Burg Zillenhart
| Burg Zillenhart | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Burghügel des Burgstalles | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Schlat-Zillenhart | |||||
| Entstehungszeit | vermutlich um 1100 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg | |||||
| Erhaltungszustand | Burgstall | |||||
| Ständische Stellung | Ministeriale | |||||
| Geographische Lage | 48° 40′ N, 9° 41′ O
{{#coordinates:48,658893|9,688019|primary
|
dim=200 | globe= | name= | region=DE-BW | type=building
}} |
| Höhenlage | 425,6 m ü. NN | |||||
|
| ||||||
Die Burg Zillenhart ist eine abgegangene Höhenburg, ca. 700 m südwestlich der Kirche von Ursenwang auf dem 425,6 m ü. NN hohen „Schlossbuckel“, bei der zur Gemeinde Schlat gehörenden Wüstung Zillenhart im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg.
Geschichte
Die Burg war der Stammsitz der Herren von Zillenhart, die früher Dienstleute der Grafen von Helfenstein waren, und wurde 1241 mit dem helfensteinischen Vasallen Syfried von Zillenhart genannt.
Ein späteres Familienmitglied gleichen Namens, der zu Söldnerdiensten in die Toskana gereiste Seuridus de Zullhard (Seifried von Zillenhard), 1354 auf einer Soldliste der Visconti erwähnt, hat wohl um 1350 unterhalb seiner Stammburg nahe der alten Handelsstraße zwischen Kirchheim unter Teck und Süßen, Richtung Göppingen gelegen, eine Kapelle errichtet und sie im Rahmen der damaligen Gotthardt-Verehrung mit dem Patrozinium des St. Gotthardt versehen.<ref>Dieter Mertens: St. Gotthardt - Patron und Patrozinium - Vortrag am 1. Dezember 1987 im Evang. Gemeindehaus zu Göppingen-St. Gotthardt; Tübingen 1987</ref> Sie gab dem danach entstehenden Ort ihren Namen St. Gotthardt (heute Ortsteil im Stadtbezirk Holzheim der Stadt Göppingen). Er ist der einzige Ort dieses Namens nördlich der Alpen und außerhalb Norditaliens und Österreichs. Bereits 1604 war die Burg Zillenhart zerstört.
Beschreibung
Am Burgstall auf einer nach West und Südwest steil abfallenden Geländekuppe finden sich noch Geländespuren. Der ca. 30 bis 40 Meter umfassende Burghügel ist von einem bis zu 4 Meter tiefen Graben und einem bis zu 1,5 Meter hohen Wall umgeben. 2012 wurde eine Informationstafel aufgestellt. 2020 wurde der Burgplatz in einem Projekt der Universität Tübingen in Kooperation mit der Kreisarchäologie Göppingen mit geophysikalischen Prospektionsverfahren untersucht.<ref>Jonas Froehlich, Michael Weidenbacher: Burg Zillenhart im Albvorland. Fünf Wege eine mittelalterliche Burg zu entdecken. In: Schwäbische Heimat. 73. Jahrgang, Nr. 1. Stuttgart Januar 2022, S. 51.</ref>
-
Burghügel mit umlaufenden Graben und Wall
-
Burghügel
-
Burgplateau mit Infotafel
-
Wall-Graben-Burghügel
Literatur
- Vorlage:OberamtWürtt
- Günter Schmitt: Zillenhart (Züllenhart). In: Ders.: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 1 – Nordost-Alb: Wandern und entdecken zwischen Aalen und Aichelberg. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1988, ISBN 3-924489-39-4, S. 309–313.
- Jonas Froehlich: Im Kreis des Elefanten. Burgen als Ressourcen des Niederadels auf der Schwäbischen Alb 1250–1400. In: Martin Bartelheim, Thomas Scholten (beide Hrsg.): RessourcenKulturen Band 24, University Press Tübingen, Tübingen 2023, ISBN 978-3-947251-84-1. S. 116–149 u. a. (Digitalisat)
- Jonas Froehlich, Michael Weidenbacher: Burg Zillenhart im Albvorland. Fünf Wege eine mittelalterliche Burg zu entdecken; in: Schwäbische Heimat, 73. Jg., Nr. 2022/1; Stuttgart 2022, ISSN 0342-7595, S. 46–53
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Burg Zillenhart bei leo-bw.de
- Gemeinde Schlat bei schlat.de
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mittelalterliche Burgstellen und Adelssitze im Landkreis Göppingen ( vom 18. April 2010 im Internet Archive)
Schlösser: Altes Schloss Rechberghausen | Schloss Donzdorf | Wasserschloss Dürnau | Eislinger Schloss | Schloss Eybach | Schloss Filseck | Helfensteinisches Stadtschloss | Schloss Göppingen | Schloss Hausen an der Fils (abgegangen) | Schloss Liebenstein | Neues Schloss Rechberghausen | Wäscherschloss | Schloss Weißenstein | Schloss Winzingen | Schloss Wiesensteig
Adelssitze und Herrenhäuser: Alter Kasten Göppingen | Storchen
Burgen, Ruinen, Burgställe und verschwundene Burgen: Burgruine Aichelberg | Burgstelle Albershausen | Burgruine Berneck mit Buschelkapelle (Deggingen) | Burg Bühringen | Burgstall Bünzwangen | Burgstall Burren | Burgstall Deggingen | Burgstall Diegelsberg | Burg Drackenstein | Burg Gruibingen | Burg Helfenstein | Burgruine Hiltenburg | Burg Hoheneybach | Burg Hohenstaufen | Burgstall Hunnenburg | Burg Landsöhr | Burgruine Leimburg | Burg Lotenberg | Burg Messelstein | Burg Mühlhausen (Mühlhausen im Täle) | Burg Oberrommental | Burg Ramsberg | Burgrest Ravenstein | Burgstelle Reuenstatt | Burg Roggenstein | Burg Scharfenberg | Burg Schlat | Burg Schopflenberg | Burg Spitzenberg | Burg Staufeneck | Burg Türkheim | Ruine Turmberg | Burgstelle Wibelsburg | Burg Zillenhart
Warttürme: Ödenturm