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Andreas Ewels

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Datei:Andreas Ewels in Abu Dhabi.jpg
Andreas Ewels auf einer Preisverleihung in Abu Dhabi (2013)

Andreas Ewels (* 1969 in Münster) ist ein deutscher Journalist und Regisseur, der besonders für seine Natur- und Umweltdokumentationen bekannt ist.

Leben und Wirken

Zivildienst und Studium absolvierte er in Köln. Seine journalistische Laufbahn begann er mit 16 Jahren bei der Münsterschen Zeitung als Reporter und Fotograf. Später veröffentlichte er in diversen Tageszeitungen und Magazinen, bevor er zum Radio wechselte. Als Autor und Moderator wirkte er u. a. für den WDR<ref>Andreas Ewels. Abgerufen am 15. April 2021.</ref>, Radio Hundert,6 Berlin und Radio Bremen. Bei Antenne Münster gehörte Andreas Ewels zum Team der ersten Stunde. Neben der Moderation eigener Sendungen kommentierte er die Spiele des SC Preußen Münster.

Ab 1990 arbeitete Ewels auch für das Fernsehen, erst für den WDR (u. a. für Hier und Heute), dann ab Sendestart bis 1997 für die Sendung Stern TV und wechselte danach zum Burda-Verlag nach München. Hier arbeitete er für die Focus TV GmbH als Producer und Autor. Seit 2001 ist Ewels beim ZDF. In Mainz baute er die Sendungen ZDF.reporter und planet.e mit auf<ref>Geschichten entlang des Rheins. Ein Blick hinter die Kulissen: Bericht von den Dreharbeiten. zdf.de, 23. September 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juni 2013; abgerufen am 1. Mai 2013.</ref> und ist dabei an Formatentwicklungen beteiligt. Seine Filme werden auch auf Arte, bei 3sat, der Deutschen Welle und auf Phoenix gezeigt.

2006 und 2008 entwickelte Ewels, mit einer Sondergenehmigung des ZDF, zwei Formate für den NDR, die später auch in der ARD zu sehen waren. Für das ZDF erfand er unter anderem die Sendereihen „Abenteuer Rhein“ und „Abenteuer Mallorca“<ref>Artikel aus der Mallorca Zeitung.</ref>, bei denen ein eigens produzierter ZDF-Kamerazeppelin und seine spektakulären Luftaufnahmen im Vordergrund standen.

Die von Ewels produzierten Filme „Abenteuer Lerchenberg“<ref name=":0"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. aus der Frankfurter Rundschau.</ref>, „Adlerflüsterer“ und „Abenteuer Mallorca“ waren in zahlreichen deutschen Kinos zu sehen. Insgesamt zeichnet er für über 200 Dokumentationen und Reportagen<ref>detail. 16. Februar 2021, abgerufen am 15. April 2021.</ref> verantwortlich und drehte dabei in rund 100 Ländern.

Seit 2016 beschäftigt sich Ewels intensiv mit dem Thema Klimawandel in der Arktis und war an mehreren Polarexpeditionen beteiligt. Neben Expeditionsreisen nach Shishmaref (Alaska) und Ittoqqortoormiit (Grönland), ging es u. a. mit Dagmar Aen nach Island, der Arctic Sunrise nach Spitzbergen und mit der 50 Let Probedy bis zum Nordpol.<ref>On Tour. 15. August 2021, abgerufen am 16. September 2021.</ref>

2022 wurde Ewels für seine journalistische und umweltpolitische Lebensleistung mit dem „Green Hero Award“ der Green Festival Foundation (UN Global Compact Network / BNP Paribas Green Film Festival) ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 3. Dezember 2022 im Kurhaus Wiesbaden statt. Ebenfalls für seine umweltjournalistischen Leistungen bekam er am 20. September 2024 den spanischen Terres Pioneers Award in der Burg von Tortosa verliehen.<ref>“To be Albertan” and “Sustainable Türkiye”. Winners of the Terres Travel Festival 2024. Abgerufen am 4. April 2025.</ref>

Ewels ist Gründer des Natur- und Reisefilmfestivals NATOURALE.<ref>Film: Preisverleihung des Filmfestivals Natourale als Film. In: Die Zeit. 26. Dezember 2020, abgerufen am 15. April 2021.</ref> Alle zwei Jahre findet dieses in Wiesbaden statt. Ebenso ist er Initiator und Moderator der Naturfilmnächte Wiesbaden,<ref>Schönheit der Natur im Fokus. 16. März 2015, abgerufen am 15. April 2021.</ref> zu denen er seit 2015 zwei- bis dreimal im Jahr bekannte deutsche Filmemacher ins Deutsche Filmhaus Wiesbaden einlädt. Er ist Vorstandsvorsitzender von NATOURALE e. V., Mitglied der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und ist im Beirat der Deutschen Umweltstiftung<ref>Andreas Ewels. Abgerufen am 15. April 2021.</ref>.

Ewels ist verheiratet mit der Sprachwissenschaftlerin und Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Andrea-Eva Ewels.<ref>Schöne Paare: Andrea und Andreas Ewels. 23. März 2014, abgerufen am 15. April 2021.</ref> Zusammen haben sie einen Sohn und leben in Wiesbaden.

Trivia

Inspiriert durch ein Concept-Art Werk des Schweizer Künstlers Dieter Meier auf der documenta5 führt Andreas Ewels seit 1992 ein ähnliches Kunstprojekt durch. Dabei steht er an seinem Geburtstag, genau zu seiner Geburtszeit um 12 Uhr mittags, jedes Jahr immer an einem wichtigen Ort der Weltgeschichte. So feierte er schon auf dem Zuckerhut in Rio de Janeiro, im Capitol in Havanna und auf dem Empire State Building in New York.<ref>Ein besonderes Geburtstagsprojekt - Ein Interview mit Andreas Ewels (ZDF-Autor und Filmemacher) (18.06.2019) | DOMRADIO.DE. Abgerufen am 16. September 2021.</ref>

Durch seine Freundschaft zu dem britischen Schauspieler Oliver Foot und dessen Verbindung zur jamaikanischen Bobmannschaft wurde Ewels von 1999 bis 2001 ehrenamtlicher Manager des jamaikanischen Bobteams der Damen. Eine ProSieben-Reportage von Anna Bosch dokumentierte die Trainingslager auf Jamaika, in Kanada und am Königssee.<ref>On Tour. 15. August 2021, abgerufen am 16. September 2021.</ref>

