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Bariumsulfid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Kristallstruktur
Struktur von Bariumsulfid
Vorlage:Farbe Ba2+ 0 Vorlage:Farbe S2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Fm3m (Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225

Koordinationszahlen

Ba[6], S[6]

Allgemeines
Name Bariumsulfid
Andere Namen

Vorlage:INCI

Verhältnisformel BaS
Kurzbeschreibung

farblose kubische Kristalle<ref name=roempp>Eintrag zu Bariumsulfid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> mit Geruch nach faulen Eiern<ref name="GESTIS"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 244-214-4
ECHA-InfoCard 100.040.180
PubChem 6857597
ChemSpider 5256933
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 169,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS"/>

Dichte

4,25 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

2227 °C<ref name="CRC90">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Inorganic Compounds, S. 4-50.</ref><ref name=roempp/>

Siedepunkt

Zersetzung<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

in Wasser Hydrolyse<ref name=roempp/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.040.180">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​301​‐​332​‐​314​‐​400
EUH: 031
P: 260​‐​273​‐​280​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
MAK

0,5 mg·m−3<ref name="GESTIS"/>

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−460,0 kJ/mol<ref name="CRC90_5_6">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-6.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bariumsulfid (BaS) ist das Sulfid des Bariums.

Gewinnung und Darstellung

Bariumsulfid wird aus Bariumsulfat (Schwerspat) hergestellt; dazu wird BaSO4 mit Kohlenstoff bei 1000 °C im Drehrohrofen zu BaS reduziert:

<math>\mathrm{BaSO_4 + 2 \ C \rightarrow BaS + 2 \ CO_2}</math>

Bariumsulfid hoher Reinheit lässt sich in kleinen Mengen durch Erhitzen von Bariumcarbonat bei etwa 1000 °C in einem genügend starken Strom von Schwefelwasserstoff und Wasserstoff gewinnen.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 927.</ref>

<math>\mathrm{BaCO_3 + H_2S \longrightarrow BaS + H_2O + CO_2}</math>

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Bariumsulfid ist ein farbloser bis grauer Feststoff, der an Luft leicht oxidiert und sich bei Feuchtigkeit zersetzt. Es kristallisiert kubisch in der Natriumchlorid-Struktur mit einem Gitterparameter von a = 6,39 Å und vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="brauer" /> Unreines Bariumsulfid phosphoresziert nach Lichteinwirkung.<ref name=roempp/> Das wurde 1602 in Bologna entdeckt (Bologneser Leuchtstein) durch Vincentio Casciorolo und erregte damals große Aufmerksamkeit bei Alchemisten. Da die Entdeckung vor der des Phosphors erfolgte, ist dies die erste Beobachtung von Phosphoreszenz.

Chemische Eigenschaften

Bariumsulfid setzt bei Säureeinwirkung Schwefelwasserstoff frei:

<math>\mathrm{BaS + 2 \ H^+ \rightarrow Ba^{2+} + H_2S \uparrow}</math>

Verwendung

Bariumsulfid wird zur Herstellung von Bariumsalzen verwendet. Dabei wird es mit Säuren zu den entsprechenden Salzen umgesetzt. Beispiel:

<math>\mathrm{BaS + 2 \ HCl \rightarrow BaCl_2 + H_2S \uparrow}</math>

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Navigationsleiste Erdalkalimetallsulfide