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Adolf Ey

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Datei:Ey-adolf-in-trommsdorff-paul-der-lehrkoerper-der-TH-hannover-1831-1931-hannover-1931-s118.jpg
Adolf Ey (vor 1931)

Karl Julius Adolf Ey (Pseudonym: Julius Adolf) (* 18. Januar 1844 in Clausthal; † 18. September 1934 in Hannover) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Schriftsteller.<ref name="HBL">Hugo Thielen: EY, (1) ... (siehe Literatur)</ref> Der Philologe und Romanist schrieb Romane und Erzählungen, deren Handlungen in seiner Harzer Heimat spielten.<ref name="DNB">Vergleiche die GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek</ref>

Leben

Datei:Hannoversche Köpfe aus Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Literatur, Bd. 1, S. 083 Adolf Ey.jpg
Adolf Ey (Zeichnung von August Heitmüller, um 1929)

Adolf kam in Clausthal zur Welt. Eine nahe Verwandtschaft zu August Ey wird bezweifelt. Er absolvierte das Gymnasium und studierte dann von 1863 bis 1866 an der Universität Göttingen, zuerst Theologie, dann neue Sprachen.<ref name="HBL" /> Während seines Studiums wurde er Mitglied der Burschenschaft Brunsviga.<ref>Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 110.</ref><ref>Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band II: Künstler. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 185–186.</ref><ref>Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 49. Jahrgang (Dez. 1934), H. 3, S. 84.</ref>

1866 bis 1869 hatte Adolf Ey an einem Englischen Institut nahe dem Genfersee eine Stellung als Lehrer inne. 1870 ging er nach Lüneburg, um dort sein Examen für das höhere Lehramt abzulegen. Im Folgejahr ging er 1871 als Gymnasiallehrer für neuere Sprachen zunächst nach Hannover an das dortige Lyceum II, 1873/74 nach Flensburg an das Königlich evangelische Gymnasium, um 1874 erneut an das hannoversche Lyzeum zurückzukehren, an dem er zehn Jahre später, 1894, zum Oberlehrer befördert wurde.<ref name="HBL" />

Zum 1. April 1892 wurde Ey zum Professor berufen und wirkte vom 1. Mai desselben Jahres an der hannoverschen Technischen Hochschule zugleich als Dozent für die französische Sprache (bis 2. März 1896).<ref name="HBL" />

Nachdem Adolf Ey den Verband der deutschen neuphilologischen Lehrerschaft gegründet hatte, wurde er zum 1. Oktober 1898 in den Ruhestand versetzt, wodurch er sich seinen schriftstellerischen Tätigkeiten widmen konnte.<ref name="HBL" />

Adolf Ey schrieb vor allem volkstümliche Gedichte, Erzählungen und Märchen,<ref name="HBL" /> die häufig in seiner Oberharzer Heimat spielten.<ref name="DNB" /> 1914 veröffentlichte er seine Autobiographie unter dem Titel Bekenntnisse eines alten Schulmeisters.<ref name="HBL" />

In den Kunst- und Kulturzeitschriften Jugend und Simplicissimus konnten Werke von – und über – Adolf Ey 88 mal nachgewiesen werden.<ref>siehe Weblinks</ref>

Auszeichnungen

  • Die 1924 im hannoverschen Stadtteil Waldhausen angelegte Adolf-Ey-Straße,<ref name="Straßennamen">Helmut Zimmermann: Adolf-Ey-Straße. In: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 8</ref> in der der Dichter seinerzeit lebte,<ref>anonym: Hannoversche Köpfe aus Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Literatur, (August Heitmüller zeichnete die Köpfe. Wilhelm Metzig entwarf die Gesamtausstattung des Werkes.), Bd. 1. Verlag H. Osterwald, Hannover (um 1929), ohne Seitennummern</ref> wurde anlässlich des 80. Geburtstages des Schriftstellers so benannt.<ref name="Straßennamen"/>
  • In Clausthal-Zellerfeld ist eine Straße nach ihm benannt<ref>Adolf-Ey-Straße in Clausthal-Zellerfeld. In: strassen-in-deutschland.de. Abgerufen am 31. März 2020.</ref>.

Werke

Eigene

  • Bekenntnisse eines alten Schulmeisters (in Frakturschrift), Berlin: A. Hoffmann, 1914 (Autobiografie)
  • Vor Toresschluß. Gedichte, in Fraktur, Berlin: A. Hoffmann, 1916
  • Aus allerlei Schubladen. Gedichte. Verfasser der „Gedichte e. Großvaters“, 2. Auflage, Berlin: Hofmann, 1917
  • Gedichte eines Großvaters, 4., durchges. Aufl., Leipzig : W. Vobach & Co. [1925]
  • Harzerblut. Ein ernst u. schnurrig Buch, mit Buchschmuck und Abbildungen von Reinecke-Altenau, Hannover: Helwing’sche Verlagsbuchhandlung [1927]
  • Stippstörken des Seniors Wilhelm Bödeker, Hannover: Helwing, 1933
  • Marianne. Eine Studentenliebe am Genfer See, Hannover: Helwingsche Verlagsbuchhandlung, [1933]

Mitwirkung

  • Balladen / Friedrich Schiller. Für Schule u. Haus hrsg. u. erl. von Adolf Ey, in der Reihe Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 1710, Leipzig: Ph. Reclam jun. [Neue, verbesserte Ausgabe, 1922]
    • Neudruck 1948

Siehe auch

Literatur

  • anonym: Hannoversche Köpfe aus Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Literatur, (August Heitmüller zeichnete die Köpfe. Wilhelm Metzig entwarf die Gesamtausstattung des Werkes.), Bd. 1. Verlag H. Osterwald, Hannover (um 1929), ohne Seitennummern
  • Paul Trommsdorff: Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931. Bibliothek der Technischen Hochschule, Hannover 1931, S. 118.
  • Deutsche Biographische Enzyklopädie
  • Wilhelm Kosch (Begründer): Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch, 3., völlig neu bearbeitete Auflage (20 Bände), Bern; München: Francke, 1968ff.
  • Mechthild Wiswe: Ey, Karl Julius Adolf, In:
  • Henning Rischbieter: Hannoversches Lesebuch, oder: Was in und über Hannover geschrieben, gedruckt und gelesen wurde, Bd. 2: 1850–1950, 1. Auflage, Velber: Friedrich Verlag, 1978, S. 83ff. u.ö.
  • Catalogus Professorum 1831–1981. Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Universität Hannover“, Bd. 2, Hannover 1981, S. 60
  • Hugo Thielen: EY, (1) Karl Julius Adolf. In: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 112; online über Google-Bücher
  • Hugo Thielen: Ey, (1) Karl Julius Adolf. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 171f.

Weblinks

Commons: Adolf Ey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references />

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