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Gollach

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Vorlage:Infobox Fluss

Die Gollach (im ostfränkischen Dialekt „Golch“) ist ein fast 34 Kilometer langer, nordöstlicher und rechter Nebenfluss der Tauber in Mittel- und Unterfranken. Sie durchfließt, vom Rand des Steigerwalds kommend, als zentrales Fließgewässer in einer weiten Talkerbe die fruchtbare ackerbaulich geprägte Landschaft Gollachgau von Ost nach West. Näher zum Vorfluter im relativ tief gelegenen Taubertal hin schneidet sich die Gollach stärker in die Landschaft ein und bildet ein markanteres Tal, das Gollachtal.

Name

Der Fluss wird im Gaunamen Collogaoe im Jahr 807 erstmals urkundlich erwähnt. Die Endung -ach geht auf das althochdeutsche Wort -aha zurück und bedeutet 'Fließgewässer'. Das Bestimmungswort könnte mit dem mittelhochdeutschen Wort gülle für 'Lache, Pfütze, Sumpf' sprachlich verwandt sein.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Verlauf

Die Gollach entspringt auf einer Höhe von Vorlage:Höhe im Bereich einer kaum sichtbaren Talwasserscheide zwischen Herbolzheim und Ulsenheim am südwestlichen Rand des Steigerwaldes.

Sie fließt in westlicher Richtung durch den flachwelligen, intensiv agrarisch genutzten Gollachgau vorbei an Ulsenheim (zu Markt Nordheim), der Kleinstadt Uffenheim und den Orten Gollachostheim (zu Gollhofen), Lipprichhausen (zu Hemmersheim) und Hemmersheim. Nach der Kleinstadt Aub biegt die Gollach in südwestliche Richtung ab und schneidet sich dabei tief in die Umgebung ein, wobei ihre Auen bei Waldmannshofen auf einigen Metern auch die Grenze zu Baden-Württemberg schneiden.

Schließlich mündet sie in Bieberehren auf Vorlage:Höhe von rechts in die Tauber.

Ihr etwa 33,7 km langer Lauf endet 92,6 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von 2,8 ‰.

Einzugsgebiet

Datei:Gollach Tauber catchment.png
Einzugsgebiet der Gollach

Das Einzugsgebiet umfasst fast 165 Quadratkilometer. Im Norden grenzt es an die Entwässerungsgebiete kleinerer linker Zuflüsse des Mains, insbesondere des Thierbachs und des Breitbachs. Im Osten zieht die bedeutendere Aisch gegenläufig zur Regnitz und entwässert über diese dann ebenfalls zum Main. Im Süden konkurriert die kleinere Steinach, die wenig oberhalb der Gollach in die Tauber mündet.

Zuflüsse

Liste größerer Zuflüsse Seen von der Quelle zur Mündung. Mit Gewässerlänge<ref name="GV24-Länge" group="GV" />, Einzugsgebiet<ref name="GV24-EZG" group="GV" /> und Höhe<ref name="BV-Abgefragt-Höhe" />. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Flusssysteme

Geologie und Morphologie

Die Gollach entspringt in den tonigen Schichten des Gipskeupers. Im Gollachgau schneidet sie den tonig-mergeligen Unterkeuper an. Bei Aub beginnt sie sich tief in die harten Kalksteine des Muschelkalks einzuschneiden.<ref>Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.), 1996: Geologische Karte von Bayern 1:500.000. 4. neubearb. Aufl., München.</ref> Die unterschiedlichen Gesteinseigenschaften spiegeln sich deutlich in der Talform wider. Im Bereich von Uffenheim wölbt sich das Schichtpaket etwas (Uffenheimer Sattel)<ref>Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.), 1976: Geologische Karte von Bayern 1:25.000 Blatt Nr. 6327/6427, Markt Einersheim / Uffenheim, Erläuterungen. Von Hellmut Haunschild.</ref>. Da lokal Gesteine des Muschelkalks angeschnitten werden, ist das Tal hier ebenfalls kurzzeitig deutlicher ausgeprägt.

Flora und Fauna

Die Gollach ist wieder ein sauberes Fließgewässer geworden. Über 20 Fischarten haben hier ihren Lebensraum. Dazu gehören unter anderem die Karausche und der Hecht. Der Fluss bietet für viele Fischarten Lebensraum, da er an vielen Stellen unbegradigt und wenig durch die Landwirtschaft belastet ist.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Geschichte

Bereits in karolingischer Zeit (9./10. Jahrhundert) gab die Gollach einem fränkischen Gau den Namen, dem Gollachgau mit dem „Königshof“ Gollhofen als vermutetem Zentrum. Ob der Begriff als Landschaftsname weiter verwendet wurde oder erst im 18./19. Jahrhundert wieder „neu entdeckt“ wurde, ist unklar und müsste untersucht werden. Jedenfalls spricht man seit dem 19. Jahrhundert (wieder) vom Gollachgau. Sein Mittelpunkt ist die ehemalige markgräfliche Stadt Uffenheim, bis 1972 Sitz eines bayerischen Landkreises.<ref>Elisabeth Fuchshuber: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Band Uffenheim, München 1982.</ref>

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

Alle nicht explizit mit Einzelbelegen nachgewiesenen Flächen- bzw. Längenangaben nach Messungen auf der Topographischen Karte 1:50.000.

Gewässerverzeichnis Bayern („GV“)

<references group="GV"> Länge:

   <ref name="GV24-Länge" group="GV">Länge nach: Vorlage:GeoQuelle</ref>

EZG:

   <ref name="GV24-EZG" group="GV">Einzugsgebiet nach: Vorlage:GeoQuelle</ref>

</references>

Andere

<references>

   <ref name="BfL-162">Vorlage:GeoQuelle</ref>
   <ref name="BV-Abgefragt-Höhe">Höhe abgefragt (mit Rechtsklick) auf: Vorlage:GeoQuelle</ref>
   <ref name="BV-Blau-Höhe">Höhe abgefragt (mit Rechtsklick) auf: Vorlage:GeoQuelle</ref>

</references>

Weblinks

Vorlage:Commonscat