Ulsenheim
Ulsenheim Markt Markt Nordheim
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(365)&title=Ulsenheim 49° 34′ N, 10° 18′ O
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| Höhe: | 346 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 11,61 km²<ref name="Gemarkung" /> | |||||
| Einwohner: | 365 (31. Dez. 2014)<ref name="EWZ2014">Endbericht Fortschreibung lokaler Nahverkehrsplan – Endbericht Nahverkehrsplan - Tabellen. (PDF; 3.9 MB) Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, S. 16, abgerufen am 15. August 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 31 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1976 | |||||
| Postleitzahl: | 91478 | |||||
| Vorwahl: | 09842 | |||||
Ulsenheim (fränkisch: Uldsni<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 198. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „uldsni“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Markt Nordheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Ulsenheim hat eine Fläche von 11,609 km². Sie ist in 1032 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 11248,86 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Ulsenheim (093046). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Wildberghof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Östlich des Pfarrdorfes entspringt die Gollach, ein Nebenfluss der Tauber. Die umgebende Landschaft ist leicht hügelig und besteht überwiegend aus Ackerflächen. Im Norden befinden sich der Kapellberg (406 m ü. NHN) und der Lange Berg (411 m ü. NHN), im Südosten der Wildberg (393 m ü. NHN), allesamt Erhebungen, die zu den Ausläufern des Südlichen Steigerwaldes zählen. Die Staatsstraße 2256 führt am Schafhof vorbei nach Uffenheim zur Bundesstraße 13 (4,8 km südwestlich) bzw. nach Herbolzheim (3,6 km östlich). Die Kreisstraße NEA 31 führt nach Seenheim (3,7 km südlich). Ein Anliegerweg führt zum Wildberghof (1,2 km südöstlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 26. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
In einer Urkunde, die im Zeitraum von 1094 bis 1112 entstand, wurde ein „Altun de Ulsenheim“ genannt. Dies ist zugleich die erste Erwähnung des Ortes. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Ulso.<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 198ff.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ulsenheim 88 Anwesen. Das Hochgericht übte das ansbachische Oberamt Uffenheim aus. Grundherren waren das Kasten- und Stadtvogteiamt Uffenheim (34 Anwesen) und die Fürsten von Schwarzenberg (54 Anwesen).<ref>Johann Bernhard Fischer: Ulsenheim. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 358 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 609.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand Ulsenheim dem preußischen Justiz- und Kammeramt Uffenheim.
1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Ulsenheim gebildet, zu dem Uttenhofen und Zollhaus gehörten.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Ulsenheim ohne die beiden Orte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 70 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Uffenheim (1919 in Finanzamt Uffenheim umbenannt). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Gemeindegebiet Wildberghof gegründet. Ab 1862 war das Bezirksamt Uffenheim für die Verwaltung der Gemeinde zuständig (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Uffenheim (1879 in Amtsgericht Uffenheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 11,615 km².<ref name="OV 1961"/> Am 1. Januar 1976 wurde Ulsenheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Markt Nordheim eingegliedert.<ref> </ref><ref>Markt Nordheim > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 8. Juni 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jakob<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Markt Nordheim (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 89: Wohnstallhaus mit Scheune<ref name="Denkmalliste"/>
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 33: Gasthaus. Zweigeschossiger Massivbau des frühen 19. Jahrhunderts mit 3 zu 6 Fensterachsen und Walmdach, über der Haustür Stichbogensturz.<ref name="R196">H. K. Ramisch: Landkreis Uffenheim, S. 196f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
- Haus Nr. 36: Erdgeschossiges Wohnstallhaus, massiv erneuert. Im vrtputzten Fachwerkgiebel des 18. Jahrhunderts. Haustafel, bezeichnet „Dieses Haus hat renovieren lassen... Johann Hintz im Jahr 1842“.<ref name="R196"/>
- Haus Nr. 48: Erdgeschossiges Wohnstallhaus in konstruktivem Fachwerk des späten 18. Jahrhunderts, renoviert 1860 (Haustafel).<ref name="R196"/>
- Haus Nr. 54: Kleines Wohnstallhaus in einfachem Fachwerk der Zeit um 1800, rückwärts modern verändert.<ref name="R196"/>
- Haus Nr. 77: Kleines altertümliches Wohnstallhaus, einzelne Fachwerkteile aus Eichenbalken, wohl noch des 16. Jahrhunderts. Wohnteil und Giebel mit K-Streben und Andreaskreuz der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; einzelne Wandteile aus Stickscheiten mit Strohlehm.<ref name="R196"/>
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Ulsenheim gibt es sechs Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Ulsenheim
Ort Ulsenheim
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 484 | 523 | 587 | 590 | 564 | 520 | 480 | 494 | 423 | 381 | 325 | 365 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 101 | 101 | 108 | 104 | 87 | 70 | 88 | 86 | ||||
| Quelle | <ref name="OV 1818" /> | <ref name="OV 1846" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 341 (Digitalisat).</ref> | <ref name="EWZ2014"/> |
Religion
Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Jakob und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 198.</ref><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ulsenheim. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 609–610 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769699270 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Reinhold Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 730115267, S. 95–96.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 385–386 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Uffenheim (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 22). Deutscher Kunstverlag, München 1966, DNB 457879262, S. 196–197.
- Gottfried Stieber: Ulsenheim. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 855–864 (Digitalisat).
- Vorlage:Stumpf Bayern 2. Teil 1853
Weblinks
- Ulsenheim. In: markt-nordheim.de. Abgerufen am 26. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Ulsenheim in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Ulsenheim im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Geographie (Markt Nordheim)
- Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
- Ersterwähnung im 11. Jahrhundert
- Gemeindeauflösung 1975
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim