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Als Le Classique ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch als Derby de France oder Le Classico bekannt) werden die Derbys zwischen den französischen Fußballclubs Paris Saint-Germain (kurz: PSG oder Paris SG) aus der Hauptstadt Paris und Olympique Marseille (kurz: OM) aus der südlichen Hafenstadt Marseille am Mittelmeer bezeichnet.<ref>leclassico-psg-om.e-monsite.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />«Le Classico» PSG-OM (Memento vom 12. April 2012 im Internet Archive) (französisch)</ref> Der Name lehnt sich an die Duelle der beiden spanischen Topclubs Real Madrid und dem FC Barcelona an, die den Namen El Clásico tragen.
Die Gründung von Olympique Marseille geht auf das Jahr 1899 zurück.<ref>om.net: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vereinsgeschichte auf der Homepage von Olympique Marseille (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Januar 2013 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.om.net (französisch)</ref> Marseille gehörte 1932 zum Kreis der 20 Gründungsmitglieder der Division 1. Sie tragen den Spitznamen Les Phocéens ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Die erste Meisterschaft in der Division 1 errang OM 1937 aufgrund einer besseren Tordifferenz gegenüber dem FC Sochaux. Im gleichen Jahr wurde das Stade Vélodrome eingeweiht. Die Spielstätte ist heute, nach seiner Renovierung und Erweiterung auf 60.000 Plätze für die Fußball-Weltmeisterschaft 1998, das größte Stadion im französischen Ligabetrieb. Nach zwei zweiten Plätzen in den Folgejahren 1938 und 1939 unterbrach der Zweite Weltkrieg den Spielbetrieb der obersten Spielklasse. Nach dem Weltkrieg konnte Olympique Marseille 1948 den zweiten Meistertitel einfahren. Es schlossen sich wechselhafte Jahre, in denen die Weißblauen zwischen Mittelfeld und unterem Teil der Tabelle pendelten, an.
Im Jahr 1959 musste Marseille als letztes Gründungsmitglied der Division 1 den Weg in die Zweitklassigkeit antreten. Nach einer kurzen Rückkehr 1962 konnte sich OM Mitte der 1960er Jahre wieder im französischen Fußballoberhaus festsetzten. Nach dem Pokalsieg 1969 und einem zweiten Platz 1970 in der Liga konnte sich Olympique 1971 und 1972 ein drittes und viertes Mal in die Siegerliste der Division 1 eintragen. Der jugoslawische Stürmer Josip Skoblar erzielte in der Meistersaison 1970/71 44 Tore. Eine Bestleistung, die bis heute Bestand in der höchsten französischen Spielklasse hat und er erhielt zusätzlich den Goldenen Schuh als bester Torschütze des Jahres in Europa. Mit dem Erfolg im Coupe de France 1972 schaffte der Verein das Double. In den 1970er Jahren folgte noch ein Pokalgewinn 1976. Danach glitt der Verein wieder ins Mittelmaß ab und 1980 folgte der Abstieg. Nach der Rückkehr 1984 konnten die Marseillais mit dem 17. Platz knapp den erneuten Abstieg verhindern.
Nach dem größten Erfolg kam der Absturz. Der Meistertitel 1993 wurde OM wegen der „Affäre OM-VA“, Spielmanipulation durch Bestechungsgelder, aberkannt. Darüber hinaus wurde Marseille zur Saison 1994/95 in die Division 2 strafversetzt.<ref>soccernet.espn.go.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The shame of Marseille (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. März 2011 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/soccernet.espn.go.com Artikel vom 10. März 2011 (englisch)</ref> In der Division 2 wurde OM auf Anhieb Meister, jedoch verweigerte der französische Fußballverband dem Verein den direkten Wiederaufstieg. Ein Jahr später jedoch durfte Marseille den Aufstieg feiern, indem man Tabellenplatz 2 erreichte. Im Jahr 2010 konnten die Phocéens, nach einer Durststrecke von 17 Jahren, ihren neunten Meistertitel bejubeln. Hinzu kamen drei Gewinne des Coupe de la Ligue in den Jahren 2010, 2011 und 2012 sowie 2010 und 2011 die Trophée des Champions.
