Landessprecher
Vorlage:Hinweisbaustein Landessprecher war der Titel der designierten kommissarischen Regierungschefs der neuen Bundesländer kurz nach der deutschen Wiedervereinigung.
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung trat die Deutsche Demokratische Republik am 3. Oktober 1990 als fünf neue Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland bei. Die Landtagswahlen dieser neuen Bundesländer fanden jedoch erst am 14. Oktober statt und die Wahl der Ministerpräsidenten durch die neu gewählten Landtage geschah von Ende Oktober bis Anfang November. Bis dahin fungierten Landessprecher als die kommissarischen Regierungschefs der jeweiligen Länder. Sie wurden am 3. August von dem Ministerpräsidenten der DDR Lothar de Maizière ernannt,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Die Wiedereinrichtung der Länder in der DDR.] Mitteldeutscher Rundfunk, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> teils mit politischer Kontroverse unter den Bezirken.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Machtpoker um Mitteldeutschland: Die Stunde der Polit-Amateure".] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die Landessprecher, in dieser Funktion ab 3. Oktober Landesbevollmächtigte genannt, übernahmen wie im Einigungsvertrag vorgeschrieben<ref>Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands, 1990, S. 6.</ref> die Funktion der Regierungschefs.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt vom 2. Okt. 1990.] Landesbevollmächtigter des Landes Sachsen-Anhalt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Mai 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zudem bestand die Aufgabe der Landessprecher in dem Aufbau der Verwaltung, insbesondere der Zusammenführung der Verwaltung der ehemaligen Bezirke. Landessprecher vertraten ihre jeweiligen Bundesländer im Bundesrat, hatten aber nur eine beratende Stimme.<ref>Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands, 1990, S. 18.</ref> Der thüringische Landessprecher Josef Duchač war der einzige der Landessprecher, welcher anschließend zum Ministerpräsidenten gewählt wurde.
| Landessprecher | Bundesland | Partei | Amtszeit |
|---|---|---|---|
| Jochen Wolf | Brandenburg | SPD | 3. Oktober 1990 –
1. November 1990 |
| Martin Brick | Mecklenburg-Vorpommern | CDU | 3. Oktober 1990 –
27. Oktober 1990 |
| Rudolf Krause | Sachsen | CDU | 3. Oktober 1990 –
27. Oktober 1990 |
| Karl-Hermann Steinberg | Sachsen-Anhalt | CDU | 3. Oktober 1990 –
28. Oktober 1990 |
| Josef Duchač | Thüringen | CDU | 3. Oktober 1990 –
8. November 1990 |
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />