2015 war sie Gastprofessorin in Brasilien an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS)<ref>Instituto de Informática UFRGS: Palestra com a Profa. Sandra Becker - Berlim. Abgerufen am 1. Juni 2020.</ref>. Sie lehrt darüber hinaus an der Freien Universität Berlin<ref>SoSe 19: Objektorientierte Programmierung – Lehrveranstaltung 2.1. In: Vorlesungsverzeichnis. Freie Universität Berlin, abgerufen am 2. Juni 2020.</ref> und war von Sommer 2019 bis Mitte 2020 Dozentin für Medieninformatik am Lette-Verein<ref>Medieninformatik. In: letteverein.berlin. Abgerufen am 5. Juni 2020.</ref> sowie seit Anfang 2020 Dozentin für App-Design und für Web-Entwicklung an der School of Management and Technology der Steinbeis-Hochschule Berlin.

Becker ist mit ihren Arbeiten unter anderem in der Sammlung des Staatlichen Museums Majdanek in Lublin (Polen), im Euro Theater Central Bonn, im Museum MARGS und in der internationalen Sammlung des Neuen Berliner Kunstvereins vertreten.<ref>MARGS | Museu de Arte do Rio Grande do Sul. Abgerufen am 26. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund und seit September 2021 Teil des Vorstands.<ref>Mitgliederversammlung 2021: Neuer Vorstand gewählt. In: kuenstlerbund.de. Deutscher Künstlerbund e. V., 19. September 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Oktober 2021.</ref>

Ausstellungen (Auswahl)

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Ausstellung Social dissolve
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Ausstellung Social dissolve
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Ausstellung Social dissolve
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Einzelausstellungen

  • 1996: Zwischenräume, Foto- und Videoarbeiten, Kunstverein Würzburg
  • 1997: Architektur der Zeit, Dogenhaus Galerie Leipzig/Berlin
  • 2002: der digitale Körper, Galerie Adlergasse, Dresden
  • 2002: janeinneinja, MAE Galerie Irene Eikmeier, Berlin
  • 2005: Videopräsentation im Atelier, Museum Centro Cultural Andratx, Spanien
  • 2005: Schnittstelle, MAE Galerie Irene Eikmeier, Berlin
  • 2005: 11th Edition, netfilmmakers, Kopenhagen
  • 2011: Phänomene der Zeitlichkeit, Fototriennale Hamburg, Galerie Kammer
  • 2011: höhen+++tiefen, Videoarbeiten, Kunst- und Medienzentrum Adlershof
  • 2014: Social Dissolve, Goethe-Institut Porto Alegre, Brasilien<ref>Das Werk selbst ist eine interaktive Medieninstallation, die über nachfolgenden Link im Internet abgerufen werden kann. Sandra Becker 01: “social dissolve” by Sandra Becker 01. A project of visual research in the area of nonverbal and digital communication between people. In: socialdissolve.tumblr.com. Abgerufen am 2. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2022: Fantasy, Galerie Helfrich Berlin
  • 2024: Nebelzeiten, FATart, Schaffhausen

Gruppenausstellungen

Messeteilnahmen

Arbeiten in Sammlungen (Auswahl)

  • Survival, Fotografie, Staatliches Museum Majdanek, Lublin, Polen
  • Cluster L8 und e1, Videofotografie, Stiftung Starke, Berlin
  • Moonlight, DVD, Museum Centro Cultural Andratx, Spanien
  • Cluster, Videofotografie, Baunetz-Online Berlin
  • Videoarbeiten in der internationalen Sammlung des Neuen Berliner Kunstvereins<ref name=":0" />
  • Zeichnungen in der Graphothek Berlin<ref>Kunstwerke – Einträge: Becker 01, Sandra. In: graphothek-berlin.de. Abgerufen am 4. Juni 2020.</ref>

Preise

Stipendien (Auswahl)

  • 1993: Stipendiatin der Akademie der Künste der UdSSR in Leningrad
  • 1997: DAAD-Stipendium New York
  • 2002: Atelierprogramm point B, Williamsbourgh, New York
  • 2004: Atelierstipendium Museum Centro Cultural Andratx, Spanien
  • 2005: Stipendium der Käthe Dorsch und Agnes Straub Stiftung
  • 2005: Artist in Residence, Association Saint Henri, Frankreich
  • 2010–2012: Stipendium Deutsche Künstlerhilfe des Bundespräsidenten
  • 2014: Stipendiatin des Goethe-Instituts Porto Alegre, Brasilien

Projektförderungen

  • 1994: Förderung durch das Künstlerinnenprogramm des Berliner Kultursenats
  • 2004: Projektförderung der Notgemeinschaft der Deutschen Kunst e.V.
  • 2003–2004: Förderung durch die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
  • 2006: EU-Förderung (Lokales Soziales Kapital) für den Dokumentarfilm „Lift01“
  • 2008: EU-Projektförderung für das Webportal „muetter-arbeiten-von-zuhause-aus“
  • ab 2013: Atelierförderung des Berliner Senats<ref>Atelierbüro und Atelierbeauftragte für Berlin – kulturwerk. Abgerufen am 2. September 2025.</ref>

Mitgliedschaften (Auswahl)

Literatur

  • Marius Babias, Kathrin Becker, Sophie Goltz: Time pieces. Videokunst seit 1963, n.b.k. Berlin, Band 4, Walther-König-Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86335-074-1.
  • 2016 – 175 Jahre. Immer wieder zeitgenössisch. VBK, Berlin 2016, ISBN 978-3-9818399-1-3.
  • Totalitär. Galerie VBK Berlin. Art In Flow Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-938457-30-6.
  • Techne, Berlin – Porto Alegre. Verlag ARTINFLOW, Berlin 2019, ISBN 978-3-938457-37-5.
  • Die Hälfte der Welt. Verein Berliner Künstler, Berlin 2019, ISBN 978-3-9818399-3-7.
  • Zeitverschiebung. Verein Berliner Künstler – NSPU Prag, Prag, Berlin 2019, ISBN 978-3-9818399-2-0.
  • Sex. Verein Berliner Künstler, Berlin 2019, ISBN 978-3-9818399-4-4.
  • 4. FATart Fair. Women* in arts. 100 zeitgenössische Künstlerinnen*. FATart, Schaffhausen 2021, ISBN 978-3-9525498-0-3.
  • 5. FATart Fair. Women & FLINT in arts. 100 zeitgenössische Künstlerinnen & FLINT. FATart, Schaffhausen 2022, ISBN 978-3-9525498-4-1.
  • 6. FATart Fair. Women & FLINTA in arts. 100 zeitgenössische Künstlerinnen & FLINTA. FATart, Schaffhausen 2023, ISBN 978-3-9525498-5-8.
  • Nebel Zeiten. Fog Times. FATart, Schaffhausen 2025, ISBN 978-3-9525498-7-2.

Weblinks

Commons: Sandra Becker – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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