Im Sommer 2018 wurde Andreas Ewels vom Mitgliedermagazin des FC Schalke 04, „Schalker Kreisel“, zum „Schalker des Monats“ ernannt, da er auf seiner Expeditionsreise zum Nordpol einen Schalke-Schal am nördlichsten Punkt der Welt hisste.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2025: Equinale, Neuhof (Deutschland), Tierschutzpreis für „Stutenfarmen“
  • 2025: EQUUS Film & Arts Fest, Reisterstown (U.S.A), Intern. Equine Issues Award for „Marefarms“
  • 2024: ITFF, Izmir (Türkei), Preis der Jury für „Abenteuer Patagonien“<ref>https://www.zdf.de/unternehmen/preise-2024-november-102.html</ref>
  • 2024: Finisterra Brasil, Porto Seguro (Brasilien) Bester Umweltfilm „Wenn Tierparks töten“
  • 2024: Agrofilm Festival, Nitra (Slowakei), Preis des Universitätsdirektors für „Stutenfarmen“
  • 2024: Climate Film Festival, Frome (Großbritannien) Silver Award für „Abenteuer Patagonien“<ref>https://www.zdf.de/unternehmen/preise-2024-november-102.html</ref>
  • 2024: Int. Film AT Festival, Warschau (Polen) Beste Dokumentation „Wenn Tierparks töten“
  • 2024: Terres Festival, Tortosa (Spanien) Gold Award Expeditionsfilm „Abenteuer Patagonien“<ref>https://www.zdf.de/unternehmen/preise-2024-november-102.html</ref>
  • 2023: GIFF, New Delhi (Indien), Bronze Award für „Welt der Viren“
  • 2022: International Media Festival of Wales, Llandeilo (Großbritannien), Bester Umweltfilm für „World of Viruses“
  • 2022: Vaasa Wildlife Festival, Vaasa (Finnland), Preis für die beste Umweltdokumentation für „Slow Travel, Fast Tourism“
  • 2022: Vaasa Wildlife Festival, Vaasa (Finnland), Bester Wissenschaftsfilm „Die Insektenretter“
  • 2022: Vaasa Wildlife Festival, Vaasa (Finnland), Preis für den besten Film in der Kategorie „Medizin & Gesundheit“ für „Welt der Viren“
  • 2022: #LabMeCrazy!-Festival, Pamplona (Spanien), Beste TV-Produktion für „Welt der Viren“
  • 2021: Toyo University Film Festival, Tokio (Japan), Preis der Studenten der Universität für „Slow Travel vs. Fast Tourism“
  • 2021: FilmAT Festival, Warschau (Polen), Preis des Jurypräsidenten für „Slow Travel vs. Fast Tourism“
  • 2021: Art & Tur International Festival, Porto (Portugal), Grand Prix des Festivals für „Slow Travel vs. Fast Tourism“
  • 2021: ITFF Africa, Kapstadt (Südafrika) Gold Award für „Slow Travel vs. Fast Tourism“
  • 2021: International Green Film Festival, Krakau (Polen) Auszeichnung für die beste Reportage für „Welt der Viren“
  • 2021: Terres Festival, Tortosa (Spanien) Auszeichnung „Bester Umweltfilm“ für „Slow Travel vs. Fast Tourism“
  • 2021: Zagreb Tourfilm Festival, Zagreb (Kroatien), Beste TV-Reportage für „Slow Travel vs. Fast Tourism“
  • 2021: Silafest, Velikom Gradištu (Serbien) Auszeichnung „Bester Kurzfilm“ für „Welt der Viren“
  • 2020: International Science Film Fest of India, Delhi (Indien), Best of Festival Award für „Die Insektenretter“<ref>I. S. W. Desk: International Science Film Festival of India comes to close. 26. Dezember 2020, abgerufen am 15. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2020: Fashion Film Festival, Chicago (U.S.A.), Preis für die beste Dokumentation für „Fast Fashion – Modewahnsinn“
  • 2020: GeoFilmFest, Venedig (Italien), Golden Earth Award für „America first, Natur zuletzt“<ref>Andreas Ewels – “Westfälische Nachrichten” – BNP Paribas Green Film Festival. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. April 2021; abgerufen am 15. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.greenfestival.pl</ref>
  • 2019: Green Vision Festival, St. Petersburg (Russland), Courage Award in environmental filmmaking für „Der Python Code“
  • 2019: International Green Film Festival, Krakau (Polen), Preis für die beste Dokumentation für „America first, Natur zuletzt“
  • 2019: CMS Vatavaran Wildlife Film Festival, Delhi (Indien), Preis für die beste Dokumentation für „Der Python Code“<ref>10th CMS VATAVARAN International Film Festival, 2019. Abgerufen am 15. April 2021.</ref>
  • 2019: #LabMeCrazy!-Festival, Pamplona (Spanien), Preis der Universität von Navarra für „Der Python Code“
  • 2018: Sonoma International Film Festival, San Francisco (U.S.A.), Publikumspreis für „Safran – Auf der Spur des roten Goldes“<ref>Sonoma International Film Festival 2018. Abgerufen am 15. April 2021.</ref>
  • 2018: Silafest, Belgrad (Serbien), Beste Dokumentation des Festivals für „Kampf um die Arktis“
  • 2018: Life Science Film Festival, Prag (Tschechien), Life Science Award für „Arsen – der schleichende Tod“
  • 2017: Art & Tur Festival, Porto (Portugal), Preis „Beste Dokumentation“ für „Safran – Auf der Spur des roten Goldes“
  • 2017: Woodpecker Film Festival, Delhi (Indien), Public Health Issue Award für „Arsen – der schleichende Tod“
  • 2017: ITFF, Istanbul (Türkei), Preis „Beste Dokumentation“ für „Safran – Auf der Spur des roten Goldes“
  • 2016: Film Festival „Jagd & Hund“, Dortmund (Deutschland), Preis „Beste Dokumentation“ für „Abenteuer Lerchenberg“
  • 2016: Tourfilm Festival, Zagreb (Kroatien), Best Aerial Film Award für „Abenteuer Mallorca“<ref>Winners 2016. In: ZAGREB TOURFILM FESTIVAL 2021. Abgerufen am 23. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2016: Film Festival „Jagd & Hund“, Dortmund (Deutschland), Sonderpreis „Jagdfilm“ für „Adlerflüsterer“<ref>Preisgekrönt - 1. Platz für den Adlerflüsterer. In: Adlerflüsterer Pierre Schmidt. Abgerufen am 15. April 2021.</ref>
  • 2015: Silafest, Belgrad (Serbien), White Arcadia Award für „Abenteuer Lerchenberg“
  • 2015: International Nature Film Festival, Gödöllö (Ungarn), Best Environmental Documentary für „Abenteuer Lerchenberg“
  • 2014: Evolution Filmfestival, Palma (Spanien), Evolution Island Award für „Abenteuer Mallorca“<ref>Awards. Abgerufen am 15. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2014: Wildlife Film Festival, Vaasa (Finnland), Silver Documentary Award für „Abenteuer Lerchenberg“
  • 2013: International Environmental Filmfestival, Abu Dhabi (V.A.E.), Golden Gazelle Award für „Die Reptilien-Mafia“<ref>Ehrung in Abu Dhabi für planet.e.</ref>
  • 2013: Ökofilmtour, Potsdam (Deutschland), Hoimar-von-Ditfurth-Preis für die Redaktion planet e.<ref>Planet.e erhält Hoimar von Ditfurth-Preis.</ref>
  • 2013: DJV, Marburg (Deutschland), Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ für „Abenteuer Lerchenberg“<ref>News aus dem Jagdnetz.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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