Der Paris Saint-Germain Football Club entstand im Jahr 1970 aus dem Vorstadtclub Stade Saint-Germain nach einer Fusion mit dem Paris FC.<ref>psg.fr: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vereinsgeschichte auf der Homepage von Paris Saint-Germain (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Oktober 2018 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.psg.fr (französisch)</ref> Paris Saint-Germain empfängt seine Gegner in dem seit 1897 bestehenden Parc des Princes im 16. Arrondissement der Stadt. Nachdem Paris Saint-Germain den Platz von Stade Saint-Germain in der Division 2 einnahm, gelang dem Liganeuling 1971 der sofortige Aufstieg in die Division 1. Nach einem 16. Platz in der ersten Saison 1971/72 verlor der Verein seine Lizenz, da er gegen die Regeln des Fußballverbandes FFF verstieß. Demnach mussten in jedem Profiverein auch Abteilungen für Amateur- und Jugendmannschaften vorhanden sein. Paris Saint-Germain wurde in die dritte Amateurliga herabgestuft und Paris FC übernahm den Platz in der Division 1. Zugleich wechselte der Spielerkader von PSG zum PFC.
Ab 1973 engagierte sich der ModeschöpferDaniel Hechter als Geldgeber und wurde 1974 für vier Jahre der Vereinspräsident. Unter Leitung von Trainer Just Fontaine, erfolgreichster Torschütze der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 mit 13 Treffern, meldete sich die Parisiens schon zur Saison 1974/75 wieder im französischen Fußballoberhaus zurück. Nach durchschnittlichen Jahren in den 1970ern konnten die Rouges et Bleus Anfang der 1980er Jahre ihre ersten Erfolge mit dem Gewinn des Coupe de France 1982 und 1983 feiern. Der vorläufige Höhepunkt war der Gewinn der Meisterschaft in der Saison 1985/86. Unter Leitung von Trainer Gérard Houllier und dem Torhüter Joël Bats, den Mittelfeldmännern Luis Fernández und Safet Sušić sowie dem Stürmer Dominique Rocheteau blieb der Verein bis zum 20. Spieltag ohne Niederlage und schloss die Spielzeit mit einem Vorsprung von drei Punkten auf den FC Nantes ab.<ref>weltfussball.de: Spielplan der Division 1985/86</ref>
Die bisher erfolgreichste Zeit der Hauptstädter lag in den 1990er Jahren. 1991 übernahm der Pay-TV-Sender Canal+ den Verein. Die zweite Meisterschaft 1994 errangen die Rotblauen mit Trainer Artur Jorge und dem Nationaltorhüter Bernard Lama, dem torgefährlichen Mittelfeldspieler Raí sowie David Ginola und George Weah, dem liberianischenFIFA-Weltfußballer von 1995. Des Weiteren gingen der Pokalwettbewerb Coupe de France1993, 1995 und 1998 auf das Konto der Pariser. Im Ligapokal war man wie auch im Spiel um den französischen Supercup 1995 und 1998 erfolgreich. Auf europäischer Ebene konnte PSG den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1996 gegen Rapid Wien sowie im Jahr darauf die erneute Endspielteilnahme feiern. Dort unterlag man aber mit 0:1 gegen den FC Barcelona. PSG ist der jüngste Verein, der einen Europapokal gewinnen konnte.
Im Gegensatz zu anderen traditionsreichen, europäischen Derbys wie dem GlasgowerOld Firm, dem Manchester Derby, dem Derby della Capitale in Rom oder dem innerfranzösischen zwischen der AS Saint-Étienne und Olympique Lyon blickt das Duell zwischen PSG und OM auf eine relativ kurze Zeitspanne zurück. Dementgegen hat es sich mittlerweile zum problematischsten Duell des Landes entwickelt.<ref>ligue1.com: OM-PSG D-2: The match that divides a nation Artikel vom 23. Oktober 2009 (englisch)</ref> Anders als bei anderen Derbys zieht das Duell seine Brisanz nicht aus der räumlichen Nähe, wie bei dem Revierderby Dortmund gegen Schalke oder dem Frankenderby Nürnberg gegen Fürth, sondern daraus, dass Paris und Marseille die größten Städte und OM wie PSG die beliebtesten und einflussreichsten Fußballvereine Frankreichs sind. Die beiden Clubs sind bis dato die einzigen französischen Sieger eines großen europäischen Wettbewerbes (OM 1993 und PSG 1996). Die Rivalität der beiden Städte bezieht sich aber nicht nur auf den Fußball, sondern auch auf historischer, kultureller und sozialer Ebene. Die Weltstadt Paris im Norden des zentralistisch ausgerichteten Frankreich, die alle anderen Städte in den Schatten stellt, gegen die rund 800 km südlicher gelegene Hafenstadt Marseille im sonnigen Süden an der Mittelmeerbucht Golfe du Lion. In der Ligue 1 Saison 2011/12 belegten Paris Saint-Germain und Olympique Marseille mit durchschnittlich 42.882 beziehungsweise 40.445 Zuschauern Platz 1 und 2 der Zuschauertabelle. Auf den weiteren Plätzen lagen Olympique Lyon (33.067), AS Saint-Étienne (21.478), FC Toulouse (21.446) und Stade Rennes (20.725).<ref>ligue1.com: Ligue 1 2011/2012 – Zuschauertabelle (französisch)</ref>
Die erste Begegnung fand am 12. Dezember 1971 des 18. Spieltages der Division 1 1971/72 statt. Dort behielt Olympique mit einem 4:2 die Oberhand im heimischen Stade Vélodrome. Paris konnte den höchsten Derbysieg für sich verbuchen. Am 8. Januar 1978 war die Elf aus Marseille mit 1:0 in Führung gegangen, doch letztendlich war man Paris bei der 1:5-Niederlage deutlich unterlegen. Von einem Derby konnte man zu dieser Zeit aber noch nicht sprechen, Die Aufeinandertreffen waren bis in die 1980er Jahre ohne große Rivalität. Dies änderte sich, als sich bei Paris Saint-Germain die ersten Erfolge einstellten und Bernand Tapie Präsident der Phocéens wurde. Marseilles Konkurrenten AS Saint-Étienne (1970er Jahre) und Girondins Bordeaux (1980er Jahre) schwächelten und mit den Parisern tauchte ein neuer Reibungspunkt auf. Für den Journalisten und Autor Alain Pécheral ist diese Gegnerschaft zwischen den Fans zudem eine teilweise künstlich erzeugte, mit der Ende der 1980er Jahre der Fernsehsender und PSG-Sponsor Canal+ sowie OMs Präsident Tapie – wie beide Seiten später zugaben – das Interesse an den Begegnungen zwischen beiden Mannschaften „anheizen“ wollten.<ref>Alain Pécheral: La grande histoire de l'OM. Des origines à nos jours. Éd. Prolongations, o. O. 2007, ISBN 978-2-916400-07-5, S. 362.</ref>
Zu einem ersten Höhepunkt in den Begegnungen kam es Ende der 1980er Jahre. Kurz vor Saisonende am 35. Spieltag 1988/89 traf man punktgleich in Marseille aufeinander. Bis zur 90. Minute hatte ein 0:0 Bestand, dann markierte Franck Sauzée mit einem platzierten 30-Meter-Weitschuß das erlösende 1:0 für Olympique.<ref>goal.com: Spécial Clasico – Les PSG-OM les plus marquants de l'histoire Artikel vom 4. November 2010 (französisch)</ref> Diesen Rückstand konnte Paris in den drei ausstehenden Spielen nicht mehr wettmachen und OM feierte nach 17 Jahren wieder eine Meisterschaft. Die Übernahme von PSG 1991 durch Canal+ mit Besitzer Michel Denisot und späterem Vereinspräsident befeuert weiter die Gegnerschaft von OM und PSG. Mit hohen Investitionen in den Spielerkader sollte die Übermacht der Südfranzosen durchbrochen werden. Vor dem Hinspiel der Saison 1992/93 in Paris gab PSG-Trainer Artur Jorge ein Interview. Dort kündigte er an: „Wir werden sie schlagen.“ Als Reaktion ließ OM-Präsident Tapie den betreffenden Zeitungsartikel in der Kabine der Mannschaft aushängen. Der gewünschte Effekt blieb nicht aus. Die Marseillais gewannen Hin- wie auch Rückspiel und wurden am Ende der Saison vor Paris Meister.<ref>de.fifa.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Olympique Marseille vs Paris Saint-Germain – Frankreichs junges Duell (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Juli 2013 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.fifa.com</ref> In der folgenden Spielzeit 1993/94 lösten die Rotblauen Serienmeister Marseille als Titelträger mit acht Punkten Vorsprung ab. In den darauffolgenden Jahren mussten beide Vereine in der Liga mit vorderen Plätzen begnügen und als Vizemeister anderen Mannschaften wie dem AJ Auxerre, AS Monaco und Girondins Bordeaux den Vortritt lassen. In den 2000er Jahren durchliefen OM und PSG wechselhafte Jahre und Serienmeister Olympique Lyon (2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007 und 2008) zog an der Tabellenspitze der Ligue 1 einsam seine Kreise.
Wegen der gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Vergangenheit durften zum Ligaspiel am 7. Oktober 2012 in Marseille nur 400 Anhänger von Paris anreisen. Im Stadion standen speziell abgetrennte Bereiche bereit. Weitere Anhänger bekamen für den Spieltag ein Reiseverbot für die Strecke Paris nach Marseille.<ref>de.eurosport.yahoo.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Freude, Fieber, Furcht: Marseille contra Paris (Memento vom 11. Oktober 2012 im Internet Archive) Artikel vom 7. Oktober 2012.</ref>
Zwischenfälle
Die Fans der Vereine sorgten für unrühmliche Kapitel des Derby de France. Bei dem Pokalhalbfinale 1995 am 11. April gab es nach Ausschreitungen 146 Festnahmen und neun verletzte Polizisten.
Insgesamt ist die Bilanz ausgeglichen. Während aber Olympique Marseille die Mehrzahl der Ligaspiele für sich entscheiden konnte, gab es für sie in den Pokalwettbewerben gegen Paris Saint-Germain wenig zu gewinnen. Von den 14 Spielen im Coupe de France, Coupe de la Ligue und der Trophée des Champions konnten Les Phocéens nur eines auf ihrem Konto verbuchen.
An der Spitze der Torschützenliste befinden sich der Schwede Zlatan Ibrahimović (2012 bis 2016 bei PSG) und der Portugiese Pauleta (2003 bis 2008 bei PSG). Ihnen folgt mit fünf Treffern der Angreifer Hervé Florès (1975 bis 1981 bei Olympique). Als einziger Deutscher steht Rudi Völler mit zwei Toren in der Liste.
Bei Torgleichheit sind die Spieler alphabetisch geordnet.
Ungeachtet der Konkurrenz zwischen den Clubs und der erst kurzen Geschichte der Parisiens waren relativ viele Spieler bei beiden Vereinen unter Vertrag. 23 der 47 Akteure wechselten direkt zwischen den Clubs. Die ersten Überläufer waren Jean-Pierre Destrumelle und Jean Djorkaeff, Vater von Youri Djorkaeff, die im Gründungsjahr in die Hauptstadt wechselten. Der frühere jugoslawische Nationalspieler Tomislav Ivić war für beide Vereine (PSG 1988–1990, OM 1991 und 2001) als Trainer verantwortlich. Als früherer Spieler von PSG (1979–1981) übernahm der brasilianische Abwehrspieler Abel Braga 2000 das Traineramt bei den Marseillais.<ref>psgmag.net: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Semaine spéciale PSG – OM 28e j. Les joueurs qui ont connu le PSG et l’OM (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. April 2011 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.psgmag.net Artikel vom 12. März 2009 (französisch)</ref>
Seit Mitte der 2010er Jahre werden gelegentlich auch die Duelle zwischen den Frauenteams der beiden Vereine als Le Classique bezeichnet,<ref>So beispielsweise im D1 Le Mag’, Ausgabe 13, aus dem Januar 2020, abrufbar bei footofeminin.fr.</ref> obwohl der Begriff eigentlich alleine deshalb nicht zutrifft, weil diese Aufeinandertreffen nicht auf eine längere Tradition zurückblicken können. Denn in den 18 Jahren von 1974/75 bis 1991/92, in denen die französische Meisterschaft noch in einer Mischung aus Liga- und K.o.-Modus ausgetragen worden war, ist es nie zu einem direkten Vergleich gekommen. Und seit in der Saison 1992/93 eine landesweite erste Liga eingerichtet wurde, waren PSG und OM bisher auch lediglich in drei Spielzeiten gemeinsam darin vertreten. Erstmals war dies 2016/17 der Fall, dann in der darauffolgenden Saison und jüngst 2019/20. Dabei hat der Hauptstadtklub sämtliche Heim- (1:0, 4:0, 11:0) und zwei der drei Auswärtspartien (5:2, 5:0) für sich entschieden; lediglich 2016/17 behielt Marseille vor eigenem Publikum die Oberhand (2:0).
Im Landespokalwettbewerb sind die beiden Kontrahenten bis einschließlich 2024/25 sogar noch nie aufeinander getroffen.
Literatur
Jean-François Pérès, Daniel Riolo, David Aiello: OM-PSG, PSG-OM les meilleurs ennemis : Enquête sur une rivalité. Mango Sport, 2005, ISBN 978-2-84270-546-6, Taschenbuch (französisch).