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Franz Koch (Manager)

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Franz Koch (* 16. Februar 1979 in Lübeck) ist ein deutscher Manager. Er leitete von Juli 2011 bis März 2013 als CEO den Sportartikelhersteller Puma.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Köpfe der Wirtschaft - Kurz-Lebenslauf auf wiwo.de (Memento vom 29. Juli 2012 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Porträt in der Unternehmenszeitschrift (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive) (PDF; 8,7 MB)</ref>

Leben

Koch wuchs mit fünf Geschwistern in Lübeck auf. Seine Eltern, Michael und Gode-Linde Koch, geb. Henschel, betrieben dort von 1970 bis 2012 das Textilwarengeschäft Heick & Schmaltz.<ref>Heick & Schmaltz: unsere Geschichte abgerufen: 20. Juni 2018</ref> Ab 1999 absolvierte er ein Grundstudium der Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. 2001 erwarb er an der Universität in Sydney einen Master of Commerce.<ref>Franz Koch: Mit Anfang 30 auf dem Puma-Chefsessel hna.de, 17. Juni 2011</ref> 2004 schloss er als Betriebswirt an der Handelshochschule Leipzig ab.

Von 2004 bis 2007 arbeitete Koch für die Beratungsgesellschaft Oliver Wyman. Anfang 2007 wechselte er als Berater in die dreiköpfige Strategieabteilung bei Puma, die dort den Vorstand berät. Kurz darauf wurde Puma von Kering (damals noch unter dem Namen PPR) übernommen. 2008 wurde Koch bei Puma zum Head of Global Strategy ernannt. Er folgte im März 2011 auf Jochen Zeitz, der Koch gezielt für diese Position aufgebaut hatte,<ref>Peter Steinkirchner: Frischzellenkur für die Puma-Spitze In: Wirtschaftswoche, 14. März 2011, abgerufen am 28. Februar 2025.</ref> an die Spitze des Herzogenauracher Unternehmens.<ref>32-Jähriger wird neuer Puma-Chef. In: Die Zeit, 14. März 2011, abgerufen am 28. Februar 2025.</ref> Zudem wurde Koch Vorstand für Strategie und Unternehmensentwicklung des Unternehmens. Zeitz übernahm bis November 2012 die Stelle des Vorsitzenden des Puma-Verwaltungsrats.

Kochs strategisches Ziel war zunächst, Puma behutsam zu modernisieren, die Lifestyle-Sparte zu reduzieren und mehr Gewicht auf den Leistungssport zu legen. Ein Gewinneinbruch im Jahr 2012 zwang ihn jedoch zu grundlegenden Umstrukturierungen, die mit zahlreichen Entlassungen verbunden waren. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurden im Nachhinein von vielen Beobachtern auf versäumte Reformen seines Vorgängers zurückgeführt.<ref>Puma-Chef Koch krempelt die Firma um Die Welt, 16. Juni 2012</ref> Nach einem Beschluss des Puma-Verwaltungsrates im Dezember 2012 legte Koch sein Amt im März 2013 nieder. Gleichzeitig schied er aus der Geschäftsführung des französischen Mutterkonzerns PPR aus.<ref>Puma – Vorstand Franz Koch muss gehen. In: Süddeutsche Zeitung. 12. Dezember 2012, abgerufen am 27. Februar 2025.</ref><ref>Jessica Becker: Puma: CEO Franz Koch gibt alle Posten ab. In: Horizont. Deutscher Fachverlag, 12. Dezember 2012, abgerufen am 27. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Sportartikelhersteller: Puma-Chef Franz Koch muss gehen. In: Manager Magazin. 12. Dezember 2012, abgerufen am 27. Februar 2025.</ref> Im April 2013 wurde der Norweger Björn Gulden, ein ehemaliger Fußballprofi, zu Kochs Nachfolger ernannt.<ref>Puma kürt Ex-Fußballprofi zum neuen Chef. In: Manager Magazin, 18. April 2013, abgerufen am 28. Februar 2025.</ref>

Im März 2014 vermeldete das Manager Magazin fälschlicherweise, dass Koch im Haniel-Konzern in den "Kleinen Kreis", in dem die Anteilseignervertreter des Haniel-Aufsichtsrats zusammenkommen, aufgenommen werde. Als Familienmitglied zähle Koch selbst zu den etwa 650 Haniel-Gesellschaftern.<ref>Franz Koch: Von Puma zu Haniel manager-magazin.de.</ref> Seine Mutter Gode-Linde Koch sei eine Nachfahrin von Franz Haniel.<ref>Ex-Puma-Chef Franz Koch soll Posten bei Haniel übernehmen Markenartikel-Magazin, 20. Februar 2014</ref> Tatsächlich wurde Koch nach einer mehrjährigen Auszeit im Anschluss an seine Tätigkeit bei Puma im Mai 2015 Co-Geschäftsführer und Gesellschafter bei dem Berliner Brillenhersteller Mykita.<ref>Nach dem Spiel ist vor dem Spiel brandeins.de, 28. Januar 2016</ref><ref>Ex-Puma-Chef steigt bei Brillenmarke ein welt.de, 12. Juni 2016</ref><ref>Mykita begrüßt Franz Koch (ehemals Puma) in der Geschäftsführung In: FashionNetwork.com, 11. Juni 2015, abgerufen am 28. Februar 2025.</ref>

Im Oktober 2018 wechselte Koch in die Geschäftsführung des Berliner Startups Onefootball.<ref>Franz Koch & Patrick Fischer: Ex-Chefs von Puma und Sport 1 Media verstärken Onefootball. In: Horizont. 4. Oktober 2018 (horizont.net [abgerufen am 4. Oktober 2018]).</ref> Diese Tätigkeit beendete er im März 2023.<ref>Horst von Buttlar: Ex-Puma-CEO Franz Koch: „Ich war jung, es war hart“. 5. Oktober 2023, abgerufen am 6. Oktober 2023.</ref>

Privat

Koch spielte während seiner Schulzeit in Lübeck und während des Studiums in Leipzig aktiv Hockey. Mit seiner Mannschaft Harvestehuder THC wurde er im Jahr 2000 Deutscher Meister im Hockey (Feld).

Franz Koch ist verheiratet und hat einen Sohn.<ref>Rüdiger Köhn: Raus aus dem Schatten. - faz.net, 16. April 2012.</ref> Er lebt in Berlin.

Literatur

  • Franz Koch in: Internationales Biographisches Archiv 24/2013 vom 11. Juni 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Einzelnachweise

<references />