Entarteter Halbleiter
Ein entarteter Halbleiter ist ein Halbleiter, der so stark dotiert (oder verunreinigt) ist, dass er so gut elektrisch leitet wie Metalle. Durch die Fremdatome rückt das Fermi-Niveau an das Leitungsband heran oder liegt darin, die Bandlücke wird sehr klein oder verschwindet ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Erklären lässt sich der Effekt über die Abschirmung des Gitterpotentials durch die zusätzlich eingebrachten, freien Ladungsträger. Die Besetzungwahrscheinlichkeiten im Leitungs- und Valenzband lassen sich nicht mehr mit der Boltzmann-Statistik beschreiben.
Beim entarteten Halbleiter liegt das Fermi-Niveau nicht innerhalb des verbotenen Bandes, sondern im Leitungsband (n-Halbleiter) oder innerhalb des Valenzbandes (p-Halbleiter). Dies tritt auf bei extrem hoher Dotierung (größer 1019 pro cm3). Beim Kontakt eines Metalls mit einem entarteten n-Halbeiter hat die Schottkybarriere eine so geringe Ausdehnung, dass sie in beiden Richtungen durchtunnelt werden kann. Es liegt dann ein ohmscher Kontakt vor.<ref>R. Kories, H. Schmidt-Walter: Taschenbuch der Elektronik: Grundlagen und Elektronik. Hrsg.: Europa-Lehrmittel. 11. Auflage. Europa-Lehrmittel, 2017.</ref>
Silicium und Germanium waren vor 1940 (bei Silicium vor Kenntnis des Zonenschmelzverfahrens) nicht sehr rein verfügbar, weshalb sie aufgrund dieses Umstands historisch als Metalle eingestuft wurden.<ref>Rolf Sauer: Halbleiterphysik. 1. Auflage, 2009, Kapitel 1.</ref>
Einzelnachweise
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