Osternohe
Osternohe Markt Schnaittach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(474)&title=Osternohe 49° 35′ N, 11° 22′ O
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| Höhe: | 395 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 474 (31. Dez. 2019)<ref>Einwohnerzahlen des Marktes Schnaittach</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 91220 | |||||
| Vorwahl: | 09153 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Osternohe ist ein Gemeindeteil des Marktes Schnaittach im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Osternohe hat eine Fläche von 4,365 km². Sie ist in 925 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4718,38 m² haben.<ref>Gemarkung Osternohe (093558). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 15. November 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Kreuzbühl, Schloßberg, Bondorf und Waizmannsdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. November 2024.</ref> Osternohe ist touristisches Ausflugsziel, nicht zuletzt wegen der mit 1000 Meter längsten Skiabfahrt Mittelfrankens. Sie kann mit Schneekanonen beschneit werden.
Lage
Das in der Frankenalb gelegene Pfarrdorf liegt im Talkessel des Osternoher Bachs und des Bondorfer Bachs, der innerorts als linker Zufluss in den Osternoher Bach mündet. Es bildet mit Kreuzbühl und Waizmannsdorf im Westen eine geschlossene Siedlung. Die Kreisstraße LAU 10 führt nach Kreuzbühl (0,3 km westlich) bzw. nach Bondorf (0,7 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Haidling (1,1 km nordöstlich) und nach Schloßberg (0,4 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die nur noch als Ruine erhaltene Burg Osternohe wurde im 11. Jahrhundert von den Herren von Osternohe erbaut. Über das Geschlecht der Hohenlohe gelangte die Burg in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg, die in dem fürstlichen Schloss ein markgräfliches Amt einrichteten. Im Zweiten Markgrafenkrieg (1552–1554) zerstört, wurde die Anlage wieder aufgebaut und im 18. Jahrhundert nach Plünderungen im Spanischen Erbfolgekrieg dem endgültigen Verfall preisgegeben. 1773 fertigte der Maler Johann Leonhard Hoffmann einen Grundriss und Ansichten der Ruine. Der Kartograf Johann Christoph Stierlein konnte 1792 noch einzelne Gebäude erfassen, heute sind nur noch Reste der Ringmauer erkennbar.
1803 kam das Kastenamt Osternohe an das Kurfürstentum Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Osternohe gebildet. Zu diesem gehörten Bondorf, Entmersberg, Frohnhof, Götzlesberg, Haidling, Kreuzbühl, Reingrub, Schloßberg und Waizmannsdorf. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Osternohe, die mit Ausnahme von Bondorf deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Lauf. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden daraus zwei Ruralgemeinden:
- Osternohe mit Kreuzbühl, Schloßberg und Waizmannsdorf
- Haidling mit Frohnhof zusätzlich Entmersberg, Götzlesberg und Reingrub.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 52–53 (Digitalisat).</ref>
1857 wurden die Ruralgemeinden Bondorf und Haidling aufgelöst: Bondorf, Frohnhof und Haidling kamen zur Gemeinde Osternohe.<ref>Vorlage:Schwemmer Voit Lauf-Hersbruck 1967</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Osternohe am 1. Juli 1971 nach Schnaittach eingemeindet.<ref></ref><ref>Schnaittach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. November 2024.</ref>
Baudenkmäler
- Dreifaltigkeitskirche (Osternohe)
- Zwei Wohnstallhäuser, eine Scheune und ein Doppelwohnhaus
- Pfarrhaus
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Sport und Tourismus
Am Schloßberg in Osternohe befindet sich ein Schlepplift. Dieser wird sowohl im Sommer als auch im Winter bewirtschaftet. So wird der angrenzende Wald im Sommer als Bikepark und die Wiese im Winter als (künstlich beschneite) Skipiste genutzt.<ref>Bikepark Osternohe. Abgerufen am 25. August 2020.</ref><ref>Skilift Osternohe. Abgerufen am 25. August 2020.</ref> Der, im Jahr 2014 erbaute, Bikepark ist einer der wenigen in der Gegend und dementsprechend hoch frequentiert. Jedes Jahr finden dort große Mountainbike-Events statt. Dort kommt es regelmäßig zu Rettungseinsätzen, die von der Bergwacht Nürnberg und der Bergwacht Lauf sowie dem Nürnberger Rettungshubschrauber Christoph 27 abgearbeitet werden.<ref>Bergwacht Nürnberg - Dienstgebiet. Abgerufen am 23. August 2020.</ref><ref>Bergwacht Lauf - Dienstgebiet. Abgerufen am 23. August 2020.</ref>
Persönlichkeiten
- Poppo von Osterna (1220–1267), neunter Hochmeister des Deutschen Ritterordens
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Osternohe. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 276–277 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Meyer Landkreis Lauf an der Pegnitz
- Vorlage:Stumpf Bayern 2. Teil 1853
- Hans Vollet, Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein. 1987.
Weblinks
- Osternohe mit Bondorf, Frohnhof, Haidling und Schloßberg. In: schnaittach.de. Abgerufen am 15. November 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Osternohe in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Osternohe im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Bernhof | Bondorf | Buderhof | Enzenreuth | Freiröttenbach | Frohnhof | Germersberg | Götzlesberg | Großbellhofen | Haidling | Hedersdorf | Hinterhof | Hormersdorf | Kaltenherberg | Kirchröttenbach | Kleinbellhofen | Kreuzbühl | Laipersdorf | Lillinghof | Lochhof | Lohmühle | Osternohe | Poppenhof | Rabenshof | Reingrub | Röhrischhof | Schäferhütte | Schloßberg | Schnaittach | Siegersdorf | Untersdorf | Waizmannsdorf | Weigensdorf
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ortsteil von Schnaittach
- Ort im Landkreis Nürnberger Land
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nürnberger Land)
- Gemeindegründung 1808
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Nürnberger Land