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Eisen(II)-hydroxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Cadmiumiodid
Vorlage:Farbe Fe2+ 0 Vorlage:Farbe OH
Allgemeines
Name Eisen(II)-hydroxid
Andere Namen
  • Eisendihydroxid
  • Eisenhydroxid (mehrdeutig)
Verhältnisformel Fe(OH)2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1646.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 242-456-5
ECHA-InfoCard 100.038.581
PubChem 10129897
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 89,86 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="brauer" />

Dichte

3,4 g·cm−3<ref name="Lax">Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 456 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Löslichkeit
  • löslich in Salzsäure, konzentrierter Schwefelsäure und Flusssäure<ref name="Lax" />
  • praktisch unlöslich in Wasser (0,99 mg·l−1 bei 20 °C)<ref>K. Rauschert, J. Voigt, I. Wilke, K-Th. Wilke: Chemische Tabellen und Rechentafeln für die analytische Praxis. 11. Auflage. Europa-Lehrmittel, 2000, ISBN 978-3-8085-5450-0, S. 171.</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Eisen(II)-hydroxid ist eine anorganische chemische Verbindung des Eisens aus der Gruppe der Hydroxide.

Gewinnung und Darstellung

Eisen(II)-hydroxid erhält man durch Fällung aus Eisen(II)-Salzlösungen unter Sauerstoffausschluss<ref name="Erwin Riedel">Erwin Riedel: Anorganische Chemie. Walter de Gruyter, 2004, ISBN 3-11-018168-1, S. 826 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> (z. B. Ammoniumeisen(II)-sulfatlösung mit Natronlauge). Der weiße flockige Niederschlag verfärbt sich aber schnell dunkel unter Bildung von rotbraunem Eisen(III)-hydroxid.<ref name="HoWi2007">Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, S. 1654.</ref>

Es bildet sich auch als Zwischenprodukt beim Rosten von Eisen, wobei es infolge des Luftsauerstoffs über wasserhaltiges Eisen(III)-hydroxid FeO(OH) weiter zu rotbraunem Eisen(III)-oxid bzw. bei Sauerstoffmangel zu grünem Magnetit-Hydrat und schwarzem Magnetit umgesetzt wird.<ref name="Horst Briehl">Horst Briehl: Chemie der Werkstoffe. Springer, 2007, ISBN 3-8351-0223-0, S. 111 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Eigenschaften

Eisen(II)-hydroxid ist ein nahezu weißer, an Luft unbeständiger Feststoff mit geringem, grünlichem Anflug. Er verbrennt beim Ausstreuen in die Luft unter Funkensprühen. Bei Ausschluss von Sauerstoff sind reine, insbesondere Nickel-, Kupfer- und Cobaltfreie Präparate in Berührung mit Kaliumchlorid-Lösung unterhalb 100 °C völlig stabil. Die Verbindung besitzt eine Kristallstruktur vom Cadmium(II)-hydroxid-Typ mit der Raumgruppe P3m1 (Raumgruppen-Nr. 164)Vorlage:Raumgruppe/164 (Gitterparameter a = 325,8 pm, c = 460,5 pm).<ref name="brauer" /><ref>Udo Schwertmann, Rochelle M. Cornell: Iron Oxides in the Laboratory. John Wiley & Sons, 2000, ISBN 978-3-527-29669-9, S. 10 (books.google.de).</ref> Eisen(II)-hydroxid ist amphoter und löst sich in konzentrierten Laugen unter Bildung von blaugrünen Hydroxoferraten(II), z. B. Na4[Fe(OH)6].<ref name="Erwin Riedel" />

Einzelnachweise

<references />