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Jochen Behle

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Jochen Behle Vorlage:SportPicto
Nation Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg BR Deutschland
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 7. Juli 1960
Geburtsort Korbach
Größe 183 cm
Gewicht 73 kg
Karriere
Verein SC Monte Kaolino Hirschau
Nationalkader seit 1982
Status zurückgetreten
Karriereende 1998
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 16. Januar 1982
 Weltcupsiege im Einzel 1  (Details)
 Gesamtweltcup 4. (1989/90)
 Sprintweltcup 22. (1996/97)
 Distanzweltcup 55. (1996/97)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 1 0 4

Jochen Behle (* 7. Juli 1960 in Korbach) ist ein ehemaliger deutscher Skilangläufer. Behle war von 2002 bis März 2012 Bundestrainer für den Skilanglauf. Er wohnt in Schwalefeld im Upland.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Spezial-Interview mit Jochen Behle "Um Längen ihren Altersgenossinnen voraus".] www.live-wintersport.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. April 2009.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.live-wintersport.comVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Werdegang

Behle wurde in Deutschland bekannt, als er 1980 als junger Mann beim olympischen 15-km-Langlauf in Lake Placid lange Zeit nach der ersten Zwischenzeit führte, aber nicht im Bild gezeigt wurde, und der ZDF-Reporter Bruno Moravetz dies mit dem mehrfach geäußerten Spruch „Wo ist Behle?“ kommentierte. Behle beendete das Rennen als Zwölfter.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Was macht Behle?] www.zeit.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. April 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Behle nahm an den Olympischen Winterspielen 1980, 1984, 1988, 1992, 1994 und 1998 teil. Seine besten Platzierungen dabei errang er 1994 in Lillehammer mit dem 11. Platz über 10 km klassisch und dem vierten Platz mit der Staffel. Ebenfalls startete er bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1982, 1985, 1987, 1989, 1991, 1993, 1995 und 1997. Dabei war im Jahr 1993 in Falun der fünfte Platz über 10 km klassisch und mit der Staffel sein bestes Ergebnis. Im Weltcup errang er viermal den dritten Platz. Seine beste Weltcupsaison absolvierte er 1989/90. Dabei holte er in Calgary über 50 km klassisch seinen einzigen Weltcupsieg und zum Saisonende den vierten Platz im Gesamtweltcup. Mit dem Winterberger Langlaufexperten Fritz Becker bildete er über zehn Jahre hinweg eine eigenständige Trainingsgruppe neben der Nationalmannschaft, zu der im Laufe der Zeit auch weitere Topathleten wie Johann Mühlegg stießen. Im selben Jahr war er Fahnenträger der deutschen Delegation bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano. Noch während seiner aktiven Zeit heiratete er die Biathletin Petra Schaaf. 1999 hat sich das Paar wieder getrennt. Zudem wurde er 11-mal deutscher Meister über 20 km (1978, 1982–1984, 1986–1990, 1994, 1997), jeweils sechsmal über 30 km (1987–1991, 1996) und 50 km (1981, 1982, 1984–1986, 1988) und einmal über 10 km (1991).<ref>Skilanglauf - Deutsche Meisterschaften (Herren)</ref>

Von 2002 bis März 2012<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bundestrainer Behle tritt zurück.] In: Spiegel Online. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. April 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> war Behle Trainer der deutschen Langläufer. Unter ihm hatte der deutsche Skilanglauf seine erfolgreichste Zeit bislang überhaupt. So gewannen seine Schützlinge René Sommerfeldt 2004, Axel Teichmann 2005 sowie Tobias Angerer 2006 und 2007 jeweils den Gesamtweltcup im Skilanglauf.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver war das von ihm trainierte deutsche Skilanglaufteam erfolgreich. Tobias Angerer gewann am 20. Februar 2010 die Silbermedaille in der Doppelverfolgung über 2 × 15 km. Ebenfalls eine Silbermedaille holten Axel Teichmann und Tim Tscharnke am 22. Februar 2010 im Teamsprint. Am selben Tag errangen in der gleichen Disziplin Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad die Goldmedaille.<ref> spiegel.de vom 22. Februar 2010: Olympia 2010 - Deutsche Langläuferinnen holen Goldmedaille </ref>

Seit dem Weltcupwinter 2012/13 ist Behle an der Seite von Marc Rohde als Experte und Co-Kommentator im Skilanglauf bei Eurosport tätig.

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen

Olympische Spiele

  • 1980 Lake Placid: 4. Platz Staffel, 12. Platz 15 km
  • 1984 Sarajevo: 6. Platz Staffel, 15. Platz 30 km
  • 1988 Calgary: 7. Platz Staffel, 23. Platz 30 km klassisch, 23. Platz 15 km klassisch
  • 1992 Albertville: 6. Platz Staffel, 15. Platz 30 km klassisch, 24. Platz 10 km klassisch
  • 1994 Lillehammer: 4. Platz Staffel, 11. Platz 10 km klassisch, 14. Platz 15 km Verfolgung
  • 1998 Nagano: 8. Platz Staffel, 40. Platz 10 km klassisch

Nordische Skiweltmeisterschaften

  • 1982 Oslo: 6. Platz Staffel, 7. Platz 15 km, 17. Platz 30 km
  • 1985 Seefeld in Tirol: 11. Platz Staffel, 46. Platz 30 km
  • 1987 Oberstdorf: 11. Platz Staffel, 23. Platz 30 km klassisch, 24. Platz 15 km klassisch
  • 1989 Lahti: 6. Platz 15 km Freistil, 8. Platz 30 km klassisch, 10. Platz Staffel, 46. Platz 15 km klassisch
  • 1991 Val di Fiemme: 10. Platz Staffel, 11. Platz 30 km klassisch, 15. Platz 10 km klassisch
  • 1993 Falun: 5. Platz Staffel, 5. Platz 10 km klassisch, 9. Platz 30 km klassisch, 9. Platz 15 km Verfolgung
  • 1995 Thunder Bay: 7. Platz Staffel, 7. Platz 10 km klassisch, 10. Platz 30 km klassisch
  • 1997 Trondheim: 6. Platz Staffel, 19. Platz 10 km klassisch

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 17. Dezember 1989 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 50 km klassisch Individualstart

Weltcup-Gesamtplatzierungen

Saison Gesamt Langdistanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
1981/82 67 6.
1982/83 34 24.
1983/84 33 24.
1984/85
1985/86 25 15.
1986/87
1987/88 4 43.
1988/89 21 21.
1989/90 88 4.
1990/91 6 37.
1991/92 32 19.
1992/93 120 24.
1993/94 96 27.
1994/95 129 22.
1995/96 87 36.
1996/97 76 35. 6 55. 58 22.
1997/98 20 58. 20 47.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Sommer
Deutsches Kaiserreich Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (1867–1919).svg

1896–1904 keine Fahnenträger1906 Georg Hax1908 Wilhelm Kaufmann1912 Karl Halt

Deutsches Reich Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg

1920/24 keine Teilnahme1928 Ernst Paulus1932 Georg Gehring

Deutsches Reich Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg

1936 Hans Fritsch (E) / Toni Merkens (S)

Unter alliierter Besatzung Deutschland 1946Datei:Flag of Germany (1946-1949).svg

1948 keine Teilnahme

Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1952 Friedel Schirmer (E) / Herbert Klein (S)

Saarland Saarland 1947Datei:Flag of Saar (1947–1956).svg

1952 Toni Breder (E) / Herbert Kesel (S)

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg

1956 Karl-Friedrich Haas (E) / Klaus Richtzenhain (S) • Reiterspiele: Fritz Thiedemann (E) + (S)

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg

1960 Fritz Thiedemann (E) / Ingrid Krämer (S) • 1964 Ingrid Engel-Krämer (E) / Bernhard Britting (S)

BR Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1968 Wilfried Dietrich (E) / Ingrid Becker (S) • 1972 Detlef Lewe (E) / Carsten Keller (S) • 1976 Hans Günter Winkler (E) / Annegret Richter (S) • 1980 keine Teilnahme1984 Willi Kuhweide (E) / Ulrike Meyfarth (S) • 1988 Reiner Klimke (E) / Anja Fichtel (S)

DDR Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg

1968 Karin Balzer (E) / Dieter Schubert (S) • 1972 Manfred Wolke (E) / Renate Stecher (S) • 1976 Hans-Georg Reimann (E) / Ruth Fuchs (S) • 1980 Kristina Richter (E) / Waldemar Cierpinski (S) • 1984 keine Teilnahme1988 Ulf Timmermann (E) / Olaf Heukrodt (S)

Deutschland DeutschlandDeutschland

1992 Manfred Klein (E) / Nicole Uphoff (S) • 1996 Arnd Schmitt (E) / Birgit Fischer (S) • 2000 Birgit Fischer (E) / Heike Drechsler (S) • 2004 Ludger Beerbaum (E) / Kathrin Boron (S) • 2008 Dirk Nowitzki (E) / Katrin Wagner-Augustin (S) • 2012 Natascha Keller (E) / Kristof Wilke (S) • 2016 Timo Boll (E) / Sebastian Brendel (S) • 2020 Laura Ludwig, Patrick Hausding (E) / Ronald Rauhe (S) • 2024 Anna-Maria Wagner, Dennis Schröder (E) / Laura Lindemann, Max Rendschmidt (S)

Winter
Deutsches Reich Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg

1924 keine Teilnahme1928 Karl Neuner1932 Martin Schröttle

Deutsches Reich Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg

1936 Georg von Kaufmann (E) / nicht überliefert (S)

Unter alliierter Besatzung Deutschland 1946Datei:Flag of Germany (1946-1949).svg

1948 keine Teilnahme

Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1952 Helmut Böck (E) / Andreas Ostler (S)

Saarland Saarland 1947Datei:Flag of Saar (1947–1956).svg

1952 keine Teilnahme1956 Gesamtdeutsche Mannschaft

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg

1956 Andreas Ostler (E) + (S)

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg

1960 Helmut Recknagel (E) / Georg Thoma (S) • 1964 Georg Thoma (E) / Ortrun Enderlein (S)

BR Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1968 Hans Plenk (E) / Franz Keller (S) • 1972 Walter Demel (E) / Wolfgang Zimmerer (S) • 1976 Wolfgang Zimmerer (E) / Rosi Mittermaier (S) • 1980 Urban Hettich (E) / Irene Epple (S) • 1984 Monika Pflug (E) / Peter Angerer (S) • 1988 Peter Angerer (E) / Fritz Fischer (S)

DDR Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg

1968 Thomas Köhler (E) / Klaus-Michael Bonsack (S) • 1972 Klaus-Michael Bonsack (E) / Wolfgang Scheidel (S) • 1976 Meinhard Nehmer (E) / Ulrich Wehling (S) • 1980 Jan Hoffmann (E) / Frank Ullrich (S) • 1984 Frank Ullrich (E) / Karin Enke (S) • 1988 Frank-Peter Roetsch (E) / Christa Rothenburger (S)

Deutschland DeutschlandDeutschland

1992 Wolfgang Hoppe (E) / Antje Misersky (S) • 1994 Mark Kirchner (E) / Claudia Pechstein (S) • 1998 Jochen Behle (E) / Gunda Niemann (S) • 2002 Hilde Gerg (E) / Georg Hackl (S) • 2006 Kati Wilhelm (E) / Claudia Pechstein (S) • 2010 André Lange (E) / Magdalena Neuner (S) • 2014 Maria Höfl-Riesch (E) / Felix Loch (S) • 2018 Eric Frenzel (E) / Christian Ehrhoff (S) • 2022 Claudia Pechstein, Francesco Friedrich (E) / Thorsten Margis (S) • 2026 Katharina Schmid, Leon Draisaitl (E) / Tobias Wendl, Tobias Arlt (S)

(E) = Eröffnungsfeier, (S) = Schlussfeier

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