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Pacific Strike

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Bei Pacific Strike handelt es sich um eine historische Flugsimulation, die 1994 von der Firma Origin veröffentlicht wurde. Das Spiel gleicht dem inoffiziellen Vorgänger Strike Commander, vor allem, weil die Grafikengine und ein weiter Teil der Programmierung von Strike Commander übernommen wurden. Chefentwickler war Will McBurnett.

Entwicklung

Zusätzlich zum Hauptprogramm wurde das „Speech Pack“ als Erweiterung veröffentlicht. Dies erweiterte den Flug und einige wichtige Zwischensequenzen mit digitaler Sprachausgabe.

Im Gegensatz zu anderen Titeln wurde Pacific Strike nie auf CD veröffentlicht, eine komplette Sprachausgabe wurde für das Spiel auch nie umgesetzt.

Auch bei Pacific Strike kommt die RealSpace-Engine zum Einsatz. Diese Engine erlaubte mittels Gouraud Shading und Texture Mapping auch schon bei Strike Commander die Darstellung realistisch wirkender Umgebungen.

Handlung

Die Handlung ist in der Zeit zwischen 1941 und 1945 angesiedelt. Im Intro zum Spiel wird der japanische Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 gezeigt, die Handlung des Spiels schließt unmittelbar daran an. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines namentlich nicht genannten Helden und muss in der ersten Mission mit seinem Kameraden vom Flugplatz Ewa aus in einer Grumman F4F 'Wildcat' die anfliegenden Japaner bekämpfen und anschließend das Schlachtschiff Nevada vor der Versenkung bewahren. Die Navy wird aufgrund seiner fliegerischen Leistungen auf ihn aufmerksam und verlegt ihn und seinen Kameraden auf den Flugzeugträger Enterprise.

Spielprinzip

Der Spieler muss nun unterschiedliche Missionen absolvieren, die größtenteils einen historischen Hintergrund haben. Nachgestellt werden u. a. der Doolittle Raid, die Schlacht um Midway, die Schlacht um Guadalcanal, die Schlacht um die Nördlichen Salomonen, die Gefechte bei Truk, Rabaul, Guam und Iwo Jima. Vom Erfolg der Missionen ist auch die Entwicklung des Spiels abhängig. Absolviert man die Missionen erfolgreich, kommt es zu einem früheren Kriegsende und zur Kapitulation Japans. Misslingen zu viele Missionen, kann dies zum Rückzug der Amerikaner aus dem Pazifik führen. Für den Fall eines amerikanischen Erfolges ist der Abwurf der Atombombe auf Hiroshima abhängig vom Erfolg oder Misserfolg der letzten Mission, bei der der Spieler das Hauptquartier des Oberbefehlshabers des japanischen Militärs zerstören soll, um so die Regierung zu einer Kapitulation zu bewegen.

Wie schon bei Strike Commander sind die Missionen in eine Rahmenhandlung eingebettet. Zusätzlich erhält man von Besatzungsmitgliedern weitere Informationen und Meinungen zum Kriegsverlauf.

Der Spieler muss sämtliche Missionstypen fliegen. Luftangriff, Luftabwehr, Angriff auf feindliche Schiffe und auf Stellungen an Land. Anfangs sind sowohl die Funktion innerhalb des Geschwaders als auch der Flugzeugtyp vorgegeben, nach einer Beförderung ist dem Spieler die Wahl des Flugzeuges und der Waffen freigestellt. Nach einer weiteren Beförderung muss sogar der Einsatz des Personals und der Flugzeuge für den Einsatz selbst bestimmt werden.

Flugzeuge

Anfangs kommen drei Flugzeuge zum Einsatz:

Aufgrund technischer Entwicklungen wird das Geschwader im Laufe des Spiels durch neuere Flugzeugtypen ergänzt oder bisherige Muster ersetzt:

Als Gegner auf der japanischen Seite kommen vorwiegend die Typen Nakajima B5N Kate, Mitsubishi A5M Claude, Mitsubishi A6M Zero, Nakajima B6N Jill, Aichi D3A Val und Yokosuka D4Y Judy zum Einsatz.

Rezeption

Wertungsspiegel
PublikationWertung
ASM9/12<ref name="ASM">Marcus Höfer: Ärger im Pazifik. In: Aktueller Software Markt. Juli 1994, S. 24 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
PC Games90 %<ref name="PC Games">Thomas Borovskis: Pacific Strike – Rache ist süß... In: PC Games. Juni 1994, S. 34–38 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
PC Joker87 %<ref name="PC Joker">Mick Schnelle: Pacific Strike – Kein Streik beim Strike. In: PC Joker. Juni 1994, S. 28–29 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
PC Player76/100<ref name="PC Player">Heinrich Lenhardt: Pacific Strike. In: PC Player. Juni 1994, S. 40–43 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
Power Play76/100<ref name="Power Play">Michael Hengst: Pacific Strike – Yagareta! In: Power Play. Juli 1994, S. 38–40 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>

PC Games kürte es zum Spiel des Monats. Thomas Borovskis lobte die filmische Inszenierung des historischen Stoffes. Schwächen machte er in der Grafik aus. Die Darstellung der Wolken und auch die Geschwindigkeit des Bildaufbaus sei weniger gut gelungen.<ref name="PC Games"/>

„In jeder Hinsicht anspruchsvolle Flugsimulation voller Action und Atmosphäre.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Mick Schnelle: PC Joker<ref name="PC Joker"/>

Heinrich Lenhardt hob die spektakulären Kameraansichten und die gut designten Missionen hervor. Anspruch, Abwechslung und Spielwitz waren seiner Meinung nach weniger gut gelungen. Laut seinem Kollegen Florian Stangel verfehle es die Klasse des Vorgängers. Es sei dennoch motivierend.<ref name="PC Player"/> Michael Hengst von Power Play störte sich am patriotischen Eifer der Hintergrundgeschichte und am fehlenden Simulationsanspruch. Er vermisste einen Einsatzeditor. Die Technik wurde von ihm schlecht bewertet. Sein Kollege hingegen akzeptierte es als „gut spielbares Actionspektakel“.<ref name="Power Play"/>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />