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Tellingstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Tellingstedt COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 54° 13′ N, 9° 17′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|01051114}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 54° 13′ N, 9° 17′ O
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Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|01051114}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 25782
Vorwahl: 04838
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 114
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsschreiber-Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Website: www.tellingstedt.de
Bürgermeister: Matthias Schlüter (CDU)
Lage der Gemeinde Tellingstedt im Kreis Dithmarschen
Datei:Tellingstedt in HEI.png
Karte

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Tellingstedt ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Datei:Blaeu 1645 - Ducatus Holsatiæ nova tabula.jpg
„Tellingstede“ 1645 im Atlas Maior von Blaeu
Datei:RK 1701 1226 Tellingstedter Keramik.jpg
Tellingstedter Keramik

Geographie

Geographische Lage

Tellingstedt liegt am nördlichen Ende der Heide-Itzehoer Geest im Nordosten des Kreises.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Tellingstedt gliedert sich in verschiedene Siedlungen ländlichen Typs. Neben dem namenstiftenden Kirchdorf befinden sich auch das exklavierte Dorf Rederstall, sowie die Häusergruppen Bergelieth, Stockwedel, Weide Tellingstedt und Weide Oesterborstel als weitere Wohnplätze im Gemeindegebiet, u. a. den Ortsteil Südermühle.<ref>Statistische Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. 1992, S. 24 (statistischebibliothek.de [PDF; 10,5 MB; abgerufen am 28. September 2023]).</ref>

Geschichte

Das Kirchspiel wird erstmals 1140 in den Urkunden genannt. 1329 soll es schon ein Hauptsitz der Wollersen gewesen sein. Bei der Reichstagswahl März 1933 stimmten im Kirchspiel Tellingstedt 84,9 % für die NSDAP, 8,2 % für die DNVP, 5,8 % für die SPD und 0,9 % für die KPD bei einer Wahlbeteiligung von 93,0 %.<ref>AKENS Information 39, Omland: "Unser aller 'Ja' dem Führer". Abgerufen am 26. November 2019.</ref>

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Tellingstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch der Hauptort Tellingstedt und der später eingemeindete Ort Rederstall.<ref>Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.</ref>

Eingemeindungen

Am 1. Oktober 1959 wurde Oesterborstel eingegliedert.<ref>Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 53.</ref> Die ab 1934 selbständige Gemeinde Rederstall wurde am 1. Januar 1978 in die Gemeinde Tellingstedt eingemeindet<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 181.</ref> und bildet seit dieser Zeit eine Exklave des Gemeindegebietes.

Politik

Gemeindevertretung

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Wahlbeteiligung: 56,7 Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
57,2 %
29,5 %
13,3 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Wählergemeinschaft Tellingstedt

Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt 17 Sitze vergeben. Von diesen erhielt CDU zehn Sitze, die Wählergemeinschaft Tellingstedt fünf Sitze und die SPD zwei Sitze.

Wappen

Blasonierung: „In Blau als Kniestück in Frontalansicht ein golden gerüsteter, barhäuptiger Ritter, der unter dem abgewinkelten linken Arm seinen rotgefütterten goldenen Umhang mit einem silbernen Schwert durchschneidet (St. Martin). Oben links ein silberner Krug.“<ref>Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Tellingstedt kirche.jpg
Kirche Tellingstedt, am rechten Bildrand der Glockenstapel

In der Gemeinde steht eine Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert, mit einem markanten schiefen Kirchturm. Die St.-Martins-Kirche gehörte zu den fünf Hauptkirchen Dithmarschens und ist Mutterkirche des Pahlener Gotteshauses. Zum Kirchspiel waren die zum Amt Kirchspielslandgemeinde Tellingstedt gehörigen Dörfer eingepfarrt. Die 1140 erstmals erwähnte Kirche wuchs 1559, im Jahr der Letzten Fehde, um einen Anbau, erhielt 1726 ein Seitenschiff im Süden und 1755 ein Gebeinhaus im Norden. In ihr befindet sich die älteste noch spielbare Orgel Schleswig-Holsteins von 1642, gebaut von Tobias Brunner aus Lunden. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1604, den Altar, der ursprünglich in der 1744 abgebrochenen Garnisonskirche in Tönning stand, schuf Theodor Allers.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirchenführer Martinskirche Tellingstedt (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirche-tellingstedt.de (abgerufen am 10. Oktober 2010; PDF; 2,5 MB)</ref>

Auf der Gemarkung der Gemeinde liegen die beiden Landschaftsschutzgebiete Großes Moor und Kätner Moor sowie das NATURA 2000-Schutzgebiet FFH-Gebiet Kleiner Geestrücken südlich Dörpling. Etwa sechs Kilometer nordöstlich befindet sich das Naturschutzgebiet Dellstedter Birkwildmoor. Jedes Jahr im August findet das traditionelle Volksfest statt.

In der Liste der Kulturdenkmale in Tellingstedt stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Tellingstedt Töpferdenkmal.jpg
Töpferdenkmal in Tellingstedt

Für die wirtschaftliche Bedeutung Tellingstedts war das traditionelle kleinstädtische und ländliche Handwerk prägend, insbesondere die zahlreichen Töpfer machten den Ort überregional bekannt: bis zu 17 Werkstätten konnten auf Grund des dortigen umfangreichen Tonvorkommens weit über den Tellingstedter Bedarf hinaus die Bewohner mit Haushaltsgegenständen und Arbeitszubehör beliefern. Dieser Wirtschaftszweig war bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts jedoch so weit rückläufig, dass schließlich in geringem Umfang nur noch ein traditionelles Kunstgewerbe übrigblieb. An die 300 Jahre alte Töpfertradition erinnert heute, im Zentrum von Tellingstedt an der Hauptstraße, das sogenannte Töpferdenkmal. Dieses zeigt einen Mann, Heinrich Reimer, der ein traditionelles Gefäß töpfert und einen Jungen, der bei der Arbeit zuschaut.<ref>Am Knüll25782 TellingstedtDeutschl: Töpferdenkmal. Abgerufen am 24. Dezember 2019.</ref>

Von 1905 bis 1937 hatte der Ort einen Bahnanschluss an der Kreisbahn Norderdithmarschen. Das historische repräsentative Bahnhofsgebäude ist noch bis heute vorhanden und wird als Gastronomie genutzt.<ref name="echt dithmarschen">Kleinbahnhof Tellingstedt. In: Echt Dithmarschen. Abgerufen am 17. Januar 2026.</ref>

Bis 1988 hatte die in Schleswig-Holstein verbreitete Supermarktkette Wandmaker in Tellingstedt ihren Firmensitz. Sie wurde von der coop eG übernommen, die den Markt in einen Sky-Markt umgewandelt hat.

Darüber hinaus bietet Tellingstedt zwei Fachgeschäfte, die auch über die Grenzen von Schleswig-Holstein hinweg bekannt sind: das Waffengeschäft Schrum mit Ausrüstung und Waffen für Sport und Jagd und das Festgarderobengeschäft Laue mit Festtags- und Hochzeitsmode.

Bildung

In Tellingstedt gibt es eine Gemeinschaftsschule/Gesamtschule mit Grundschulteil.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit Tellingstedt verbunden

Datei:KGrothWKrauskopf.jpg
Klaus Groth

Literatur

  • Karen Schleeh: Tellingstedt Ort der Dichter und Töpfer359. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Band 9: Schönberg - Tielenhemme. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007, ISBN 978-3-926055-91-0, S. 357–.

Weblinks

Commons: Tellingstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Städte: Brunsbüttel | Heide | Marne | Meldorf | Wesselburen

Weitere Gemeinden: Albersdorf | Arkebek | Averlak | Bargenstedt | Barkenholm | Barlt | Bergewöhrden | Brickeln | Buchholz | Bunsoh | Burg (Dithmarschen) | Busenwurth | Büsum | Büsumer Deichhausen | Dellstedt | Delve | Diekhusen-Fahrstedt | Dingen | Dörpling | Eddelak | Eggstedt | Elpersbüttel | Epenwöhrden | Fedderingen | Frestedt | Friedrichsgabekoog | Friedrichskoog | Gaushorn | Glüsing | Großenrade | Groven | Gudendorf | Hedwigenkoog | Hellschen-Heringsand-Unterschaar | Helse | Hemme | Hemmingstedt | Hennstedt | Hillgroven | Hochdonn | Hollingstedt | Hövede | Immenstedt | Kaiser-Wilhelm-Koog | Karolinenkoog | Kleve | Krempel | Kronprinzenkoog | Krumstedt | Kuden | Lehe | Lieth | Linden | Lohe-Rickelshof | Lunden | Marnerdeich | Neuenkirchen | Neufeld | Neufelderkoog | Nindorf | Norddeich | Norderheistedt | Nordermeldorf | Norderwöhrden | Nordhastedt | Odderade | Oesterdeichstrich | Oesterwurth | Offenbüttel | Osterrade | Ostrohe | Pahlen | Quickborn | Ramhusen | Rehm-Flehde-Bargen | Reinsbüttel | Sankt Annen | Sankt Michaelisdonn | Sarzbüttel | Schafstedt | Schalkholz | Schlichting | Schmedeswurth | Schrum | Schülp | Stelle-Wittenwurth | Strübbel | Süderdeich | Süderdorf | Süderhastedt | Süderheistedt | Tellingstedt | Tensbüttel-Röst | Tielenhemme | Trennewurth | Volsemenhusen | Wallen | Warwerort | Weddingstedt | Welmbüttel | Wennbüttel | Wesselburener Deichhausen | Wesselburenerkoog | Wesseln | Westerborstel | Westerdeichstrich | Wiemerstedt | Windbergen | Wöhrden | Wolmersdorf | Wrohm

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