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Duft-Skabiose

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Duft-Skabiose
Datei:Scabiosa canescens sl 1.jpg

Duft-Skabiose (Scabiosa canescens)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Skabiosen (Scabiosa)
Art: Duft-Skabiose
Wissenschaftlicher Name
Scabiosa canescens
Waldst. & Kit.

Die Duft-Skabiose (Scabiosa canescens), auch Orchideen-Skabiose und Graue Skabiose<ref name="FloraWeb" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Skabiosen (Scabiosa) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Beschreibung

Datei:Scabiosa canescens sl13.jpg
Stängel und Laubblätter
Datei:Scabiosa canescens sl20.jpg
Köpfchen, vordere Früchte entfernt
Datei:Scabiosa canescens sl 3.jpg
Blütenköpfchen
Datei:Scabiosa canescens sl21.jpg
Blüte mit Deckblatt
Datei:Scabiosa canescens sl 4.jpg
Abgeblühtes Köpfchen

Vegetative Merkmale

Die Duft-Skabiose ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 20 und 50 cm erreicht.

Ihre Grundblätter sind ungeteilt und fast ganzrandig. Die gegenständigen Stängelblätter sind fiederschnittig, wobei die seitlichen Zipfel der mittleren Stängelblätter eine Breite von 1 bis 3 mm aufweisen.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Der köpfchenförmige Blütenstand weist einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Zentimetern auf und ist von Hochblättern umgeben. Der Köpfchenboden weist Spreublätter sowie zahlreiche – am Rand strahlende – Blüten auf.

Die Blüte duftet stark orchideenähnlich. Jede der zwittrigen, zygomorphen Blüten besteht aus Außenkelch, Kelch und Krone. Der Kelch besitzt fünf hellgelbe, 1 bis 3 mm lange, am Grund 0,1 bis 0,2 mm breite Kelchborsten, die ein- bis zweimal so lang wie der Saum des Außenkelchs sind. Dieser besitzt oben einen mehr oder weniger abstehenden, rund 1 mm breiten, ungegliederten Hautsaum. Die Krone ist fünfspaltig, hellblau und weist vier Staubblätter und einen unterständigen Fruchtknoten mit einem Griffel auf.

Die Frucht ist eine Nuss.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Bei der Duft-Skabiose handelt es sich um einen skleromorphen Hemikryptophyten.<ref name="FloraWeb" />

Vorkommen

Fundortangaben gibt es für folgenden Länder: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Türkei.<ref name="Euro+Med" /> In Rumänien ist die Ursprünglichkeit zweifelhaft.<ref name="POWO" />

In Österreich tritt Scabiosa canescens im pannonischen Gebiet zerstreut, sonst sehr selten auf. Die Vorkommen erstrecken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland und Oberösterreich. Scabiosa canescens gilt als gefährdet, im nördlichen Alpenvorland als stark gefährdet.

Diese in Deutschland gefährdete Art kam nur in trocken-warmen Gebieten wie Thüringen und dem südlichen Sachsen-Anhalt vor, bis sie in Berlin wieder heimisch gemacht wurde.<ref name="FloraWeb" /> Seitdem ist sie auch dort wieder vertreten.<ref>Im Botanischen Garten wächst das Wissen. 27. September 2021, abgerufen am 12. Oktober 2021.</ref> Sie ist hier als eine nationale Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands auf der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz (Memento vom 2. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 3. Juni 2016</ref><ref name="FloraWeb" />

Die kalkliebende Duft-Skabiose wächst auf Trockenrasen, in lichten Föhrenwäldern und auf steinigen Hängen der collinen bis submontanen (vielleicht auch bis zur untermontanen) Höhenstufe. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Geranio-Anemonetum sylvestris aus dem Verband Geranion sanguinei, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Ordnung Festucetalia valesiacae oder der Verbände Cytiso-Pinion oder Erico-Pinion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Scabiosa canescens erfolgte 1802 durch Franz Adam von Waldstein und Pál Kitaibel in Descriptiones et Icones Plantarum Rariorum Hungariae Band 1 Seite 53. Ein Synonym für Scabiosa canescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Waldst. & Kit. ist Scabiosa suaveolens <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.<ref name="Euro+Med" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="FloraWeb"> Scabiosa canescens Waldst. & Kit., Graue Skabiose. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> G. Domina (2017): Dipsacaceae.: Datenblatt Scabiosa canescens, In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="POWO">Scabiosa canescens. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Literatur

Weblinks

Commons: Duft-Skabiose (Scabiosa canescens) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien