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Furfooz

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Furfooz
Furfooz (Namur)
Furfooz (Namur)
Staat: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Namur
Gemeinde: Dinant
Koordinaten: 50° 13′ N, 4° 58′ OKoordinaten: 50° 13′ N, 4° 58′ O
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Datei:Furfooz FeR1a.jpg
Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert, im Hintergrund die Sankt-Peter-Kirche

Furfooz ist ein zur belgischen Gemeinde Dinant gehörendes Dorf in der Provinz Namur in der Wallonischen Region.

Es zählt etwa 150 Einwohner und liegt neun Kilometer von Dinant entfernt am nördlichen Hang des Ufers der Lesse auf einer Höhe von 210 Metern. Die Fläche der Gemarkung umfasst 6,82 km².

Geschichte

Im am Ort befindlich 50 Hektar umfassenden und 1948 gegründeten Naturreservat Furfooz<ref>Furfooz in der World Database on Protected Areas (englisch)</ref> finden sich auch die Reste einer Völkerwanderungszeitlichen Höhensiedlung, die von einem Steinwall geschützt wurde. Im späten 4. Jahrhundert war die Siedlung von einer kleineren Anzahl germanischer Krieger und ihrer Familien bewohnt. Aufgabe der Krieger war vermutlich die Verteidigung der Grenze des Römischen Reichs.<ref>Malcom Todd: Die Zeit der Völkerwanderung. Konrad Theiss Verlag GMBH, Stuttgart, 2002, ISBN 3-8062-1723-8 (Übersetzt ins Deutsche von Tanja Ohlsen, Astrid Tillman; Originaltitel: Migrants and Invaders-The Movement of Peoples in the Ancient World. Erschienen bei Tempus Publishing Inc., Charlestonm, England, 2001.)</ref>

Furfooz ist bekannt für viele prähistorische Funde, die in den im Umfeld befindlichen Höhlen (Trou du Renard (dt. Fuchsloch), Trou qui Fume und Trou Reuviau) gemacht wurden. Erste dokumentierte Funde erfolgten ab 1864 durch Eduard Dupont. Ein weiterer vor Ort tätiger bekannter Archäologe war Jacques Breuer. 1866 entstand die Sankt-Peter-Kirche des Orts. Im Jahr 1977 kam die bis dahin selbständige Gemeinde im Zuge einer Kommunalreform zur Gemeinde Dinant.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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