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Tael

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Tael
Chinesische Bezeichnung
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Kurzzeichen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Pinyin liǎng
Jyutping loeng5
Japanische Bezeichnung
Kanji {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
- Kana {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
- Rōmaji {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Koreanische Bezeichnung
Hangeul {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Südkorea)
Hanja {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
- R.R. nyang
- M.R. nyang
Hangeul {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Nordkorea)
- R.R. ryang
- M.R. ryang
Vietnamesische Bezeichnung
Quốc ngữ lượng, lạng
Hán tự

Tael ist die Bezeichnung für eine heute nicht mehr gebräuchliche chinesische Währungseinheit. Ursprünglich war das Tael oder Liang eine Maßeinheit für Silber, die je nach Zeit und Ort stark schwankte. Das Tael wird heute noch in verschiedenen südostasiatischen Ländern als Gewichtseinheit verwendet.

Namensherkunft

Das Wort Tael leitet sich über das Portugiesische von dem malaiischen Wort tahilJawi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – her, das so viel wie „Gewicht“ bedeutet. Auf Thai heißt es {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />tamlɯŋ]. Ein älterer, volkstümlicher Name für das Tael als Silberbarren war auch Paes für „Brot“.

Historische Beschreibung

Die Begriffsverwirrung über die chinesischen Währungsbegriffe war in ausländischen Büchern so groß, dass sich der Autor Justus Scheibert zu Beginn des 20. Jahrhunderts genötigt sah, eine genaue Definition zu liefern:

„Das Tael ist nichts anderes als ein ‚Begriff‘, und noch dazu ein schwankender; in jeder Provinz, ja fast in jeder Stadt berechnet man seinen Wert verschieden und überdies hängt der letztere im internationalen Verkehr auch von dem jeweiligen Preise des Silbers ab.

Die chinesischen Kaufleute hingegen haben noch die alte Zahlungsweise, in der sich bereits Abraham mit Hephron bei dem Ankauf der Grabstelle Sarahs auseinandersetzte (1. Mos. 23, 16): sie wägen ihr Geld. Geprägte oder gegossene Silberstücke gibt es nämlich im Innern des Landes nicht, sondern die Kaufleute führen Silberbarren, je im Gewichte von etwas mehr als ein Kilogramm bei sich und schneiden mit einer großen Schere dann immer so viel ab, wie die Rechnung beträgt. Diese Abschnitte werden in Säckchen gesammelt, und wenn ein genügendes Quantum vorhanden ist, zum Wechsler gebracht und von diesen wieder zu Barren eingeschmolzen.

Jeder Kaufmann besitzt daher eine Wiegeschale, die in einem Glaskasten aufbewahrt wird, an dem die Worte zu stehen pflegen: ‚Wage (sic) sei geschäftig, wiege täglich Waren viele tausend Taels wert.‘

Die chinesischen Kaufleute haben es beim Abschneiden der Silberbarren zu einer wunderbaren Geschicklichkeit gebracht, so dass beim Nachwiegen kaum ein Stückchen abgeschnitten oder hinzugelegt werden braucht. Die böse Welt behauptet allerdings, dass der chinesische Silberwechsler im Hantieren der Wage (sic!) eine noch größere Geschicklichkeit als im Gebrauch der Schere besäße und dass es stets einen kleinen Unterschied mache, ob er kaufe oder verkaufe.

Jedenfalls gehören die Wechsler immer zu den reichsten Leuten der Stadt; aber es ist viel richtiger, ihnen diesen nicht ganz ordnungsgemäßen Extra-Vorteil zu gönnen, als in die Hände gerissener Gauner zu fallen, die das Silber mit minderwertigem Metall mischen oder, da ein scharfes Auge den Betrug unschwer erkennt, in die Mitte des Barrens ein Stück Eisen verstecken.“

Zitiert aus Justus Scheibert: Der Krieg in China 1900–1901. Berlin 1909.

Historischer Wert

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Japanische Tael-Gewichte der Geldwechsler zur Edo-Zeit:
(von links nach rechts)
1. Reihe: 30, 20, 10 Ryō (Tael)
2. Reihe: 5, 4, 3, und 2 Ryō (Tael)

Theoretisch sollte der Tael 1000 Käsch entsprechen. Tatsächlich wurde dem physischen Tael-Silberbarren bewusst gelegentlich wertminderes Antimon beilegiert. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts hatten 10 mexikanische Pesos einen Gegenwert von 7,2 Tael. Insgesamt gab es rund 170 verschiedene Taels, mit jeweils unterschiedlichem Gewicht. Beispiele:

  • Kanton-Tael (= Hongkong-Tael): 33,816 Gramm
  • Shanghai-Tael: 37,759 Gramm (114,4 pro 100 Haikwan)

Das Regierungs-Tael hieß auch Haikwan-Tael (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), da mit dieser Geldeinheit alle Zölle ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Zoll“) entrichtet werden mussten. Zu den wichtigeren anderen Rechnungseinheiten gehörten der Kuping-Tael (101,64 pro 100 Haikwan) oder Tientsin-Tael (105,2 pro 100 Haikwan). Nach 1868 berechnete sich der Wert in China wie folgt:

1 Tael<templatestyles src="FN/styles.css" /> a

= 10 Qian – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (deutsch: Mehs, englisch: Mace)
= 100 Fen{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (deutsch: Candarin, englisch: Candareen)
= 1000 Li – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
= 37,78 g,
= 34,246 g (Shanghai),
= 33,387 g im Außenhandel auf Basis des mexikanischen Peso.<ref>Autor Wolfgang Pehlken: Das Geldwesen im alten China. In: China-Oldenburg. 11. Juni 2020, abgerufen am 29. August 2020.</ref>

Der Wert des silber-basierten Haikwan-Tael gegenüber der damaligen Leitwährung, dem englischen Pfund, entwickelte sich wie folgt: 1910: 2 sh 8 5/16 d., 1911: 2 sh. 8¼ d., 1912: 3 sh. 0 5/8 d., 1913: 3 sh. ¼ d., 1914: 2 sh. 8¾ d., 1915: 2 sh. 7¼ d., 1916: 2 sh. 8¼ d., 1917: 3 sh. 3 13/16¼ d.<ref>Manchuria; London 1920 (H. M. Stationery Office); Handbooks prepared under the direction of the Historical Section of the Foreign Office. Nr. 69; S. 72 f.</ref>

Der im Rahmen des Goldstandards festgelegte Wechselkurs<ref>Vgl.: Liste der Wechselkurse (Goldstandard)</ref> gegenüber der Mark betrug 1912<ref>Otto, Carl; Der Haussekretär; Berlin 1913, S 485, 3. Umschlagseite.</ref> für 1 Haikwan-Tael 6,41 M und für 1 Shanghai-Tael 2,70 M. Im Jahr 1932<ref>Von A–Z: Das Konversationslexikon; Berlin 1932, Sp. 417 ff.</ref> entsprach 1 Haikwan-Tael 2,97 RM und 1 Yuan 1,64 RM.

Haikwan Customs Teals (HKT)

Nach Durchsetzung der Politik der offenen Tür wurden in China alle importierten Waren nach dem HKT berechnet, einer Währung, die de facto nicht im Umlauf war. Der Wert des Haikwan Teals war festgelegt auf 1,50 chinesische Silberdollar. Nominell wurde der HKT am 1. Februar 1930 abgeschafft. An seine Stelle trat die neue Customs Gold Unit (CGU), deren Wert bei 0,40 US-Dollar beziehungsweise 0,20 Pfund Sterling lag. Am 10. März 1933 wurde der HKT endgültig abgeschafft und durch den Yuan ersetzt.<ref>Andreas Steen: Zwischen Unterhaltung und Revolution. Hinweise zur chinesischen Währung und Umschrift. Otto Harrassowitz Verlag, 2006, S. XI.</ref>

Heutige Verwendung

In verschiedenen Ländern wird das Tael heute noch als Maßeinheit für Masse bzw. Gewicht verwendet. So entspricht das moderne Tael beispielsweise in Festlandchina exakt 50 g, in Hongkong und Macau 37,42900 g<templatestyles src="FN/styles.css" /> b<templatestyles src="FN/styles.css" /> c, in Singapur<ref name="SG-Gesetz_01" /> sowie in Malaysia 37,799366256 g, in Vietnam 37,5 g und in Taiwan 37,499995313 g.<ref>Zhōngguó shèhuìkēxuéyuàn yǔyán yánjiūsuǒ cídiǎn biānjíshì {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Hg.): Xiàndài Hànyǔ cídiǎn{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)》, Peking, Commercial Press {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) 1996, ISBN 7-100-01777-7, S. 1714.</ref>

Literatur

  • Fernand Braudel: Sozialgeschichte des 15.–18. Jahrhunderts. Band 1: Der Alltag. Verlag Kindler, München 1985, ISBN 3-463-40025-1, S. 493 ff.

Anmerkungen

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a 
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b 
Neben der Gewichtseinheit Feinunze beim Gold-, Edelmetall- und Schmuckhändler wird das Tael (Liang) auch noch heute benutzt. Es gilt hierbei der Tael (Liang) nach Goldstandard{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).

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c 
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Einzelnachweise

<references> <ref name="SG-Gesetz_01"> Weights and Measures Act (Chapter 349) – (Original Enactment: Act 51 of 1975) – Revised Edition 1985 (30th March 1987). In: sso.agc.gov.sg. Abgerufen am 28. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gesetzliche Grundlage zur Regelung und Verordnung zum Mess- und Einheitsstandard.). </ref> <ref name="Begriff_banjin_01"> Begriff bànjīn bāliǎng – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: leo.org. Abgerufen am 28. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Eine chinesische Redewendung.). </ref> <ref name="Begriff_sima_01"> Begriff Sīmǎ – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: leo.org. Abgerufen am 28. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Sima-Jin ist eine historische Massen- bzw. Gewichtseinheit im chinesischen Kaiserreich benannt nach einem bekannten chinesischen Familienname.). </ref> <ref name="HK-Gesetz_01"> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value){{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Part II – Units and Standards of Measurement. In: elegislation.gov.hk. Abgerufen am 28. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gesetzliche Grundlage zur Regelung und Verordnung zum Mess- und Einheitsstandard.). </ref> </references>