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GEDIA

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. März 2026 um 13:31 Uhr durch imported>Asio otus (Mitarbeiter- und Umsatzzahlen nach Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024).
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Gebr. Dingerkus GmbH & Co. KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo GEDIA Aqua RGB.png
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1910
Sitz Attendorn, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Helmut Hinkel
  • Klaus Bierwirth
  • Ulrich Kraft
Mitarbeiterzahl 3.914 (im Durchschnitt im Jahr 2024)<ref name="HRA 7399" />
Umsatz 888,7 Mio. Euro (2024)<ref name="HRA 7399" />
Branche Automobilzulieferer
Website gedia.com
Stand: 31. Dezember 2024
Datei:Attendorn, GEDIA Verwaltung.jpg
Verwaltungsgebäude
Datei:GEDIA Werksgebäude.jpg
Blick auf eines der Werksgebäude

Die Gebr. Dingerkus GmbH & Co. KG ist die Konzernobergesellschaft<ref name="HRA 7399">UnternehmensregisterAmtsgericht Siegen (HRA 7399) – Gebr. Dingerkus GmbH & Co. KG.: Konzernabschluss Geschäftsjahr 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024, abgerufen am 26. März 2026.</ref> eines Herstellers von Strukturteilen und Zusammenbauten für den automobilen Karosseriebau sowie Chassis-Komponenten mit Sitz in Attendorn.

Mit insgesamt neun Produktionsstätten in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, China, Indien, Mexiko und den USA ist die Gruppe international aufgestellt.

Geschichte

Im Jahr 1910 gründeten Anselm und Ferdinand Dingerkus das Unternehmen. Zunächst befassten sich die Brüder mit der Herstellung von Bijouteriewaren, bevor 1925 das Fertigungsprogramm um Blech-Hohlgriffe für Emaille-Geschirre erweitert wurde. In den 50er Jahren stieg das Unternehmen in die Produktion von Kunststoffgriffen etwa für Töpfe ein, von denen bis zu 10 Millionen Stück pro Jahr ausgeliefert wurden, was die Sparte zwischenzeitlich zum größten Umsatzträger des Unternehmens machte. Parallel lief ab 1955 die Produktion von Press-, Stanz- und Ziehteilen, insbesondere für die Automobilproduktion, an.<ref name=":0">GEDIA Automotive Group: Historie. Abgerufen am 6. Mai 2025.</ref> 1958 erwarb GEDIA zudem eine Maschinenfabrik, die Scheren und Stanzen für den Bausektor produzierte, verkaufte die Abteilung aber schon vier Jahre später an Muhr und Bender weiter.<ref name=":1">Peter Plugge: Gedia gibt Werk II auf. 13. August 2013, abgerufen am 19. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ab Ende der 90er Jahre expandierte das Unternehmen zunehmend ins Ausland. 1998 wurden Produktionswerke in Nowa Sól, Polen und Sta. Margarida, Spanien errichtet. Ein Werk in Ungarn (2007), ein zweites Werk in Polen (2008) und neue Werke in China (2008) und Mexiko (2014) folgten. Des Weiteren entstanden Engineering Center in Frankreich, den USA und Schweden.<ref name=":0" />

Am Stammsitz in Attendorn wurden seit 1994 die ersten Punkt-Schweißroboter eingesetzt, ein Jahr später die erste Transferpresse in Betrieb genommen. 1998 wurden ein neues Montagewerk und ein Logistikzentrum aufgebaut. Durch ein Technologiezentrum wuchs ab 2001 die Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Hauptsitz. Zudem wurde der hauseigene Werkzeugbau ausgebaut.<ref name=":0" /> Mit dem Verkauf der Griffesparte, die zuletzt nur noch fünf Prozent zum Unternehmensumsatz beisteuerte, im Jahr 2003 setzte das Unternehmen seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung automobiler Leichtbautechnologien und Chassis-Komponenten. Das ehemalige Bakelite-Werk in Attendorn wurde zunächst für andere Unternehmenssparten genutzt, bis es 2013 aufgegeben wurde.<ref name=":1" /> Zugleich investierte GEDIA am Stammsitz in eine neue Warmumformungslinie.<ref>GEDIA investiert in neue Warmumformung. 26. Juli 2013, abgerufen am 19. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2018 begann der Bau eines weiteren Werks in Attendorn mit einer Produktionsfläche von 11.000 Quadratmetern.<ref>Größte Investition der Firmengeschichte. In: gedia.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. August 2020; abgerufen am 19. September 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gedia.com</ref>

Im Jahr 2016 wurde die GEDIA Automotive Group um zwei neue Standorte im US-Bundesstaat Michigan und im indischen Pune erweitert. 2019 wurde ein Joint Venture mit der chinesischen HyUnion Holding gegründet.<ref>Attendorner Gedia Gruppe gründet Joint Venture in Shanghai. 28. Februar 2019, abgerufen am 19. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Anfang 2020 infizierten Hacker die IT-Systeme der Unternehmenszentrale mit Schadsoftware, so dass die gesamte EDV heruntergefahren werden musste.<ref>Flemming Krause: Attendorn: Gedia-Zentrale liegt nach Cyberangriff lahm. 23. Januar 2020, abgerufen am 16. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine offenbar russische Hackergruppe namens REvil bekannte sich zu dem Cyberangriff und forderte Lösegeld. Bei Nichtzahlung sollten gestohlene Daten veröffentlicht werden.<ref>Thorsten Streber: Cyberangriff auf Gedia: Bekennerschreiben veröffentlicht. 30. Januar 2020, abgerufen am 16. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2021 wurde ein weiteres Werk im US-Bundesstaat Georgia errichtet sowie Ende 2022 ein Joint Venture zwischen Shenyang Huaxing Machine Industry Co. Ltd. und GEDIA gegründet.

Auszeichnungen

  • 2007: Sieg beim Wettbewerb „Excellence in Production“ in der Kategorie „Interner Werkzeugbau unter 100 Mitarbeiter“
  • 2008: „Lieferant des Jahres“ von General Motors<ref>Gedia für GM wieder Lieferant des Jahres. 1. Juli 2008, abgerufen am 19. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2009: Finalist beim Wettbewerb „Excellence in Production“ in der Kategorie „Interner Werkzeugbau unter 100 Mitarbeiter“
  • 2010: Sieg beim Wettbewerb „Excellence in Production“ in der Kategorie „Interner Werkzeugbau unter 100 Mitarbeiter“
  • 2012: „Volvo Quality Award of Excellence“ für GEDIA Polen und Spanien<ref>GEDIA Polen und Spanien mit Award von Volvo ausgezeichnet. In: gedia.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. September 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.gedia.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
  • 2013: Sieg beim Wettbewerb „Excellence in Production“ in der Kategorie „Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter“

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein